Autor Thema: Elektroroller  (Gelesen 2407 mal)

Offline altamm

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Re: Elektroroller
« Antwort #15 am: 25. August 2018, 09:09:10 »
Allzeit eine gute und sichere Fahrt für Dich. Ich überlege, mir nach Ablauf des 11. Zulassungsjahres meinen Muckel auch gegen ein Moped zu tauschen.   :D
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Offline Mebus

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Re: Elektroroller
« Antwort #16 am: 25. August 2018, 11:12:00 »
Allzeit eine gute und sichere Fahrt für Dich...

Herzlichen dank für die wünsche.
Ich überlege noch eine Christophorus Plakette anzubringen, habe aber die Befürchtung das dann das zul. Gesamtgewicht überschritten wird ;)

---Ich überlege, mir nach Ablauf des 11. Zulassungsjahres meinen Muckel auch gegen ein Moped zu tauschen.   :D

Die Angebote werden inzwischen günstiger, so bietet inzwischen ein Servicebetrieb mit 3 Buchstaben eRoller für 1.800 € an. Ebenfalls mit Bosch Motor.

Wenn der Roller das einzige mobilitätsgerät ist würde ich lieber auf einen Benziner zurückgreifen.
Kein Sprit mehr?
Auto anhalten, zur Tankstelle, und zurück, fertig!
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Offline Mebus

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Re: Elektroroller
« Antwort #17 am: 30. August 2018, 14:49:50 »

Noch ein Wort zur Energiebilanz des NIU N1 ;)

Meine bisherigen (*) Berechnungen ergeben:

- 1 Tag Stillstand ergibt einen Verlust von 1,5 bis 2,0 % der Akkuladung (Alarmanlage Ein)
- 1 km fahren ergibt einen verbrauch von 1,6 bis 1,7 % der Akkuladung

Rechnet man dies hoch unter zugrundelegung von 99 % Akkuladung, und einer Bewegung des NIU an
jedem 2en Tag:

30 Tage / 2 = 15 Tage Stillstand * 1,5 % = 22,5 % Stillstandsverlust.

Für den Winter (bei Nichtbenutzung) bedeutet das mindestens alle 2 Monate Akku laden.

Die angegebene Reichweite lässt sich ebenfalls anhand der Verbrauchsdaten verifizieren:

Akkuladung 99% / 1,6% (per km) = 61,875 km
Abzgl. der Stillstandsverluste von 22,5% * 1,6% (per km) = 14,06 km

61,87 km minus 14,06 km = 47,81 km

Nochmals im Klartext für diesen einen Fall:
Du fährst jeden 2en Tag 10 km und verbrauchst damit 10 x 1,6% = 16% Akkuleistung (Tag).
Demzufolge könntest du bei 99% Akkuleistung / 16% minus Stillstandsverlust von 5 Tage x 1,6% = 8%
zirka 5 tage Fahren ohne aufzuladen denn 5 * 16% plus 8% = 88% Akkuverlust

Dass wäre aber nicht empfehlenswert denn dann hast du ledig 11% Leistungsreserve (99% minus 88%)

Realistischer ist die folgende Annahme:
Du fährst an 4 Tagen 40 km und verbrauchst 40*1,6%=64% Akkuleistung, minus 4*1,5% = 6% Stillstandsverlust,
was dann einen realistischen und empfehlenswerten Verbrauch von 70% der Akkuleistung ergibt. Ergo 30% Reserve.

Nochmals zur Motorleistung insgesamt:
Selbst bei starkem Gegenwind, schafft der NIU locker zwischen 46 und 48 km/h.
Auch bei einem sehr steilem Berg kommt der NIU auf seine 45 km/h.


(*) Zugrunde gelegt 100 kg Fahrergewicht bei einer Körpergröße von 1,87 m (Luftwiederstand!) und
Fahren bei starkem Gegenwind und ordentlichen Bergauffahrten.
Im Flachland und bei einem Körpergewicht von z.b. 70 kg sehen die werte wohl positiver aus.

