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auto lebensdauer

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heinz:
interessanter artikel

https://www.focus.de/auto/gebrauchtwagen/lebendsauer-von-neuwagen-wie-lange-haelt-eigentlich-ein-vw-hersteller-verraet-es-jetzt_id_8446373.html

vw sagt somit in diesem fall, dass der lebensdauer eines auto 200tkm ist. und das wird umgehend von vielen bestritten. 'mein auto hat schon eine halbe million drauf'

soo falsch ist es aber nicht.
wir müssen unterscheiden zwischen technischer lebensdauer, d.h. ab wann geht nichts mehr, und wirtschaftlicher lebensdauer, d.h. ab wann hat das ding keinen wert mehr.

wer in z.b. autoscout24 herumschaut, sieht dass nur sehr wenige auto's über 200tkm angeboten werden. m.a.w. werden die meisten auto's schon vorher verschrottet. klar gibt es solche die mehr, oder viel mehr fahren. aber ich glaube doch dass das die ausnahmen sind.

darum könnte vauwee mit einigermassen gutem gewissen die wirtschaftliche lebensdauer auf 200tmk festlegen. (um damit die rückzahlung zu beschränken)

roadking:
Die Lebensdauer eine Autos ist abhängig von der Fahrleistung und dem Pflegezustand. Ein Auto hat immer einen Wert. Egal wie alt es ist. Und wenn dazu noch ein gewisses Alter in sehr gutem Zustand erreicht wird, dann sage in der Oldtimer-Szene mal, Restwert.

So ist das mit der Wegwerfgesellschaft. Mein Omega war über 20 Jahre alt, Rostfrei und in bestem Zustand, dachte ich. Leider hat ein Motorschaden ihm ein Ende gesetzt. Natürlich wäre ein neuer Motor günstiger als ein neues Auto. Aber, mit dem V6 und seinen Abgaswerten einfach nicht mehr Zeitgemäß. Darum nun ein 1/2 V6 und ein möglichst zeitgemäßes Fahrzeug, angepaßt an den aktuellen Bedarf mit möglichst bestem Umweltstand. Euro 6.

Theoretisch kann ein Auto lebenslang halten und funktionieren. Siehe Oldtimer. Damit meine ich Fahrzeuge, die permanent unter Pflege und Reparaturarbeiten gestanden haben. Auch Rost ist hier ein Thema. Vernünftige Konservierung ist das a und o.

Das Verschleissartikel wie Bremsen, Kupplung, Reifen, Lampen, Wischer, Stossdämpfer, Federn usw. permanent erneuert werden müssen, dürfte jedem Verständlich sein. Dazu müssen die Flüssigkeiten in regelmässigen Abständen erneuert werden, auch das Getriebeöl. Es gibt keine Lebenslange Getriebeölfüllung. Die enthaltenen Additiver werden regelrecht verbraucht. So ist nach durchschnittlich 90.000 km eine Erneuerung mit Filter und Spülung notwendig. Aber wer weiß das, wer macht das ??

Auch bewegliche Elemente, Bremssättel - Bremskolben - Bremsschläuche unterliegen Verschleiß. Eine Rundumerneuerung oder Überholung, spätestens nach 6-8 Jahren - so die Herstellerempfehlung für Bremsschläuche, ( Wechsel auf Stahlflex ) - sollte erfolgen. Wer weiß das, wer macht das ??

Dazu die Mähr vom Verschrotten. Nur ein kleiner Bruchteil unserer Kfz. werden in Deutschland verschrottet. Wenige werden ausgeschlachtet und finden mit ihren Ersatzteilen ein neues Leben in älteren PKW . Sinnvoll. Recoursennutzung.

Jedoch gehen sehr sehr sehr viele Alt-Pkw nach Rotterdam und Hamburg aufs Schiff. Nigeria und andere sind dankbare Abnehmer für unseren Restmüll. Denn dort Fahren sie unter fast allen Umständen einfach weiter.
Wer hat denn schon mal die Gebrauchtwagenhöfe dort gesehen ?
Wer hat denn schon mal eine dortige Werkstatt gesehen ?

Unter welchen Umständen und mit welchen technischen now how dort die PKW wieder flott gemacht werden. Da werden CO² Killer noch Jahrzehnte weiter betrieben, bestes beispiel der Peugeot 404 405. In Marokko und Tunesien laufen diese Fahrzeuge heute noch. Leider.

Das ist nicht nachhaltig, das ist pure Umweltverschmutzung.

Warum, weil die europäische Autoindustrie damit dicke Geschäfte machen kann. Die wenigen Aufkäufer, die privat Autos in diese Länder bringen, werden allemal von der Industrie getoppt.

Diese Lüge von der Haltbarkeit dient nur dem Verkauf. Ständig neue Karrosserieformen, ständig neue Minischritte in der Fahrzeugentwicklung. Die einzelnen Verbesserungen sind doch bei ihrem Erscheinen schon uralte Sachen.

Nein, Fahrzeuge aus Aluminium oder auch Kunststoff mit reibunglosem Antrieb sind doch schon lange vorhanden, werden aber nicht am Markt platziert, weil dann keine Nachfolgegeschäfte mehr möglich sind. Diese Autos können ein Leben lang halten.
Ironie der Geschichte, das könnten auch die heutigen Fahrzeuge schon leisten.


 Ox Ox Ox Ou Ou Ou

rainersz:
naja - ein nicht ganz unerheblicher teil der autofahrer will öfter was neues.
dazu gibt es die "erfahrungen" wann welche größeren verschleißteile dran sind - was natürlich gerade nicht zu verallgemeinern ist.

ich habe in den 70er und 80er jahren pro jahr mindestens einen satz stossdämper (gasdruck von bilsein), alle ze´wei jahre eine kupplung und diverses anderes verbraucht - weil ich orientierungsfahrten mitgemacht habe.
mein späterer renault megane coach hat in rund 10 jahren weder noch gebracht - weil er mit gebremstem schaum auf asphaltierten straßen bewegt wurde und das fahren mit 2(3) pedalen und ähnliche spässe nicht mehr vorkamen.

aber in punkto wert wäre ich mir nicht so sicher, was "wir kaufen dein auto" für einen 200000plus von 10 bis 12 jahren raustut - vielleicht ne packung kaugummi ...

roadking:
Ein Autoleben dauert.......

http://www.t-online.de/auto/id_70357254/autoverschrottung-in-deutschland-nach-18-jahren-geht-es-in-die-presse.html

Ein Artikel , der eine Standortbestimmung des eigenen Fahrzeugs erlaubt.

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rainersz:
da war aber jemand fleissig - aber da ich meine autos grundsätzlich spätestens bei  200000km abgebe - das sind etwa 8 - 10 jahre - isat das für mich eher von peripherem interesse.
egal - es lebe die statistik (wobei die quellen sehr interessant wären...)

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