Autor Thema: Renault mit Problemen ?  (Gelesen 1079 mal)

Offline altamm

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Renault mit Problemen ?
« am: 12. Oktober 2019, 02:11:49 »
Renault bekommt keine Ruhe. In einer einberufenen Krisensitzung hat der Verwaltungsrat des Autoherstellers am Freitag Vorstandschef Thierry Bolloré
mit sofortiger Wirkung von seinem Job entbunden. Finanzvorständin Clotilde Delbos wurde zur Interimschefin des Pariser Konzerns bestellt -
"für die Zeit, die der Ablauf zur Berufung eines neuen Generaldirektors benötigt", wie Renault mitteilte.
Renault-Verwaltungsratschef Jean-Dominique Senard verteidigte die überraschende Absetzung Bollorés lakonisch. "So läuft das im Leben eines
Unternehmens", sagte er. "Es gibt Augenblicke, in denen ein Unternehmen einen neuen Atem braucht. Das ist nichts Persönliches."

Bolloré wurden in der Sitzung am Freitag Managementfehler sowie die zunehmend schlechte Geschäftsentwicklung vorgehalten, hieß es aus
der Unternehmensführung. Dem Manager wird außerdem sein gestörtes Verhältnis zum japanischen Konzern Nissan zum Verhängnis. Der Staat dringt
auf eine Erneuerung und Vertiefung des Bündnisses mit Nissan, das für beide Hersteller überlebenswichtig ist. Doch die Japaner misstrauten Bolloré.
Sie hatten Grund dazu: Als Ghosn, der einst Renault und Nissan in Personalunion führte, im vergangenen Herbst festgenommen wurde, stützte
Thierry Bolloré die Theorie einer japanischen Verschwörung. So zerstörte der Skandal um Ghosn das Vertrauen zwischen Renault und Nissan -
und gefährdete die Allianz. Senard und die französische Regierung scheinen zur Überzeugung gelangt zu sein, mit dem Ghosn-Getreuen Bolloré
sei kein Neustart mit Nissan möglich.

Unabhängig von der Ghosn-Affäre steht die Liaison Renault - Nissan vor einer Belastungsprobe, da die Beteiligungsverhältnisse unausgewogen sind.
Während Renault 43% der Nissan-Aktien besitzt, hält der französische Staat 15% an Renault; Nissan besitzt auch 15% an Renault, aber ohne Stimmrecht.
Diese Fehlkonstruktion bildet eine denkbar schlechte Basis, um Nissan (und Mitsubishi Motors) zusammen mit Renault voranzubringen. Ähnlich wie bei
Air France/KLM mischt sich der französische Staat auf ungebührliche Weise ein und schadet letztlich allen Parteien.
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

 

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