Autor Thema: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?  (Gelesen 1652 mal)

Offline rainersz

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selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« am: 20. März 2018, 20:42:08 »
ich habe da zugegebenermassen meine zweifel - besonders seit dem letzten tödlichen unfall in amerika (radfahrerin erfaßt).

dabei geht es gar nicht darum, ob ein menschlicher fahrer "besser" gewesen wäre.  aber was mich stutzig macht: das fahrzeug war zu schnell und es wurde gar nicht gebremst.

das kann ein mensch besser - wenn er verantwortungsvoll und aufmerksam fährt.

ich halte das selbstfahrende auto für einen irrweg.

besser wäre es, eine individuelleren nahverkehr zu schaffen, der von komfort und preis attraktiv ist.
für die, die weiter auto fahren wollen ( was dann durchaus etwas mehr kosten kann) halte ich assistenzsysteme wie abstandswarner, notbremsassistent, in die frontscheibe eingespiegelte infos ( instrumente) usw für sinnvoll - nicht aber die automatisierte konservendose.

übrigens: wenn selbstfahrende fahrzeuge so sicher sind - warum sitzt dann selbst bei schienengebundenen verkehrsmitteln ein fahrer vorn ?
stepway 2   prestige 90 TCe easy R  silber Mai 2017
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Offline altamm

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #1 am: 21. März 2018, 08:26:05 »
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/frau-stirbt-nach-unfall-mit-selbstfahrendem-auto-von-uber-15502443.html

übrigens: wenn selbstfahrnede fahrzeuge so sicher sind - warum sitzt dann selbst bei schienengebundenen verkehrsmitteln ein fahrer vorn ?

Weil die Gesetzeslage dies vorschreibt. Es gibt noch keine Gesetze oder Vorschriften, die ein selbstständig fahrendes Vehikel einschließen.

Damit ist man immer noch im Versuchsstadium und beginnt gerade, Auswirkungen des selbstfahrenden Autos aufzuzählen. Dazu gehören auch

leider solche bedauerlichen Unfälle. Erst eine jahrelange Beobachtung eigenständiger Fahrzeuge führt zu einer gerechten Gesetzgebung.

In diesem Unfall wird nun erst geprüft, ob der anwesende Fahrer hätte einschreiten können und warum das Fahrzeug generell zu schnell war.
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Offline Mebus

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #2 am: 21. März 2018, 09:54:32 »
...In diesem Unfall wird nun erst geprüft, ob der anwesende Fahrer hätte einschreiten können und warum das Fahrzeug generell zu schnell war.

Genau hier und in der Reaktion darauf, liegt der hopsende Punkt.

Als Fahrer wäre mir zu mindestens eine teil schuld sicher, und da gäbe es keine Presse die mich vollkommen freisprechen würde.

Genau dies ist aber hier der Fall, es wird wieder abgeschwächt, beschwichtigt etc. denn es darf einfach nicht sein dass ein autonomes Fahrzeug in Misskredit kommt.

Allerdings bin ich schon der Ansicht dass die Annahme dass sich autonome Fahrzeuge nicht durchsetzen werden sehr verwegen wäre.

Genau wie die Annahme dass es nicht irgendwann Fahrzeuge mit alternativen Antriebsgetriebe geben wird.

Nicht einverstanden bin ich mit der Hauruck Verfahrensweise.

Beide Neuerungen werden ein langer Prozess sein. Ein technischer Prozess der weitestgehend ohne emotionale Anschauungen und Einflüsse der Politik durchgeführt werden sollte.

Das technisch machbare, sinnvolle und vertretbare wird sich durchsetzen.
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Offline rainersz

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #3 am: 21. März 2018, 17:47:21 »
ich schließe mich absolut an.
völlig selbstfahrende autos sind nicht mein geschmack - können aber gur und richtig werden.
aber bis dahin ist es seriöserweise ein weiter weg - und den sollte man behutsam gehen.
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Offline Sondi

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #4 am: 21. März 2018, 20:51:53 »
Ich schaue mir recht oft Sendungen über Mobilität an - da werden tolle Fahrzeuge mit viel PS unter der Haube
und mit super Fahrspaß gezeigt.
Diesen Fahrspaß kann ich mir bei selbst fahrenden Fahrzeugen nicht vorstellen - es wird langweilig sich
damit fortzubewegen.
Wirklich hilfreiche und nicht nervige Assistenzsysteme - JA.
DACIA / HYUNDAI -wer mehr bezahlt ist selber schuld !

Offline altamm

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #5 am: 22. März 2018, 06:41:40 »
Ein Video zeigt Sekunden vor tödlichem Unfall mit Ubers Roboterauto. „Das Video ist aufwühlend und nur schwer anzuschauen, und unser Mitgefühl ist mit den
Angehörigen des Opfers“, sagte ein Sprecher von Uber in einer Stellungnahme zu den Aufnahmen.