Nachtrag 13.11.2018:

Im Oktober habe ich den Roller zur Überwinterung in die Garage gestellt und den Akku aufgeladen.
Nach 26 Tagen hatte der Akku nur noch 36% Leistungskapazität, was mich veranlasste die Bedienungsanleitung zu rate zu ziehen.
Dort, so erinnerte ich mich, stand dass man alle 2-3 Monate den Akku auf 50 bis 80% nachladen sollte.
Was ich überlesen hatte, war dass der Akku dabei dem Roller entnommen werden soll!
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Offline heinz

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Re: Elektroroller
« Antwort #18 am: 30. August 2018, 22:16:21 »
dein titel ist energiebilanz aber deine zahlen nur prozente.

frage: wieviel energie ist 100% akku?

Offline Mebus

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Re: Elektroroller
« Antwort #19 am: 04. September 2018, 21:08:03 »
Es gibt noch etwas was ich gerne hinzufügen möchte.

Heute Abend habe ich die erste fahrt bei Dunkelheit absolviert, und ich muss sagen ich bin außerordentlich angetan von dem Resultat.

Der LED-Scheinwerfer leuchtet tatsächlich die ganze Straßenbreite aus, und das Fernlicht setzt nochmals einen drauf.
Besseres Licht kann man sich bei einem Roller nicht wünschen!

Bei passender Gelegenheit werde ich versuchen die Straßenausleuchtung im Bild festzuhalten und hier anhängen.

Update 10.09.2018
Die Bilder der LED-Beleuchtung sind leider nicht optimal, vermitteln aber doch einen Eindruck von der breite der Ausleuchtung.
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Offline heinz

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Re: Elektroroller
« Antwort #20 am: 05. September 2018, 06:29:31 »
sorry, nochmals: wieviel Wh ist 100% akku?

Offline Mebus

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Re: Elektroroller
« Antwort #21 am: 09. Oktober 2018, 09:39:46 »
Vespa Elettrica kostet rund 6.400 Euro

Zitat: Piaggio hat den Verkauf des Elektrorollers Vespa Elettrica gestartet, doch obwohl das Fahrzeug nur 100 km weit fährt und maximal auf 45 km/h
          beschleunigt, ist es viel zu teuer.


Dieser erste Absatz des Artikels hat mich schwer ans Grübeln gebracht, da er für mich keinen Sinn macht ;)

https://www.golem.de/news/elektroroller-vespa-elettrica-kostet-rund-6-400-euro-1810-137002.html
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Offline Sandofranz

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Re: Elektroroller
« Antwort #22 am: 10. Oktober 2018, 13:14:12 »
Ein sehr interessanter Userbeitrag, gerade im städtischen Bereich ist so ein E-Fahrzeug interessant!

Somit ergänze ich diesen Thread und stelle unser neues "Stadtfahrzeug" vor:

Es handelt sich um einen "E-Dreirad-Scooter" der in Österreich gesetzlich als ganz normales E-Bike eingestuft ist.
Wen es interessiert wie das Ding ausschaut...hier die Homepage des Lieferanten:

http://e-techbike.at 

Man findet diese Scooter unter der Bezeichnung "E 15" und "E 18" auf der Homepage mit Fotos und allen technischen Daten + Preise bei der Rubrik "Specialfahrzeuge".
Wir haben das Modell "E 18" (Zweisitzer) gekauft und verwenden es seit ca. einem Jahr im Stadtbereich ohne jedes Problem.
Wie gesagt, bei uns ist das ein E-Fahrrad, wir können es somit auf normalen Straßen, auf allen Radwegen und wo es für Radfahrer erlaubt ist auch in der
Fußgängerzone verwenden.
Keine Steuer + keine Versicherungspflicht + kein Licht am Tag + keine Helmpflicht...weil das für Radfahrer nicht vorgeschrieben ist. Radfahrerhelme verwenden
wir natürlich aus eigenem Sicherheitsinteresse.
Wir haben genau diese Scooter schon vor Jahren in Teneriffa als Leihfahrzeuge gesehen. Dort kann man damit sogar in Geschäfte und Hotellobbys fahren,
viele Hotels haben sogar einen eigenen Raum in dem die geliehenen Fahrzeuge der Hotelgäste über Nacht geparkt und nachgeladen werden können...

