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Allgemein => Alle Marken => Thema gestartet von: heinz am 19. September 2015, 07:33:21

Titel: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 19. September 2015, 07:33:21
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/usa-umweltbehoerde-fordert-rueckruf-von-fast-500-000-vw-autos-a-1053747.html

bei den verbrauchstzahlen merkst du wenigestens wenn beschissen wird. in diesem fall geht das für den inhaber völlig unter. so'n deckel auf der nase
mag ich denen eigentlich gönnen, obwohl ich absolut nicht nachtragend bin. das hier ist wissentlicher beschiss.  Pd  (wenn der vorwurf so stimmt??)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 19. September 2015, 22:44:22
Ja das ist wirklich recht unverfroren.
Ein Jahr vorher (2014) soll das bei KIA und Hyundai in USA auch schon untersucht worden sein.

Die Welt schreibt zum aktuellen Fall:
http://www.welt.de/wirtschaft/article146580568/VW-muss-in-den-USA-fast-500-000-Autos-zurueckrufen.html (http://www.welt.de/wirtschaft/article146580568/VW-muss-in-den-USA-fast-500-000-Autos-zurueckrufen.html)
....
Volkswagen habe eine Software entwickelt, die Vorgaben des "Clean Air Act" zur Luftverschmutzung zwar bei Tests,
nicht aber beim normalen Betrieb der Autos erfülle, teilte die Bundesumweltschutzbehörde EPA am Freitag mit.

"Einfach gesagt, diese Autos hatten ein Programm, das die Abgaskontrollen beim normalen Fahren ausschaltet und
bei Abgastests anschaltet", sagte EPA-Vertreterin Cynthia Giles. Folge solcher Manipulationen sei, dass die Autos
für den Umweltschutz festgesetzte Abgas-Limits um das bis zu 40-Fache überstiegen. Im Fokus der EPA-Ermittlungen
stehen laut EPA Vier-Zylinder-Modelle der Jahre 2009 bis 2015.
Insgesamt geht es demnach um 482.000 Diesel-Fahrzeuge der Volkswagen-Modelle
Jetta, Beetle und Golf sowie des Audi-Modells A3.   ....

Eine illustre Zusammenstellung der Rückrufe der letzten Jahre findet man hier:
(ist  tatsächlich mal bei "Bild" was interessantes)
http://www.autobild.de/news/rueckrufe/?page=1 (http://www.autobild.de/news/rueckrufe/?page=1)

Von Renault taucht nur der Kangoo auf (Bremsleitungsprobleme); Dacia habe ich vergebens gesucht.

Ist das nun gut oder nur unterhalb des Mengenradars  ???

Das eigentlich Schlimme ist, daß jetzt wahrscheinlich die Dieselfahrer (völlig zu Unrecht) in eine
"schmutzige Ecke" gestellt werden.  Die Vorstellung  Diesel = Ruß = Gesundheitsgefahr   
ist zwar weit verbreitet  -  aber trotzdem so nicht wahr.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 21. September 2015, 06:34:51
VW muss in Amerika 500.000 Autos von der Straße holen

Schwere Beule für den Autohersteller Volkswagen in Amerika: Die Umweltbehörde EPA hat den Wolfsburger Konzern gestern dazu verdonnert,
in den USA 500 000 Autos von der Straße zurück in die Werkstätten zu rufen.
Der Vorwurf wiegt schwer und könnte einen großen Imageschaden auslösen: Betrug. VW soll mit Absicht in den Motoren von Dieselfahrzeugen
von VW und Audi der Baujahre 2009 bis heute eine Software eingebaut haben, die Umweltstandards umgeht und Manipulationen möglich macht.

Laut EPA wird Volkswagen die betroffenen Autos auf eigene Kosten nachrüsten müssen. Außerdem könnte - pro Wagen - ein Bußgeld von rund
35 000 Dollar verhängt werden; insgesamt ein zweistelliger Milliardenbetrag.
Die beanstandete Technik („defeat device“) führt laut EPA dazu, dass die Abgaskontroll-Mechanismen nur während offizieller Tests vollständig
greifen. Im Normalbetrieb sei der Ausstoß von Schadstoffen dagegen um einiges höher als vom Hersteller angegeben. „Eine Technik einzusetzen,
die Schadstoffregeln umgeht, ist illegal und eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit", erklärte Cynthia Giles, eine hohe EPA-Funktionärin,
"wir haben besseres von VW erwartet."

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Die Entscheidung der US-Umweltbehörde bewegt sich auf einer Linie mit ähnlichen Strafmaßnahmen gegen andere Autohersteller. Erst im
vergangenen November wurden der südkoreanische Autohersteller Hyundai und seine Schwesterfirma Kia Motors zu insgesamt rund 300 Millionen
Dollar Strafe verurteilt. Bei Tests war herausgefunden, dass einzelne Modelle beider Autobauer deutlich mehr Sprit verbrauchen als vom Hersteller
offiziell versprochen wurde. Damals ging es um 1,2 Millionen Fahrzeuge.

Im Fall VW sind auch Zivilklagen nicht ausgeschlossen, zumal der Bundesstaat Kalifornien, wo besonders strikte Umweltgesetzte herrschen,
ein eigenes Verfahren angestrengt hat. Aus der US-Zentrale von VW in Washingtons Vorort Herndon, hieß es am Freitag auf Anfrage, dass man
mit den Behörden uneingeschränkt kooperiere. „Das sind schwere Vorwürfe, die wir sehr ernst nehmen“, sagt Unternehmenssprecherin
Jeannine Ginivan. Weitere Details nannte sie nicht. Für VW kommt der Fall zur Unzeit. Der Konzern kämpft auf dem zweitgrößten Automarkt
der Welt (hinter China) seit langem mit mäßigen Umsatzzahlen.

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Sandofan am 21. September 2015, 14:37:44
Das regt doch aber keinen wirklich auf, oder? -::
Seit den späten 80er Jahren und Beginn der Globalisierung wird doch weltweit auf Teufel komm raus beschissen und betrogen. >:(
Hauptsache der jährliche Umsatzzuwachs bleibt gewahrt.

Anstand, Moral und Ethik stammen aus einem fernen Jahrhundert und sind etwas für Romantiker.

Eine beschissene Zeit in der wir leben!!! Pd
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 21. September 2015, 16:22:37
meine zeit ist nicht beschissen. es geht mir blendend. ich bin romantiker  Ou

fauvee muss gar keine billigauto bauen. das werden die von selbst  <;-

übrigens, verkauft dacia auch in usa? besser nicht.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 21. September 2015, 17:58:34
zusatzfrage:

hat jemand von uns eine ahnung, wie eine moterensoftware 'bemerkt' dass ein test ausgeführt wird? das sind in usa keine speziell prepariertes auto's sondern solche die das epa aus der serie fischt.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 21. September 2015, 19:43:34
2 Anmerkungen.
1.  Eine Möglichkeit wäre den Anschluß eines Diagnosegerätes zu überwachen und bei Fehlerauslesen die
     "clean"-Funktionen einzuschalten. Kann dann nach ca. 50 Km wieder deaktiviert werden.
2.  So eine Software macht ja nicht irgendein Techniker oder Enztwickler mal so nebenbei.
      Und macht sie nicht mal einfach so bei einer regionalen Modellreihe aktiv.
      Da müssen schon strategische Entscheidungen dahinterstehen, die auch keiner auf unterer Ebene treffen kann.

      Aber ich bin mir sicher , nach ca. 3 - 6 Monaten wird ein Entwicklungsingenieur und vielleicht noch ein Regionaldirektor gefeuert.
      Die oberen Feldherren haben bestimmt nichts davon gewußt - denen sagt ja auch keiner was.......

In fast allen Märkten und bei den meisten Marken werden die Kunden zu  Langzeittestern gemacht.
Meist halten die grandiosen Neuentwicklungen gerade bis über die Garantie.
FauWee hatte da mit der Steuerkette in einigen Modellen auch schon so seine Sorgen.
 
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 21. September 2015, 20:04:04
dazu noch ein paar nachrichten:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-usa-109.html

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-reaktionen-101.html

http://boerse.ard.de/aktien/horrortag-fuer-die-vw-aktie100.html

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-usa-103.html

und zum schluss ein weiteres BER-schmankerl:

https://www.rbb-online.de/politik/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/baustopp-am-ber-terminal-verhaengt.html
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 22. September 2015, 01:05:07
Ja zum BER - sage ich schon seit 2 Jahren:
"Abreißen und von vorne anfangen . Geht schneller und ist billiger !"

Aber bei Haushaltsplanungen, die nur bis knapp zum nächsten Jahr reichen geht das natürlich nicht ---- schade.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Sandofan am 22. September 2015, 09:45:11
meine zeit ist nicht beschissen. es geht mir blendend. ich bin romantiker  Ou

 

....Und bist außerdem Schweizer. Or
 
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 22. September 2015, 10:52:10
wie tatsächlich manipuliert wurde, ist noch nicht bekannt. aber im folgenden beitrag werden möglichkeiten aufgezeigt:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-tests-101.html
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 22. September 2015, 22:02:08
Nur um es mal klar herauszustellen:
 Der Betrug durch FauWeeH ist ein Vergehen durch FauWeeH und kein Problem des Dieselantriebs !!!
 Der sich so oft selbst beweihräuchernde Autohersteller hat hier für den eigenen Profit und die Markterschließung
 alle, wirklich alle, Grenzen überschritten  und damit nicht nur sich und der Umwelt Schaden  zu gefügt.

Wie hier dargelegt wird (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/der-vw-skandal-futter-fuer-die-dieselkritiker-13816181.html (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/der-vw-skandal-futter-fuer-die-dieselkritiker-13816181.html))
ist der Dieselantrieb insgesamt und bei  ordentlicher Anwendung:
Zitat
In Punkto Reichweite und Ressourcenschonung ist der Diesel aktuell der beste Antrieb für ein Fahrzeug, lautet das Credo bei Bosch. Auch der Automobilverband VDA stößt in dieses Horn: „Der moderne Diesel ist für die weitere CO2-Reduzierung ein ganz wichtiger Baustein. Ohne den Diesel sind die anspruchsvollen CO2-Ziele in Europa nicht zu erreichen.“
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 23. September 2015, 06:09:11
Montag

15.11 Uhr: „Wir erwarten von den Automobilherstellern belastbare Informationen, damit das Kraftfahrtbundesamt als zuständige
Genehmigungsbehörde prüfen kann, ob vergleichbare Manipulationen am Abgassystem auch in Deutschland und Europa stattgefunden haben”,
sagte am Montag ein Sprecher des Bundesumweltministeriums in Berlin.

16.19 Uhr: Offenbar wusste VW schon 2014 über die Untersuchungen Bescheid. Das geht aus einem Schreiben der kalifornischen Umweltschutzbehörde
hervor: Im Rahmen eines Standardtests war herausgekommen, dass 2.0-Liter-Diesel-Fahrzeuge mehr Stickoxide ausgestoßen haben als
erlaubt. Der Autokonzern versprach daraufhin, in einer Rückrufaktion, die etwa 500.000 Fahrzeuge der Baujahre 2009 bis 2014 betraf,
die Software der Fahrzeuge so zu ändern, dass die vorgeschriebenen Abgaswerte eingehalten würden. Volkswagen wurde gleichzeitig gewarnt,
dass eine größere Rückruf-Aktion notwendig würde, wenn sich an den Abgasemissionen  nichts verändern sollte.

Im Mai 2015 stellte sich bei Tests auf der Strecke und innerhalb eines eigens dafür entwickelten Verfahrens heraus, dass das getestete
VW-Modell den Stickoxid-Standards noch immer nicht entsprach. Volkswagen musste schließlich vor gut zwei Wochen gegenüber der
Umweltbehörde Manipulationen zugeben: Die Fahrzeuge wurden mit einem Hilfsmittel ausgestattet, das gewöhnliche Prüfungen erkennt
und die Abgasemissionen entsprechend deckelt - sonst aber im Normalbetrieb läuft und dabei die vorgeschriebenen Werte nicht einhält.

21.04 Uhr: Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen hat jetzt das US-Justizministerium auf den Plan gerufen. Nach Angaben
der US-Wirtschaftsagentur Bloomberg leitete das US-Justizministerium eine strafrechtliche Ermittlung gegen Volkswagen ein. Das berichtet
"Bloomberg" unter Berufung auf zwei mit dem Vorfall vertraute Personen aus dem US-Justizministerium.
Demnach werde ermittelt, ob dem Konzern kriminelle Machenschaften vorzuwerfen seien. VW war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.


( pdf-Dokument :   http://www.arb.ca.gov/newsrel/in_use_compliance_letter.htm (http://www.arb.ca.gov/newsrel/in_use_compliance_letter.htm) )

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 23. September 2015, 08:10:14
....Und bist außerdem Schweizer. Or
 

mach dir ein angebot. liefere mir ein dvd wo alle interne e-mail vom grossen vorsitzenden drauf sind. (für unsere kantonsregierung). machen wir zusammen ein neues skandal, du wanderst ins gefängniss und ich kriege belohnung  OO
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Sandofan am 23. September 2015, 19:05:14

mach dir ein angebot. liefere mir ein dvd wo alle interne e-mail vom grossen vorsitzenden drauf sind. (für unsere kantonsregierung). machen wir zusammen ein neues skandal, du wanderst ins gefängniss und ich kriege belohnung  OO

 

Genau das meinte ich mit "Schweizer", sich auf anderer Kosten eine goldene Nase verdienen. Oh
 Or
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 23. September 2015, 19:52:48
wie war noch der name?? borjans??
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 24. September 2015, 07:10:12
Stellungnahme von CEO Martin Winterkorn:

http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/info_center/de/news/2015/09/VW_ad_hoc_Erklaerung.html (http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/info_center/de/news/2015/09/VW_ad_hoc_Erklaerung.html)


(   Ad-hoc
23.09.2015
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach §15 WpHG:
Erklärung Prof. Dr. Winterkorn

„Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. Vor allem bin ich fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite
im Volkswagen Konzern möglich waren.

Als Vorstandsvorsitzender übernehme ich die Verantwortung für die bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren und habe
daher den Aufsichtsrat gebeten, mit mir eine Vereinbarung zur Beendigung meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen
Konzerns zu treffen. Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltes bewusst bin.

