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Polizei ermittelt nach unterlassener Hilfeleistung

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altamm:
Bei einer Unfallserie auf der A2 wurden sechs Menschen zum Teil schwer verletzt. Die Polizei ist entsetzt über die Gleichgültigkeit vieler Autofahrer,
die einfach um die Verletzten herumfuhren. Jetzt wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

Die Polizei sprach von einem "unbeschreiblichen Verhalten" dieser Autofahrer. Sie hätten sich über einen längeren Zeitraum über den Standstreifen
am Unfallort bei Schackensleben vorbeigedrängelt. Auf der Straße liegende Unfallopfer seien regelrecht umkurvt worden. Rettungskräfte hätten
dies schließlich beendet.

Zunächst war am späten Samstagnachmittag zwischen den Anschlussstellen Bornstedt und Irxleben ein Auto in Brand geraten. Während der Löscharbeiten
musste die Fahrbahn in Richtung Berlin voll gesperrt werden. Ein 44-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen fuhr dann mit seinem Wagen nach Polizeiangaben
ungebremst in das Stauende. Ein Fahrzeug überschlug sich, mehrere Wagen wurden ineinander geschoben, auf den drei Fahrspuren lagen überall Trümmer.

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Dieses Verhalten ist aus mehreren Gründen eine Straftat, wie die Polizei betont. So hätten Ersthelfer gefehlt, um beispielsweise ein fünfjähriges Mädchen
zu betreuen, das zu den Opfern zählte. Außerdem bestand die Gefahr, dass Unfallbeteiligte und Ersthelfer durch vorbeifahrende Pkw verletzt wurden.
Zudem wurde die spätere Unfallaufnahme erschwert, weil Glassplitter und Trümmerteile verschoben wurden.

Richtig wäre gewesen, wenn nach dem Unfall sofort alle Autofahrer angehalten, die Ersten in der Reihe die Erstversorgung übernommen und die anderen
mit ihren Autos eine Rettungsgasse gebildet hätten. Stattdessen hatten Polizisten, Notarzt und Sanitäter erhebliche Mühe, schnell mit ihren Fahrzeugen
an den Unfallort zu kommen.

Bildquelle:  Polizei Magdeburg

diesonja:
Unglaublich  :o   Jeder der dort vorbeifuhr stelle sich vor, er hätte selbst einen Unfall.

Duda:
Tach,

das ist irgendwie NORMAL, solange ein Fahrzeug vorbeipasst, wird vorbei gefahren.

Hatte ich auch schon, stand auserorts im Stau,nach ca 3 - 5 Minuten kam ich zu einer Unfallstelle.

Der Linienbus vor mir mußte sogar zurücksetzen um durch die Unfallfahrzeuge zu kommen.

In einem Auto hing eine Person in den Gurten,am Anderen standen 2 verstörte Leutchen, die fragte ich was passiert ist,Sie meinten,daß sich die Person die in den Gurten hing noch nicht bewegt hat.
Es regnete, da der bewustlose Puls und Atmung hatte und nirgens Blut spritzte hab ich Ihn im Fahrzeug gelassen und nur Händchen gehalten.

Naja, die eintreffende Polizei wollte mich dann RUND machen, von wegen stabile Seitenlage und so,
nach einem kurzen Anpiff meinerseits haben Sie sich dann um die Absicherung der Unfallstelle gekümmert.

Bei mindestens 2 Unfällen die mir in Erinnerung sind,hat sich ähnliches mit überforderten Autofahren ereignet.

Prost

Duda



diesonja:
Es gehört ein gewisses Maß an Urteilsfähigkeit dazu, wie eine Situation einzuschätzen ist. Trotzdem kann einem Helfenden
rechtlich nichts passieren, auch wenn seine Entscheidung nicht optimal ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtliche_Aspekte_bei_Hilfeleistung

Duda:
Beim heutigen Tempo dauert es meistens nur Minuten bis zum eintreffen der Rettungskräfte.

Als Ersthelfer sollte man, die Unfallstelle absichern, die Rettungskräfte anrufen und beruhigend auf die Beteiligten einwirken(falls man kann)

Ich, würde keinen Verletzten ohne triftigen Grund bewegen oder Verpflasten/verbinden.

Prost

Duda

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