Autor Thema: Aral empfiehlt Erdgas-Verkaufsstopp  (Gelesen 819 mal)

Online altamm

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Aral empfiehlt Erdgas-Verkaufsstopp
« am: 14. September 2016, 08:05:16 »
Anbieter von Erdgas-Autos erklären seit Jahren, dass die Technik genauso sicher wie jene von herkömmlichen Fahrzeugen ist. Und die Statistik gibt
ihnen Recht, denn Zwischenfälle mit Erdgas-Autos sind eine absolute Ausnahme – doch im Zweifel kann schon ein einziger Unfall das Vertrauen zerstören.
Genau das scheint nun bei Aral geschehen zu sein, denn seit neuestem empfiehlt der Kraftstoff-Riese seinen Tankstellen-Betreibern, "den Erdgasverkauf
bis auf Weiteres einzustellen".
Das kommt in der Praxis einer Aufforderung zum Verkaufsstopp gleich und betrifft rund ein Fünftel der bundesweit rund 900 Erdgas-Tankstellen. Für alle
Fahrer eines Erdgas-Autos entfällt somit ein großer Teil des Tankstellen-Netzes und es ist keineswegs ausgeschlossen, dass sich andere Anbieter dem
Erdgas-Stopp anschließen. Die Ursache für den Kurswechsel bei Aral sind offenbar Sicherheits-Bedenken, die nach einem Zwischenfall in Duderstadt
aufgekommen sind. An der dortigen Erdgas-Tankstelle wollte ein Kunde gerade seinen VW Touran EcoFuel betanken, als es zum großen Knall kam.

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Allem Anschein nach explodierte der Erdgas-Tank des VW Touran, Trümmerteile wurden in bis zu 100 Meter Entfernung gefunden. Der Besitzer des
Erdgas-Autos befand sich zum Zeitpunkt der Explosion vor seinem Auto und wurde von umherfliegenden Teilen verletzt. Dass keine weiteren Menschen
in Mitleidenschaft gezogen wurden, darf als reines Glück bezeichnet werden. Bis zur Klärung der Unfallursache will Aral nun auf das Angebot von Erdgas
verzichten. Derzeit befinden sich die Untersuchungen noch an ihrem Anfang, aber eines ist jetzt schon klar:
Der betroffene VW Touran EcoFuel gehört zu jenen Fahrzeugen, für die Volkswagen bereits einen Rückruf gestartet hat. Laut den Wolfsburgern kann
es bei bis einschließlich 2010 gebauten Touran, Passat und Caddy mit CNG-Unterflurtank durch Korrosion zu Problemen kommen: Im Lauf der Jahre
können die Gastanks so sehr in Mitleidenschaft gezogen werden, dass sie den üblichen Drücken nicht mehr standhalten und schließlich bersten können.
Ob der in Duderstadt explodierte Touran bereits im Rahmen des Rückrufs mit einem neuen Tank ausgerüstet wurde, ist derzeit noch unklar.

Bildquelle:   vw
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Offline Mondeo214

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Re: Aral empfiehlt Erdgas-Verkaufsstopp
« Antwort #1 am: 14. September 2016, 09:30:13 »
Erst der Abgasskandal und jetzt ein explodierter Erdgastank-ich glaube VW
kommt aus den Negativ Schlagzeilen gar nicht mehr raus
Duster Laureate,1,6l 2WD Basaltgrau,Bj.12/2011,TFL,PDC,Auspuff 90mm rund geschweißt,2.Innenleuchte hintere Sitzbank LED,MAL,Radio mit Bluetooth,SD,USB,CD,und Freisprecheinrichtung,Navi,Magnethalterungen für Navi und Smartphone,AHK,Fahrradträger

Online altamm

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Re: Aral empfiehlt Erdgas-Verkaufsstopp
« Antwort #2 am: 15. September 2016, 07:14:49 »
Diese Tankproblematik ist nach Recherchen schon längere Zeit und bei allen maßgeblichen Stellen bekannt.

Mindestens noch fünf weiterere Unfälle beim Betanken des VW Touran EcoFuel sind bekannt. Bereits 2012 gab es eine erste Rückrufaktionen für
Fahrzeuge der Baujahre 2005 bis 2009. „Volkswagen behauptet, dass sie seitdem den Lackaufbau verbessert haben“, schreibt die Fachzeitschrift
Auto Bild. Tatsächlich berichten auch Besitzer deutlich jüngerer Tourans von „Gammel“-Tanks.
Außerdem trete das Problem auch bei anderen EcoFuel-Modellen von VW auf.