Volkswagen braucht einen Neuanfang – auch personell. Mit meinem Rücktritt mache ich den Weg dafür frei.

Mein Antrieb war es immer, dem Unternehmen, vor allem unseren Kunden und Mitarbeitern zu dienen. Volkswagen war, ist und bleibt mein Leben.

Der eingeschlagene Weg der Aufklärung und Transparenz muss weitergehen. Nur so kann wieder Vertrauen entstehen. Ich bin überzeugt,
dass der Volkswagen Konzern und seine Mannschaft diese schwere Krise bewältigen werden.“   )
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 24. September 2015, 18:31:26
Kurze Übersetzung der Stellungnahme:
- Ich bin bestürzt ....
  heißt:  das ist ja unverschämt, daß die Anfragen und Warnungen von vor einem Jahr jetzt wirklich durchgezogen werden.
             Das ganze "Ad-Blue" Gemauschele war so schön angelegt.
- Als Vostandsvorsitzender ....
  heißt: Bevor mich jemand feuern kann, nehme ich die Abfindung und die Boni noch mit. ich bin schließlich versichert.
            Ich und der Konzern haben viele "gute Bekannte" , die mir helfen zu verschleirn , daß das alles bewußt und gewollt war.
- Volkswagen braucht ...
  heißt:  Eigentlich wollte ich mich noch ein bißchen im Öko-Image sonnen, aber jetzt  genieße ich noch die nächsten Jahre.
- Mein Antrieb ...
  heißt:  für den Profit des Unternehmens war mir keine Schweinerei zu schmierig.
- Der eingeschlagene ...
  heißt:  Wir haben nicht umsonst die amerikanischen Anwälte der BP-Katastrophe engagiert.
              Wir werden nur zugeben was nicht mehr abzustreiten ist, und auch da wird uns noch was einfallen.
              Unnnd - die VW-Klientel ist uns ja trotzdem sicher.

VW - Das Auto  (kratische Beschißsystem)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 25. September 2015, 06:34:51
Der Diesel-Skandal hat Martin Winterkorn seinen Posten als VW-Chef gekostet, sein Konto darf sich aber laut Bloomberg auf eine Abfindung
in zweistelliger Millionen-Höhe freuen.

Den Rücktritt von VW-Chef Winterkorn am Mittwoch hätte vor einer Woche kaum jemand geahnt, doch der Diesel-Skandal in den USA hat den
Manager innerhalb weniger Tage gestürzt. Immerhin darf sich "Wiko" nun auf eine saftige Abfindung freuen, denn laut Bloomberg steht dem
ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen-Konzerns im Fall einer vorzeitigen Vertragsauflösung eine Abfindung in Höhe von zwei
Jahresgehältern zu – das bedeutet bei seinem stattlichen Gehalt eine Zahlung in Höhe von mindestens 28 Millionen Euro. Hinzu kommen
Ansprüche auf eine Pensionszahlung durch den VW-Konzern, insofern wird Winterkorn der aus persönlicher Sicht schmerzhafte Rücktritt zumindest
finanziell versüßt.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Feststellung des Aufsichtsrats, dass Martin Winterkorn nichts von den Software-Manipulationen zur
Einhaltung von Abgastests wusste. Damit wurde darauf verzichtet, dem bisherigen VW-Chef die unmittelbare Verantwortung für den
Diesel-Skandal zu geben. Die vorzeitige Auflösung seines Vertrags ist damit formal nicht auf ein Fehlverhalten Winterkorns zurückzuführen,
was zur Rettung seiner Abfindungs- und Pensionsansprüche führt.


http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-09-23/volkswagen-ceo-likely-to-get-32-million-pension-after-leaving (http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-09-23/volkswagen-ceo-likely-to-get-32-million-pension-after-leaving)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 25. September 2015, 19:27:34
Ich möchte bloß wegen der Eindeutigkeit nochmal darauf hinweisen, daß es KEIN Dieselskandal,
sondern ein bewußter Betrug bei der Benutzung bzw. Abschaltung des Abgasreinigungsystems  ist !!!

Es ging und geht bei den amerikanischen Vorwürfen ausschließlich um die Stickoxidgrenzwerte (NO2).

Das ganze sonstige Geschrei betrifft zumeist  Kohlendioxid , Feinstaub und teilweise auch NO2.
Allerdings sind die Grenzwerte in der EU andere und speziell bei Stickoxid  auch höher.

Die "Umweltplaketten" werden nach einem  festgelegten Testzyklus  zugeordnet.
Das dieser eigentlich gar keinen realen Bezug hat , dürfte auch dem Unbedarftesten schon lange bekannt sein.

Mit dem ganzen Aktionismus soll nur wieder vernebelt werden, daß dieselben Leute genau diese
Regelungen vor nicht alzulanger Zeit beschlossen haben.
Außerdem muß ja auch davon abgelenkt werden , daß unser aller Kanzlerin bessere Regelungen in Europa noch vor
 Kurzem , auf Wunsch der Autohersteller, verhindert hat.

Ein halbwegs funktionierendes Gedächtnis - kann schon manchmal eine Last sein .....
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 25. September 2015, 20:18:11
unser kanzler denkt da anders:

Schweiz verbietet Verkauf von manipulierten VWs

http://www.tagesanzeiger.ch/news/standard/tag-der-entscheidung-bei-vw/story/12121659
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 28. September 2015, 06:29:53
Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg hat dem Konzern ein Ultimatum bis zum 7. Oktober gesetzt, um einen Krisenplan einzureichen.
Bereits 2011 hatte sich ein Techniker an seinen Vorgesetzten in Wolfsburg gewandt, um auf die illegale Abgas-Software aufmerksam zu machen.
Auch Zulieferer Bosch soll bei VW darauf hingewiesen haben, dass ein Einsatz in der Technik in normalen, verkauften Fahrzeugen gesetzeswidrig sei.

Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg hat dem Konzern ein Ultimatum bis zum 7. Oktober gesetzt. VW muss bis dahin erklären, ob der Konzern
in der Lage sei, die Probleme an den Fahrzeugen zu beheben, und bis wann die Dieselmotoren umgerüstet werden könnten. "Dazu erwarten wir
die Vorlage eines verbindlichen Maßnahmen- und Zeitplans", schreibt das Bundesamt. Im schlimmsten Fall würde die Behörde die Zulassung entziehen:
Dann dürften die Fahrzeuge nicht mehr verkauft und bewegt werden.

Unterdessen kommen immer mehr Details der Affäre ans Tageslicht. Bereits 2011 hatte sich ein Techniker an seinen Vorgesetzten in Wolfsburg
gewandt, um auf die illegale Software aufmerksam zu machen. Dies geht aus einem Prüfbericht der internen Revision hervor, der am Freitag den
Aufsichtsräten vorgetragen wurde. Allerdings passierte daraufhin: nichts.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 28. September 2015, 11:16:45
bei aller häme, von der ich mich auch nicht ganz frei machen konnte, die jetzt auf auweh einprasselt, bleibt zu hoffen, dass auweh schnellstmöglich eine für alle befriedigende lösung findet. denn im grunde baut auweh gute vehikel.
beschämend ist allerdings, dass ein renommiertes unternehmen solche methoden anwendet, um ein produkt auf dem markt zu platzieren. allein um die gewinnsucht einiger weniger zu befriedigen.
weiterhin beschämend wird wieder mal sein, dass die wirklich verantwortlichen sich aus ihrer verantwortung herausstehlen können. denn klar dürfte sein, dass das nicht auf einer abteilungsebene entschieden wurde, sondern sicherlich von ganz oben abgesegnet worden ist. die folgen nicht nur für auweh, sondern für eine ganze branche/wirtschaft werden immens sein.
interessant dürfte auch sein, wie andere autobauer ebenfalls in ähnlicher form tricksen/schummeln/betrügen. ich meine jetzt nicht die legalen tricks. da könnte noch einiges ans tageslicht kommen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Sandofranz am 28. September 2015, 15:12:39
Zitat "altamm":

VW muss bis dahin erklären, ob der Konzern in der Lage sei, die Probleme an den Fahrzeugen zu beheben, und bis wann die Dieselmotoren umgerüstet werden könnten

Da bin ich jetzt gespannt wie so eine gesetzeskonforme Lösung ausschauen könnte...
Wenn ich das Wort "umgerüstet" lese beginnen bei mir alle Warnlampen zu blinken!
Könnte es nicht sein dass die Umrüstung darin besteht eine Drosselung der Motorleistung vorzunehmen? Steuergeräte könnten ja vermutlich mit geringem Aufwand den gesetzlichen Forderungen entsprechend "angepasst" werden. Schon passt alles wieder...nur hat man danach das Gefühl um geschätzte 30% weniger Leistung zu haben.
Chiptuning in die andere Richtung könnte man dazu sagen... Pe

Hoffentlich haben andere Hersteller nicht auch am gleichen Kuchen genascht, bis jetzt sollen das ja die Guten sein... Oj
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Johann am 28. September 2015, 17:41:33
Und nun ist Audi auch dran. Bei den Diesel Audis wurde genauso geschummelt. Es bleibt ja in der Familie.  >:D
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 28. September 2015, 19:49:54
Ich bin ja nun wirklich mal gespannt  wann durch fauweeh  endlich auch der entscheidendse Teil bekanntgemacjt wird.
Nämlich, daß nur  die Motorbaureihe EA189   in 1,6- und 2-Liter-Varianten (in Auweeh, Audi, Skoda)  mit dem AdBlue 
Abgasreinigungssystem ausgestattet ist, das mit Harnstoff die Stickoxide "neutralisiert".
Die Technik ist ja gut und funktioniert auch in LKWs.  Die Pumpe für den Harnstoff (von Bosch) ist aber durchaus anfällig im Dauerbetrieb
und würde dann hohe Reparaturkosen und bei Ausfall ein Leistungsreduzierung von ca. 30% bedeuten, da der Motor dann nur m Notprogramm läuft.

Das und die etwa jährlich Nachfüllung es Harnstofftanks wollte der Hersteller dem Kunden ersparen, aber den Umweltaufschlag
auf den Verkaufspreis trotzdem als guten Gewinn verbuchen.
Deshalb wurde die Funktion der Pumpe dahingehend angepaßt, daß zu den notwendigen Zeiten der Übrprüfung auch alles in bester Ordnung war.

Und das ist das eigentlich kriminelle: Es wird dem Kunden eine Leistung angepriesen und verkauft, die er nicht erhält.

Alles andere, wie Vergleich Testfahrzyklus mit Normalbetrieb ist blanke Augenwischerei und Ablenkung.
Das war allen schon länger bekannt und Änderungen wurden durch Auto-Lobbyisten und Regierung auch überall und immer wieder blockiert.

Aber beim verlogenen Politikerpack - geht's  eh' meist nach dem Motto:  Was kümmert mich mein Geschwafel von gestern. -
Jetzt  Aktivität heucheln und morgen wiedergewählt werden.

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 29. September 2015, 21:47:59
Ich denke , ich muß hier was korrigieren.
Es sieht inzwischen eher danach aus, daß bei dieser Motorreihe (EA189) für die Abgasnorm EU-5
schon von Anfang an der Softwarepinsel angesetzt wurde. Es sind wahrscheinlich nicht alle mit AdBlue ausgestattet.
Dadurch konnte man hohe Leistung im Verkaufsprospekt mit cleanen  Abgaswerten im Abgastest (und NUR im Abgastest) kombinieren.

Da bin ich jetzt mal gespannt, welche Leistungseinbußen das Softwareupdate generiert. Oder ob nun doch
größere und effektivere Filter ersetzt werden, die die drohende Zwangsrücknahmepflicht verhindern helfen sollen.
Da wird sich das KBA die Typgenehmigungen nochmal (vielleicht durch die Brille wohlwollender Politiker) ansehen müssen.

Wer es nicht gesehen hat - hier der Link
http://www.heute-show.de/ZDF/artikel/133524/jetzt-neu-bei-vw-mehr-abgase-niedrigerer-borsenwert.php (http://www.heute-show.de/ZDF/artikel/133524/jetzt-neu-bei-vw-mehr-abgase-niedrigerer-borsenwert.php)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 30. September 2015, 06:05:44
• Volkswagen stellt Rückruf-Pläne vor: Allein fünf Millionen Autos der Kernmarke VW müssen in die Werkstatt
• Weltweit 2,1 Mio. Audi betroffen, in Deutschland ca. 577.000 Audi
• Audi A1, A3, A4, A6, TT, Q3, Q5 mit 1.6 und 2.0 TDI (Euro 5)
• 5 Mio. Fahrzeuge von der Kernmarke VW manipuliert – u.a. Golf, Passat, Tiguan
• 1,2 Millionen Skoda und 700.000 Seat betroffen

• Medien: VW-Verantwortliche wussten schon seit Jahren Bescheid
• Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen Winterkorn
• Offiziell: Porsche-Chef Müller wird neuer VW-Chef
• Verkehrsministerium: Bundesweit 2,8 Mio. VW betroffen
• Manipulation bei 1.6 und 2.0 TDI, möglicherweise auch 1.2 TDI

• Lt. Medienberichten auch 1,8 Mio. VW Nutzfahrzeuge
• Schweiz und Belgien stoppen Neuzulassung manipulierter VW
• EU und USA kündigen strengere Abgastests an
• Weltweit geht's um elf Millionen Autos, auch Audi, Skoda und Seat
• 482.000 Autos in den USA, Sammelklagen laufen

• VW-Chef Winterkorn habe von den Manipulationen nichts gewusst
• VW wappnet sich mit Milliarden-Rückstellung
• Bundesregierung will neue CO2-Abgastests ab 2017