Nach einer kurzen Warnung über den folgenden, verstörenden Inhalt, zeigt das Video zunächst aus der Perspektive des Armaturenbretts, wie das Fahrzeug
nachts eine Straße entlang fährt. Bis auf die durch die Scheinwerfer beleuchtete Straße und ein paar Laternen in der Ferne ist kaum etwas zu erkennen.
Ein paar Sekunden nur dauert es, dann taucht die Frau plötzlich mitten auf der Straße vor dem Auto auf. Sie läuft von links nach rechts und schiebt neben sich
ein Fahrrad. Sie merkt noch, dass das Auto recht schnell auf sie zukommt, sie dreht den Kopf weg, dann friert das Bild ein.

Die nächste Szene zeigt das Innere des Wagens. Auf der Fahrerseite sitzt die Sicherheitsperson, die allerdings dem,
was außerhalb des Wagens passiert, kaum Aufmerksamkeit zu schenken scheint. Immer wieder blickt sie nach unten. Kurz bevor das Auto die Frau auf der
Straße trifft, hebt die Person im Wagen den Kopf, die Augen weiten sich für den Bruchteil einer Sekunde, dann ist das Video zu Ende.

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Offline Mebus

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #6 am: 22. März 2018, 11:15:25 »
...Ein Video zeigt Sekunden vor tödlichem Unfall mit Ubers Roboterauto.

Vermutlich wäre der Unfall auch nicht durch ein Menschen gesteuertes Fahrzeug zu verhindern gewesen, aber der Mensch hätte die Bremse getätigt und damit die Aufprallgeschwindigkeit vermindert. Vermutlich!

Schwierig einem Menschen der (Unklarer Zeitraum!) in einem autonomen Fahrzeug sitzt, einen Vorwurf der Unaufmerksamkeit zu machen.

Wer jemals als Wachtposten eingeteilt war, weiß dass die Aufmerksamkeit bei eigener Untätigkeit nach vier Stunden gegen null tendiert. Ergo ist der Mensch im autonomen Fahrzeug nur ein Feigenblatt des Fahrzeugherstellers.
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Offline Willy

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #7 am: 23. März 2018, 13:27:20 »
Das bzw. die Videos sind sehr schlimm.
Zumal sie zeigen  - wie dilettantisch Uber  hier "autonom " fahren läßt.
Das  wahrscheinlich verwendete Fahrzeug Volvo XC90 kann auch ohne UBER-Automitik mit Fußgängererkennung und Notbremsassistent
bestückt werden.
Das Fahrzeug soll mit voller Sensorik bestückt gewesen sein - dann war wohl alles abgestellt und das Fahrzeug ist "autonom" nach Kamerabild gefahren ????
Diese Fahrzeuge haben doch auch die Radarsysteme an Bord, die ständig die Umgebung scannen (sollten).
Wenn das dann autonom fährt - sollte das auch alles aktiv sein.

Ein Fahrrad aus Metall  MUSS da direkt ins Auge fallen; und da spielt dann auch die Dunkelheit KEINE Rolle!!

Auch -so schlecht wie die Videoaufnahme suggeriert,  ist die Beleuchtung und Ausleuchtung  der Straße  wohl eher nicht.
Es gibt da gute Vergleiche - über die Unterschiede vom menschlichem Sehen und Kameraaufnahmen.

Es  sieht für mich eher danach aus, daß es ala "Diesel-gate" nur um  autonom für die Abnahme und Vorführung, als für den realen Einsatz geht...
Willy, der Sparsame

Offline rainersz

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #8 am: 23. März 2018, 16:36:50 »
für mich geht es nicht darum, daß dieser unfall - vielleiicht - einem menschlichen fahrer auch passiert wäre.
es geht aber darum, daß man mit nicht voll aktivierten systemen und einem abgelenkten "kontrolleur" fährt - das ist indiskutabel.
und wenn alle technik - angeblich - die sonst vom menschen gemachten fehler nicht vermeidet ( wel sie unausgereift oder fehlerhaft genutzt ist) - dann verzichte ich dankend
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Offline altamm

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #9 am: 08. Mai 2018, 06:22:33 »
Softwarefehler führte wohl zu tödlichem Uber-Unfall

Die Ursache für den tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto von Uber, bei dem im März eine Frau getötet wurde, ist offenbar ein Softwarefehler
gewesen. Das berichtet das Tech-Nachrichtenportal „The Information“, das sich auf Insider beruft.