Da meine Gattin leider arge Probleme mit der Wirbelsäule hat finden wir unseren Scooter ideal:
Wir können damit vor fast allen Geschäften und Cafe´s, bei unserer Bank, bei den Ärzten usw. beim Radständer oder am Gehsteig parken, für Räder ist das möglich!
Somit ist der Scooter für uns unverzichtbar geworden, wir wollen ihn nicht mehr missen...weil er für uns städtische Mobilität und somit mehr Lebensqualität bietet.
Speziell meine Frau kann dadurch wieder mit vergleichsweise geringer Anstrengung am Stadtleben teilnehmen...und das ist unbezahlbar!


Offline Mebus

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Re: Elektroroller
« Antwort #23 am: 02. November 2018, 12:22:50 »
Die Cloud klaut

Der NIU N1 hat einen integrierten zweistufigen Diebstahlschutz.
1. Eingebaute Akustische Alarmanlage welche bereits auf bewegen des Rollers reagiert
2. Eine Verfolgung (Tracking) des Rollerstandortes, welches standardmäßig aktiviert ist

Zu 1.
Die integrierte Alarmanlage sehe ich mit zwiespältigen Gefühlen, da sie nicht wirklich abschreckend laut ist.
Das mag vielleicht einen Dieb abschrecken den Roller "wegzutragen", was aber bei einem Eigengewicht von 95 kg
schon nicht sehr einfach ist, auch nicht mit zwei Personen.
Aber dennoch werden ja Motorräder/Roller mit über 200 kg Gewicht gestohlen.

Auch das einfache fort schieben ist nicht so einfach da im Normalfall der Roller abgeschlossen wird und
dadurch der Lenker nach links stehend einrastet.

Gut, bemerkt jemand dass eine Person einen vor sich hin quäkenden und schief stehenden roller schiebt,
wird das vielleicht auffallen und jemand wird die Ordnungshüter verständigen.
Aber nur vielleicht!

Zu 2.
Abschreckender ist sicherlich die Standortermittlungsmöglichkeit "Tracking" über die Cloud.
Auch Diebe sind hierüber informiert und wenden sich "vielleicht" einem anderen Objekt zu.
Bekannt als St. Floriansprinzip.

Allerdings hat das "Standardmäßige" senden von Daten des Rollers in die Cloud (Server des Herstellers)
auch ein paar nicht zu unterschätzende Nachteile:

- Unnötiger Stromverbrauch im Stillstand
- Verlust der Freiheit des Rollerfahrers sich "unbeobachtet" an jedweden Ort begeben zu können
- Verlust des alleinigen Eigentums technischer taten des Rollers wie

  - Gefahrene strecke mit allen Koordinaten (GPS Daten)
  - Standortkoordinaten
  - Verbrauchte Energie
  - Ladezustand Akku inkl. Anzahl der Aufladungen, Ladeörtlichkeit
  - Gefahrene Geschwindigkeit
  - Aktuelle Wetterdaten
  - Aktuelle Uhrzeit

Da die zugehörige APP -um selber die eigenen Daten auszulesen- über den Google Play Store geladen werden
muss, taucht natürlich die frage auf ob nicht auch Google wieder seine Finger mit im spiel hat.

Theoretisch ist es möglich -auch im Nachhinein- festzustellen ob der roller zu schnell unterwegs war,
ob der roller verbotene Wege (z.B. Fahrradwege, Fußgängerzonen) benutzt hat, oder ob ein  Stromdiebstahl
stattgefunden hat (z.B. Aufladen an der Steckdose im Kaufland).

Um das Dystopische Bild zu komplettieren, wer sagt uns dass es keine Bi-Direktionale Verbindung ist, und
dem Hersteller oder demjenigen der Zugang zu der Schnittstelle hat, ermöglicht den Roller zu sperren?