"Die betroffenen Kunden werden in einem ersten Schritt informiert, dass das Abgasverhalten ihres Fahrzeugs in Kürze nachgebessert werden kann",
so Volkswagen. Alle Fahrzeuge seien "technisch sicher und fahrbereit". Die Kunden würden in den nächsten Wochen und Monaten informiert.
"Alle betroffenen Konzernmarken werden nationale Internetseiten schalten, wo sich Kunden über den aktuellen Stand der Dinge fortlaufend
in Kenntnis setzen können", heißt es in einer aktuellen Mitteilung.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 30. September 2015, 11:41:22
der adac hat eine liste von getesteten fahrzeugen (euro6) veröffntlicht, die die stickoxyde im test überschreiten. dazu gehören auch dci-motoren von renault:

 https://www.adac.de/_mmm/pdf/Weltzyklus%20Stickoxide_246909.pdf

 https://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/abgasskandal_ecotestergebnisse.aspx
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Sandofranz am 30. September 2015, 16:41:15
Danke...die Tabelle ist ja wirklich sehr aufschlussreich!
Es ist schon ziemlich bedenklich dass die "technologisch" so toll beworbenen neuen Euro6 Motoren von Renault so schlecht abschneiden: dCi 130 und dCi 160 !
OK - den 160-er lassen wir einmal - ist eine andere PS Liga.
Beim 1600-er dCi 130 schaut es schon anders aus, der Euro6 Motor soll ja vermutlich einmal den bisherigen 1500-er (90-110 PS) ersetzen.
Mich hat beim normalen Scenic schon gewundert dass der Verbrauch des neuen Saubermotors dCi 130 bei diesem Auto höher angegeben ist als jener des alten Motors mit 110 PS...insgeheim habe ich da den Fortschritt vermisst.
Wenn ich jetzt lese dass diese ach so modernen und sauberen Euro6 Motoren bei den Stickoxydemissionen auf der Negativtabelle im Spitzenfeld zu finden sind kann ich nur den Kopf schütteln...wo ist da die technische Weiterentwicklung geblieben... Pe

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 01. Oktober 2015, 00:46:15
Es ist viel Gewese und Geschrei um den Abgasskandal.
Hier mal 2 Links . die den aktuellen Stand und auch die Technischen Hintergründe mal einigermaßen objektiv
und ohne hektische Schuldzuweisungen darstellen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Im-Nebel-des-Abgasskandals-Bestandsaufnahme-und-technischer-Hintergrund-zur-VW-Affaere-2832528.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Im-Nebel-des-Abgasskandals-Bestandsaufnahme-und-technischer-Hintergrund-zur-VW-Affaere-2832528.html)

http://www.heise.de/autos/artikel/Der-vorlaeufige-Stand-der-Dinge-in-Sachen-Diesel-Stickoxide-und-Volkswagen-2832601.html (http://www.heise.de/autos/artikel/Der-vorlaeufige-Stand-der-Dinge-in-Sachen-Diesel-Stickoxide-und-Volkswagen-2832601.html)

Dabei wird auch klar, sich die Physik und die Naturgesetze NICHT aus austricksen lassen.
Hohe PS Zahlen  am Leistungsende vertragen sich nicht mit extrem niedrigen Verbräuchen bei aktiven Assistenz- und Komfortfunktionen.

Außerdem muß eben unterschieden werden zwischen den Maßgaben der jeweiligen Normen und dessen Testzyklus und dem Normalbetrieb.
NOx (Stickxoide) sind zwar gesundheitsschädlich, aber es sind nicht nur KFZ die Verursacher. Diese nur zu ca. 20%.
Außerdem ist dieser Wert  in den letzten 40 Jahren mehr als halbiert worden.
CO2 (Kohlendioxid) ist hingegen klimarelevant und wird deshalb in den Abgasbewertungen mehr beachtet.

Wie schon gesagt - erstmal die Grundlagen  betrachten und dann weiter entscheiden.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 02. Oktober 2015, 06:56:33
VW rechnet mit langer Aufarbeitung des Abgas-Skandals

Volkswagen rechnet mit einer langen Aufarbeitung des Abgas-Skandals. Die Untersuchungen würden «mindestens mehrere Monate» in Anspruch
nehmen, teilte das Aufsichtsrats-Präsidium von VW mit. Daher solle auch die bisher für den 9. November geplante außerordentliche
Hauptversammlung nicht abgehalten werden. VW bestätigte zudem, dass der bisherige Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch neuer Chef
des Aufsichtsrats werden soll.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: diesonja am 02. Oktober 2015, 18:47:44
Mal eine etwas andere Ansicht:

VW hat offenbar auf ganz besondere Art das gemacht, was auch andere Hersteller machen: Alle technischen Möglichkeiten ausgereizt,
um die strengen Abgaslimits wenigstens auf dem Papier einzuhalten. Man ist aber offenbar einen Schritt zu weit gegangen. Jetzt steht
man da wie ein Dopingsünder, jetzt fallen die Aktienkurse und reißen auch noch Mitbewerber miteinander in die Tiefe.

Da geht es nur am Rande um die Umwelt. Dahinter steckt ein Wirtschaftskrimi, den Hollywood noch gar nicht verfilmt hat, obwohl er schon
seit vielen Jahrzehnten andauert. Sieht man sich ähnliche Vorgänge in der Vergangenheit an, läuft man Gefahr, als Verschwörungstheoretiker
abgetan zu werden.
Erfolg in den USA war für Autohersteller aus dem Rest der Welt immer schon gefährlich. Es genügte bloß den Anschein von aufkeimender
Beliebtheit zu erwecken, schon passierten seltsame Dinge. Bereits Mitte der 1980er Jahren wurde Audi vorgeworfen, seine Autos würden
aus unerfindlichen Gründen beschleunigen anstatt zu bremsen, auch Toyota gerät immer wieder auf fragwürdige Art ins Schussfeld,
etwa mit angeblich klemmenden Bremspedalen. Jüngst erst: Qualitätsmängel und Versagen bei einem umstrittenen Crashtest
bei Mercedes und Lexus.

Auch die Koreaner kriegen mit zunehmendem Erfolg ihr Fett ab. Die Anschuldigung an Hyundai, Verbrauchstests zu manipulieren wurde in
ähnlicher Art veröffentlicht, wie die Vorwürfe gegen Volkswagen. Über Qualitätsmängel bei Chyrsler-Jeep und Fiat hört man hingegen
ungewöhnlich selten etwas. In so einer Atmosphäre die Amerikaner vom Vorteil der Dieseltechnologie überzeugen zu wollen,
das geht gar nicht.   ( Persönliche Anmerkung: Suche den Fehler. )   Ou    Ox
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 02. Oktober 2015, 22:40:05
Es kann (und soll auch) jeder eine eigene Meinung zu solchen Problemen haben.

Nur - zu den bisher bekannten Tatsachen und auch VW eigenen Äußerungen und Verlautbarungen - sollte es schon passen.

Und dort ist die Tatsache nicht abzustreiten, daß fauweeh  BEWUßt  eine Technik , die eingebaut und verfügbar ist,  im Normalbetrieb NICHT benutzt hat,
um die Leistungsparameter zu schaffen.
Sie aber BEWUßt und GEWOLLT bei Testsituationen aktiviert hat, um die Umweltgrenzwerte einzuhalten.

Das ist die eigentliche Verfehlung und überall auf dieser Welt (außer vielleicht in SaudiArabien) kriminell.

Diese Hintergründe sind aber schon bei    www.heise.de/autos   gut aufbereitet.
Es geht hier NICHT darum , ob die Testrahmenbedingungen und -vorgaben, die für alle gleich sind, ausgeschöpft wurden.
Sondern um die bewußte Täuschung - sowohl der Prüfer wie auch der  Verbraucher (Käufer) - und das ist Betrug.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 03. Oktober 2015, 16:00:37
so sehe ich das auch. das richtige wort.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Sandofranz am 04. Oktober 2015, 09:25:55
Abgesehen von den wirtschaftlichen Aspekten für den Konzern wird die Abwicklung für die Kunden ein ganz wesentlicher Punkt sein.
In einer TV-Nachrichtensendung wurde schon thematisiert mit welchen Folgen da zu rechnen sein könnte:

Das erforderliche Softwareupdate könnte sowohl den Verbrauch steigern...als auch die Motorleistung vermindern.

Keine Ahnung ob dieser "Experte" von den Mitbewerbern bezahlt wurde oder nicht, seine Meinung deckt sich auch mit meinen düsteren Vermutungen...
Egal wie die Sache letztlich ausgehen wird, der Dumme ist (abgesehen von den Aktionären) wieder einmal der Kunde!
Er hat bewusst einen "Supersauberdiesel" mit geringem Verbrauch und hoher Leistung für viel Geld erworben.
Das Geld ist investiert - das Auto wird nun nachträglich "angepasst" - die tollen Spitzenwerte die man lt. Prospekt erworben und letztlich auch bezahlt hat gibt es nicht mehr - und man erleidet vermutlich auch einen Wertverlust beim Wiederverkauf.
Ein tolles Belastungspaket hat da der Konzern für seine Kunden geschnürt...

Klar...der Vergleich ist nicht passend...aber so etwas hat DACIA uns Kunden nicht aufgebürdet!
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 06. Oktober 2015, 07:21:00
Volkswagen geht in die Offensive:

Am Montagabend informierte ein Konzern-Sprecher, dass von den insgesamt elf Millionen manipulierten Fahrzeugen allein acht Millionen
innerhalb der EU verkehren. Darunter seien auch Fahrzeuge mit vergleichsweise kleinen Motoren mit 1,2 Litern Hubraum.
Neben ganzseitigen Anzeigen, in denen sich das Unternehmen bei seinen Kunden entschuldigt, hat der Konzern auch die Bundestagsabgeordneten
angeschrieben, die Standorte von Volkswagen in ihren Wahlkreisen haben. Das Formschreiben ist auf den 2. Oktober datiert.

Aus dem Brief geht hervor, dass EU-weit acht Millionen Fahrzeuge mit der Manipulationssoftware ausgestattet sind. Dies räumen
Thomas Steg, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG, sowie Michael Jansen, Leiter der Konzernrepräsentanz in Berlin, als Unterzeichner
des Briefs ein. „Betroffen sind in der Europäischen Union 8,0 Millionen Diesel-Motoren mit dem Typ EA 189 EU5 mit Hubraumgrößen
1,2 l, 1,6 l und 2,0 l“, heißt es in dem Brief. Die Motorenkonzepte würden „gegenwärtig darauf hin überprüft, ob sie den rechtlichen Vorgaben
entsprechen“. Zugleich kündigt Volkswagen in dem Brief eine Rückrufaktion an. Alle Fahrzeuge würden in die Werkstätten kommen.
„Natürlich werden wir die dadurch entstehenden Kosten übernehmen“, heißt es.

Der Skandal erfasst inzwischen auch die Politik. Am Dienstagnachmittag wird sich das EU-Parlament mit dem Betrug beschäftigen. In Straßburg
wollen Abgeordnete über Emissionsmessungen in der Autobranche und mögliche Nachbesserungen der Tests diskutieren. Das Thema wurde nach
Bekanntwerden der Affäre kurzfristig auf die Tagesordnung der Plenarsitzung gesetzt. Die EU plant derzeit eine neue Gesetzgebung für
realistischere Tests. Dabei soll der Testwagen auf der Straße gefahren und abwechselnd beschleunigt und abgebremst werden.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 07. Oktober 2015, 07:22:39
Volkswagen will die vom Abgas-Skandal betroffenen Diesel-Fahrzeuge ab Beginn kommenden Jahres in die Werkstätten zurückrufen.
„Wenn alles läuft wie geplant, können wir im Januar den Rückruf starten“, sagte der neue Konzernchef Matthias Müller der „Frankfurter
Allgemeinen Zeitung“. „Bis Ende 2016 sollten dann alle Autos in Ordnung sein.“

Zwei mit dem Zeitplan vertraute Personen sagten, Volkswagen wolle die notwendigen Software-Updates bis zur Jahresmitte auf die
betroffenen Fahrzeuge der Kunden in Europa aufspielen. „Der Roll-out soll im ersten Halbjahr nächsten Jahres stattfinden“, sagte ein
Insider. Bis Ende 2015 müsse die Software erst entwickelt und getestet werden. Nachbesserungen an Hardware-Komponenten der Fahrzeuge
dürften sich den Insidern zufolge bis in die zweite Jahreshälfte 2016 hinziehen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 08. Oktober 2015, 20:01:03
Was bis jetzt ein bißchen sehr untergeht ist, das die Fahrzeuge eigentlich mit der Manipulation ihre Zulassung verloren haben und damit einer
Typ Neuzulassung bedürfen.
Ich bin mal gespannt  wie sich die Sache entwickelt.
Der dann neue Zustand muß schließlich erst wieder geprüft und entsprechend der gltenden EU-Normen eine Betriebserlaubnis erhalten.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 09. Oktober 2015, 03:59:59
Wer ist eigentlich schuld an Vweh´s Abgas-Schlamassel? Die Antwort auf diese Frage interessiert nicht nur Vweh selbst, sondern auch die
Staatsanwaltschaft Braunschweig, die am Donnerstag eine Razzia in Wolfsburg und Umgebung durchführte. Die unangekündigten
Durchsuchungen fanden am Vormittag statt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Neben drei Staatsanwälten seien
rund 50 Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes im Einsatz gewesen.

Bei den durchsuchten Gebäuden handle es sich sowohl um Geschäftsgebäude des Volkswagen-Konzerns als auch um Privatgebäude
sowie Wohnungen von VW-Mitarbeitern. Details würden aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht mitgeteilt.

Ziel der Durchsuchungen sei es, Unterlagen und Datenträger sicherzustellen, die mit Blick auf "in Betracht kommende Straftatbestände"
Auskunft über die genaue Vorgehensweise der an der Manipulation der Abgaswerte von Dieselfahrzeugen beteiligten Firmenmitarbeiter
und deren Identität geben könnten, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 09. Oktober 2015, 11:33:17
Manipulationen mit System? Viele Fragen und noch kaum Antworten.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-betrug-101.html
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 13. Oktober 2015, 07:02:09
Volkswagen ringt weiter mit den Konsequenzen des Abgas-Debakels. Während die Aufklärung in Deutschland erst langsam anläuft,
muss der Konzern in den USA an mehreren Fronten zugleich kämpfen. Ein Ultimatum der kalifornischen Umweltbehörde CARB setzt den
größten europäischen Autohersteller zusätzlich unter Zeitdruck.

