Autor Thema: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück  (Gelesen 3188 mal)

Offline rainersz

  • Sandero Profi
  • *****
  • Beiträge: 368
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #15 am: 08. Dezember 2017, 19:52:50 »
mit problemen meinte ich eher Brandunfälle an der Tanke - mehrere Stationen haben hier den gasverkauf eingestellt...
stepway 2   prestige 90 TCe easy R  silber Mai 2017
5,6 l / 100

Offline draculix

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 6
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #16 am: 09. Dezember 2017, 14:00:53 »
Richtig, habe ich auch drüber gelesen, ist aber nicht immer LPG, da sind auch Erdgas-Tanks geplatzt (explodiert). Nenne ich mal Kollateral-Schaden nach dem Motto: Irgendwas ist ja immer. Im Allgemeinen ist der Betrieb von Autogas genauso kritisch oder unkritisch wie anderer Sprit. Aber das gehört ja eigentlich zu einem anderen Thema. Mich wundert ja nur, dass zwar der Diesel-Neukauf stark zurückgeht, aber nur wenige denken bei der Alternative "Benzin" gleich an die Erweiterung mit Autogas. Dabei gibt es nur Vorteile (extrem viel weniger Spritkosten, weniger NOx, Null Feinstaub), und keine Nachteile (bis auf die Mehrkosten bei der Anschaffung in gleicher Größenordnung wie der Mehrpreis beim Dieselmotor). Rätsel, rätsel, rätsel...

Offline Willy

  • Sandero Meister
  • ******
  • Beiträge: 811
  • das meiste Auto/Euro
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #17 am: 10. Dezember 2017, 10:17:52 »
Autogas wurde steuerlich gefördert bzw. bevorteilt (auch aus Umweltgründen).
Die steuerliche Förderung wird demnächst beginnend in mehreren Schritten "abgeschmolzen".

Dadurch relativiert sich der Preisvorteil deutlich.
Dazu kommt, daß Autogas ein  (sagen wir mal) Abfallprodukt der Spritherstellung (Benzin, Diesel u.a.) ist, und deshalb nicht in beliebig großen Mengen
verfügbar oder herstellbar ist.  Deshlb wird es schon aus diesem Grund ein Nischenmarkt bleiben.

Aber nichts destotrotz - es ist deutlich umweltverträglicher.  Nur eben nicht massentauglich.
Willy, der Sparsame

roadking

  • Gast
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #18 am: 16. Dezember 2017, 12:50:16 »
Ist doch Selbsterklärend.

DerDiesel wird verteufelt, um eine neue Sau durchs Dorf zu jagen.
Kauft neue Autos, am besten Benziner um den Umsatz wieder anzukurbeln Warum kein Ad Blue verwnden ???

Der Diesel war von 30 Jahren nicht besser oder schlechter, genau wie der Benziner.
Mehrkosten bei Steuern, Wartung und Versicherung für den Diesel.
Erst ab Laufleistungen jenseits der 30.000 km pro Jahr rentabel.

Heute, sind beide Motorkonzepte sauberer, plötzlich hat ein Manager entdeckt. das die blaue Plakette doch sinnvoll ist, schon springt ein dressierter Kanzler auf das Pferd und es wird sofort "gehandelt ".

Bei wenig Laufleistung pro Jahr, je Auto bei uns etwa 9.000 km, wird kein Diesel benötigt.

Vielfahrer müssen nur rechnen, denn erst ab über 15.000 km pro Jahr wird heute der Diesel günstiger, und nach dem kommenden Wegfall der Dieselsubventionen, ja dann kommt die Wende.
Gäste haben keinen Zugriff , bitte registrieren oder einloggen

Offline rainersz

  • Sandero Profi
  • *****
  • Beiträge: 368
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #19 am: 16. Dezember 2017, 20:16:44 »
autogas hat vorteile undmag sich für manchen rechnen  - es ist aber wegen seines produktionsablaufs nicht massentauglich.

daß jeder verbrennungsmotor schadstoffe produziert ist kein geheimnis - aber die batterieproduktion und- entsorgung für stromer ist da auch nicht ohne.

