Autor Thema: beschiss bei fauvee  (Gelesen 22763 mal)

Offline altamm

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1507
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #150 am: 03. Februar 2017, 09:15:42 »
Dieses Falschmessen von Verbrauchswerten hat nur in ein paar anderen Staaten eine reale Auswirkung. Daß Autos real mehr verbrauchen

und deshalb auch mehr Abgase ausstoßen als in den Firmenangaben, war schon seit längerer Zeit bekannt. Nur hat es niemand öffentlich

zugegeben. Lediglich die Amis testeten die realen Werte jetzt mal gründlicher, und plummps ...  .     -::
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline Willy

  • Sandero Meister
  • ******
  • Beiträge: 629
  • das meiste Auto/Euro
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #151 am: 03. Februar 2017, 18:23:48 »
Vielleicht als Erinnerung ganz interessant:
Ausgangspunkt war, daß amerik. Öko's , im Land der VielverbrauchsBenziner,  zeigen wollten, daß der "CleanDiesel"
viel weniger verbraucht und eben außerdem noch sauberer ist.
Damit sollte die CO2 Bilanz  in USA  verbessert werden. 
Also begann man die Benziner mit den Dieseln real zu vergleichen, um die "Papierform"  zu aller Vorteil zu bestätigen.

Leider , leider ist nach wie vor die Praxis der Gradmesser der Wahrheit.....
Willy, der Sparsame

Offline tomikles

  • Sandero Freund
  • **
  • Beiträge: 32
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #152 am: 04. Februar 2017, 10:50:44 »
Genau genommen wundere ich mich doch etwas über die Überraschung. Ich habe vor vielen Jahren mal im Test eines neuen BMW Motorrades mit Katalysator einen Absatz gelesen, daß die Maschine deshalb im Stand so ruhig läuft, weil die Software "merkt" wenn sie auf einem Prüfstand ist und dann erst die Abgaswerte einhält. Außerhalb würden die Werte zugunsten der Laufruhe etwas großzügiger ausgelegt.

Im Artikel damals wurde das absolut positiv bewertet. Leider habe ich eben den Test nicht mehr gefunden, wenn ich morgen oder Montsag mehr Zeit habe, reiche ich den Link gerne nach.

Interessant, wie sich die Meinungen ändern....

Nicht Mißverstehen:
Ich finde es ungeheuerlich, was da abgeht und abgegangen ist und meiner Meinung nach sollte ein Abgastest alle 10 - 12.000 produzierte Fahrzeuge mit einem Fahrzeug im Serienzustand wiederholt werden - direkt vom Band Übergabe an ein unabhängiges Prüfinstitut, das Prüfgerät hinten anhängen und eine Runde drehen, fertig. 
Die aktuelle Methode, ein Vorserienmodell bei 30-40° ohne Lichtmaschine mit Speziallagern und bis zum Platzen aufgepumpten Reifen auf einen Teststand zu stellen und das soll für die gesamte Produktion gültig sein ist doch ein Witz!
Sandero 1 1,4 MPI LPG 2010  Gäste haben keinen Zugriff , bitte registrieren oder einloggen
  - LPG

Offline altamm

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1507
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #153 am: 06. Februar 2017, 10:47:02 »
Schadenersatz gefordert

Erstmals hat mit dem Unternehmen Deutsche See ein deutscher Großkunde im Abgasskandal Klage gegen Volkswagen eingereicht. Der
Lebensmittelhersteller fordert von VW 11,9 Millionen Euro Schadenersatz. Angekündigt hatte das Unternehmen den Schritt bereits im
Sommer. Nun habe es am Landgericht Braunschweig Klage wegen arglistiger Täuschung erhoben, bestätigte der Sprecher.