CARB-Chefin Mary Nichols sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Volkswagen habe bis zum 20. November 2015 Zeit, um einen Plan zur
Nachrüstung der von Manipulationen betroffenen Diesel-Autos vorzustellen. Sie erwägt offenbar, notfalls Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns
aus dem Verkehr zu ziehen: „Wenn es keine technische Lösung gibt, drohen die Stilllegung und zivilrechtliche Auseinandersetzungen mit Kunden.“

Nichols kündigte auch Testergebnisse zu Dieselmodellen anderer Hersteller an. Volkswagen hatte vor wenigen Tagen um Geduld gebeten und
angekündigt, den Rückruf der rund 480.000 fraglichen US-Wagen im Januar starten zu wollen. Weltweit geht es um etwa elf Millionen Autos.
Der neue Volkswagen-Vorstandschef Matthias Müller rechnet damit, dass die Rückrufaktion bis Ende des kommenden Jahres dauern könnte.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 16. Oktober 2015, 04:43:28
Das Kraftfahrt-Bundesamt greift durch. Rund 2,4 Millionen Diesel-Modelle von Volkswagen müssen zurück in die Werkstatt.

Die betroffenen Besitzer der rund 2,4 Millionen Dieselfahrzeuge werden vom Kraftfahrzeug-Bundesamt per Post benachrichtigt. Die betroffenen Marken
VW, Audi, Seat und Škoda haben darüber hinaus eigene Internetseiten eingerichtet, auf denen die Autofahrer nachschauen können, ob das eigene
Auto mit dem betroffenen Dieselmotor unterwegs ist. Zum Rückruf müssen alle TDI-Modelle nach Euro 5, die zwischen 2007 und 2015 produziert
wurden und über einen Drei- bzw. Vierzylindermotor mit entweder 1,2, 1,6 oder 2,0-Liter Hubraum verfügen.

VW ist verpflichtet, die Schummelsoftware, mit der die Stickoxid-Emissionen des Diesels manipuliert wurden, vollständig zu entfernen.
Damit danach noch die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden, muss VW die Motorensoftware anpassen oder zusätzliche Abgasreinigungssysteme
installieren. Wie genau die technische Lösung aussehen soll, ist bisher nicht bekannt und wird sich je nach Modell und Markt stark unterscheiden.

Nach den bisherigen Aussagen von VW und den Behörden soll der Rückruf Anfang 2016 starten und sich das gesamte Jahr hinziehen.
Insbesondere wenn technische Änderungen vorgenommen werden, könnte die Reparatur länger dauern und komplizierter werden. Im Dialog mit
der Behörde soll VW darauf hingewiesen haben, dass ein Bauteil erst im September 2016 verfügbar sei. Ob der Rückruf damit wirklich bis Ende 2016
abgeschlossen werden kann, ist bisher nicht klar. Bis dahin können die Modelle weiterhin gefahren werden. Die festgestellten Manipulationen hätten
keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Fahrzeuge, betont der Hersteller.

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 16. Oktober 2015, 04:46:42
     Betroffen  ??      <5

http://info.volkswagen.de/de/de/home.html?tab=check-own-car (http://info.volkswagen.de/de/de/home.html?tab=check-own-car)

http://www.audi.de/de/brand/de/neuwagen/layer/serviceaktion.html (http://www.audi.de/de/brand/de/neuwagen/layer/serviceaktion.html)

http://www.seat.de/ueber-seat/dieselmotoren/home.html (http://www.seat.de/ueber-seat/dieselmotoren/home.html)

http://www.skoda-auto.de/mini-apps/kundeninformation/ (http://www.skoda-auto.de/mini-apps/kundeninformation/)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 16. Oktober 2015, 20:54:20
Die heftigste Aussage ist hier getan:
Zitat
Damit danach noch die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden, muss VW die Motorensoftware anpassen oder zusätzliche Abgasreinigungssysteme installieren.

Das heißt dann ganz deutlich: Ohne die Manipulationssoftware waren die Norm-Vorgaben nicht (dauerhaft) zu erreichen.
Die Ausstattung der kleineren Motoren  (1.2 und 1.6) war  demnach so "sparsam" , daß der Kunde, die Umwelt, die Steuer und
auch die restliche Bevölkerung beschissen wurden.

Bei der aktuellen Verbreitung dieser Marke (siehe Rückrufzahlen) sind dann auch Umweltzonen nur noch Makulatur....
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 17. Oktober 2015, 08:17:12
und herr dobrint (ihr wisst schon, zuständig für maut und baustellen) will jetzt strengere regeln für auto's.

um frau hohmann zu zitieren: es braucht keine neue regeln. zuerst mal die bestehenden durchsetzen
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 22. Oktober 2015, 06:35:28
Zuerst hieß es, ein Software-Update reiche aus. Doch jetzt ist klar: Volkswagen muss drei Millionen 1,6-Liter-Motoren zurückrufen, weil neben
der Software auch die Motortechnik ausgewechselt werden muss.

Volkswagen muss im Abgasskandal bei drei Millionen Motoren neben der Software auch die Motortechnik erneuern. Drei Millionen 1,6-Liter-Motoren
seien von dem Rückruf betroffen, teilte ein VW-Sprecher mit. VW hatte zuvor behauptet, bei größeren und kleineren Motoren genüge ein Software-Update.
Bei den 1,6-Liter-Motoren müsse nun auch die Technik angepasst werden. Die motortechnische Anpassung ist laut Volkswagen nicht vor September 2016
zu erwarten. Der Rückruf soll Anfang 2016 beginnen. Der VW-Sprecher ergänzte, insgesamt seien in Europa acht Millionen Autos mit Euro-5-Motoren
von dem Rückruf betroffen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 22. Oktober 2015, 11:40:26
mir fehlt irgendwie der glaube.

die älteren motoren (=2015) haben probleme mit euro-5. und die neueren (=2016) sind dann plötzlich euro-6

seeing is believing  Ou
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 25. Oktober 2015, 18:22:45
Wie es aussieht (und sich so langsam weiterentwickelt) ist nicht nur FauWeeh betroffen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Auch-Opel-koennte-Abgas-Pruefung-manipuliert-haben-2853995.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Auch-Opel-koennte-Abgas-Pruefung-manipuliert-haben-2853995.html)

Auszug:
....
Bei den Messungen wurden dabei interessante Details festgestellt: Der Zafira stieß im offiziellen Prüfzyklus mit drehenden Hinterrädern in drei Tests jeweils zwei bis viermal mehr NOx aus als erlaubt. In drei weiteren Tests unter "normalen" Prüfstandbedingungen und damit nicht mitdrehenden Hinterrädern lagen hingegen die NOx-Werte jeweils unter dem vorgeschriebenen Grenzwert von 80 mg/km. Die Experten an der FH erläutern: "Die Messresultate zeigen, dass das Fahrzeug sich anders verhält, wenn der Rollenprüfstand im 4- oder 2-Rad Modus betrieben wird."
....
Ich habe keine normale technisch plausible Erklärung für das Abgasverhalten des Opelfahrzeugs." Opel wird auf der Liste der Verdächtigen vermutlich kaum lange allein bleiben. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch hat weitere Tests angekündigt
[Auszugende]

Na - das kann ja noch ganz schöne Kreise ziehen.....
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 04. November 2015, 06:10:59
Neuer Akt in der Abgasaffäre: VW räumt ein, dass bei rund 800.000 Autos die CO2-Werte falsch waren. Auffälligkeiten gibt es demnach auch
bei Wagen mit Benzin-Motoren. Es drohen zusätzliche Kosten von zwei Milliarden Euro.

In der Abgasaffäre hat der Autobauer Volkswagen ein neues Problem - und es geht um Milliarden. Bei etlichen Motoren seien
Unregelmäßigkeiten im Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) und damit auch beim Spritverbrauch festgestellt worden, teilte VW mit.
Auch ein Benzinmotor mit Zylinderabschaltung sei betroffen. "Nach derzeitigem Erkenntnisstand können davon rund 800.000 Fahrzeuge
des Volkswagen Konzerns betroffen sein", heißt es in einer Mitteilung vom Dienstagabend in Wolfsburg. "Die wirtschaftlichen Risiken werden
in einer ersten Schätzung auf rund zwei Milliarden Euro beziffert."

Im Rahmen der internen Überprüfungen aller Prozesse und Abläufe bei Benzinmotoren sei aufgefallen, dass bei der CO2-Zertifizierung
einiger Fahrzeugmodelle zu niedrige CO2- und damit auch Verbrauchsangaben festgelegt wurden.
Die Unregelmäßigkeiten wurden demnach bei einigen der meistverkauften Modelle des Konzerns festgestellt, darunter Autos der Typen
Polo, Golf und Passat. Bei Audi gehe es um A1- und A3-Modelle, bei Skoda um den Octavia und bei Seat um den Leon und den Ibiza, sagte
ein Sprecher. Bei den Dieselmotoren seien 1,4-, 1,6- und 2,0-Liter-Varianten betroffen. Alle Aggregate stammen dem Sprecher zufolge aus
dem Wolfsburger Stammhaus von VW.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 04. November 2015, 08:55:56
ich verstehe dein text nicht.

ich war immer der meinung, dass die verbrauchswerte gemessen werden und dass daraus der co2 ausstoss errechnet wird. und weil wir niedrige co2 ausstosse wollen (lustiger weise immmer unter bestimmten arbiträren grezen, z.b. 99mg) optimieren die hersteller die verbrauchswerte mit allerhand tricks.

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 05. November 2015, 07:40:20
Entschuldige bitte heinz, aber ich kann auch nicht mehr dazu sagen als das was der Pressetext hergibt. Vermutlich hat vauwe in der
Konstruktion oder beim Meßablauf Unregelmäßigkeiten entdeckt, die den Co2-ausstoß erhöhen. Worum und um was es geht, wurde
noch nicht mitgeteilt und Vermutungen möchte ich nicht unterstützen bzw. verbreiten.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 06. November 2015, 07:12:57
Update: Volkswagen hat inzwischen betont, dass die Unregelmäßigkeiten bei CO2- und Verbrauchsangaben nicht durch technische Hilfsmittel
verursacht wurden. "Es geht um Werte, die einfach zu niedrig angegeben wurden", sagte ein Konzernsprecher am Mittwochabend in Wolfsburg.

Unter den betroffenen Autos seien viele Modelle mit dem Label "BlueMotion",die Volkswagen als besonders schadstoffarm vermarktet.
VW hatte am Dienstag eingeräumt, dass es auch bei Verbrauchs- und CO2-Werten Unregelmäßigkeiten gibt, davon sind nach derzeitigem
Stand rund 800.000 Autos ab Baujahr 2012 betroffen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 09. November 2015, 11:01:52
hier mal aktuelles dazu:

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Endlich-Aufklaerung-VW-zwischen-Druck-und-Hoffnung,vw2374.html

und noch ein kleines schmankerl dazu.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 13. November 2015, 06:14:14
VW: Erste Strafe im Abgas-Skandal und VW do Brasil muss mehr als 17.000 Amarok zurückrufen.

Volkswagen Volkswagen ist in Brasilien die erste Geldstrafe im Abgas-Skandal auferlegt worden. Der Autokonzern muss 50 Millionen Reais
(12,4 Mio. Euro) wegen gefälschter Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen zahlen, wie die brasilianische Umweltbehörde Ibama am Donnerstag
mitteilte. Die Volkswagen-Tochter VW do Brasil muss zudem 17.057 betroffene Amarok-Pickups zurückrufen, um die manipulierte Software
zu ersetzen. Die Strafe sei die höchste, die nach der gültigen Gesetzgebung von Ibama auferlegt werden kann. Volkswagen betreibt in
Brasilien drei Fahrzeugwerke und eine Motorenfabrik mit insgesamt 20 000 Beschäftigten.


Außerdem:   Volkswagen will Amnestieprogramm befristen

Volkswagen will in der Abgasaffäre nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR das kürzlich angelaufene
Amnestieprogramm für Beschäftigte bis Ende November 2015 befristen. Der Konzern wolle so den Aufklärungsdruck erhöhen. In die
Abgasmanipulationen verwickelte Mitarbeiter, die mit einem Geständnis ihren Job retten wollten, müssten sich beeilen. Ein
Volkswagen-Sprecher wollte sich dazu am Donnerstagabend nicht äußern. „Wir diskutieren eine solche Thematik“, sagte der Sprecher.
Einzelheiten nannte er nicht.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 16. November 2015, 21:49:38
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-auch-2016-modelle-gehoeren-zu-den-co2-suendern-a-1062968.html

also ist euro-6 doch nicht besser als früher. warum auch?? denen glaubt doch kein mensch mehr.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 16. November 2015, 22:58:41
Nein - Euro-6  ist NUR der Maßstab.

Es liegt nicht am Löffel, wenn die Suppe angebrannt schmeckt.

Es sieht aber danach aus, daß  "Das Auto" die ehrgeizigen Ziele nicht ohne "magische Tricks" schafft.
Das schlägt sich dan negativ im Flottendurchschnitt UND in der steuerlichen Bewertung nieder.

Von wegen Diesel ist out - der wird sogar ins Motoröl gemischt ....
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 24. November 2015, 07:05:27
Am Freitag lief für VW eine erste Frist aus, innerhalb derer der deutsche Autobauer den amerikanischen Regulierern Vorschläge für einen
Rückruf von knapp 500.000 Diesel-Fahrzeugen unterbreiten musste, in denen die Schummel-Software („Defeat Device“) zur Manipulation
von Emissionstests in den Vereinigten Staaten installiert wurde. Die Behörden haben dann 20 Geschäftstage Zeit, den Plan zu prüfen.
Danach könnten sie potenziell anfangen, Strafen zu verhängen. Es gehe allerdings nicht darum, VW mit Strafen zu überziehen,
sondern eine Lösung zu finden.

CARB-Chefin Nichols übte derweil harsche Kritik am bisherigen Krisenmanagement des Unternehmens: „Am Anfang haben sie abgestritten,
dass es überhaupt ein Problem gibt.“ Dann habe der Konzern zunächst Anwälte angeheuert und Pressemitteilungen verschickt, anstatt an
einer Lösung zu arbeiten. „Sie waren offenbar mehr um ihren Aktienkurs und möglicherweise ihre Kunden besorgt, als um die
Umweltschäden, die sie anrichten“, sagte die Vorsitzende der Institution, die im September gemeinsam mit der amerikanischen
Umweltbehörde EPA die Affäre ins Rollen gebracht hatte.

