Autor Thema: Hitzeschäden an Autobahnen  (Gelesen 275 mal)

Offline altamm

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Hitzeschäden an Autobahnen
« am: 04. Juni 2018, 06:26:19 »
Früher als in den vergangenen Sommermonaten treten in diesem Jahr die Hitzeschäden an deutschen Autobahnen auf. Sie sind für Autofahrer gefährlich,
für Biker sogar oft lebensgefährlich.

Die Hitzewelle Ende Mai 2018 hat die Betondecke einer Reihe von Straßen in Deutschland beschädigt. Betroffen war unter anderem die A1 zwischen Bad
Oldesloe und dem Autobahnkreuz Bargteheide. Dort mussten alle drei Spuren sowie der Standstreifen saniert werden. Pro Tag rollen im Schnitt 70 000
Fahrzeuge über diesen Abschnitt. Fast jeden Sommertreten diese Hitzeschäden in Deutschland auf. Die Blow-ups entstehen auf Beton. Können sich etwa
nebeneinander liegende Betonplatten bei Hitze nicht ausreichend ausdehnen, schieben sie sich übereinander. Dadurch wird die Fahrbahn gesprengt.

Auch auf der A10 bei Berlin war Mitte der Woche die Fahrbahn aufgrund der großen Hitze aufgeplatzt. Nahe dem Dreieck Spreeau mussten zwei von
drei Fahrspuren zeitweise gesperrt werden. Eine dritte Spur samt Standstreifen wird kommende Woche repariert.
Nach einem Hitzeschaden auf der A9 in Sachsen-Anhalt fuhren Autobahnmeisterei und Polizei am Freitag rund um die Uhr Streife auf dem betroffenen
Abschnitt zwischen Weißenfels und Naumburg. So sollten mögliche Schäden an der Fahrbahn schnell entdeckt werden, sagte ein Sprecher des
Verkehrsministeriums. Der 25 Kilometer lange Abschnitt der A9 gilt als besonders gefährdet. Grund sind Schäden durch sogenannten Betonkrebs, bei
dem Kieselsäuren den Kalk im Gemisch zersetzen. Zuletzt war ein sogenannter Blow-up auf einem Abschnitt in Richtung München entdeckt worden.
Zwei der drei Spuren wurden für die Reparatur gesperrt.

Der ADAC rät Fahrern, auf gefährdeten Strecken langsamer zu fahren und mehr Abstand zum Vordermann zu halten. Biker sollten betroffene Strecken
meiden, für sie sei das Phänomen besonders gefährlich. Probleme gibt es in Sachsen zwar nicht mit Betondecken, aber mit Asphalt: Sogenannte
Anschiebungen sind vor allem bei Motorradfahrern gefürchtet. Das sind kleinere Huckel etwa vor Brücken. «Die haben wir eigentlich erst am Ende
der Sommerferien», sagt eine Sprecherin des Landesamts für Straßenbau und Verkehr. Dieses Jahr seien sie aufgrund der sommerlichen Temperaturen
jetzt schon da. In Sachsen sind etwa die Hälfte der Straßen aus Beton, die andere Hälfte aus Asphalt.
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