Bei dem Unfall in der Stadt Tempe im US-Bundesstaat Arizona war eine 49-jährige Fußgängerin ums Leben gekommen. Das Fahrzeug, das autonom mit einemSicherheitsfahrer am Steuer
unterwegs war, hatte die Frau erfasst, als sie die Fahrbahn getreten war. Die Frau hatte eine Straße neben dem eigentlichen Fußgängerüberweg überquert.
Laut „The Information“ gab es ein Problem mit der Software, die bestimmt, wie der Wagen Objekte wahrnimmt und auf sie reagiert. Die Sensoren des Autos
erkannten die Frau zwar, doch die Uber-Software entschied sich dazu, das Signal zu ignorieren. Dazu ist das Programm berechtigt, wenn es Objekte als
sogenannte „False Positives“ erkennt, hieß es.
In diese Kategorie sollen aber eigentlich nur Gegenstände fallen, die kein Hindernis für das Fahrzeug darstellen – zum Beispiel Plastiktüten, die über die
Fahrbahn geweht werden. Offenbar hatte die Software die Frau falsch eingestuft, nicht als Hindernis wahrgenommen und entschieden, nicht zu bremsen.

Der Vorfall hat das Vertrauen in die neue Technologie erschüttert. Als Reaktion auf den Unfall stoppten gleich mehrere US-Bundesstaaten alle Testfahrten von Uber.
Mit den Hinterbliebenen des Opfers erzielte Uber einen Vergleich. Auch der Chiphersteller Nvidia, dessen Produkte zentral für selbstfahrende Autos sind, setzte seine Probefahrten aus,
ebenso wie Toyota und das Start-up NuTonomy.

Es blieb nicht der einzige Unfall mit selbstfahrenden Wagen: Nur wenige Tage nach dem Uber-Vorfall war ein Tesla Model X im Autopilot-Modus auf einer Autobahn in Kalifornien gegen die
Beton-Abgrenzung gefahren, die die Fahrbahn-Hälften voneinander trennt. Danach fuhren zwei Fahrzeuge in das Auto.
Der 38-jährige Tesla-Fahrer starb bei dem Crash. Offenbar hatte er Warnsignale ignoriert und die Hände nicht am Steuer gehabt, obwohl ihn das Computer-System
sowohl visuell als auch mit Tonsignalen mehrfach dazu aufgefordert habe.
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline rainersz

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #10 am: 08. Mai 2018, 18:50:05 »
schlussfolgerung:
ohne jederzeit eingreifbereiten fahrer geht es nicht.
wenn aber der fahrer permanent aufmerksam und eingreifbereit sein muß, um technische fehler auszugleichen - dann spart man sich doch besser die milliarden entwicklungskosten, baut dafür abstands- und notbremsassistenten in jeder auto - das bringt es.
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Offline Willy

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #11 am: 09. Mai 2018, 19:43:04 »
Zu der Aussage des "Softwarefehlers" melde ich heftige Skepsis an.

Wenn man es darauf reduziert, verschweigt man wahrscheinlich geflissentlich, daß die Software auch nur eingeschränkte Informationen bereitgestellt erhielt.
Wenn Entscheidungen nur nach schlechten Videoaufnahmen getätigt werden, ist das etwa so - als ob ein ein zu 80% Blinder
versucht sich "normal" im Verkehr zu bewegen.
Das muß schiefgehen......
Willy, der Sparsame

Offline rainersz

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #12 am: 10. Mai 2018, 20:01:23 »
exakt, willy !

aus gutem grund wird nicht offengelegt, welche daten in welcher qualität wie verarbeitet werden ("betriebsgeheimnis") stattdessen spinnt uber nun an flugtaxis herum...

jeder, der ein technisches gerät in verkehr bringen will, muss dessen arbeitsweise, sicherheit und unbedenklichkeit nachweisen.

aber das gilt wohl nur noch für milchaufschäumer und haartrockner... Pd
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Offline heinz

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #13 am: 11. Mai 2018, 09:00:35 »
das wort 'softwarefehler' ist sowieso die ausrede des jahres.

entweder ist es
- designfehler (=mensch)
- implementierungsfehler (=mensch)
- programmierfehler (=mensch)
- schreibfehler (=mensch)

aber dieser mensch ist nicht mehr greifbar weil er irgendwo in der unterschicht sitzt.  Ov Ov

je weniger software, je besser. siehe dacia  OO OO

Offline rainersz

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Re: selbstfahrende autos - wirklich sinnvoll ?
« Antwort #14 am: 12. Mai 2018, 20:19:38 »
ganz genau !
helfende elektronik ist ok, solange ihr ausfall nur zum ausfall einer hilfsfunktion führt, zB zündbox, klimaanlage, servolenkung, sogar bremskraftverstärker - man kann auch ohne das alles verkehrssicher fahren.

alles aber, was zu autonomen verhaltensweisen des autos führt ist "teufelskram".
dem einsatz solcher zauberkunststücke muß mindestens der beweis vorausgehen, daß das alles unter allen bedingungen (!)  funktioniert.

in einem land, in dem weit über 100000 züge pro jahr ausfallen,, weil bei etwas schnee und eis nix mehr geht (warum fährt amerika dieselelektrisch ?) und man werde einen flughafen noch einen bahnhof in 10+ jahren funktionsfähig bekommt dürfte da gesunde skepsis erlaubt sein...
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