Autor Thema: Streit mit Zulieferern: Viele VW-Jobs betroffen  (Gelesen 944 mal)

Offline altamm

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Streit mit Zulieferern: Viele VW-Jobs betroffen
« am: 20. August 2016, 15:09:59 »
Nach dem Passat-Werk in Emden müssen sich auch die Mitarbeiter im Stammwerk in Wolfsburg auf Kurzarbeit einstellen. Für die betroffenen Beschäftigten
der Golf-Produktion unter anderem in Montage, Karosseriebau, Lackiererei und Presswerk sei im Einvernehmen mit dem Betriebsrat inzwischen Kurzarbeit
angezeigt und Kurzarbeitergeld beantragt worden.
Hintergrund ist der Streit des Konzerns mit den Partnerfirmen Car Trim und ES Automobilguss, die ihre Lieferungen eingestellt haben. Sie produzieren
für Volkswagen Sitzbezüge und Getriebeteile. Wegen der fehlenden Getriebeteile stehen im Golf-Werk ab Montag bis einschließlich Sonnabend,
27. August, die Bänder still. In Emden, wo es an Sitzbezügen mangelt, wird bereits seit Donnerstag dieser Woche vorerst nicht mehr produziert.

Das Landgericht Braunschweig hat VW ermächtigt, sich die fehlenden Teile selbst aus den Fabriken der beiden Zulieferer in Plauen und Schönheide
(Sachsen) abzuholen. Diese sogenannte Ersatzvornahme wäre mit einem Gerichtsvollzieher durchzusetzen - das wäre beispiellos in der Automobilindustrie.
Allerdings bleibt die Frage, ob VW tatsächlich so weit geht. Der Konzern hatte zwar angekündigt, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, aber auch den
Wunsch nach einer gütlichen Einigung betont.

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Unterdessen bezogen auch die beiden Zulieferfirmen zu dem Streit mit Volkswagen Stellung. Car Trim und ES wehren sich gegen Vorwürfe und geben
VW die Schuld an den Produktionsausfällen. "Für die Krise bei VW und die dadurch entstandene Kurzarbeit sind wir nicht verantwortlich", sagte der
Geschäftsführer der ES Automobilguss, Alexander Gerstung. Dennoch sei man an einer Einigung interessiert. "Wir streben nach wie vor eine
einvernehmliche Lösung mit VW an und sind offen für entsprechende Vorschläge."

Als Grund für den Zwist nannten die beiden Firmen eine frist- und grundlose Kündigung von Aufträgen seitens VW. Das Wolfsburger Unternehmen
habe keinen Ausgleich für die Kündigungen gewährt. Deswegen "sahen sich Car Trim und ES Automobilguss letztlich zum Lieferstopp gezwungen",
heißt es in der Mitteilung. Der Konzern verlagere eigene Probleme auf die Zulieferindustrie, sagte Gerstung. "VW zwingt uns zu diesem Vorgehen,
um unsere eigenen Mitarbeiter in Niedersachsen und Sachsen zu schützen und letztlich den Fortbestand des Unternehmens zu sichern."
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Offline heinz

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Re: Streit mit Zulieferern: Viele VW-Jobs betroffen
« Antwort #1 am: 20. August 2016, 17:27:24 »
ich würde mit einem solchen verein wie fauweh nie eine geschäftsverbindung eingehen. weder etwas von denen kaufen, noch etwas denen liefern.

ein machtbesessener, lernunfähiger verein mit starke politische rückendeckung.

Offline Duda

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Re: Streit mit Zulieferern: Viele VW-Jobs betroffen
« Antwort #2 am: 20. August 2016, 21:09:18 »
Tach,

die Zahlungsmoral großer Autohersteller kenn ich auch,

Beim Stuttgarter sind 6 Monate Zahlungsziel  schon gut  Ou

Da ich aber Nischen beliefert habe, gabs Ware nur noch gegen Bares  ;)

Prost

DUDA

Offline Vaddi

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Re: Streit mit Zulieferern: Viele VW-Jobs betroffen
« Antwort #3 am: 21. August 2016, 13:16:24 »
Das kommt davon wenn man meint das Weltgeschehen lenken zu können.  Or
Und was ist ein Vertrag, Im Grunde genommen nur ein Stück Papier. :-\
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Offline altamm

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Re: Streit mit Zulieferern: Viele VW-Jobs betroffen
« Antwort #4 am: 24. August 2016, 07:13:11 »
VW einigt sich mit Zulieferern

Im Lieferstreit zwischen dem Autokonzern Volkswagen und zwei wichtigen Zulieferern gibt es nach VW-Angaben eine Einigung. Die Lieferanten
nehmen die Belieferung von Volkswagen kurzfristig wieder auf. Die vom Lieferstopp betroffenen Standorte bereiteten nun "schrittweise die
Wiederaufnahme der Produktion vor". Über Inhalte der Einigung sei Stillschweigen vereinbart worden.

