Autor Thema: Strom teurer als Benzin  (Gelesen 359 mal)

Offline altamm

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Strom teurer als Benzin
« am: 06. März 2017, 08:30:29 »
Elektroautos fahren günstig? Leider nein, wie AUTO BILD in der aktuellen Ausgabe 9/2017 berichtet. Um Energie für 100 Kilometer an einer
öffentlichen Standard-Ladesäule in der Berliner Innenstadt zu zapfen, muss ein aktueller VW e-Golf fast vier Stunden für 19,80 Euro am
Stecker hängen. Zum Vergleich betankte die Redaktion einen Golf TSI mit Verbrennungsmotor. Das Ergebnis: Beim Benziner reichen 9,65 Euro
für 100 Kilometer.

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Standard-Zapfanlagen spenden zwar elf oder 22 Kilowatt Wechselstrom, aber die meisten E-Autos können wegen ihrer langsamen
Wechselstrombuchsen davon nur einen Bruchteil aufnehmen. Der aktuelle e-Golf schafft nur 3,7 Kilowatt pro Stunde. Bei einer Abrechnung nach
Ladezeit wird das schnell ein teurer Spaß. Schneller und etwas günstiger geht es an Hochgeschwindigkeits-Säulen, die mit 50 Kilowatt
Gleichstrom liefern. Der dafür notwendige Schnelllade-Anschluss am E-Auto gehört allerdings nicht zur Standard-Ausstattung. Der e-Golf war in
nur 24 Minuten mit Strom aus dem Turbo-Lader für 100 Kilometer versorgt. Kostenpunkt: 11,55 Euro – und damit immer noch teurer als Benzin.

Die öffentlichen Ladesäulen werden von der Stadt bereitgestellt. Rund 10.000 Euro kostet die Standard-Ausführung, Turbo-Stromspender etwa
das Dreifache. Obwohl der Bund die Zapfanlagen bis 2020 mit 300 Millionen Euro fördert, muss die Stadt die Milliardeninvestitionen wieder
reinholen. Die Lösung: Der Strom wird nach Ladezeit pro Stunde abgerechnet. Berlins Behörden verteidigen diese Art der Abrechnung: Die
teure Infrastruktur wird nicht nur zum Laden, sondern auch zum Gratisparken genutzt. In Kürze werden Ladezeiten minutengenau abgerechnet.
Kein Wunder also, dass in Ballungsräumen 85 Prozent der E-Auto-Besitzer ihr Fahrzeug zu Hause laden. An der eigenen Ladebox zahlen sie für
eine Reichweite von 100 Kilometern nur 4,35 Euro. Da lohnt sich der Anschaffungspreis für die private Zapfstation: Bei 600 Euro geht es los.
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Offline heinz

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Re: Strom teurer als Benzin
« Antwort #1 am: 06. März 2017, 21:32:05 »
bei der überlegung einer privaten zapfstation darf folgendes nicht vergessen werden:

- die meisten hausinstallationen in (kleinen) privathäuser haben eine geringe leistung. es ist deshalb fraglich ob sich so ohne weiteres eine 25kw oder mehr ladestation installieren lässt.

wenn dies nicht der fall ist kommen vermutich noch erhebliche mehrkosten über die erwähnten 600€ auf einem zu. bei mietwohnungen sieht es noch mal anders aus.

ich bleibe vorläufig beim dci.

 



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