Sollte sich VW bei einem Rückruf nicht an die Vereinbarungen halten, gäbe es die Möglichkeit, die betroffenen Autos aus dem Verkehr zu ziehen,
sagte Nichols. Bei der jährlichen Erneuerung der Registrierung würde dann die Fahrerlaubnis verweigert. „Dies sind drakonische Strafen, und
es ist überflüssig zu sagen, dass wir nicht hoffen, sie verhängen zu müssen.“

News:
Audi hat zugegeben, eine Software zu verwenden, die in den USA als Abgas-Manipulation eingestuft wird. Das Unternehmen teilte mit, den
US-Behörden bei der Zulassung von 3,0-Liter-Diesel-Fahrzeugen drei Software-Programme nicht offengelegt zu haben.
Eines davon werde nach geltenden US-Gesetzen als "Defeat Device" betrachtet, also als Schummel-Software zur Manipulation von
Abgas-Messwerten bei Emissionstests. Zuvor hatte Audi dies noch bestritten. Die Software wird aber nicht nur auf dem Prüfstand aktiv,
sondern auch im normalen Fahrbetrieb. In Europa sei sie nicht beanstandet worden.

In einer Mitteilung des Autobauers heißt es nun, bei den drei nicht offengelegten Einrichtungen zur Abgas-Kontrolle handele es sich um
"die Temperatur-Konditionierung des Abgasreinigungs-Systems" sowie um Vorrichtungen, die Ablagerungen am Ad-Blue-Dosierventil und
Verunreinigungen am Katalysator verhindern sollen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 01. Dezember 2015, 08:14:28
VW muss fast 2,5 Millionen Autos zurückrufen

Volkswagen legt fristgerecht die Umrüstungspläne für die noch ausstehenden Modelle mit manipulierten Dieselmotoren vor. Demzufolge muss
VW in Deutschland 2.460.876 Fahrzeuge in die Werkstätten beordern.
Nach Angaben von VW genügt bei den 1,2-Liter-Motoren ein Software-Update. "Unser Eindruck der Umrüstungskonzepte ist positiv", sagte
Verkehrsminister Alexander Dobrindt.
Die Halter von 1.537.896 Autos der Marken VW und VW-Nutzfahrzeuge würden in den kommenden Wochen Bescheide zur Vorführung ihrer Wagen
in den Werkstätten erhalten. Bei der Konzerntochter Audi seien 531.813 Autos betroffen. Bei der tschechischen Tochter Skoda seien es
286.970 Fahrzeuge, bei Seat 104.197.

http://www.t-online.de/auto/news/id_75626602/vw-skandal-rueckruf-betrifft-2-460-876-fahrzeuge.html (http://www.t-online.de/auto/news/id_75626602/vw-skandal-rueckruf-betrifft-2-460-876-fahrzeuge.html)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 01. Dezember 2015, 10:01:00
hier gibts die antwort auf folgende frage: hat dacia auch betrogen?        Or Ou
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 01. Dezember 2015, 10:34:45
 Pf
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 01. Dezember 2015, 21:28:57
Wer es noch nicht gesehen hat  - worüber sich Herr Dobrindt so freut:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Abgas-Skandal-VW-Umruestungsplan-verbluefft-Experten-3024584.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Abgas-Skandal-VW-Umruestungsplan-verbluefft-Experten-3024584.html)

Das einfache Plastikteil (Herstellungskosten < 1 Eur)  soll das europäische Problem der erhöhten CO2 Werte lösen.
Denn nur das ist nach aktuellen in EU relevant.

Für den US-Bereich ist das keine Lösung, da dort die NOx Werte das entscheidende Kriterium sind und die lassen sich damit nicht einfach reduzieren.
Außerdem dürften die anstehenden juristischen Verfahren das größere, weil unkalkulierbar,  Kostenrisiko darstellen.

Es ist schon ein bißchen erstaunlich , wie schnell das aus den Schlagzeilen verschwindet und zur Tagesordnung übergegangen wird.

Gerade bei der aktuell stattfindenden Klimakonferenz könnte sich die dort verbreitete heiße Luft schön mit den überhöhten , heißen Abgasen mischen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 02. Dezember 2015, 07:13:52
Zitat: " Dann ließe sich zumindest erahnen, ob sich das Abgasproblem in den USA überhaupt mit einer Umrüstung lösen lässt.
            Doch dazu schweigt VW bislang. "

Hier bei uns scheint mehr Versteckspiel möglich zu sein als in außereuropäischen Ländern. In Bezug auf Herstellerhaftung scheinen die aktueller

und vor allem gründlicher zu reagieren.   Os
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 04. Dezember 2015, 08:03:11
Die Flut der US-Sammelklagen gegen den Volkswagen-Konzern wegen der Abgasaffäre hält unvermindert an. Nach Informationen von NDR, WDR
und Süddeutscher Zeitung wurden seit Bekanntwerden der Vorwürfe vor zweieinhalb Monaten nahezu 500 solcher Klagen bei Gerichten aller
US-Bundesstaaten eingereicht. Neben Volkswagen und seiner amerikanischen Tochterfirma sind auch andere Unternehmen des Konzerns und ein
Zulieferer ins Visier der US-Justiz geraten.

So ist die Audi AG dem US-weiten Gerichtsinformationssystem Pacer zufolge in 120 Fällen Beklagter, der Sportwagenbauer Porsche in 22 und das
Elektronikunternehmen Bosch in 19 Fällen. Auch gegen den früheren VW-Chef Martin Winterkorn und den US-Chef des Wolfsburger Unternehmens
Michael Horn persönlich richten sich einige der Klagen. Die Kläger sind zumeist Privatpersonen und Unternehmen, es sind jedoch auch Kommunen
und Hochschulen darunter. Sie werfen dem Volkswagen-Konzern Betrug und Täuschung vor und fordern Schadensersatz in Milliardenhöhe.

Nach Bekanntwerden einer Sammelklage gegen Bosch, die am vergangenen Montag in Detroit eingereicht worden war, hatte ein Bosch-Sprecher
einen Kommentar abgelehnt und auf ein Statement vom 24. September verwiesen, in dem das Unternehmen eine Mitverantwortung von sich
gewiesen hatte. Bosch wird in der jüngsten Klage vorgeworfen, zusammen mit Volkswagen an einer "Verschwörung" teilgenommen zu haben.
Die Klageschrift verweist ausdrücklich auf Berichte deutscher Medien vom September, wonach Bosch im Jahre 2007 VW vor der Benutzung seiner
Software als illegale Abschalteinrichtung gewarnt habe. Bosch habe aber trotz dieser Warnung die Software ausgeliefert und folglich von den
mutmaßlichen Rechtsverstößen durch Volkswagen profitiert.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 09. Dezember 2015, 16:50:35
Die Bundesregierung und der VW-Konzern haben sich überraschend darauf verständigt, die CO2-Affäre still und leise zu beerdigen.
Solche Privilegien genießt kein normales Unternehmen in Deutschland. Doch auch für VW ist die Einigung schlecht: Sie verhindert die
längst fälligen technologischen Innovationen.

Die Falschangaben bei CO2-Werten in Abgasen von VW-Autos sind nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für den
Konzern ein deutlich kleineres Problem als angenommen. Auf Kunden hätten die Unregelmäßigkeiten keine Auswirkungen, habe eine
gemeinsame Überprüfung von Kraftfahrt-Bundesamt, Bundesverkehrsministerium und VW ergeben.

Das Unternehmen teilte am Mittwoch in Wolfsburg mit, nach umfassenden internen Prüfungen und Messkontrollen sei «nun klar, dass fast
alle diese Modellvarianten doch den ursprünglich festgestellten CO2-Werten entsprechen». Technische Maßnahmen an den betroffenen
Fahrzeugen seien nicht notwendig, teilte VW weiter mit. Auch die Verbrauchswerte der Fahrzeuge würden sich nicht ändern. Die finanzielle
Belastung von zwei Milliarden Euro, mit der VW aufgrund der CO2-Affäre kalkuliert hatte, bestätige sich nun auch nicht.

Der Fall zeigt, wie schädlich es ist, wenn einzelne Unternehmen im Staatsbesitz machen können, was sie wollen. Zwar wird die Einigung VW
kurzfristig Luft verschaffen. Doch mittelfristig wird VW einen hohen Preis dafür bezahlen, dass sich der Konzern jeder Innovation verschließen
konnte, weil man stets über die Regierung und den der Regierung gefügigen Regulator durchsetzen konnte, dass alles bleibt wie es ist.

Quelle u.A. :http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/viel-weniger-autos-betroffen-co2-manipulation-bei-vw-loest-sich-in-luft-auf-13956481.html (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/viel-weniger-autos-betroffen-co2-manipulation-bei-vw-loest-sich-in-luft-auf-13956481.html)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 18. Dezember 2015, 08:12:16
Volkswagen kommt bei den Aufräumarbeiten im Diesel-Skandal voran. Der Autobauer hat den US-Staranwalt Kenneth Feinberg engagiert,
um ein großangelegtes Entschädigungsprogramm auf die Beine zu stellen. Fahrer der betroffenen Zwei-Liter- und Drei-Liter-Motoren in den
USA sollen sich mit ihren Ansprüchen an ihn wenden.
Bei solchen außergerichtlichen Verfahren geben die Teilnehmer im Gegenzug meist ihr Recht auf, gegen VW zu klagen. Eine Sprecherin
verwies darauf, dass die Details noch nicht feststehen würden.

In den USA sind rund 500.000 Fahrzeuge von dem Manipulationsskandal betroffen. Da VW den Betrug eingeräumt hatte, hat sich eine
Schar von Anwälten auf den Fall gestürzt. Gut 500 Klagen wurden gegen den Wolfsburger Konzern eingereicht – die erste bereits am
18. September, jenem Tag, als der Skandal bekannt wurde. Anfang Dezember entschied ein richterlicher Ausschuss, dass die Klagen
der betroffenen Autofahrer vor einem Gericht in San Francisco gebündelt werden sollen.
Das bringt VW nun in Zugzwang. Denn ein Prozess ist langwierig und teuer, und VW hat keine Chancen, ihn zu gewinnen. Ein
außergerichtliches Verfahren könnte eine gute Methode sein, um die klagewilligen Amerikaner zu besänftigen.

Feinbergs Erfahrung mit der Organisation und Durchführung solcher Angelegenheiten ist genau das, was VW jetzt braucht.
Feinbergs Ernennung werden auch die Umweltbehörden genau beobachten. EPA und der kalifornische Regulierer Carb werden Anfang
kommender Woche entscheiden, ob sie VWs Rückrufplan genehmigen. VW hatte im November den Behörden dargelegt, wie die Rückrufe
organisiert und die Autos repariert werden sollen.
VW hatte zudem bereits ein sogenanntes „Goodwill-Programm“ auf den Weg gebracht, um die Kunden zu beruhigen und sie in eine
Datenbank aufzunehmen, die für die Rückrufe wichtig sein wird. Dabei bekamen Kunden unter anderem eine Gutscheinkarte im Wert von
500 Dollar, die sie wie eine Kreditkarte überall einsetzen können. Außerdem gab es 500 Dollar, die sie bei einem VW-Händler ausgeben
können. Bei diesem Paket mussten Kunden jedoch nicht ihr Recht aufgeben, gegen VW zu Gericht zu ziehen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 05. Januar 2016, 08:36:09
US-Regierung verklagt Volkswagen wegen Manipulation von Abgaswerten

Im Skandal um die Manipulation von Abgaswerten bei Dieselfahrzeugen von Volkswagen machen die US-Behörden ernst:
Das Justizministerium in Washington reichte am Montag bei einem Bundesgericht in Detroit eine Zivilklage ein, die für den Wolfsburger
im schlimmsten Fall Strafzahlungen von mehr als 20 Milliarden Dollar (18,4 Milliarden Euro) zur Folge haben könnte.
VW erklärte, die Klage prüfen zu wollen.

Nach Ermittlungen der US-Umweltbehörden hatte der Konzern im September eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Fahrzeugen eine
Schummelsoftware eingesetzt zu haben, die bei Emissionstests zu einem niedrigeren Stickoxidausstoß führt als auf der Straße. Die
nun im Auftrag der US-Umweltschutzbehörde EPA eingereichte Klage bezieht sich auf fast 600.000 Dieselfahrzeuge der Marken VW, Audi
und Porsche, die in den USA verkauft wurden. Betroffen sind sowohl Modelle mit Zwei-Liter-Motoren als auch Modelle mit Drei-Liter-Motoren.

Aus der Klageschrift geht hervor, dass auf VW für jedes mit der Manipulationssoftware ausgestattete Auto eine Strafe in Höhe von mehreren
zehntausend Dollar zukommen könnte. Bei Verstößen vor dem 13. Januar 2009 liegt der vom Justizministerium geforderte Betrag bei bis zu
32.500 Dollar pro Auto sowie zusätzlichen 2750 Dollar pro Manipulationssoftware.

EPA-Vertreterin Cynthia Giles kritisierte am Montag, dass die Gespräche mit dem Konzern über eine Rückrufaktion noch kein „akzeptables“
Ergebnis hervorgebracht hätten. Die US-Behörden entscheiden bis 14. Januar über den Rückrufplan für die betroffenen Zwei-Liter-Motoren,
den VW im November eingereicht hatte. Anfang Februar muss der Konzern dann einen Rückrufplan für die Drei-Liter-Motoren vorlegen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 12. Januar 2016, 07:16:26
VW-Chef Matthias Müller ist auf seiner ersten USA-Reise im Abgas-Skandal in Richtung Washington aufgebrochen. Der Konzernboss
flog noch am Montag (Ortszeit) von der Automesse in Detroit an die Ostküste, hieß es aus Unternehmenskreisen. Zunächst sei Müller
bei Gesprächen in der US-Firmenzentrale von VW.

