Autor Thema: "Schutzranzen" macht Schüler sichtbar  (Gelesen 4215 mal)

Offline altamm

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"Schutzranzen" macht Schüler sichtbar
« am: 21. Januar 2015, 07:11:51 »
Die neue Handy-App "Schutzranzen" soll die Zahl der Verkehrsunfälle mit Schulkindern reduzieren. Wenn ein Autofahrer in die Nähe einer der 16.000 bereits
registrierten Grundschulen kommt, warnt die App automatisch per Vibration und Alarmton. Gleiches gilt, wenn sich ein Kind mit einem Handy und der
installierten App in der Nähe des Fahrzeugs aufhält: Die Schüler werden so digital sichtbar gemacht, auch wenn sie beispielsweise hinter parkenden Autos
auf dem Gehweg spielen.



Die Schutzranzen-App ist für Autofahrer kostenlos, für Eltern von Grundschülern fällt eine monatliche Gebühr in Höhe von einem
Euro an. Die App arbeitet anonym und werbefrei. Für den Fall, dass ein Grundschüler noch kein Telefon besitzen soll oder darf, wurden spezielle GPS-Tracker
entwickelt: Die Geräte können kostenlos ausgeliehen und ab Februar auf www.schutzranzen.de für die Einschulungs-Saison im Herbst 2015 vorbestellt werden.

Weitere Info: http://schutzranzen.de/
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Offline Willy

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Re: "Schutzranzen" macht Schüler sichtbar
« Antwort #1 am: 21. Januar 2015, 19:46:04 »
Vielleicht bin ich ja schon zu alt oder nicht hipp genug.
Aber die Sinnfälligkeit und Funktionalität dieser App scheint mir sehr optimistisch zu sein.

Das heißt also daß alle , die die App installiert haben in der Nähe von Grundschulen vor Grundschülern gewarnt , besonders
 wenn diese auch mit dieser App ausgestattet sind.  Auf dem Heimweg - kurz vor zu Hause schützt sie dann die Grundschüler
nicht mehr.   Alle die die App nicht installiert haben oder nicht aktiv haben oder garkein entsprechendes Handy haben,
müssen sich einfach weiter an die STVO und die Tempobegrenzungen halten.

Manchmal frag ich mich auch , wie ich und viele meiner Altersgenossen, das Leben bisher (vor allem als Kind) überlebt haben......
   
Willy, der Sparsame

Offline altamm

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Re: "Schutzranzen" macht Schüler sichtbar
« Antwort #2 am: 22. Januar 2015, 06:34:21 »
Auf dem Heimweg - kurz vor zu Hause schützt sie dann die Grundschüler nicht mehr.

Doch, die App zeigt jedes Kind an, egal wo es sich befindet. Der Ranzen sendet ein GPS-Signal an den Server und der sendet die Position auf das Handy

des Autofahrers oder der Eltern. Bedeutet, immer wenn man in die Nähe eines Kindes mit Tracker oder der App kommt, wird man gewarnt.

Alle die die App nicht installiert haben oder nicht aktiv haben oder garkein entsprechendes Handy haben,
müssen sich einfach weiter an die STVO und die Tempobegrenzungen halten.

Manchmal frag ich mich auch , wie ich und viele meiner Altersgenossen, das Leben bisher (vor allem als Kind) überlebt haben......

So ist es.  ;D  Wir hatten damals einen Schulweg über 4 km, wir tappten tapfer morgens im Dunkeln und bei Eis und Schnee durch die Landschaft,

über Straßen und Wege. Mit einem aufgeschlagenen Knie spielten wir weiter. So ändern sich die Zeiten.  ::)
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Offline Willy

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Re: "Schutzranzen" macht Schüler sichtbar
« Antwort #3 am: 23. Januar 2015, 20:39:42 »
Ich habe mir die Web- (Werbe) Seite von Schutzranzen mal angesehen.

Es sieht sehr (oder besser vornehmlich)  nach Werbung und Aufforderung zum APP-Download aus.

Die "Herausragende" Funktionalität sei:
<Zitat>
Der Autofahrer erhält ein visuelles oder akustisches Warnsignal durch die App, sobald ein Kind oder eine Gefahrenstelle in einem Radius von 150 m auftaucht. Der Fahrer passt sein Fahrverhalten an und vermeidet so Unfälle.
<Zitatende>
 
150m ist schon ein recht großer Bereich. In den sehr viele Kinder durch Autos, Häuser und dergleichen verdeckt sind.
Ich  benutze selber einen recht ordentlichen GPS-Tracker für Fahrradtouren, der auch sehr gut und genau  funktioniert ,
wenn er ordentlichen GPS-Empfang  hat.  In Innenräumen geht es auch  noch , allerdings nimmt dort die Unsicherheit durch
Signalverzerrung und -spiegelungen derart zu , daß schonmal Abweichungen von 50-100m und daraus resultierend
erhebliche Geschwindigkeiten zustande kommen.

Was mich aber am meisten irritiert, es werden keine Zahlen zur Verbreitung  genannt, nicht mal ansatzweise.
Das wäre ja nun der eigentlich Knackpunkt um festzustellen, hier gibt es richtiges Interesse .
Außerdem kann ja nur vor Kindern gewarnt werden , die auch dabei erfaßt sind.

Ungeklärte Frage:   Ranzen sind abgelegt und die Kinder spielen Fußball neben der Straße.......

Übrigens ist am Ende der Webseite ein Link zu den AGB's , nur leider ist diese Seite völlig leer !!
Was soll mir das sagen .......?

Die Idee mag ja nicht schlecht sein. Es wird aber eher nur Pseudosicherheit verkauft.

Willy, der Sparsame

Offline altamm

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Re: "Schutzranzen" macht Schüler sichtbar
« Antwort #4 am: 24. Januar 2015, 06:20:55 »
In der eigenen Stadt macht die App auch wenig Sinn, weil man dort die Schulbereiche kennt und seine Geschwindigkeit
entsprechend anpassen sollte.
Die App wurde neu entwickelt, deshalb gibts dazu wahrscheinlich noch keine Angaben. Auch die Firma scheint relativ neu
zu sein.   Ox
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

 



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