meines wissens kann man am ehestens co2 mit neuen techniken (algen und co2-hungrige pflanzen binden. wenn man dann die produkte zur Düngung einsetzen würde wäre

vielleicht einiges gewonnen. aber interdisziplinäres denken ist verpönt und wird als leienhaft belächelt.

merke: spezialisten lernen solange immer mehr über immer weniger, bis sie alles über nichts wissen...
stepway 2   prestige 90 TCe easy R  silber Mai 2017
5,6 l / 100

roadking

  • Gast
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #20 am: 17. Dezember 2017, 13:26:09 »
Zitat Anfang
daß jeder verbrennungsmotor schadstoffe produziert ist kein geheimnis - aber die batterieproduktion und- entsorgung für stromer ist da auch nicht ohne.
Zitat Ende

Na ja, neue Batterie-Konzepte lassen sich heute völlig recyckelbar herstellen. Wobei die Produktion der Batterien auch umweltfreundlich zu gestalten ist.

https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/jetzt-redox-flow-batterie-richtig-umweltfreundlich/

Nicht Wissen macht nix, aber Wissen wo es zu finden ist, das ist Wissen.
Gäste haben keinen Zugriff , bitte registrieren oder einloggen




Offline Willy

  • Sandero Meister
  • ******
  • Beiträge: 811
  • das meiste Auto/Euro
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #21 am: 17. Dezember 2017, 19:41:27 »
Bei den ganzen Umweltbetrachtungen - bitte nicht aus den Augen verlieren - es setzt nicht NICHT das durch was gut und machbar ist,
SONDERN das was den meisten Gewinn  bringt bzw. mit der größten Marktmacht etabliert wird.

Sicher kann man vieles auch umweltfreundlich gestalten.
Wenn sich aber die Politik (besser die Politiker) durch Lobbyisten (und Vergünstigungen) zu völlig anderen Entscheidungen und Regelungen
führen lasen und dann noch der Preis die entscheidende Rolle spielt - dann werden wohl doch die Billigbatterien aus Fernost das Rennen machen.
(Da wird man dann noch jahrelang über die Produktionsbedingungen lamentieren, aber ändern wird das nicht viel...)

Hat eigentlich mal jemand eine Erhebung gemacht, ob erstmal alle Grünen und günen Wähler sich umweltgerecht verhalten;
Also z.B. grünen Strom beziehen und auf Fernreisen per Flugzeug verzichten....
   
Willy, der Sparsame

Offline rainersz

  • Sandero Profi
  • *****
  • Beiträge: 368
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #22 am: 17. Dezember 2017, 20:01:26 »
wetten, daß nicht ?
stepway 2   prestige 90 TCe easy R  silber Mai 2017
5,6 l / 100

Offline heinz

  • Sandero Meister
  • ******
  • Beiträge: 567
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #23 am: 17. Dezember 2017, 20:08:46 »

Hat eigentlich mal jemand eine Erhebung gemacht, ob erstmal alle Grünen und günen Wähler sich umweltgerecht verhalten;
Also z.B. grünen Strom beziehen und auf Fernreisen per Flugzeug verzichten....
   

doch, darüber habe ich mal was gelesen. weiss nicht mehr wann und wo.

schlussfolgerung: das sind hundsnormale menschen wie du und ich. fliegen ja, strom je nach preis, grosse dienstwagen ja.

ich bin auch grün. aber mehr aus kostengründen. fliegen nein weil ich im leben zuviel geschäft geflogen bin. licht und geräte ausschalten, daher minimalen stromverbrauch, ruhig fahren, laufend zur post weil gleich um die ecke.  OO OO

Offline Willy

  • Sandero Meister
  • ******
  • Beiträge: 811
  • das meiste Auto/Euro
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #24 am: 17. Dezember 2017, 21:37:57 »
Ich glaube sowas ähnlichs habe ich auch mal gelesen/gesehen.
Da war sogar die rede davon, daß "Grüne" z.B. überdurchschnittlich oft und weit fliegen, und a uch häufiger große , dicke Autos fahren.

Das heißt dann aber eben auch -  daß "Grün" zumeist eine Idee ist, die man sich mental leistet, wnn man es sich FINANZIELL LEISTEN kann.
Ärmere Kreise haben dann darunter "zu leiden".
Es sollte mal wirklich was am System geändert und verbessrt werden.