Am Mittwoch trifft er dann in Washington auf die Chefin der US-Umweltbehörde EPA, Gina McCarthy. Die Aufseher prüfen die
Lösungsvorschläge, mit denen Volkswagen die Manipulationen bei 580.000 Diesel-Autos in den USA beseitigen will. VW-Chef Müller
zufolge ist es auch denkbar, dass der Konzern mehr als 100.000 Autos zurückkaufen muss.

VW-Chef bittet in USA um Entschuldigung für Abgas-Manipulation

„Wir wissen, dass wir unsere Kunden, die zuständigen staatlichen Stellen und die allgemeine Öffentlichkeit hier in den USA sehr
enttäuscht haben. Ich bitte daher um Entschuldigung“, sagte VW-Chef Matthias Müller in der Nacht zum Montag in Detroit vor dem
Start der dortigen US-Automesse. Die USA haben den Konzern wegen der Abgasmanipulationen verklagt. Es geht um fast 600.000
Dieselfahrzeuge. Wegen Betrugs und Verstößen gegen Umweltgesetze drohen VW Strafen von bis zu 45 Milliarden Dollar (41,2 Milliarden Euro).

Mitten in der Abgasaffäre plant Volkswagen in den USA eine Großinvestition von 900 Millionen Dollar (823 Millionen Euro). Die Investition
am Standort Chattanooga für die Produktion eines neuen Sportgeländewagens werde etwa 2000 Arbeitsplätze schaffen, erklärte
VW-Chef Matthias Müller am Sonntagabend (Ortszeit) in Detroit. Müller entschuldigte sich bei seiner ersten offiziellen US-Reise für den
Skandal und versprach, "die Dinge in Ordnung zu bringen".
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 01. Februar 2016, 10:06:00
Betroffene Fahrzeuge können zum Vorher-Nachher-Test angemeldet werden
ADAC untersucht technische und rechtliche Folgen der Rückrufaktion

Der ADAC bittet seine Mitglieder im Rahmen der vom Kraftfahrt-Bundesamt angeordneten Rückrufaktion für manipulierte Diesel-Fahrzeuge des
Volkswagen-Konzerns um Unterstützung. Ab Februar 2016 wird der Club Vorher-/Nachher-Messungen an betroffenen Fahrzeugen durchführen;
ADAC-Mitglieder haben die Möglichkeit, ihre betroffenen Fahrzeuge unter www.adac.de/vw-messungen (http://www.adac.de/vw-messungen) für eine entsprechende Untersuchung anzumelden.

Überprüft wird dabei vor allem, ob sich die angekündigten technischen Anpassungen nachteilig auf den Kraftstoffverbrauch oder die Motorleistung der
Fahrzeuge auswirken könnten. Auf die damit verbundenen technischen und verbraucherschutzrechtlichen Fragen möchte der Club seinen Mitgliedern
schnellstmöglich fundierte Antworten liefern.

Thomas Burkhardt, ADAC-Vizepräsident für Technik: "Der ADAC möchte für seine betroffenen Mitglieder schnellstmöglich Klarheit schaffen und leistet
neben technischer auch rechtliche Hilfestellung. Wir binden unsere Mitglieder von Anfang an intensiv in unsere Überprüfungen ein und veröffentlichen
im Anschluss an die Vorher-/Nachher-Tests nicht nur deren Ergebnisse, sondern bewerten natürlich auch die verbraucherschutzrechtlichen Konsequenzen."

Besitzer von betroffenen VW-Fahrzeugen, die bereits eine Aufforderung zum Werkstattbesuch erhalten haben, können sich beim ADAC online registrieren
und ihren Wagen für den unabhängigen Abgastest zur Verfügung stellen. Insgesamt werden aus den Anmeldungen in einer ersten Testphase maximal
zehn Fahrzeuge ausgewählt. Ziel des Aufrufs ist, anhand einer hinreichenden Anzahl an Testfahrzeugen generelle Erkenntnisse für die zurückgerufenen
Modelle zu erlangen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 02. Februar 2016, 11:30:15
VW-Abgasaffäre: VW-Chef Matthias Müller glättet die Wogen

Die Abgasaffäre des VW-Konzerns zieht weiter seine Kreise. Nachdem europaweit 8,5 Millionen Diesel-Fahrzeuge zurückgerufen wurden,
davon 2,4 Millionen in Deutschland, und Strafen in Milliardenhöhe drohen, versucht der neue VW-Chef Matthias Müller die Wogen zu glätten.
Zur Eröffnung der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit entschuldigte er sich mit den Worten: „Wir wissen, dass wir
unsere Kunden, die zuständigen staatlichen Stellen und die allgemeine Öffentlichkeit hier in den USA sehr enttäuscht haben. Ich bitte daher
um Entschuldigung für das, was bei Volkswagen falsch gelaufen ist." Jedoch wies er deutlich zurück, dass Volkswagen kriminell gehandelt
habe. Zwar habe man große technische Fehler gemacht, die Öffentlichkeit und die Behörden in den USA jedoch nicht absichtlich getäuscht.

Während für Europa bereits technischen Lösungen zur Behebung der Mängel bestünden, werde weiterhin eng mit den US-Behörden
zusammengearbeitet, um auch die dortigen Institutionen zufriedenzustellen. Bereits im November 2015 hatte Volkswagen erste Lösungsideen
vorgelegt. Diese waren laut US-Behörden jedoch nicht ausreichend. Inzwischen ist der nachträglichen Einbau eines modernen
Abgasreinigungssystems in die betroffenen Fahrzeuge geplant. Diese Lösung würde 430.000 Fahrzeuge von 600.000 Dieselfahrzeuge in den
USA betreffen und sollte auch die US-Umweltbehörde EPA besänftigen.

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 07. Februar 2016, 08:47:48
Die Abgas-Affäre wirbelt nun auch die Planungen des Volkswagen-Konzerns durcheinander. Wegen noch offener
Fragestellungen im Zusammenhang mit den Folgen der Abgas-Thematik müssen die für den
10. März 2016 geplante Jahrespressekonferenz und die für den 21. April 2016 vorgesehene Ordentliche
Hauptversammlung verschoben werden. Durch diesen Schritt will Volkswagen im Interesse seiner Aktionäre größtmögliche
Klarheit und Verlässlichkeit schaffen, heißt es in einer Mitteilung der Wolfsburger. Die neuen Termine für die mit Spannung erwarteten Veranstaltungen will VW "zeitnah" nennen.

Volkswagen hat zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Fahrzeugen unterschiedlicher Konzern-Marken eine illegale
Software eingebaut zu haben. In Deutschland sind von den Manipulationen rund 2,4 Millionen Fahrzeuge betroffen.
Die Rückruf-Aktion "sauberer Diesel" ist gerade erst angelaufen und wird vermutlich viele Monate dauern.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 12. Februar 2016, 09:26:57
Wer einen der vom VW-Abgasskandal betroffenen Diesel besitzt, bekommt in den nächsten Tagen Post von VW
auch, wenn der Rückruf noch dauert.

Die hierzulande vom VW-Abgas-Skandal betroffenen zweieinhalb Millionen Dieselfahrer erhalten alle in den nächsten Tagen
Post. Das sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag. Ursprünglich hatte der Autobauer eine erste Welle mit Briefen an
alle 2,5 Millionen Halter schon Ende des vergangenen Jahres geplant, jedoch habe es Verzögerungen gegeben.

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Die Schreiben, die den ganz überwiegenden Teil der Halter spätestens Ende Februar erreichen sollen, informieren generell
über den Fakt, dass das jeweilige Auto von dem Rückruf betroffen ist. Details zu einem möglichen Termin in der Werkstatt
folgen in einem zweiten Brief je nach Motorgröße und Modell. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gibt die jeweiligen
technischen Lösungen dieses Jahr nach und nach frei.

Der grobe Zeitplan regelt, dass die Diesel mit 2,0 Liter den Anfang machen, jüngst geschehen mit dem Modell Amarok.
Es folgen später im Jahr die 1,2-Liter-Maschinen und von Herbst an sind die mittelgroßen Motoren mit 1,6 Litern Hubraum
an der Reihe. Halter, die schon vor dem Eintreffen der Briefe Gewissheit haben wollen, können das online
http://info.volkswagen.de mit ihrem Fahrzeugschein überprüfen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 22. Februar 2016, 05:59:42
Der Abgas-Skandal bei VW ist ein herber Rückschlag für die Diesel-Strategie deutscher Autobauer in den USA. Auch Daimler und BMW bleiben dort auf ihren
Dieseln sitzen.

Nach dem Abgas-Skandal bei VW werden auch die Dieselautos anderer deutscher Hersteller in den USA zu Ladenhütern. Bei Mercedes-Benz sank im Januar die Zahl
der verkauften Dieselautos in den USA um rund 65 Prozent im Jahresvergleich, bei BMW ging der Wert um 62 Prozent zurück, wie Anfragen bei den Konzernen
ergaben. Der Dieselanteil an den US-Verkäufen war bei beiden Herstellern allerdings schon vorher sehr gering.

Mercedes verkaufte im Januar in den USA noch 334 Wagen mit Dieselmotoren, bei BMW waren es 205. Das Land, in dem die Abgas-Manipulationen von VW
aufgedeckt wurden, ist aber nach Angaben eines BMW-Sprechers der einzige Markt, in dem die Dieselverkäufe der Bayern seitdem deutlich gelitten haben.
Eine Daimler-Sprecherin betonte, dass der Absatz von Dieselautos in den USA von Monat zu Monat variiere. Er habe in den letzten Jahren weniger als fünf Prozent
er Gesamtverkäufe in den USA ausgemacht. Inklusive Benzinern legten die US-Verkäufe bei Mercedes im Januar nur minimal zu.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Jäger am 22. Februar 2016, 13:46:19
DWN am 19.2.:
"Abgas-Skandal bei Daimler
Erhöhte Abgaswerte: Sammelklage gegen Daimler in den USA

Eine amerikanische Kanzlei hat eine Sammelklage gegen den Autobauer Daimler eingereicht. Die Kläger haben angeblich bis zu 65-fach überhöhte Diesel-Abgaswerte gemessen. Sie werfen Daimler vor, seine Motoren wissentlich so programmiert und falsche Angaben gemacht zu haben."
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 22. Februar 2016, 21:57:44
Die Marke, die nicht mehr "Das Auto" ist, hat auch noch solche Zahlen vorzuweisen:
http://www.heise.de/autos/artikel/VW-Mehr-Wuerste-weniger-Autos-3112136.html (http://www.heise.de/autos/artikel/VW-Mehr-Wuerste-weniger-Autos-3112136.html)

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Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 22. Februar 2016, 22:06:15
Zu Daimler Anschuldigungen:
Was ist "DWN" ?   /Ironie*   Detmolder Wald Nachrichten *Ironie/

Hier noch was erhellendes :
http://www.heise.de/autos/artikel/US-Autobesitzer-verklagt-Daimler-wegen-Manipulationsverdachts-3111910.html (http://www.heise.de/autos/artikel/US-Autobesitzer-verklagt-Daimler-wegen-Manipulationsverdachts-3111910.html)
Auszug:
.....
Bei den Anschuldigungen geht es um die Stickoxid-Emissionen von Fahrzeugen mit BlueTec-Dieselmotoren.
Wie viele Modelle betroffen sind, blieb zunächst unklar. Bei der Mercedes C-Klasse gab es in der Vergangenheit
bereits Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe – zuletzt, nachdem das niederländische
Prüfinstitut TNO erhöhte Abgaswerte festgestellt hatte.

Den Einsatz einer speziellen „Defeat Device“ genannten Software zum Austricksen von Emissionstests,
wie sie Volkswagen beim Diesel-Skandal einsetzte, streitet Daimler ab. Ein Sprecher hatte diesen
Vorwurf Anfang Februar als „haltlos“ zurückgewiesen.

....
Grundsätzlich ist es Autoherstellern in den USA nicht verboten, Einrichtungen zur Steuerung der Abgasentgiftung
zu verwenden. Allerdings müssen diese Programme bei der Zulassung der Fahrzeuge offengelegt und von den Behörden
genehmigt werden. Die EPA testet derzeit, ob das in der Vergangenheit immer der Fall gewesen ist.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Jäger am 23. Februar 2016, 15:01:53
DWN weißt Du wahrscheinlich?

Ja, der Ablauf der Beschisse und der der Dimentis ist immer gleich.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 23. Februar 2016, 21:28:57
Auch wenn alle jetzt auf den Diesel schimpfen -
im Zusammenhang mit der geplanten Euro6c Norm gibt es eine sehr interessante Aussage: (siehe  Bild)
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Da müssen die Turbo-Benziner zwingend mit einem Partikelfilter ausgestattet werden, weil die ausgestoßenen Partikel
so klein sind , daß sie lungengängig sind und auch direkt ins Blut übergehen.
Wohlgemerkt - es  ist nicht viel  Masse - aber eine große Anzahl !!!

Und da wurden ganze Gebäude und Gebäudekomplexe wegen ein bißchen Asbest  abgerissen.

Bin mal gespannt wann das unsere Gesundheits- und Gefahrenabwehrapostel spitz kriegen.....
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 01. März 2016, 06:14:59
..   Dieselskandal: Erster Prozess

Knapp ein halbes Jahr nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei Volkswagen werden die Manipulationen am Mittwoch erstmals ein deutsches Gericht
beschäftigen. Am Landgericht Bochum klagt ein Universitätsprofessor gegen ein örtliches VW-Autohaus auf die Rückabwicklung seines Kaufvertrages.
"Mein Mandant will seinen VW Tiguan mit der Schummelsoftware zurückgeben", sagte Anwalt Dietrich Messler am Montag der Deutschen Presse-Agentur
in Hannover. Der Wagen sei rund ein Dreivierteljahr alt und habe inzwischen eine Laufleistung von knapp 20.000 Kilometern.

