Autor Thema: Ein vernünftiger Standpunkt  (Gelesen 1196 mal)

Offline altamm

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Ein vernünftiger Standpunkt
« am: 20. Juni 2017, 09:18:56 »
Die Deutsche Bank beurteilt die Marktchancen digitaler und selbstfahrender Autos trotz großen Potenzials aktuell skeptisch. Die von Computern
gesteuerten Wagen dürften den kontinuierlich wachsenden Markt nicht vor dem Jahr 2040 durchdrungen haben, lautet eines der zentralen
Ergebnisse einer heutigen Studie. Es steht damit im Gegensatz zu einzelnen Stimmen aus der Politik, wie der Einschätzung des Bundesverkehrsministers
Dobrindt, der einen Durchbruch bereits in „weniger als zehn Jahren“ für möglich hält.

Die Branche stehe vor enormen technologischen Herausforderungen, ein „chaotisches“ System wie den Straßenverkehr zu automatisieren,
sagte Eric Heymann. Dafür biete sich der Schienenverkehr zunächst viel eher an. Da auch weiterhin zahlreiche nicht- oder nur teildigitalisierte Fahrzeuge
und andere Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs sein werden, sei eine Übergangszeit von mehreren Jahrzehnten zu erwarten.

Grundsätzlich rechnen die Volkswirte der deutschen Bank damit, dass sich die Autohersteller im technologischen Wettlauf mit digitalen Dienstleistern
wie Google oder Apple gut behaupten können. Dafür sprächen die hohe Anpassungsfähigkeit der Industrie und die hohen Hürden bei einem Neueinstieg
in die Autoproduktion. Die Chancen der Internet-Konzerne lägen im automobilen Datenmarkt.
Anders als bei elektrischen Antrieben seien bei der zunehmenden Digitalisierung der Fahrzeuge keine staatlichen Subventionen notwendig, sagte
Heymann. Neue Systeme würden nach und nach in die neuesten Modelle eingebaut. Die Preisaufschläge im drei- bis vierstelligen Euro-Bereich seien
nicht vergleichbar mit den zusätzlichen Kosten bei der Elektro-Mobilität.

Starke Steigerungen erwartet Heymann beim Ausbau von alternativen Mobilitätsdienstleistungen wie zum Beispiel dem Car-Sharing. Sie könnten in
zehn bis 15 Jahren rund fünf Prozent des motorisierten Individualverkehrs abdecken. Das bleibe zwar immer noch eine Nische, die aber Umsätze im
zweistelligen Milliarden-Bereich bringen könne. „Das eigene Auto bleibt zunächst der Normalfall.“

( mit Heise-Artikeln )
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Offline rainersz

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Re: Ein vernünftiger Standpunkt
« Antwort #1 am: 20. Juni 2017, 14:38:04 »
vollkommen richtig - die Schiene wäre viel geeigneter.
Aber was soll man einer bahn zutrauen, die zur Taufe des ICE "Goslar" diesen in den gleichnamigen Bahnhof von einer Diesellok schleppen läßt - weil es keine Oberleitung gibt

Und wenn dann vornedran noch eine Kornifere wie Pofalla ist...
(ups, heißt das vielleicht doch Koryphae ?)

Beim Autoverkehr gibt es ja auch nicht nur das System "alles oder nichts".
Würde mann zunächst nicht das völlig autonome Fahren anstreben, sondern die partielle Übernahme von Funktionen in geeigneten Bereichen, dann könnte man Fahrer und Verkehr entlasten, ohne zu gängeln.
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Offline Sondi

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Re: Ein vernünftiger Standpunkt
« Antwort #2 am: 20. Juni 2017, 21:57:14 »
vollkommen richtig - die Schiene wäre viel geeigneter.

Das kann ich nur kräftig unterstreichen !!!
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Offline altamm

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Re: Ein vernünftiger Standpunkt
« Antwort #3 am: 16. Juli 2017, 10:19:03 »
Ab 2018 Roboter-Taxis auf deutschen Straßen

An der Entwicklung und technischen Umsetzung von selbstfahrenden Autos forschen weltweit zahlreiche Unternehmen. Die Firma Bosch will nun
eine Vorreiterrolle in diesem Bereich übernehmen. Bereits im kommenden Jahr will der weltweit größte Autozulieferer in Deutschland selbstfahrende
Roboter-Taxis auf die Straße schicken.

"Wir werden 2018 die ersten kleineren Flotten an Robo-Taxis in deutsche Städte bringen", sagte Gerhard Steiger, Vorsitzender des Geschäftsbereichs
Chassis Systems Control. Zunächst werde aus Sicherheitsgründen aber noch ein Fahrer an Bord sein. Die breite Markteinführung sei für 2022 geplant.
"So lange dauert es aus unserer Sicht, bis die Technologie wirklich abgesichert ist und alle Eventualitäten vorgedacht sind", sagte Steiger.

Anfang April hatte der weltgrößte Autozulieferer eine Entwicklungskooperation mit dem Autobauer Daimler zum automatisierten Fahren bekanntgegeben.
Dort sollen Hunderte Mitarbeiter zusammenarbeiten, beide Unternehmen investierten einen hohen dreistelligen Millionenbetrag, sagte Steiger. "Durch
die Kooperation können wir die Entwicklungszeit für automatisierte Systeme um mindestens zwei Jahre verkürzen." Daimlers Entwicklungsvorstand
Ola Källenius hatte im Mai angekündigt: "Zwischen 2020 und 2025 kann es Robotertaxis in Städten geben."
Unter anderem der Fahrdienst-Vermittler Uber erprobt in den USA bereits Roboterwagen-Fahrten. Allerdings ist bisher immer ein Fahrer an Bord.
Mehrere Hersteller haben bereits Pläne zum Bau von selbstfahrenden Autos angekündigt.
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