Richtig unweltschädliches Verhalten MUSS auch entsprechend TEUER sein.
Damit könnte man dann die notwendigen Sachen (ÖPNV, Kindergarten, Teile der Grundversorgung (Wärne, Strom, Internet,....) u.s.w) bezahlen.

An sowas (ähnlichem) ist auch schon Thomas Morus gescheitert.
Das ist immerhin schon mehr als 500 Jahre her .

 
Willy, der Sparsame

Offline rainersz

  • Sandero Profi
  • *****
  • Beiträge: 368
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #25 am: 18. Dezember 2017, 20:12:14 »
ach wäre das schön - sondersteuern für alle fahrzeuge oberhalb bestimmer größe, ps - zahl und verbrauch - zweckgebunden für strassenreparaturen, öpnv und soziale einrichtungen - lasst uns weiter träumen....
stepway 2   prestige 90 TCe easy R  silber Mai 2017
5,6 l / 100

Offline altamm

  • admin
  • *****
  • Beiträge: 2092
  • Sandero 1 - ohne alles
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #26 am: 28. Januar 2018, 08:44:32 »
Affen mussten für VW Dieselabgase atmen
Mit fragwürdigen Tierversuchen wollte Volkswagen belegen, dass seine Dieselautos die Gesundheit nicht gefährden. Der Konzern entschuldigte sich für die Studie.

Deutsche Autohersteller haben Tierversuche finanziert, um zu belegen, dass ihre Dieselfahrzeuge keine Gesundheitsschäden verursachen. Das zeigen Gerichtsakten
aus dem in den USA geführten Verfahren gegen Volkswagen, die der New York Times und der Süddeutschen Zeitung vorliegen. Neben dem fragwürdigen Experiment
beweisen die Unterlagen vor allem eines: dass Unternehmen mit ihnen genehmen wissenschaftlichen Studien versuchen, eigene Ziele durchzusetzen.

Ausgeführt wurde der Versuch im Jahr 2014 von einem Labor im amerikanischen Albuquerque im Bundesstaat New Mexiko. Offenbar sollte die Studie die politische
Debatte um Dieselfahrzeuge beeinflussen. Sie sollte zeigen, dass von neueren Fahrzeugen keine Gefahr ausgeht und damit die sogenannte Clean-Diesel-Kampagne
der Konzerne unterstützen. Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO vor Dieselabgasen gewarnt und sie als krebserregend eingestuft.
Bei dem Experiment mussten zehn Langschwanzmakaken in einer luftdichten Kammer die Abgase eines VW Beetle atmen. Vier Stunden lang wurden sie darin den
Abgasen ausgesetzt, angeblich ohne gesundheitliche Schäden. Um sie zu beruhigen, wurden ihnen währenddessen Zeichentrickfilme gezeigt. "Sie mochten es,
Cartoons zu gucken", sagte der beteiligte Wissenschaftler Jake McDonald laut dem 179 Seiten langen Verhörprotokoll über die Affen.

Test brachte keine eindeutigen Ergebnisse

Verantwortlich für den Tierversuch ist Volkswagen – wobei auch andere Firmen indirekt mitbeteiligt waren. In Auftrag gegeben wurde die Studie von der
Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT), die von VW, Daimler, BMW und Bosch gemeinsam finanziert und
2017 aufgelöst wurde. Die EUGT fertigte selbst keine Studien an, sondern engagierte Wissenschaftler dafür. Mit dem Affenversuch hatte sie das
Lovelace Respiratory Research Institute in Albuquerque beauftragt.

Was die Forscher nicht wussten: Der VW Beetle, den sie für ihren Test nutzten, hatte wie viele andere Dieselfahrzeuge auch eine manipulierte Motorsteuerung.
Während des Versuches befand er sich auf einem Rollenprüfstand und steuerte den Motor so, dass er weniger Abgase produzierte als im realen Betrieb.
Die Testbedingungen waren daher von vornherein verfälscht. Trotzdem gelang es den Wissenschaftlern nicht, eindeutige Ergebnisse zu beobachten und die
Unbedenklichkeit zu belegen. Noch im August 2016 mahnten Vertreter von Volkswagen laut New York Times das Labor, endlich die versprochene Studie zu liefern.