Anders als beispielsweise in Schweden können betroffene VW-Kunden laut dem Bericht in Deutschland nicht mit einer Gratis-Nachbesserung
rechnen. Im Gegenteil: Sie müssten um Kulanz bitten und sich teilweise mit mehreren 1.000 Euro an den Reparaturkosten beteiligen. Auch TÜV
und DEKRA kennen die Problematik, wie aus internen Dokumenten hervorgeht. Auch das Kraftfahrt-Bundesamt ist inzwischen in Kontakt mit VW.
Laut Auto Bild möchten sich beide Seiten aber im Moment nicht zum Stand der Gespräche äußern. „Rostende Erdgastanks sind lebensgefährlicher
Schrott. Wie sich VW seiner Verantwortung entzieht, ist ein Skandal“, so Auto Bild-Redakteur Matthias Moetsch. Auch das Kraftfahrt-Bundesamt
reagiere zu passiv: „Verbraucherschutz sieht anders aus.“
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Offline heinz

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Re: Aral empfiehlt Erdgas-Verkaufsstopp
« Antwort #3 am: 15. September 2016, 08:01:10 »
was mich etwas erstaunt, mit welcher leichtigkeit die öffentlichkeit auch hier wieder über 'behörden' oder 'verantwortliche' herfällt. wenn die behörden auto's mit gastank jedes jahr zum tüv schicken würden, würde sicher auch wieder geflucht werden.

wo bleibt die eigenverantwortung des eigners?

so'n tank rost nicht von einem tag auf den andern. wenn jemand sein auto regelmässig wartet, oder warten lässt, wenn's auch nur 1 mal pro jahr ist, dann kann auch der tank mindestestens ansatzweise beurteilt werden, auch wenn er vielleicht nicht leicht zugänglich ist, was ich nicht weiss.

an meinem 6-jährigen rostet nur die felge des reserverads und der auspuff

Offline lescontesdehoffmann

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Re: Aral empfiehlt Erdgas-Verkaufsstopp
« Antwort #4 am: 15. September 2016, 10:56:46 »
bevor wieder alle auf auweh herfallen (anmerkung: ich bin sicher kein fan von auweh), auch andere hersteller haben korrosionsprobleme mit cng-tanks. eine verantwortung kann nur auf den halter geschoben werden, wenn dieser nicht regelmäßig zu inspektion fährt. inwieweit die werkstätten wirklich die kompetenz haben eine gefahr ausgehend von von cng-tanks zu erkennen, entzieht sich meiner kenntnis.
korrosionsschäden lassen sich nur erkennen, wenn diese tanks nicht komplett verdeckt verbaut sind. dies trifft allerdings beim touran nicht zu.
beim aktuellen unfall ist auch noch nicht geklärt ob der unfall vom tank oder von der tankanlage ausging.
Stepway1 dci90, flammenrot, Klang-Klima, Elektropaket, Mittelarmlehne, Hängerkupplung, Einparkhilfe, Erstzulassung: Nov. 2011

Online altamm

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Re: Aral empfiehlt Erdgas-Verkaufsstopp
« Antwort #5 am: 16. September 2016, 06:27:41 »
Die anfänglichen Modelle ( 2005 - 2009 ) waren offenbar nicht so gut korrosionsgeschützt wie die heutigen Modelle.

Das wußten die Fahrer dieser Wagen allerdings nicht. Sucht mal nach " cng tanks undicht ". Ihr werdet überrascht sein,

wie oft eine solche Undichtigkeit vorkommt.

Neuester Kommentar:
Im Duderstädter Fall war allem Anschein nach eine Gasflasche des VW Touran unter dem Druck beim Tanken geborsten -
ein bekanntes Problem dieses speziellen Modells, das nicht mehr verkauft wird.

Volkswagen hat vor Monaten einen Rückruf für diese Fahrzeuggeneration gestartet, weil die Flaschen so ungünstig
eingebaut sind, dass sie zu Rost neigen. Laut dem Hersteller hatte der Besitzer des Unfallwagens den Rückruf offenbar ignoriert.
Ein tragischer Einzelfall demnach, der keine Rückschlüsse für die Technik an sich nach sich ziehen muß.
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