Autor Thema: eCall wird in Europa Pflicht  (Gelesen 229 mal)

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eCall wird in Europa Pflicht
« am: 31. März 2018, 08:43:39 »
Jedes Jahr sterben auf europäischen Straßen mehr als 25 000 Menschen bei Verkehrsunfällen, viele werden schwer verletzt. Das neue System eCall soll
künftig viele von ihnen retten. Nach mehr als 15 Jahren Vorlauf wird die Notruf-Automatik am 31. März für alle neu zugelassenen Automodelle in Europa Pflicht.
Die EU erwartet sich sehr viel von der Neuerung, und auch die Autoindustrie und der ADAC begrüßen sie.

Nach einem Unfall wählt das Auto automatisch den europaweit geltenden Notruf 112 und stellt eine Telefonverbindung zur nächstgelegenen Rettungsleitstelle
her. Ausgelöst wird das durch sogenannte Crash-Sensoren und über die Steuerung der Airbags. Melden sich die Insassen nicht - etwa, wenn sie ohnmächtig sind -
kann die Leitstelle direkt einen Rettungseinsatz auslösen. Denn eCall übermittelt über Satellit gleichzeitig Daten zum Standort des Wagens und zur Fahrtrichtung -
wichtig, um bei Unfällen auf der Autobahn den Notarzt auf die richtige Spur zu bringen.

Die eCall-Technik basiert auf dem Zusammenspiel mehrerer Komponenten, die im Auto installiert werden müssen. Sensoren erkennen einen schweren Unfall, bei
dem zum Beispiel die Airbags ausgelöst werden. Danach alarmiert das System über die zentrale Rufnummer 112 den nächstgelegenen Rettungsdienst, den
sogenannten PSAP (Public Safety Answering Point). Dabei werden Standortdaten sowie wichtige Eckdaten zum Fahrzeug übertragen.
Es ist darüber hinaus auch möglich, dass Unfallopfer direkt per Sprachverbindung Kontakt zu Rettungsstellen aufnehmen können. Möglich ist außerdem,
dass Autoinsassen den Notruf manuell auslösen.

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Diese Elemente umfasst das eCall-System

    GSM-Antenne: Darüber wird der Notruf an den PSAP gesendet.
    GPS-Empfänger: Mit seiner Hilfe kann der exakte Standort ermittelt und übergeben werden.
    Steuergerät: Es meldet die Standortdaten an die Notrufstelle.
    Crash-Sensor: Dieser Sensor prüft die Stärke des Unfalls und löst nur bei schweren Unfällen Alarm aus.
    Lautsprecher und Mikrofon: Auf diese Weise kann die Leitstelle mit den Fahrzeuginsassen kommunizieren.
    Manueller Auslöser: Hiermit ist in der Regel eine Taste gemeint, über die der Notruf direkt von einem Insassen ausgelöst werden kann.
    Notstromversorgung: Im Falle eines Kurzschlusses muss das eCall-System weiter funktionieren können.
    Kontrollleuchte: Sie zeigt an, ob das System einsatzbereit und funktionstüchtig ist.
    Rettungskarte: Diese spezielle Karte enthält alle wichtigen Informationen über das betroffene Fahrzeug. Sie wird mit Hilfe der übermittelten Fahrzeugdaten mit
    einer Datenbank abgeglichen.

Der eCall-Service soll laut Angaben der EU kostenlos sein. Für den Einbau des Systems schätzen die Initiatoren, dass auf Verbraucher Kosten in Höhe von
weniger als 100 Euro zukommen werden. Auf welche Weise die Autohersteller das Sicherheitssystem umsetzen werden, bleibt noch offen.
Ebenfalls noch in der Diskussion ist, wie die Kosten für den Notruf mit den jeweiligen Mobilfunkanbietern abgerechnet werden. Denn für die Übertragung der
Daten wird das GSM-Mobilfunknetz benötigt. So ist außerdem unklar, wie bei Datenroaming abgerechnet wird.
Diese Fragen stellen sich, wenn ein Unfall nicht im Heimatland der Unfallopfer, sondern im europäischen Ausland passiert.

Für Fahrzeuge, die bereits zugelassen sind, besteht keine Nachrüstungspflicht. Allerdings wird empfohlen, das System nachträglich einzubauen. Schließlich
soll das System europaweit für eine schnellere Unfallhilfe und somit für weniger Verkehrstote sorgen.
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

 



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