Autor Thema: Kühlflüssigkeit II  (Gelesen 149 mal)

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Kühlflüssigkeit II
« am: 01. März 2016, 06:27:27 »
Kühlflüssigkeit  II

Damit ein Verbrennungsmotor während des Betriebs nicht überhitzt, wird die Temperatur über den Kühler durch zirkulierende Kühlflüssigkeit reguliert. Zwar funktioniert diese Art der Kühlung bei modernen Modellen praktisch wartungsfrei, dennoch empfiehlt es sich, die Kühlflüssigkeit regelmäßig zu überprüfen. Denn durch kleine Undichtigkeiten oder andere äußere Einflüsse, kann es zu einem schleichenden Verlust des Kühlmittels kommen, was den Motor nachhaltig schädigen kann. Überhitzt der Motor, brennen die Zylinderkopfdichtungen durch, was zu einem Totalschaden des Motors führen kann. Regelmäßige Kontrolle ist also wichtig.

Die meisten modernen Fahrzeuge verfügen heutzutage über eine sogenannte Pumpen-Umlaufkühlung, die den Motor vor Überhitzung schützt. Im Kreislauf dieser Umlaufkühlung fließt Kühlflüssigkeit, die durch Leitungen durch den Motorblock gepumpt wird. Dadurch wird die Wärme, die durch den Betrieb des Motors entsteht, vom Zylinderkopf und Zylinderblock zum Kühler geleitet. Hier durchfließt die Flüssigkeit den Kühler, der aus zahlreichen Lamellen besteht. Diese Lamellen werden durch den Fahrtwind heruntergekühlt.

Den Kühlmittelstand können Sie ganz einfach auf dem jeweiligen Behälter im Motorraum, der meist aus weißem Kunststoff besteht, ablesen. In den Behälter ist eine Skala mit Messstrichen und einer "Min" und "Max" Markierung eingeprägt. Liegt der Flüssigkeitsstand zwischen Min und Max, ist alles in Ordnung. Ist jedoch die Min-Markierung unterschritten, muss Kühlmittel nachgefüllt werden. Sollte der Flüssigkeitsstand über der Max-Markierung liegen, könnte ein Defekt vorliegen. Daher sollte eine Werkstatt aufgesucht werden. Auch wenn der Pegel kurze Zeit nach dem Auffüllen wieder absinkt, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Defekt vor, der vom Fachmann untersucht werden sollte.

Zum nachfüllen der Kühlflüssigkeit darf nicht ein beliebiges Produkt verwendet werden. Nahezu jeder Fahrzeughersteller hat eigene Definitionen für geeignete Kühlmittel. Da eine falsche Kühlflüssigkeit die Kühl-Kanäle verstopfen könnte, sollten Sie zuerst in der Bedienungsanleitung nachsehen, welches Produkt für Ihr Fahrzeug empfohlen wird. Bevor es eingefüllt wird, muss der Motor unbedingt ausreichend herunterkühlen. Öffnen Sie den Deckel auf keinen Fall bei einem warm gelaufenen Motor, da sich sonst der vorhandene Druck entladen kann. Durch die aufgehitzte Flüssigkeit kann es zu schweren Verletzungen kommen.

Ist der Motor kalt, kann die Abdeckung entfernt werden. Achten Sie beim Nachfüllen darauf, dass die vorhandene Kühlflüssigkeit in etwa dieselbe Temperatur aufweist, wie die neue. Ist der Unterschied zu groß, kann es sonst aufgrund von Temperaturspannungen zu Rissen im Motor kommen. Starten Sie im Anschluss den Motor, um das Kühlmittel in den Kühlkreislauf zu pumpen. Daraufhin wird der Kühlmittelstand im Behälter leicht absinken. Sollte er im normalen Betrieb die Min-Markierung unterschreiten, sollte entsprechend weitere Kühlflüssiggeit eingefüllt werden.

Kühlflüssigkeit altert und verliert im Verlauf der Zeit ihre Fähigkeiten. Daher sollte sie von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Grundsätzlich sollte so ein Tausch der Kühlflüssigkeit alle zwei Jahre stattfinden. Dazu muss die vorhandene Flüssigkeit abgelassen werden. Platzieren dazu ein ausreichend großes Auffanggefäß unterhalb der Ablassöffnung, entfernen Sie die Ablassschraube und öffnen Sie zusätzlich eine Entlüftungsschraube. Ist das Kühlmittel vollständig abgeflossen, müssen die Schrauben wieder festgezogen werden. Nun kann neue Flüssigkeit im richtigen Mischungsverhältnis bis zur Max-Markierung eingefüllt werden. Die Menge ist je nach Fahrzeugtyp unterschiedlich, beträgt jedoch in der Regel um die fünf Liter.

siehe auch:   http://sandero-freunde.de/index.php/topic,257.0.html
Sandero 1.4 MPI - 2009 / http://www.armin-saar.de/

 



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