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Eine technische Nachbesserung des Fahrzeugs lehne sein Mandant ab, betonte Messler. "Er ist aber vergleichsbereit und würde auch einen neuen
Wagen kaufen." Dafür müsse der Händler ihm jedoch abzüglich des Wertverlusts infolge der Fahrleistung den Kaufpreis zurückerstatten.
Mit seiner Forderung nach einer Rückabwicklung des Verkaufs ist der Bochumer Kläger nicht allein. Volkswagen setzt auf die Nachbesserung der betroffenen
Fahrzeuge, Konzernchef Matthias Müller hatte aber zumindest für den US-Markt in Einzelfällen auch Rückkäufe nicht ausgeschlossen. In Europa ist die
Nachrüstung beim Pick-up Amarok vor einigen Wochen schon angelaufen, noch in dieser Woche könnte mit dem Passat das erste Volumen-Modell in die
Werkstätten gerufen werden. Dazu muss VW den Startschuss des Kraftfahrt-Bundesamts abwarten. Der Rückruf soll das ganze Jahr dauern.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 04. März 2016, 07:19:54
VW-Diesel-Affäre: Passat-Rückruf startet später

Die weiteren Rückrufe im Abgas-Skandal werden später stattfinden als geplant. Das Kraftfahrt-Bundesamt ist noch mit Nachmessungen beim Passat beschäftigt.
Volkswagen rechnet mit dem Start seiner ersten großen Rückrufwelle im Diesel-Skandal eher für Mitte März. "Die Nachmessungen des Kraftfahrt-Bundesamtes
zum Passat laufen derzeit noch", teilte VW am Donnerstag auf Anfrage mit.

Die mit den Nachmessungen verbundene technische KBA-Freigabe für die Rückrufaktion, bei der der Passat den Anfang macht, sei aber noch für diese Woche
zu erwarten. Der Beginn der Aktion selber sei dann für die folgende oder die übernächste Woche im März realistisch.

Quelle:  Vw-Info
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 11. März 2016, 07:40:46
Die Manipulationen an Dieselmotoren im Volkswagen-Konzern waren offenbar umfangreicher als bisher bekannt. Sie wurden nach Recherchen von NDR,
WDR und "Süddeutscher Zeitung" noch vorgenommen, als die kalifornische Umweltbehörde CARB das Wolfsburger Unternehmen bereits seit Monaten
wegen deutlich erhöhter Abgaswerte im Visier hatte.

VW-Entwickler haben demnach anscheinend noch zum Jahreswechsel 2014/15 die illegale Abschaltvorrichtung unbemerkt von den US-Behörden durch
ein Software-Update erweitert. Die Motorsteuerung konnte fortan noch klarer unterscheiden, ob das Auto auf einem Prüfstand getestet wurde oder auf
der Straße fuhr. Dafür wurde in die Software eine Funktion aufgenommen, die die Bewegung des Lenkrads erkannte. Sie stellte zuverlässiger fest,
wenn das Auto auf der Straße fuhr, und reduzierte daraufhin die Abgasreinigung.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 11. März 2016, 08:29:26
und alle sagen: 'wir haben's nicht gewusst'

wenn die so weitermachen steht demnächst in wolfsburg ein riesengebäude leer weil der jahresumsatz als busse fällig ist.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 16. März 2016, 09:46:09
Im Abgas-Skandal mehren sich für Volkswagen die juristischen Baustellen. Nun kündigt  der US-Staranwalt Michael Hausfeld an, in Deutschland
gegen den Autobauer vorgehen zu wollen. In einem Schreiben an VW fordert die Kanzlei Hausfelds ein Treffen mit der Spitze von Volkswagen
innerhalb der kommenden zwei Wochen. VW müsse im Abgas-Skandal alle Fakten auf den Tisch legen, heißt es in dem Schreiben, das der dpa
vorliegt. Die Kanzlei sei von deutschen Kunden und Unternehmen beauftragt worden, ihre Rechte wahrzunehmen.

Die Umrüstung der vom Abgasskandal betroffenen rund 2,5 Millionen VW-Fahrzeuge in Deutschland wird sich um mindestens sechs Wochen
verzögern. Wie die "Bild"-Zeitung meldet, hat VW bisher noch kein grünes Licht vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für seine Umrüstungspläne für
das Modell Passat bekommen. "Aktuell befindet sich die technische Lösung für den Passat durch das KBA in der Prüfung“, bestätigte ein KBA-Sprecher
gegenüber dem Blatt. Es gebe bisher noch keinen Rückruf, bestätigte ein VW-Sprecher gegenüber "Bild" die Verzögerung. Damit dürfte sich auch
die Umrüstung der Golf-Fahrzeuge, die nach dem Passat zurückgerufen werden sollen, deutlich nach hinten verschieben, schreibt die Zeitung weiter.

Profi-Investoren nehmen Volkswagen im Abgas-Skandal ins Visier. 278 institutionelle Großanleger - darunter der größte US-Pensionsfonds Calpers
und die Sparkassen-Fondstochter Deka - haben den Wolfsburger Autobauer auf Schadenersatz in Höhe von 3,255 Milliarden Euro verklagt.

Bei den Vorwürfen geht es darum, ob der Konzern seiner Auskunftspflicht gegenüber Anteilseignern nachgekommen ist. VW hatte erst Tage,
nachdem die US-Umweltbehörde EPA ihre Betrugs-Vorwürfe am 18. September öffentlich machte, über drohende finanzielle Konsequenzen informiert.
Volkswagen bekräftige mehrfach seine Auffassung, alle Informationspflichten befolgt zu haben.
Bei den Klägern handelt es sich um Anleger, die ab Mitte 2008 VW-Aktien gekauft haben. Sie fordern einen Ausgleich für die hohen Kursverluste, die sie
im Zuge der Affäre um manipulierte Emissionswerte erlitten haben. Laut Tilp wollen sich noch diverse andere Investoren der Klage anschließen.
«Das ist erst der Anfang», sagte der Anwalt. Das Landgericht war am Abend nicht für eine Bestätigung des Klageeingangs erreichbar.

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 20. März 2016, 12:12:06
fang mal an, nachmieter zu suchen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article153472974/Ein-Berg-der-VW-zu-erschlagen-droht.html
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 21. März 2016, 06:54:01
Dummheiten zu begehen ist eine Sache, dazu zu stehen eine ganz andere. Da unterscheiden sich Menschen kaum, ob als einfacher Mann

oder als Vorstands-chef.    -::
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 21. März 2016, 19:34:08
Na - vielleicht klappts ja dann jetzt mit der Übernahme des kläglichen fau....-Restes durch Porsche ohne Rechtsnachfolge.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/meldungen/Porsche-geht-in-die-Spur-article275005.html (http://www.n-tv.de/wirtschaft/meldungen/Porsche-geht-in-die-Spur-article275005.html)
Da braucht dann auch der Kredit nicht mehr so  groß zu sein.

Ich frag mich ja bloß - ob nicht einiges wieder am niedersächsischen Steuerzahler hängenbleibt.
Der Wert des Landesaktienpaketes an Fa..We..  dürfte stark gesunken sein , mit Tendenz abwärts.

Vielleicht sind die anderen Konzernteile schon heimlich beim Ausgründen ....
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 22. März 2016, 04:23:29
Zumindest bei der Kfz-steuerberechnung wegen niedriger Abgaswerte hat der Normal-bürger schon den schwarzen Peter.   Ot
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 04. April 2016, 10:09:30
Diese Reaktion hatte Michael Hausfeld nicht erwartet. Der US-Staranwalt versucht bereits seit Wochen, mit Volkswagen-Chef Müller ins Gespräch
zu kommen, um über mögliche Entschädigungszahlungen für europäische Diesel-Fahrer und VW-Investoren zu diskutieren.

Doch VW schaltet auf Stumm. Auf den ersten Brief, in dem Hausfeld um ein Treffen bis Ende März bat, hat Müller nicht reagiert. Den zweiten Brief,
den der gefürchtete Anwalt Ende vergangener Woche zustellen wollte, nahm VW gar nicht mehr an. Der Bote wurde weggeschickt. Die Begründung:
Im Zuge der Diesel-Krise sei die Übergabe von Dokumenten nicht mehr gestattet, berichten mit dem Vorgang vertraute Personen. Kuriere müsste
künftig eine konkrete Kontaktperson vorweisen, um Dokumente überreichen zu können. VW war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Hausfeld lässt sich von dem Katz-und Maus-Spiel nicht abschrecken. „Die Tatsache, dass der Konzern nun nicht einmal mehr Briefe entgegen nimmt,
zeigt, dass Ausnahme-Zustand herrscht“, sagte er. Hausfeld bereitet für eine Mandantin eine Klage in Deutschland vor und hat sich in den
vergangenen Tagen an das Kraftfahrtbundesamt und an die Finanzaufsicht Bafin gewandt, um Einsicht in Dokumente zu verlangen.

Und der Brief an Müller wird jetzt einfach mit der Post zugestellt.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 04. April 2016, 23:22:31
Ist zwar vom 1. April, könnte aber durchaus der Realität entsprechen:

Volkswagen: Keine neuen Dieselmotoren mehr

Damit hat kaum einer gerechnet: Volkswagen hat am Mittag bekanntgegeben, dass konzernweit keine neuen Dieselmotoren mehr entwickelt werden. Die Entwicklung aller geplanten Selbstzünder werde augenblicklich gestoppt, wie ein Sprecher verriet. Damit ziehe der Konzern die Konsequenzen aus dem Abgas-Skandal. Die derzeit angebotenen Dieselmotoren sollen spätestens 2018 vom Markt genommen werden. Die Kosten für eine Anpassung an die Abgasnorm Euro 6c seien einfach zu hoch, hieß es....

http://www.heise.de/autos/artikel/Volkswagen-Keine-neuen-Dieselmotoren-mehr-3160667.html (http://www.heise.de/autos/artikel/Volkswagen-Keine-neuen-Dieselmotoren-mehr-3160667.html)

die ganze Meldung
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Sandofan am 05. April 2016, 08:14:39

".....Die frei werdenden Mittel will Volkswagen vollständig in Gasantriebe investieren, wobei Auto-(LPG) und Erdgas (CNG) gleichermaßen zum Zuge kommen sollen....."

Sag ich doch - Gas ist geil! :thanks: ^-^
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 05. April 2016, 08:42:48
-- Die Spitzen des Konzerns planen eine intensive Zusammenarbeit mit der russischen Gazprom, wobei es Überlegungen geben soll, dem russischen
-- Staat einen Teil seiner Aktien abzukaufen. --

Wer von Euch würde sein Grundeinkommen " verkaufen " ? Doch wohl niemand. Kein Mensch vergibt die Grundlagen seiner Existenz.   <;-

Öl und Gas bleiben zumindest vorerst die Grundlage für einen Staatshaushalt. Das gilt auch für Russland.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 07. April 2016, 10:27:03
Volkswagen droht im Abgas-Skandal der erste Rechtsstreit mit einem US-Händler aus dem eigenen Vertragsnetz. Ein Handelspartner hat in Illinois
Klage eingereicht. Die Mehrheit der US-Autohäuser von VW reagiert solidarisch.

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte steht Volkswagen der erste Rechtsstreit mit einem Händler aus dem eigenen US-Vertragsnetz ins Haus.
Der Besitzer dreier Autohäuser reichte am Mittwoch bei einem Gericht im US-Bundesstaat Illinois Klage wegen Betrugs gegen den deutschen
Hersteller ein, wie die zuständige Anwaltskanzlei Hagens Berman mitteilte. Bei den Vorwürfen gegen VW geht es auch um unlautere
Vertriebspraktiken und Preisgestaltung.

Mit der Installation von illegalen Betrugs-Programmen zur Abgas-Manipulation habe Volkswagen Vertragshändler gezielt betrogen und in illegale
Praktiken verwickelt, meint Klägeranwalt Steve Berman. „VW hat Informationen über das „Dieselgate“-Fiasko zurückgehalten und die Händler
ich selbst überlassen, als der Skandal ausbrach.“ Der Frust im Vertragsnetz war zuletzt gestiegen. Auch eine andere Kanzlei hat eine vorbereitete
Klage in der Schublade. Anfangs hatten sich die Autohäuser noch loyal gegenüber VW gezeigt. Doch der Unmut nahm im März mit dem Rücktritt
des beim Vertrieb hochgeschätzten US-Chefs Michael Horn zu. Inzwischen fordern Händler immer offener Entschädigungen.

VW-Markenchef Herbert Diess hatte am vergangenen Samstag bei einem Treffen in Las Vegas versucht, die Verkäufer milde zu stimmen. Wie die
künftige Strategie des Konzerns auf dem US-Markt konkret aussehen wird, blieb jedoch weitgehend offen. Die Händler leiden erheblich unter dem
Diesel-Skandal. Die Affäre hat das Vertrauen in VW erschüttert und die Verkaufszahlen stark sinken lassen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 21. April 2016, 07:05:08
Vergleich in USA möglich

Volkswagen hat sich angeblich mit dem US-Justizministerium und den amerikanischen Umweltbehörden EPA und CARB in der Abgasaffäre auf
einen Vergleich geeinigt. Die "Welt" berichtet, VW wolle jedem betroffenen Kunden in Amerika 5000 Dollar zahlen. Die Zeitung beruft sich auf
Verhandlungskreise. Davon unabhängig müsse VW die Kosten für die Umrüstung des jeweiligen Autos tragen. Ein Sprecher des deutschen
Autokonzerns wollte den Bericht nicht kommentieren.

Das Einigungspapier könne am Donnerstagnachmittag deutscher Zeit dem zuständigen US-Richter Charles Breyer am Gericht in San Francisco
präsentiert werden, schreibt die "Welt" weiter. Damit solle vermieden werden, dass Breyer im Fall "Dieselgate" wie angedroht im Sommer
einen Prozess eröffne.
In den USA läuft am Donnerstag eine vom Bezirksgericht in San Francisco gesetzte Frist aus, bis zu der sich Volkswagen mit den Behörden
geeinigt haben muss. Der Konzern verhandelt seit Monaten mit der Umweltbehörde EPA und ihrem kalifornischen Pendant CARB über die Reparatur
oder den Rückkauf der rund 580.000 manipulierten Autos in den USA.

Für Volkswagen wäre eine Einigung mit den Umweltbehörden ein wichtiger Schritt bei der Bewältigung der Dieselaffäre . Dann wäre nämlich absehbar,
wie viel Geld VW für den Skandal insgesamt zur Seite legen muss. Der Konzern will am Freitag vorläufige Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr präsentieren.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 22. April 2016, 08:34:52
VW kauft sich Zeit und verliert viel Geld

Die gute Nachricht: Autobauer Volkswagen hat im Abgas-Skandal eine Grundsatzeinigung mit dem US-Justizministerium und damit einen wichtigen
Erfolg erzielt. Die schlechte: Es wird teuer werden.