Bei der Deutschen See sind nach Unternehmensangaben etwa 500 Autos von den Abgasmanipulationen betroffen. "Wir sind tief
enttäuscht über VW und fühlen uns hingehalten und betrogen", sagte Deutsche-See-Chef Egbert Miebach. Ein Sprecher des
Fischverarbeitungskonzerns ergänzte: "Umweltfreundliche Mobilität war der Grundgedanke der Partnerschaft." Das sei auch schriftlich
so festgehalten worden.

Ein VW-Sprecher wollte sich zu der Klage zunächst nicht äußern, da sie dem Autobauer noch nicht vorliege. Es wäre die erste Einzelklage
eines Großkunden gegen Volkswagen. Die Umrüstung aller betroffenen Fahrzeuge sei aber problemlos möglich.
In Deutschland laufen mehrere hundert Verfahren, in denen Fahrer von VW-Dieseln auf Schadenersatz gegen Händler oder den Konzern
klagen. In den USA können Fahrer betroffener Autos mehr als 5.000 Dollar (4.635 Euro) Entschädigung bekommen. Für Kunden in Europa
plant VW keine solche Entschädigung.
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline altamm

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1507
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #154 am: 06. März 2017, 07:58:35 »
Nach früheren und amtierenden Ministern der Kanzlerin und zahlreichen Experten zum Thema Abgas-Skandal sagt am Mittwoch
Angela Merkel vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags aus.

Als letzte Zeugin kommt Angela Merkel an diesem Mittwoch (8. März) in den Untersuchungsausschuss des Bundestags. Dessen
große Frage lautet: Hätte der Staat Manipulationen von Abgaswerten wie bei VW verhindern können? Mehrere amtierende und frühere
Minister der Kanzlerin wurden bereits vernommen. Gemeinsam war allen die Auskunft, nichts von illegalen Praktiken gewusst zu haben,
bevor der Skandal in den Tagen des 18./19. September 2015 von den USA aus bekannt wurde.

Interessieren dürfte die Abgeordneten, ob und wie sie selbst in die Aufklärung des Betrugs eingriff, der die Marke "Made in Germany"
zu schädigen drohte. Worüber ließ sie sich auf dem Laufenden halten? Suchte sie Kontakt zu Volkswagen oder anderen in der
Autobranche? Der über den Skandal gestürzte VW-Boss Martin Winterkorn berichtete im Ausschuss, Merkel sei am 22. September
2015 telefonisch informiert worden.
Aber nicht jedes Detail erreicht die Spitze der Regierung. Zuständiger Krisenmanager war von Anfang an Bundesverkehrsminister
Alexander Dobrindt. Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) wie Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) ließen im Ausschuss durchblicken,
dass der CSU-Mann dabei eher nicht in extra-enger Abstimmung mit Kabinettskollegen oder Merkels Machtzentrale unterwegs war.

Mit Vorwürfen mangelnder Aufklärung zielt die Opposition somit auch zuerst auf Dobrindt und sein Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Der
Minister konterte bei seiner Anhörung: "Wir haben schneller gehandelt als andere." Und listete ausführlich auf, was von einem
Pflicht-Rückruf für 2,4 Millionen VW-Diesel bis zu neuer eigener Prüftechnik beim KBA schon alles in die Wege geleitet worden sei.
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline altamm

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1507
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #155 am: 16. März 2017, 07:46:26 »
Behörde wirft Renault Abgasbetrug seit 25 Jahren vor

Die französische Wettbewerbsbehörde DGCCRF wirft dem Autohersteller vor, möglicherweise schon seit mehr als 25 Jahren bei Abgastests zu
betrügen. Das geht aus einem Bericht der Behörde hervor, der am Mittwoch bekannt wurde. Die Behörde, die dem französischen
Wirtschaftsministerium untergeordnet ist, beruft sich auf einen ehemaligen Mitarbeiter des Unternehmens.
Dem Bericht zufolge soll Renault eine Software entwickelt haben, um die Ergebnisse von Abgastests zu fälschen. Dabei geht es um die Messung
der Emissionen, wenn neue Fahrzeugmodelle für den Markt zugelassen werden sollen. Mittels einer Technik hätten die Fahrzeuge erkannt,
wann sie einem Abgastest unterzogen würden, und dann den Ausstoß an Schadstoffen gesenkt, so die Behörde – bei Volkswagen flog eine
solche Manipulation bei Diesel-Pkw im September 2015 in den USA auf.

