Autor Thema: Diesel-Fahrverbot ?  (Gelesen 615 mal)

Offline altamm

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Diesel-Fahrverbot ?
« am: 29. Juli 2017, 06:59:30 »
In der Autostadt Stuttgart könnte es bald Fahrverbote für Diesel-Autos geben: Das Verwaltungsgericht gab einer Klage der Deutschen Umwelthilfe Recht.
Nachrüstungen älterer Motoren, wie sie die Landesregierung anstrebte, reichten nicht, so die Richter.

Das Gericht um Richter Wolfgang Kern kam zu dem Schluss, dass die Fahrverbote die einzig effektive Lösung gegen eine gesundheitsschädliche
Stickoxid-Belastung wären. Die geplante Nachrüstung von Dieselfahrzeugen reiche nicht aus und sei nach dem Plan auch erst 2020 und damit zu spät umzusetzen.
Der Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung steht für das Gericht im Vordergrund. „Das Verkehrsverbot verstößt nicht gegen den Grundsatz der
Verhältnismäßigkeit, weil der Gesundheitsschutz höher zu gewichten ist als das Recht auf Eigentum und die allgemeine Handlungsfreiheit der vom Verbot
betroffenen Kraftfahrzeugeigentümer“, sagte Richter Wolfgang Kern.

Mehrmals ging er in seinen Ausführungen auf die Umrüstungen ein, wie sie Politik und Industrie erwägen. Tenor des Richters: Im Vergleich zu Fahrverboten
seien "alle anderen Maßnahmen von ihrem Wirkungsgrad her nicht gleichwertig. Dies gilt auch für die sogenannte Nachrüstlösung."
Kern wies alle Einwände zurück, die im Laufe des Verfahrens gegen Fahrverbote vorgebracht worden waren:

Die Verhältnismäßigkeit? - Fahrverbote seien verhältnismäßig, die Gesundheit der Menschen wiege schwerer als Eigentumsrechte der Autofahrer.
Autofahrer, die der Zone ausweichen und andere Orte belasten? - Dann müsse es eben auch dort Verbotszonen gegeben.
Man brauche mehr Zeit? - Dafür gebe es "keine sachliche Rechtfertigung".

Dieselautos stehen wegen Manipulationen von Abgasen und Vorwürfen um ein Autokartell in Verruf. Beim Bundeskartellamt in Bonn ist in der vergangenen
Woche ein weiterer VW-Schriftsatz mit Details zu möglichen Absprachen zwischen den fünf Autobauern VW, Audi, Daimler, Porsche und Audi eingegangen.
Wie der „Spiegel“ berichtet, wird in dem Papier auch der Stuttgarter Elektronikkonzern Bosch erwähnt.
Der Zulieferer soll dem Magazin zufolge geholfen haben, eine sogenannte Dosierstrategie für AdBlue zu entwickeln, durch die Abgasgrenzwerte möglicherweise
nur auf dem Teststand eingehalten werden, aber nicht auf der Straße.

Stuttgart gilt deutschlandweit als "Hauptstadt der Luftverschmutzung". Vor allem wegen der Tal-kessel-lage und der damit einhergehenden äußeren
Bedingungen verflüchtigen sich Feinstaub und Stickoxide hier nur sehr schlecht. Ob und wann es tatsächlich zu Fahrverboten für viele Dieselmodelle kommt
und wie diese aussehen könnten, ist aber offen.
Es ist damit zu rechnen, dass der Streit beim Bundesverwaltungsgericht weitergeht.
Die Stuttgarter Richter sind sicher, dass Fahrverbote auch umsetzbar sind. Daran hatte es zuletzt Zweifel gegeben.
Das Verkehrsministerium von Baden-Württemberg erklärte, die Entscheidung sorgfältig prüfen zu wollen. Ob die Landesregierung in Berufung gehe, sei noch offen.
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Offline rainersz

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Re: Diesel-Fahrverbot ?
« Antwort #1 am: 30. Juli 2017, 17:18:28 »
solche juristischen schlachten wären nicht nötig, wenn die hersteller mit offenen karten gespielt hätten und nicht sklave ihres flottenverbrauchs von überwiegend monsterschlitten wären.
ein diesel wird nie ein saubermann - aber tolerierbar, wenn man alle schadstoffreduzierungsmöglichkeiten ernsthaft nutzt.
und wenn man nicht 3liter und mehr qualmen läßt, sondern nur das, was für zügige fortbewegung im heutigen verkehr nötig ist, dann gibt es lösungen ohne fahrveerbote - aber nur dann !
stepway 2   prestige 90 TCe easy R  silber Mai 2017

Offline diesonja

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Re: Diesel-Fahrverbot ?
« Antwort #2 am: 30. Juli 2017, 17:45:46 »
...   wenn da das Geldverdienen nicht wäre.    Ov
Sandy 1.4 - Bj.2010 - gebraucht erworben.  Cooooles Auto :-))

Offline Duda

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Re: Diesel-Fahrverbot ?
« Antwort #3 am: 30. Juli 2017, 20:57:56 »
Naja,

solche juristischen schlachten wären nicht nötig, wenn die hersteller mit offenen karten gespielt hätten und nicht sklave ihres flottenverbrauchs von überwiegend monsterschlitten wären.
ein diesel wird nie ein saubermann - aber tolerierbar, wenn man alle schadstoffreduzierungsmöglichkeiten ernsthaft nutzt.
und wenn man nicht 3liter und mehr qualmen läßt, sondern nur das, was für zügige fortbewegung im heutigen verkehr nötig ist, dann gibt es lösungen ohne fahrveerbote - aber nur dann !

da wäre z.B. Car to Go mit den E smarts von MB die überall rumstehen, ne Tochter von MB  Ou

PROST

Duda

Offline Willy

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Re: Diesel-Fahrverbot ?
« Antwort #4 am: 31. Juli 2017, 21:26:09 »
Also ,mal abgesehen davon, daß NICHT überall Mietautos, von wem auch immer, rumstehen, muß man auch erstmal dahin kommen.
Mal ganz unabhängig davon ob die Dinger dann elektrisch mit Gas oder womöglich mit Diesel fahren.
Wenn ich erst noch mit den "öffentlichen"  dahin muß - wird es von daher schon nicht mehr lukrativ.

Woran  wird denn überhaupt ein "Diesel" erkannt ??
Plaketten gibt es nur bis 4 und wenns nicht hinten dran steht....

Bei mir steht nur Sandero hinten und Stepway an der Seite  - Rußfahnen gibts auch keine - also was solls.....
Willy, der Sparsame

Offline altamm

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Re: Diesel-Fahrverbot ?
« Antwort #5 am: 01. August 2017, 08:03:52 »
solche juristischen schlachten wären nicht nötig, wenn die hersteller mit offenen karten gespielt hätten und nicht sklave ihres flottenverbrauchs von überwiegend monsterschlitten wären.
ein diesel wird nie ein saubermann - aber tolerierbar, wenn man alle schadstoffreduzierungsmöglichkeiten ernsthaft nutzt.
und wenn man nicht 3liter und mehr qualmen läßt, sondern nur das, was für zügige fortbewegung im heutigen verkehr nötig ist, dann gibt es lösungen ohne fahrveerbote - aber nur dann !

Die deutschen Hersteller lassen sich das Geschäft mit Groß-karossen nicht entgehen. Wenn wirs nicht machen, machens Andere, wobei das vielleicht

nicht mal schlecht wäre.   ;)
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