Autor Thema: Ghosthunter  (Gelesen 4351 mal)

Offline altamm

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Ghosthunter
« am: 14. Dezember 2015, 07:55:45 »
Zwei deutsche Universitäten arbeiten an einem neuen Frühwarnsystem für Geisterfahrer. Es soll Falschfahrer und andere Verkehrsteilnehmer
auf die Gefahr hinweisen.

Jedes Jahr sterben auf deutschen Autobahnen etwa 20 Menschen durch Geisterfahrer. Ein flächendeckender Einsatz dieser Schutzsysteme
scheiterte bislang an dem hohen Arbeits- und Kostenaufwand.  Aus diesem Grund arbeitet die Forschungseinrichtung gemeinsam mit der
Universität der Bundeswehr München an einem neuen Projekt namens "Ghosthunter". Das Ziel: ein Frühwarnsystem, das Geisterfahrer
mithilfe von Satellitendaten erkennt und sowohl den Fahrer als auch andere Verkehrsteilnehmer auf die Gefahr hinweist. Hierfür benötigen
die Wissenschaftler ein möglichst genaues Satellitensystem und möglichst genaues Kartenmaterial.

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Das Projekt läuft bereits seit August 2015. Nun wird untersucht, ob heute verfügbares Kartenmaterial (sowohl frei zugängliches als auch das
der großen Anbieter TomTom und Here) für Ghosthunter ausreicht. Die Kollegen in München prüfen unterdessen die Genauigkeit des globalen
Navigationssatellitensystem (GNSS).
Theoretisch könnte Ghosthunter im Jahr 2020 serienreif sein. Doch das hänge in erster Linie vom Interesse der Industrie ab. Die Uni selbst
beschäftigt sich nur mit der Machbarkeit, nicht mit der Realisierung.

Die Technik könnte später mit einem Navigationssystem oder mit dem Smartphone kombiniert werden. Möglich ist auch eine Verbindung mit
dem System eCall, das ab 2018 in jedem Neuwagen verfügbar sein muss. Über dieses System könnte auch die Warnung anderer
Verkehrsteilnehmer in der Nähe des Geisterfahrers funktionieren. Allerdings muss hierfür noch geklärt werden, ob ein Geisterfahrer als Notfall
gilt. Denn nur dann dürfen persönliche Daten wie der aktuelle Standort weitergegeben werden.
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Offline Willy

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Re: Ghosthunter
« Antwort #1 am: 14. Dezember 2015, 23:40:33 »
Wenn es  real um Verkehrssicherheit geht - warum finanziert dann das Bundeswirtschaftsministerium diese Untersuchung/Entwichlung ?
siehe http://www.auto.de/magazin/projekt-satelliten-jagen-geisterfahrer/  vom Oktober diesen Jahres.

Das Projekt selber  - Warnsystem gegen Geisterfahrer - stammt in der Fassung von DobRind vom August 2014
http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-08/verkehrsministerium-alexander-dobrindt-falschfahrer-geisterfahrer-warnsystem

Auch Herr Ramsauer hatte sich schon daran profilieren wollen - im  Dezember 2010
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/peter-ramsauer-schilder-gegen-geisterfahrer-a-732893.html

Alles mit großem Brimborium angekündigt und dann mehr oder weniger halbherzig weitergeführt, da die
z.B. aus Östereich bekannten und getesten Lösungen  (große Schilder)  zu "einfach" waren und der Industrie da bestimmt
schon was besseres vorschwebte.

Mit der vor kurzem beschlossenen (auf wessen Drängen wohl ?)  Einführung von e-call  und der Aufweichung des Gesetzes für Drittanbieter,
ist nun endlich der Weg für die "deutsche" Lösung offen. Mit viel Aufwand und Totalüberwachung, denn sonst  geht es nicht,
die riesige Gefahr der Geisterfahrer  zu  entschärfen.  Die Entwicklungskosten werden durch die Uni erbracht und mit Steuergeldern
(inhaltsrichtig) vom Wirtschaftministerium "unterstützt".

Die Anzahl der Geisterfahrer pro Jahr wird mit etwa 3000 (deutschlandweit) angegeben. (ADAC, Verkehrswacht)
Die meisten davon haben sich wahrscheinlich wirklich bloß geirrt.
Die Zahl von 22 Todesfällen resultiert aus zumeist beabsichtigten (!!) Geisterfahrten. Dagegen hilft dann auch diese Lösung kaum.
Außer - und das ist schon lange ein Traum von "Verkehrsexperten" und "Polizei" - man kann das Fahrzeug von außen steuern und beeinflußen.

... ich fahre lieber Oldtimer
Willy, der Sparsame

 



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