In dem Bericht geht es zwar um neuere Renault-Modelle, doch einige der Praktiken seien schon 1990 eingeführt worden, hieß es. In die Affäre
verstrickt sei die gesamte Führungsriege bis hoch zu Renault-Chef Carlos Ghosn. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück: "Die Fahrzeuge
von Renault sind nicht mit Betrugssoftware für die Abgasreinigung ausgestattet."
Wie die französische Zeitung Libération berichtete, führten die Ermittler große Unterschiede zwischen den Abgaswerten bei Zulassungstests im
Labor und unter realen Bedingungen auf der Straße auf. Im Fall des Modells Renault Captur werde die Norm für CO2-Emissionen um 377
Prozent überschritten. "Diese Ergebnisse lassen die Installation einer betrügerischen Einrichtung vermuten, um Stickoxid-Emissionen unter den
spezifischen Bedingungen der Zulassungstests zu reduzieren und so die ordnungsgemäßen Grenzwerte einzuhalten", zitierte das Blatt aus
dem Bericht der Wettbewerbsbehörde.
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline heinz

  • Sandero Profi
  • *****
  • Beiträge: 369
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #156 am: 16. März 2017, 08:26:08 »
ob sie vor 25 jahren schon betrugssoftware einbauten bezweifle ich. damals war alles noch sehr mechanisch.

wohl wahr ist sicher, dass alle autohersteller bei zulassungstests andere werte erzielen als im normalen gebrauch. bei abgasen, beim verbrauch, bei leistungswerte etc.
das liegt z.t. daran, dass sie jede vorschriftenlücke ausnützen um ihre wagen beim test zu trimmen. reifengrösse/druck, el. verbraucher abschalten, carosserie zukleben und was weiss ich alles.

Offline tomikles

  • Sandero Freund
  • **
  • Beiträge: 32
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #157 am: 16. März 2017, 14:37:08 »
ob sie vor 25 jahren schon betrugssoftware einbauten bezweifle ich. damals war alles noch sehr mechanisch.


Also ich weiß, daß ich mal beim Test eines BMW Motorrades gelesen habe, daß die Maschine erkennt, ob sie auf einem Prüfstand ist und nur dann die Abgaswerte einhält. Außerhalb würde zugunsten einer besseren Beschleunigung und einem ruhigeren Lauf die Motorsteuerung anders abgestimmt.

Leider finde ich den Test nicht mehr online, aber das kann durchaus 25 Jahre her sein - war eins der frühen Motorräder mit Kat.
Sandero 1 1,4 MPI LPG 2010  Gäste haben keinen Zugriff , bitte registrieren oder einloggen
  - LPG

Offline Willy

  • Sandero Meister
  • ******
  • Beiträge: 629
  • das meiste Auto/Euro
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #158 am: 16. März 2017, 20:48:01 »
Weil ich gerade Vorgestern die fällige HU mit AU absolviert habe....

hier nochmal 2  Einwürfe.

1.  Der "Abgasskandal"  bezieht sich bezieht sich ausschließlich auf die Werte und Bedingungen der Typzulassung.
     Diese wurden durch manipulative Maßnahmen (Abschalteinrichtungen, Testerkennung)  erschlichen.
     Der Rückruf in D erfolgt eigentlich nur, weil sonst die Flotte der betroffenen Fahrzeuge ihre ABE verlöre.
2. Die aktuellen (seit 2010 bzw. 2015)  Abgasuntersuchungen verlaufen nach dieser Richtlinie:

quelle: u.a.  https://de.wikipedia.org/wiki/Abgasuntersuchung#Fahrzeuge_mit_Dieselmotoren_.28mit_und_ohne_OBD.29
....
Fahrzeuge mit Otto-Motor ohne Katalysator

    Messung bei Leerlaufdrehzahl: Der Kohlenmonoxidgehalt darf 3,5 % nicht überschreiten.

