Autor Thema: "Warum uns komprimierter Digitalklang so nervt"  (Gelesen 502 mal)

Offline lescontesdehoffmann R.I.P.

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"Warum uns komprimierter Digitalklang so nervt"
« am: 16. November 2014, 10:45:36 »
Hier mal ein ganz interessanter Artikel zu komprimitiertem digitalem Audio-Material:

http://www.welt.de/wissenschaft/article120646901/Warum-uns-komprimierter-Digitalklang-so-nervt.html
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Offline harrahalmes

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Re: "Warum uns komprimierter Digitalklang so nervt"
« Antwort #1 am: 16. November 2014, 11:31:48 »
Passt auch zum Thema: seit Einführung des ISDN- Telefonnetzes (also der digitalen Sprachübermittlung) werden Telefongespräche immer schwerer verständlich.
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Offline altamm

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Re: "Warum uns komprimierter Digitalklang so nervt"
« Antwort #2 am: 17. November 2014, 07:06:25 »
Im Dienst haben wir vor 1 1/2 Jahren von Analog- auf Digitalfunk umgestellt. Seitdem gibts öfter den Spruch `bitte wiederholen`.

Nicht daß die Verbindung schlecht wäre, nein, die Sprachqualität von Digitalfunkgeräten ist einfach unterirdisch. Da gehen durch

die Komprimierung ganze Silben und der Farbton der Sprache vollkommen verloren. Unser Gehör ist sensibler als man denkt.
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Offline Willy

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Re: "Warum uns komprimierter Digitalklang so nervt"
« Antwort #3 am: 17. November 2014, 14:13:35 »
Also  - ich muß mal hier einwerfen, daß nicht 'per se'  digital schlechter ist oder sein muß als analog.

Prinzipiell ist digitale Speicherung und Signalübertragung  effektiver und und im Zuge der Technikentwicklung
inzwischen auch billiger machbar. 
Da kann man sich bei HD Fernsehsendern (Luft oder Netz) aber auch bei CD's und DVD's  (Musik, Filme, etc) überzeugen.

Die verfügbaren Qualitäten und Bandbreiten sind größer, wenn man es denn will und macht.

Und genau liegt das Hauptproblem. Es sind einige zwingende Randbedingungen und Eigenschaften zu beachten .
Eine wichtige Größe, wie schon mehrfach erwähnt, ist die Abtastrate.
Damit wird die Genauigkeit des  erfaßten Signals  beschrieben bzw. festgelegt.  Diese solte wenigstens doppelt so hoch
sein wie die maximal zu erfassende Bandbreite. Also z.B. bei  Sprache   (reale  Breite 20kHz)  ergibt sich eine von  Abtastrate  40 kHz ;
 einfaches  mp3 hat 48 kHz ;  gute mp3  Qualität  liegt so bei  192 kHz.
siehe auch :
http://de.wikipedia.org/wiki/Abtastrate
http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Abtastrate-sampling-rate.html
Neben der Abtastrate ist aber auch die Güte der Quantifizierung, also des verfügbaren Wertebereiches, von entscheidender Bedeutung.
Bei 8 Bit Auflösung können so 2^8 = 256 Zustände quantifiziert werden , also z.B. -128....+128.
Das ist für einfache Sprache meist ausreichend.
Bei normaler CD-Qualität sollten es 16 Bit sein. Damit sind dann 2^16 = 65536 Zustände darstellbar.  Da sind schon eine Menge
Nuancen möglich. Das läßt sich aber auch auf 24 oder 48 Bit für Profiqualitäten steigern.
Dadurch erhöht sich aber der Datenumfang auch erheblich. Deshalb wurde nach der CD mit ca. 700MB  die DVD  mit 3 - 8 GB und
die blue ray Disc mit 25 - 100 GB entwickelt. 
Die Speicherform auf diesem Medien ist z.B. MPEG1, MPEG2  oder MPEG4 je nach Alter und Qualität.
Dabei werden die vielen digitalen Daten UNKOMPRIMIERT gespeichert, deshalb auch die großen Kapazitäten.

MP3 ist aber eine lt Beschreibung ( http://de.wikipedia.org/wiki/MP3) eine komprimierte Speicherung des Audiosignals der MPEGn Dateien.
Mit dieser Methode (übrigens in Deutschland entwickelt) kann der Datenumfang einer Audio-CD auf ein siebentel reduziert werden. (bei weitgehend
gleicher Qualität). 
Damit war es dann möglich mit den damals verfügbaren Speicherkapazitäten von ab 64 MB (ab 1995)  MP3 Player für den Massenmarkt zu  produzieren.
Inzwischen ist der verfügbare Speicher deutlich  in Bereiche von 4 - 64 GB gestiegen.
Damit kann man sich das ganze Jahresprogramm der Philharmonie oder Semperoper in CD Qualität mitnehmen.
Mit 'nem ordentlichen Player und auch ordentlichen Kopfhöhrern ist kaum ein Unterschied wahrzunehmen.

Telefonie  zum Vergleich kommt im allg.  mit 8 kHz  aus. Dafür ist es aber auch meist ausreichend.

Zur Beurteilung digitaler Übertragungen sollte man also die jeweils benutzten Parameter und Qualitäten heranziehen.
Die wichtigsten sind: Abtastrate, Quantifizierung, Bandbreite der Übertragung und sehr wichtig  Fehler- und Störfestigkeit.

Ein sehr gutes Ausgangssignal kann durch fehlende Bandbreite und Fehler- oder Störeinflüsse bis zur Gänze ausgelöscht werden.

da fällt mir eine schöne Textpassage ein:
... da schmier ich Fett in die Plattenrille
und dann ist absolute Stille....

Willy
Willy, der Sparsame

 



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