Autor Thema: UKW-Blackout ist abgewendet  (Gelesen 120 mal)

Offline altamm

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UKW-Blackout ist abgewendet
« am: 09. Juli 2018, 07:26:03 »
Eine monatelange Hängepartie wurde nun doch endlich zu einer gütlichen Einigung geführt: Die Sendernetzbetreiber Divicon und Uplink sind sich mit
fünf Antenneneigentümern einig geworden und haben nun die Verträge unterschrieben, wie die Bundesnetzagentur bekannt gab. Eine grundsätzliche
Einigung auf Eckpunkte hatte es nach Vermittlung durch den ehemaligen Kanzleramtsminister Bohl und die Bundesnetzagentur bereits vor rund drei Wochen
gegeben, nun ist die Einigung aber endgültig in trockenen Tüchern.

"Das ist eine gute Nachricht für die vielen Millionen Menschen, die tagtäglich UKW-Radio hören. Alle Parteien haben auf den allerletzten Metern noch einmal
ein sehr hohes Maß an Verantwortung gezeigt. Sie sind dabei in einigen Punkten an ihre jeweiligen Schmerzgrenzen - und gefühlt manchmal auch darüber
hinaus - gegangen, um eine Lösung zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Beteiligten! Für die Zukunft sollte die Politik prüfen, ob durch eine Anpassung
der Rechtslage vergleichbare Fälle verhindert werden könne", erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Hintergrund des Antennenstreits, der schon im April erstmals beinahe zu einer Abschaltung der UKW-Übertragung in mehreren Teilen Deutschlands geführt
hätte, ist der Ausstieg des ehemaligen Monopolisten Media Broadcast aus dem UKW-Geschäft. Media Broadcast hatte seine UKW-Antennen größtenteils
an Finanzinvestoren verkauft, die von den neuen Sendernetzbetreibern aber teils deutlich höhere Entgelte berechnen wollten. Darauf wollten sich Divicon
und Uplink allerdings nicht einlassen - auch, weil diese das in ihren Angeboten an die Sender nicht berücksichtigt hatten.
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