Fahrzeuge mit Otto-Motor mit ungeregeltem Katalysator

    Optionale Messung bei erhöhter Leerlaufdrehzahl: Der Lambda-Wert muss zwischen 0,97 und 1,03 liegen. Der Kohlenmonoxidgehalt darf den vom Hersteller angegebenen Wert nicht überschreiten.
    Messung bei Leerlaufdrehzahl: Der Kohlenmonoxidgehalt darf 3,5 % nicht überschreiten.

Fahrzeuge mit Otto-Motor mit geregeltem Katalysator

    Messung bei erhöhter Leerlaufdrehzahl: Der Lambda-Wert muss zwischen 0,97 und 1,03 liegen. Der Kohlenmonoxidgehalt darf 0,3 % nicht überschreiten. Bei Fahrzeugen nach Euro-4-Norm gilt der verschärfte Grenzwert von 0,2 %.
    Messung bei Leerlaufdrehzahl: Der Kohlenmonoxidgehalt darf 0,5 % nicht überschreiten. Bei Fahrzeugen nach Euro-4-Norm gilt der verschärfte Grenzwert von 0,3 %.
    Bei der Regelkreisprüfung wird die Funktion des Lambdaregelkreises durch gezieltes Aufbringen einer Störgröße geprüft.

Fahrzeuge mit Otto-Motor mit OBD (On-Board-Diagnose)

    Messung bei erhöhter Leerlaufdrehzahl: Der Lambda-Wert muss zwischen 0,97 und 1,03 liegen. Der Kohlenmonoxidgehalt darf den vom Hersteller angegebenen Wert nicht überschreiten.
    Messung bei Leerlaufdrehzahl: Hier muss nur die Drehzahl eingehalten werden, eine Messung der Abgase findet nicht statt.
    Beim Regelsondentest wird die Funktion der Sauerstoffsonden geprüft.

Bei Fahrzeugen mit Otto-OBD, die erstmals ab 2002 in Verkehr gekommen sind, wird hingegen über den OBD-Diagnosestecker lediglich der Fehlerspeicher ausgelesen und geprüft, ob alle Readiness-Codes gesetzt sind (also die Selbstüberwachung des Systems einwandfrei funktioniert). Trat bis zum Untersuchungszeitpunkt kein Fehler auf, ist die „AU“ somit bestanden. Trat hingegen bereits sporadisch ein Fehler auf, der jedoch mittlerweile schon wieder gelöscht wurde, wird die konventionelle AU durchgeführt, wie oben beschrieben. Ist jedoch aktuell ein Fehler im Speicher abgelegt, gilt die „Abgasuntersuchung“ damit als „nicht bestanden“.

Fahrzeuge mit Dieselmotoren (mit und ohne OBD)

    Bei Dieselfahrzeugen ist einzig der Trübungswert (k-Wert) des Abgases durch Ruß entscheidend. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei 2,5 m−1. Bei Fahrzeugen nach Euro-4-Norm gilt der verschärfte Grenzwert von 1,5 m−1.

Quelle 41. VO AU-Richtlinie

Bei Fahrzeugen mit Diesel-OBD, die erstmals ab 2006 in Verkehr gekommen sind, wird hingegen nach gleichem Schema wie bei Otto-OBD-Fahrzeugen ab 2002 lediglich der Fehlerspeicher ausgelesen. Somit kann die AU auch hier rein über einen nicht belegten Fehlerspeicher, bzw. bei ehemals sporadischen Fehlern mit dem konventionellen AU-Durchlauf der AU abgeschlossen werden. Analog zum Otto-Motor gilt auch hier, dass die AU als „nicht bestanden“ gilt, wenn zum Prüfzeitpunkt noch Fehler im Speicher abgelegt sind.
....