VW entschuldigte sich mittlerweile für die Versuche: "Wir sind der Überzeugung, dass die damals gewählte wissenschaftliche Methodik falsch war. Es wäre besser
gewesen, auf eine solche Untersuchung von vornherein zu verzichten." Volkswagen distanziere sich von allen Formen der Tierquälerei. "Wir entschuldigen uns für
das Fehlverhalten und die Fehleinschätzung Einzelner."


Erkenntnisse teilweise von :  DIE ZEIT,  folgend :  kbi, cck, sc

Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline altamm

  • admin
  • *****
  • Beiträge: 2092
  • Sandero 1 - ohne alles
Re: Diesel-Zulassungen gehen stark zurück
« Antwort #27 am: 19. Februar 2018, 09:18:30 »
Neuer Druck für die Autohersteller, diesmal vom eigenen Handel: Die Branche fordert Hardware-Nachrüstungen für Diesel. Denn die seien derzeit fast
unverkäuflich.
Deutschlands Fahrzeugflotte ist im Schnitt fast 10 Jahre alt. Bis die neueste Dieseltechnik in der Breite auf den Straßen fährt, fließt noch viel Kraftstoff in die
Motoren alter Euro-5-Diesel. Oder würde dort fließen, stünden die nicht zu Hunderttausenden auf den Höfen der Autohändler. „Die Autokäufer sind zutiefst
verunsichert. Drohende Fahrverbote in den Ballungsgebieten machen gebrauchte Diesel fast unverkäuflich“, sagte Jürgen Karpinski, Präsident des
Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeug-Gewerbe.

Im August 2017 hatte der Verband rund 1.600 Mitgliedsunternehmen befragt und ermittelt, dass bei deutschen Autohändlern etwa 300.000 Euro-5-Diesel
zum Verkauf stehen. Der Wert dieser Fahrzeuge summierte sich auf etwa 4,5 Milliarden Euro. Nun gab mehr als die Hälfte der befragten Händler an, dass ihr
Bestand an solchen Autos weiter gestiegen sei, so der Verband. Und: Da Diesel in überwiegender Zahl in die Leasingflotten gehen, können die Händler auch
2018 noch Leasingrückläufer erwarten, die sie auf dem Privatmarkt kaum noch loswerden. Die Marge des Handels sei 2017 gesunken, von 1,7 Prozent auf
1,3 bis 1,6 Prozent. „Zum Teil existenzbedrohend“ sei das, so der Verband.

In dieser Lage wünscht sich der sonst politisch äußerst zurückhaltende Gewerbeverband etwas, das die Autohersteller bisher ablehnen: Ein möglichst
weitreichendes Angebot an Hardware-Nachrüstungen für Diesel, um deren Abgaswerte entscheidend zu verbessern. Das sei eine wirksame Maßnahme zum
Werterhalt der Pkw-Bestände und zur Reduzierung der Standzeiten.

Also die Zulassungsverfahren beschleunigen, wie es Anton Hofreiter im Bundestagswahlkampf gefordert hatte? Auch das wäre keine gute Idee. Erklärter
politischer Wille auf europäischer und nationaler Ebene war, die Industrie in Zulassungsfragen enger zu führen und strenger zu überwachen. Dafür will die
neue Bundesregierung das neue „Deutsche Institut für Verbrauchs- und Emissionsmessungen“ mit weitreichenden Befugnissen ausstatten.
Eine parallele Lockerung der Typprüfungsvorschriften wäre in diesem Kontext ein klassischer Schildbürgerstreich. So oder so, die Problematik wird uns so
schnell nicht loslassen – die Autobranche nicht, die Autofahrer auch nicht. Die Politik tut gut daran, Führung zu demonstrieren – statt sich wie bisher von
Umweltverbänden und Gerichten treiben zu lassen.

Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

 



Atom Uhr
Kalender >

Impressum-->---Datenschutz-->--Kontakt

Unsere Partner: -----dustercommunity-----armin-saar-----