Zwischen Volkswagen und den beiden wichtigen Teilezulieferern tobte seit Tagen ein Streit um die Kündigung von Aufträgen. Die Hintergründe
sind unklar. Wegen eines Lieferstopps stehen bei dem Autobauer viele Bänder still: Der Konzern wartet auf Getriebeteile und Sitzbezüge von
den Zulieferern ES Automobilguss und Car Trim, die zur Unternehmensgruppe Prevent gehören. Beide Zulieferer hatten ihr Vorgehen mit einer
offenen Schadenersatzforderung nach der Kündigung eines Auftrags durch VW begründet.

Wegen des Streits konnten laut VW insgesamt 27.700 Mitarbeiter in mehreren Werken nicht so arbeiten wie geplant. Allen voran steht im
Stammwerk Wolfsburg die Produktion des wichtigsten VW-Modells Golf still. Der Autobauer sprach von "Flexibilisierungsmaßnahmen bis hin
zu Kurzarbeit". Die Zulieferer-Branche befürchtet bereits Auswirkungen auch auf andere Lieferanten.
Die Bundesregierung hatte am Montag eine Lösung angemahnt.

Gelöst wurde offenbar der Konflikt zwischen VW und Porsche und auf der anderen Seite Car Trim, einer Prevent-Firma. Ende Juni hatten VW
und Porsche umfangreiche Entwicklungs-Kooperationen mit Car Trim bei Sitzbezügen storniert. Prevent sind nach eigenen Angaben durch
die "grundlose" Kündigung fest einkalkulierte Aufträge im Wert von 500 Millionen Euro verloren gegangen. VW hat nun nach Informationen
der "SZ" zugesagt, die Kooperation wenigstens zur Hälfte umzusetzen. Für bereits entstandene Kosten erhalte Car Trim von VW und Porsche
einen Ausgleich in Höhe von 13 Millionen Euro. Die Prevent-Seite habe 58 Millionen Euro gefordert.
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline Willy

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Re: Streit mit Zulieferern: Viele VW-Jobs betroffen
« Antwort #5 am: 24. August 2016, 18:43:12 »
Eine ziemlich gute "Spurensuche" zu diesem Konflikt gibt es hier
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-zulieferer-mit-wem-hat-vw-da-eigentlich-streit-14396260.html

Die beiden Firmen (CarTrim und Es  Automobilguss) gehören NICHT mehr zur Prevent Gruppe , auch wenn sie vor nicht allzu langer Zeit wegen des
Sparwahns von Fa***H in den Rand des Ruins getrieben wurden und von Prevent aufgekauft wurden.
Kurz vor Beginn wechselte die Eigentümerschaft auf eine holländische Holding bzw. brasilianischen Eigentümer, deren Eigentümer wiederum im Dunklen bleiben.
Damit gibt es keine Rückforderungen gegen die Preventgruppe , sondern maximal gegen die beiden Kleinfirmen.

Da ist es kein Wunder, daß sich Fa***h  wegen der großen zu erwartenden Ausfälle - schnell einigt aber kaum was dazu an die Öffentlichkeit läßt.
Bitte zu beachten , Herr Gerstung ist Geschäftsführer und NICHT Besitzer der Firma. Er ist also im Zweifelsfall "nur" Auführender des
Eigentümerwillens -  wie immer der heißt......

Besonders zu beachten  ist außerdem, daß der reiche Großkonzern einen Großteil der Kosten mittels  Kurzarbeit, entgegen den gesetzlichen Rahmenbedingungen, auf die Allgemeinheit abwälzen wollte.    Ich  denke das Thema ist noch nicht zu ende.....


Willy, der Sparsame

 



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