Die reale Luftbelastung und die Abgase haben also real Nichts mit den  Werten der Typzulassung zu tun.

Außerdem sind die real gemessenen Feinstaubwerte   seriösen Quellen zufolge zu über 80% Reifen- und Bremsabrieb.
Und dieser Abrieb entsteht an ALLEN Fahrzeugen - völlig unabhängig von der Antriebsart.

Aber es ist sicher immer einfacher EINEN Bösewicht  benennen zu können......
Willy, der Sparsame

Offline altamm

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1507
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #159 am: 05. April 2017, 07:40:17 »
EU-Parlament: Abgasbetrugsopfer entschädigen

Bisher will Volkswagen von Entschädigungen für deutsche Kunden wegen des Abgasbetrugs nichts wissen. Das Europaparlament akzeptiert das
nicht: Es fordert Geld für Geschädigte auch in Europa – nicht nur in den USA.

Autohersteller müssen nach Ansicht des Europaparlaments die Käufer von Fahrzeugen mit manipulierten Abgaswerten finanziell entschädigen.
Rückrufprogramme könnten „nicht als ausreichende Form des Schadenersatzes betrachtet“ werden, heißt es heute in einem Beschluss der EU-
Abgeordneten in Straßburg. Das Parlament forderte auch, nationale Stellen und EU-Behörden müssten härter gegen Abgasbetrügereien
durchgreifen. Unter anderem seien einheitliche Regeln für die Typ-Zulassung von Autos, die neu auf den Markt kommen, nötig.

Bei den Beschlüssen handelt es sich um Handlungsempfehlungen für die EU-Kommission, die zunächst noch keine Gesetzeskraft haben. Die
Kommission wurde aufgefordert, ein „System zur kollektiven Rechtsdurchsetzung“ vorzuschlagen, um die Verbraucherrechte zu stärken.
Die Abgeordneten forderten, falls einem Auto die Typgenehmigung wegen Nichteinhaltung von Vorschriften entzogen werde, so müssten
„die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge für den Fahrzeugkauf vollständig entschädigt“ werden. Auch falls durch Nachbesserungen die Leistung
oder der Spritverbrauch von Autos nachteilig beeinflusst werde, sollten die Verbraucher „Anspruch auf eine angemessene Entschädigung“ haben.
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline altamm

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1507
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #160 am: 25. April 2017, 09:12:20 »
Aufatmen im Dieselskandal: Ein Gericht in Detroit bestätigte den geplanten Vergleich mit der US-Justiz. Volkswagen zahlt 4,3 Milliarden US-Dollar
(3,96 Mrd. Euro), im Gegenzug werden die Ermittlungen zum Diesel-Skandal eingestellt. Vom Richter gab es klare Worte - und einen neuen Kollegen
fürs Büro: Ein Monitor - sprich Aufpasser - aus den Staaten wird in der Wolfsburger Zentrale eingesetzt.

Manches kam Überraschend, die Summe nicht: 2,8 Milliarden werden für die Beilegung der strafrechtlicher Ermittlungen fällig, 1,5 Milliarden entfallen
auf zivilrechtliche Bußgelder. Macht jene 4,3 Milliarden, auf die sich der Konzern mit der US-Justiz bereits geeinigt hatte. VW gab die Abgas-Manipulation
bereits 2015 zu, um einen Vergleich zu erzielen. Wirksam wurde die Abmachung aber erst jetzt - mit der Bestätigung eines Detroiter Gerichts.

