Autor Thema: Renault Kwid: Billig-SUV für Indien  (Gelesen 509 mal)

Offline altamm

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Renault Kwid: Billig-SUV für Indien
« am: 07. Dezember 2016, 11:29:13 »
Geschmückt wie ein Pfingstochse steht der kleine Renault Kwid auf den weißen Fliesen. Ein Blumen-Bouquet ziert die Motorhaube, eine bunte
Banderole verläuft quer über die Windschutzscheibe. Das sieht nach Werbung aus, ist es aber nicht. In Indien ist es Brauch, ein Auto zum
Verkauf zu schmücken. Der Besitzer bekommt einen Schal und eine Ganesha-Statue. Die Hindu-Gottheit soll allzeit gute Fahrt garantieren.

Göttlicher Schutz kann im Verkehrschaos der südindischen Acht-Millionen-Metropole nicht schaden. Es geht heillos durcheinander,
unzählige Mopeds umschwirren die Pkw. Mittendrin flanieren Kühe gemessenen Schrittes durch die Blechlawine. Der Renault Kwid ist genau
für diese Verhältnisse gemacht, mit rustikaler Technik und einer Bodenfreiheit von 18 Zentimetern. Auch in Indien wächst der Wunsch nach
Leistung. Deswegen haben die Franzosen ein 1,0-Liter-Triebwerk mit 68 PS nachgelegt – 14 PS mehr als der 0,8-Liter-Basismotor.

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Klar, die Sitze sind schlicht und dünn gepolstert. Aber man sitzt im Kwid bequem und vor allem geräumig. Das gilt für beide Sitzreihen, die
für insgesamt fünf Passagiere ausgelegt sind. Von außen wirkt das Mini-SUV wie eine Kreuzung aus Renault Twingo und Dacia Duster. Auf
2,42 Meter Radstand holen die Franzosen aus dem 3,68 Meter kurzen Gefährt das Optimum. Der Kofferraum fasst 300 bis 1.115 Liter.
Für indische Verhältnisse bietet der Renault Kwid fast opulenten Luxus: Im Innenraum des Rechtslenkers strahlen gelbliche Dioden und
vermitteln zusammen mit dem Sieben-Zoll-Monitor einen Hauch von gehobener Ausstattung. Dazu gehören ein Navigationssystem und
sogar eine Klimaanlage – beides ist bei indischen Kleinwagen alles andere als üblich.

Ein besonderer Trumpf des Kwid ist die Fünfgang-Automatik zum größeren Motor, die mit einem Drehknopf bedient wird. Aufpreispflichtig,
natürlich. Wir waren mit der Handschaltung unterwegs. Für einen Basis-Kwid mit dem 800-Kubik-Motor muss man mindestens 265.000
Rupien hinlegen, das sind etwa 3.650 Euro. Die Variante mit 68 PS und Automatik kostet umgerechnet knapp 6.000 Euro. Renault spart
allerdings an der Sicherheit: In der Basisversion bietet der Hersteller den Kwid ohne Airbags an. Höhere Ausstattungen verfügen über
einen Fahrer-Airbag und einen Beifahrer-Gurtstraffer. Das reicht im Global NCAP Crashtest für einen Stern.

„Die Leute kaufen sich das Auto wegen des Aussehens, des sparsamen Motors und der Ausstattung“, erklärt Auto-Verkäufer Pavithran
von Trident-Renault. Der junge Mann mit dem akkuraten Seitenscheitel verkauft pro Monat rund 150 Kwid. Dreimal so viele wie vom
Renault Duster, der bei uns als Dacia verkauft wird – und in Indien mehr als dreimal so viel kostet wie der Kwid.

Auszüge aus:    www.Stern.de  und  twitter => motor talg
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline heinz

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Re: Renault Kwid: Billig-SUV für Indien
« Antwort #1 am: 07. Dezember 2016, 18:29:56 »
ich finde es prima, dass reno sowas anbietet, wobei 3600euro in indien vermutlich ein haufen geld ist. das ist die grössenordnung von 2 jahre mitlere einkommen.

es zeigt aber, dass für ein 'volkswagen' keine 30-50k€ notwendig sind.

 



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