Autor Thema: Änderungen im Verkehr 2019  (Gelesen 909 mal)

Offline altamm

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Änderungen im Verkehr 2019
« am: 29. Dezember 2018, 09:17:13 »
Januar
Steuervorteil für E-Dienstwagen
Wer sich für einen E-Dienstwagen entscheidet, darf sich über einen gesunkenen Steuersatz freuen. Bislang müssen Arbeitnehmer, die ihren Firmenwagen
auch privat nutzen wollen, ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil monatlich versteuern. Dieser Satz wird für Hybrid- und Elektro-Fahrzeuge,
die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2021 angeschafft werden, auf 0,5 Prozent halbiert.

Fahrverbote in Stuttgart
Ab Januar 2019 gilt in der gesamten Stuttgarter Umweltzone ein Fahrverbot für Dieselautos unterhalb der Euro-Abgasnorm 5. Bei Zuwiderhandlung drohen
80 Euro Strafe. Für Anwohner und Handwerksbetriebe gilt allerdings eine Schonfrist bis April. Ausgenommen von dem Verbot sind Einsatz- und Hilfsfahrzeuge,
Reisebusse, Taxis und entsprechend gekennzeichnete Historienfahrzeuge.

Lkw-Maut
Schlechte Nachrichten für Spediteure und Lkw-Fahrer. Brummifahren wird teurer. Ab kommenden Jahr soll neben dem Gewicht, auch die Lärmbelästigung in den Tarif aufgenommen werden.
Der Bund verspricht sich Mehreinnahmen in Milliardenhöhe. Elektrisch und gasbetriebene Lastwagen sind von der Regelung ausgenommen.
 
Februar
Fahrverbote in Frankfurt
Auch Frankfurt sperrt den Diesel aus. Wo genau Diesel nicht mehr fahren dürfen, ist noch nicht bekannt. Es ist davon auszugehen, dass sich das
Diesel-Fahrverbot an der Umweltzone der Stadt orientiert. Das Gericht machte hierzu keine klare Angabe.
Fest steht: Diesel mit der Abgasnorm Euro 4 und schlechter sowie Benziner der Klassen Euro 1 und Euro 2 sind betroffen.
Ab 1. September kommen Euro-5-Diesel dazu.
 
Juli
Warnsignale für Elektroautos
Beschlossen 2014, wird im Juli 2019 ein EU-Gesetz für Elektroautos umgesetzt. Alle neu entwickelten E-Fahrzeugtypen in der EU müssen dann ein
akustisches Warnsystem, genannt AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System), an Bord haben. Damit soll die Sicherheit von Fußgängern, Radfahrern und
Sehbehinderten gewährleistet werden. Das nicht abschaltbare System gibt bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h ein Warngeräusch,
angelehnt an Verbrennungsmotoren ab. Auch Beschleuniguns- und Bremsvorgänge sollen erkennbar sein.
 
September
Das RDE-Testverfahren (Real Driving Emissions) wird eingeführt
Das im September dieses Jahres eingeführte WLTP-Verfahren soll Schadstoffausstoß und Verbrauch von Neuwagen bereits realitätsnaher erfassen - ist aber
weiter eine Prüfstandsmessung. Ab September 2019 gesellt sich das RDE-Verfahren hinzu. Hier wird mittels eines portablen Messgeräts der tatsächliche
Ausstoß auf der Straße gemessen. Wind, Temperatur, Verkehrsaufkommen und viele andere Parameter sind dann mehr oder weniger dem Zufall überlassen.
Eben wie im "echten" Straßenverkehr.

Stuttgart weitet Fahrverbote aus
Stuttgart belegt Diesel-Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 5 ab September 2019 ebenfalls mit Fahrverboten. Bedingung dafür ist allerdings, dass die Luft bis
September nicht nennenswert sauberer geworden ist.
 
Noch ohne festes Datum
Online-Zulassung
Bereits jetzt ist es unter bestimmten Voraussetzungen möglich die Abmeldung und Wiederzulassung seines Fahrzeugs bei der Zulassungsstelle online
durchzuführen. Das neue Gesetz, dem der Bundesrat noch zustimmen muss, umfasst dann auch Erstzulassungen, Umschreibungen und Adressänderungen.
Durchgeführt wird dies im Online-Portal der Zulassungsstelle. Voraussetzung ist ein Personalausweis mit Online-Funktion.
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