Das Gericht bestätigte auch die Einsetzung einer Kontroll-Instanz. Der ehemaligen stellvertretenden Generalstaatsanwalts Larry Thompson wird
als Beobachter nach Wolfsburg gesandt. Für mindestens drei Jahre überwacht der einstige Jura-Professor die Geschäfte in der Zentrale. Thompson
bekommt ein eigenes Team und Einsicht in sämtliche Konzern-Akten. Regelverstöße werden sofort an die Staaten gemeldet.

Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline heinz

  • Sandero Profi
  • *****
  • Beiträge: 369
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #161 am: 04. Mai 2017, 21:46:24 »
überraschende neue einsichten.

https://www.welt.de/wirtschaft/article164271516/Jetzt-hat-Dieselgate-auch-noch-einen-skandaloesen-Freispruch.html

in der kurzen vergangenheit hies das : wir haben es nicht gewusst.  Pd Pd

Offline altamm

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1507
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #162 am: 05. Mai 2017, 07:41:23 »
Kennt man leider auch aus der weiter entfernten Vergangenheit:  " Wir haben von nichts gewußt... " und auch deshalb nichts getan.

Wo sind wir hier ? In der Vergangenheit, in der man sich aus und von allem freisprechen kann ? Wenn Behörden absichtlich nachlässig sind,

welche Ahndungen sind da möglich ? Gibts dafür überhaupt Sanktionen ?
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

Offline Willy

  • Sandero Meister
  • ******
  • Beiträge: 629
  • das meiste Auto/Euro
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #163 am: 09. Mai 2017, 23:09:47 »
Was man nicht vergessen oder verdrängen sollte ist, daß neben dem ganzen "Dieselgedöns", was eigentlich "nur" ein Stickoxidreinigungsproblem  ist.

Auch ALLE anderen Verbrenner deutlich mehr im Normalbetrieb verbrauchen  und damit die Luftqualität immens schädigen.
Die ganze AU  ist derzeit so angelegt, daß kaum (bis gar keine) relaen Messungen vorgenommen werden, sondern nur die Fehlerspeicher ausgelesen werden.

Es werden also die Lügeneinstellungen der Hersteller zum Verbrauch und Abgasreinigung zum Maßstab arhoben.

Der Irrglaube an die Umweltzonen - hat auch nicht mal entfernt den Effekt gebracht, den man sich damit versprochen hat.
Die Verteufelung des Dieselantriebs ist ein Irrglaube in die gleiche Richtung.

Es bringt kaum etwas den Holzkohlegrill zu verbieten, wenn die Chemiefabrik nebenan brennt ....
Willy, der Sparsame

Offline altamm

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1507
Re: beschiss bei fauvee
« Antwort #164 am: 26. Mai 2017, 08:18:22 »
Im Abgasskandal um Volkswagen nimmt die US-Justiz nun auch den deutschen Zulieferer Bosch unter die Lupe.

Bosch stellt wichtige Bauteile her für den Diesel-Motor, der in einigen der vom Abgasskandal betroffenen VW- und Audi-Modelle verbaut ist.
Nun prüfen die Staatsanwälte im Justizministerium in Washington offenbar, ob der Stuttgarter Konzern von den jahrelangen VW-Schummeleien
bei den Abgaswerten von Diesel-Motoren gewusst hat oder daran beteiligt gewesen ist.
Sollte der Konzern von den Manipulationen gewusst oder sie gar aktiv unterstützt haben, dürfte es rechtlich sehr eng werden für Bosch.
Bereits im September kurz nach dem Bekanntwerden des Dieselskandals hatte Bosch jede Mitverantwortung von sich gewiesen. "Wir fertigen die
Komponenten nach Spezifikation von Volkswagen, die Verantwortung für Applikation und Integration der Komponenten liegt bei VW",
hieß es damals vom Unternehmen.

Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

 



Atom Uhr
Kalender >

Impressum-->---Datenschutz-->--Kontakt

Unsere Partner: -----dacianer-----dustercommunity-----sandero-forum-----