Zu guter Letzt.
Bis dato ist es mir nicht gelungen den Roller über die APP zu registrieren.
Augenscheinlich hat dies bereits jemand für mich getan.
Ich werde recherchieren...
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Offline heinz

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Re: Elektroroller
« Antwort #24 am: 02. November 2018, 20:50:54 »
ich würde ein fahrzeug mit derartiger überwachung nie kaufen.

vermutlich ist die verbindung bidirektional damit updates gemacht werden können. und damit bist du dem wohlwollen des anbieters ausgesetzt.  Pd Pd

das ding gehört dir ja gar nicht. du hast nur die benützungsgebühr bezahlt.  q< q<

Offline Sandofranz

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Re: Elektroroller
« Antwort #25 am: 03. November 2018, 14:12:25 »
Mag im ersten Moment "überspitzt" klingen...aber Heinz hat mit dieser Sichtweise durchaus Recht!

Wir erleben ja heute in fast allen Bereichen die digitale Überwachung:
Bankomat- und Kreditkarte + alle "Vorteils" - Einkaufskarten für Lebensmittel...Tankkarten...Kundenkarten usw.
Alles dient einzig und allein das Kaufverhalten der Nutzer zu analysieren und zu speichern...sowie ggf. an weitere Interessenten zu verkaufen!
Wer garantiert uns dass wir nicht als Alkoholiker eingestuft werden wenn wir mit den Kundenkarten Bier & Wein & Co kaufen...?
 
Genau da sind auch die "überwachten Fahrzeuge" einzuordnen...
Das Fahrverhalten incl. Fahrstrecke  wird analysiert...als "Zuckerl" wird von den Versicherungen eine Prämienreduzierung für sehr defensives Fahren angeboten werden.
Natürlich werden Behörden Zugriff auf diese Daten haben!
Ein dokumentierter "flotter" Fahrstil könnte Einfluss auf die Beweiswürdigung bei Verkehrsprozessen haben...die Möglichkeiten erfasste Daten zu verwenden sind endlos!
Roadpricing auf Autobahnen bietet ein komplettes Überwachungsfeld...daher wird es die "Autobahnpickerln" bald nicht mehr geben...ein weiterer Punkt der uns klar sein sollte.

Wie Heinz sagt...auch ich würde so ein "überwachtes" Fahrzeug nicht kaufen egal ob E-Scooter oder KfZ.!

Offline Mebus

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Re: Elektroroller
« Antwort #26 am: 03. November 2018, 17:33:33 »
Mag im ersten Moment "überspitzt" klingen...aber Heinz hat mit dieser Sichtweise durchaus Recht!

Ich kenne die Sichtweise von Heinz nicht, daher kann ich nicht beurteilen ob er recht hat.

...Genau da sind auch die "überwachten Fahrzeuge" einzuordnen...

Alle korrekt, darum habe ich ja auch nicht geschrieben hurra ich habe einen Spionage Roller gekauft,
sondern mich kritisch mit den Gegebenheiten auseinandergesetzt.

Vor dem kauf war mir bewusst dass der eRoller ein überwachtes Fahrzeug ist, darum kann ich nun nicht
lamentieren wie böse das doch ist. Allerdings muss ich die Tatsache auch nicht positiv hoch jubeln.

Es ist ein abwägen von pro und contra...
Und bis dato wiegt der Fahrspaß, der angezielte Einsatzbereich sowie die Einsatzbedingungen, die
Negativmerkmale auf.

Zumal du ja in absehbarer zeit der Überwachung nicht entkommen kannst (z.B. eCall Pflicht), du
kannst nur die zeit etwas recken bis du der Überwachung nicht mehr entkommen kannst.

...Wie Heinz sagt...auch ich würde so ein "überwachtes" Fahrzeug nicht kaufen egal ob E-Scooter oder KfZ.!

Dann sollte man fairerweise auch Pedelec und eBike erwähnen :)

ÖPNV?
Probiere mal in Holland mit Bargeld deine Bus- Bahnfahrkarte zu bezahlen, geht nicht mehr.
Die Chipkarte ist Pflicht und wird von deinem Konto aus aufgeladen.
Bleibt noch per Pedes, aber dann nicht vergessen dein Mobiltelefon zu hause zu lassen ;)
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