Charles Breyer weiß, was er Volkswagen zumutet. „Ich habe aggressive Fristen gesetzt“, räumte der Bezirksrichter am Donnerstag bei der großen
VW-Anhörung in San Francisco ein. VW und die US-Behörden hätten sieben Tage die Woche und oft mehr als 14 Stunden am Tag an einer Einigung
in Sachen Diesel-Gate gearbeitet. Der Druck hat geholfen: VW hat am Donnerstag eine Grundsatzeinigung mit dem US-Justizministerium erzielt.
Der Konzern wird den rund 580.000 betroffenen Autofahrern in den USA eine „substanzielle Entschädigung“ zahlen, verkündete Breyer.
Zudem könnte VW alle knapp 500.000 Autos mit Zwei-Liter-Motoren zurückkaufen, wenn keine technische Lösung gefunden wird.

Derzeit würden die Aufsichtsbehörden noch prüfen, ob sie eine Umrüstung genehmigen können. Um die Umweltschäden zu kompensieren, die
durch die überhöhten Abgaswerte entstanden sind, muss der Wolfsburger Konzern zudem einen Umweltfonds auflegen. Die Einigung in den
USA ist wichtig für den Konzern, der Ende des Monats das Ergebnis für das Jahr 2015 vorlegen muss. Die zusätzlichen Rückstellungen
verschaffen nun Klarheit. Doch klar wird damit auch, dass Volkswagen auf den größten Verlust in der Firmengeschichte zusteuert.

Am Freitag wird der Aufsichtsrat in Wolfsburg über den Jahresabschluss beraten. Es wird erwartet, dass VW eine Pflichtmitteilung an die Aktionäre
herausgibt, sobald der Aufsichtsrat die Geschäftszahlen abgesegnet hat.
Auf der Tagesordnung der Aufseher stehen noch drei weitere heikle Punkte: die Dividende, die Höhe der Boni für den Vorstand und der
Zwischenbericht der Anwaltskanzlei Jones Day, die den Diesel-Skandal aufklären soll. Es wird eine rege Diskussion erwartet, vor allem um den letzten Punkt.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 26. April 2016, 09:32:57
VW-Abgasskandal: Deutsche Käufer als Kunden zweiter Klasse

Am vergangenen Freitag wurde veröffentlicht, dass der Volkswagen-Konzern bereit ist, die vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge von
US-amerikanischen Käufern zurückzukaufen. Der Rückkauf soll zu dem Wert der Fahrzeuge vor Bekanntwerden des Abgasskandals im vergangenen
September erfolgen. Ferner soll jeder Betroffene US-Bürger 5.000 USD als pauschalierten Schadenersatz erhalten. Für deutsche und europäische Kunden
verschließt sich der Konzern hingegen nach wie vor jeglichen Einigungsbemühungen. Vielmehr werden die Ansprüche der Kunden in Bausch und
Bogen zurückgewiesen. Großkanzleien werden stattdessen damit beauftragt, dafür zu sorgen, dass nach Möglichkeit sämtliche Klagen abgewiesen werden.

Fakt ist, dass hier ein vollkommen gleichartiger Sachverhalt ungleich behandelt wird. Der Grund liegt darin, dass die deutschen Behörden ihren Aufgaben
nur unzureichend nachkommen und nicht wie die amerikanischen Umweltbehörden Druck auf den Hersteller ausüben sondern ihm als Steigbügelhalter
dienen, wo es nur geht. Als Vertreter von mehreren Hundert Geschädigten halten wir diesen Vorgang für empörend.
Der Bundesverkehrsminister möge seine Aufgaben erfüllen. Er hat die Einhaltung der Rechtsnormen sicherzustellen und ist dafür als oberstes
Exekutivorgan verantwortlich. 2,4 Mio. Dieselfahrzeuge alleine aus dem VW-Konzern fahren derzeit mit rechtswidrigen Abschalteinrichtungen durch die
Lande und stoßen ein Vielfaches der erlaubten Stickoxide aus.

Die EU-Typengenehmigungen wurden bekanntlich unter Manipulation der Messwerte erschlichen und sind daher rechtswidrig erteilt worden. Darauf
beruht die ABE der Fahrzeuge, die somit ebenfalls rechtswidrig erteilt wurde.
Nach der gesetzlichen Anordnung erlischt die ABE kraft gesetzlicher Anordnung, wenn die der Genehmigung zugrundeliegenden Werte nicht
eingehalten werden. Die Rechtslage ist dieselbe wie bei einem nachträglichen Eingriff in die Motorsteuerung durch ein Chiptuning.

Der Verkehrsminister hat ohne Ermächtigungsgrundlage verfügt, dass die Straßenverkehrsämter und das KBA zunächst keine weiteren Maßnahmen
ergreifen mögen. Das ist rechtswidrig. Er ist an Gesetz und Recht gebunden.

Quelle:  auto-news
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Roli am 26. April 2016, 12:58:21
 :o
Als fauvee-Kunde hätte ich wg. dieses Sachverhaltes eine übergroße H-Kappe auf und würde sicherlich nie wieder ein  Erzeugnis dieses Hauses erwerben.... Ot
Da sollte man als Verbraucher m.M.n. dann auch mal dauerhaft konsequent sein.  Prx
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: diesonja am 26. April 2016, 19:03:53
Es gibt noch andere Automarken...  Prx
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Mondeo214 am 26. April 2016, 20:06:02
Zum großen Glück ist das so Sonja-mir kommt jedenfalls kein VW
in meine Garage Ot Ot Ot
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 27. April 2016, 09:45:50
Leider lief das Genehmigungsverfahren nicht nur bei Vauuweh auf krummen Wegen:

http://goo.gl/T0k5bU (http://goo.gl/T0k5bU)

( Der von einem Manipulationsskandal erschütterte japanische Autokonzern Mitsubishi Motors hat eine unzulässige Testmethode für Verbrauchswert
bereits seit dem Jahr 1991 benutzt.
Das teilte das Unternehmen laut Medienberichten dem Transportministerium in Tokio am Dienstag mit. Mitsubishi Motors hatte die Manipulationen an
Kleinstwagen kürzlich gestanden. )
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 14. Mai 2016, 06:42:17
Autofahrer zahlen offenbar Millionen

Deutsche Autofahrer zahlen für gesetzlich vorgeschriebene Abgasuntersuchungen offenbar Millionen Euro pro Jahr, obwohl die Tests keine Aussagekraft
mehr besitzen. Das geht laut "Bild"-Zeitung aus Berechnungen der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Fraktionsvize Krischer spricht von "Abzocke".

Angesichts der Manipulationsvorwürfe gegen mehrere Autohersteller wird die Kritik an den gesetzlich vorgeschriebenen Abgasuntersuchungen lauter.
Die "Bild"-Zeitung berichtet unter Berufung auf Berechnungen der Grünen-Bundestagsfraktion, die Kosten für die Tests beliefen sich für die Autobesitzer
auf 666 Millionen Euro im Jahr.
Die Grünen kritisieren, dass bei neueren Modellen zumal nur noch der Bordcomputer ausgelesen werde, nicht aber die Emissionen am Auspuff überprüft
würden. "Das ist Abzocke", sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. Er forderte Verkehrsminister Alexander Dobrindt auf, endlich ernsthafte Abgastests
einzuführen. Stattdessen würde er das Thema weiter aussitzen und damit die Schummeleien der Autoindustrie decken.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich auch der Prüfkonzern Dekra für eine umfangreiche Reform der Auto-Abgasprüfungen ausgesprochen. Laut Dekra-Chef
Stefan Kölbl sei das Prüfwesen nicht mehr zeitgemäß. Neben neuen Zulassungs-Tests für Autos im Labor und auf der Straße, wie sie demnächst geplant
sind, brauche es auch eine wirksame Marktkontrolle. Prüfkonzerne wie Dekra oder TÜV sind im Zuge des VW-Abgasskandals selbst in die Kritik geraten.
Sie werden von den Herstellern für die Messungen für die Typgenehmigungen neuer Modelle bezahlt.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 25. Mai 2016, 06:10:06
VW macht Fortschritte im USA-Rechtsstreit

VW macht in den Verhandlungen um eine Beilegung des Mammutverfahrens in den USA weitere Fortschritte. Der Konzern sei auf einem guten Wege,
fristgemäß bis zum 21. Juni einen Vergleich mit den Hunderten klagenden Autobesitzern und den US-Behörden zu präsentieren,
sagte der zuständige Richter Charles Breyer bei einer Anhörung am Dienstag in San Francisco. Er sei "extrem dankbar" für die Anstrengungen,
die alle Beteiligten unternähmen, um rechtzeitig eine Lösung zu finden.
Wie bereits im April kündigte Breyer erneut an, dass Autos zurückgekauft oder umgerüstet werden müssten. Darüber hinaus sollen Besitzer von
manipulierten Dieselwagen eine "substanzielle Entschädigung" erhalten, bekräftigte der Richter. Neue Details einer möglichen Lösung nannte er nicht.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 04. Juni 2016, 08:58:00
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat heute die technischen Lösungen für die Volkswagen Modelle Passat, CC und Eos mit 2,0l-TDI
des Motortyps EA 189 freigegeben. Mehr als 800 000 von der Diesel-Thematik betroffene Fahrzeuge werden nun in die Werkstätten
gerufen. Betroffene Fahrzeughalter werden angeschrieben und können anschließend zeitnah einen Service-Termin mit einem Volkswagen
Partnerbetrieb vereinbaren.

In Deutschland erfolgt die Information der Kunden in einem zweistufigen Verfahren. Alle betroffenen Halter wurden in der ersten Stufe bereits
durch ein mit dem KBA abgestimmtes Schreiben benachrichtigt, dass ihr Fahrzeug von der Umrüstaktion betroffen ist. Im einem zweiten
Schreiben werden die Kunden dann gebeten, einen Termin mit einer Vertragswerkstatt ihrer Wahl zu vereinbaren. In mehreren Etappen wird
dieses Schreiben in Kürze auch an die Halter der betroffenen Modelle Passat, CC und Eos mit 2,0l-TDI-Motor mit den Leistungsstufen
81 kW / 110 PS, 100 kW / 136 PS und 103 kW / 140 PS gesendet.

Die Fahrzeuge erfüllen nach der Umrüstung alle gesetzlichen Anforderungen. Das KBA hat außerdem uneingeschränkt bestätigt, dass die
technischen Lösungen für diese Modelle keine Veränderungen der Verbrauchswerte, Leistungsdaten und Geräuschemissionen herbeiführen.
Zuvor hatte das KBA dies für alle anderen bisher für den Rückruf freigegebenen Fahrzeuge bereits versichert.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 24. Juni 2016, 06:51:32
Im Abgasskandal hat sich Volkswagen offenbar mit der US-Regierung und Kunden auf eine Entschädigungssumme geeinigt.
Insgesamt soll es um neun Milliarden Euro gehen.

Zur Beilegung von Schadenersatzforderungen wegen des Abgasskandals will Volkswagen umgerechnet rund neun Milliarden Euro zahlen. Das berichten
die Nachrichtenagenturen AP und AFP und berufen sich auf informierte Kreise.
Demnach haben US-Behörden und der Autokonzern vereinbart, den Großteil der Summe darauf zu verwenden, betroffene Dieselfahrzeuge zu reparieren,
zurückzukaufen und die Besitzer zu entschädigen. Ein Teil der Summe seien aber auch Strafzahlungen an die US-Regierung sowie für ein Programm zur
Bereinigung von Umweltschäden.

Das Angebot richte sich an etwa 480.000 US-Besitzer von Wagen mit Zwei-Liter-Dieselmotoren, deren Abgaswerte bei Tests manipuliert worden waren.
Die Besitzer haben demnach die Wahl, ihre Autos zu jenem Wert an VW zurückzuverkaufen, den diese vor Bekanntwerden des Abgasskandals im September
2015 hatten, oder sie zu behalten und den Autobauer für die Reparatur aufkommen zu lassen. Unabhängig davon soll jeder von ihnen noch einmal zwischen
1.000 und 7.000 Dollar Entschädigung bekommen, je nach Alter des Wagens.

VW und die US-Umweltbehörde Epa äußerten sich bislang nicht zu den Berichten. Laut AP soll die Einigung  am kommenden Dienstag offiziell verkündet
werden. Unklar sei bei den Verhandlungen zwischen Anwälten von Fahrzeughaltern, VW und US-Behörden noch, wie genau der Autobauer die
betroffenen Dieselfahrzeuge reparieren soll. Experten gehen davon aus, dass dafür ein größerer Katalysator eingebaut oder Harnstoff in den Auspuff
eingespritzt werden könnte, der die Schadstoffe unschädlich macht.

Ein Gericht in Südkorea hat unterdessen wegen des Abgasskandals Haftbefehl gegen einen VW-Manager erlassen. Dem Vertreter der südkoreanischen
VW-Tochter werden unter anderem Dokumentenfälschung und die Verletzung der Gesetze zur Luftreinhaltung vorgeworfen, sagte ein Gerichtssprecher
am Freitag. Den Namen des Betroffenen nannte er nicht. "Das ist erst der Anfang der Ermittlungen", sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft.
Eine Volkswagen-Sprecherin in Südkorea lehnte eine Stellungnahme ab.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: diesonja am 28. Juni 2016, 17:15:07
Volkswagen zahlt bis zu 14,7 Mrd Dollar für Einigung im Dieselskandal

Volkswagen wird die Bereinigung des Dieselskandals alleine in den USA nahezu 15 Milliarden US-Dollar kosten. Eine beim Bundesbezirksgericht in
San Francisco vereinbarte außergerichtliche Einigung mit Regulierern und Autobesitzern sieht vor, dass der Konzern bis zu 10,03 Milliarden Dollar für die
Entschädigung von betroffenen Käufern von Dieselfahrzeugen mit 2,0-Liter-Motoren zahlt. Zudem zahlt VW 2,7 Milliarden Dollar in einen Umweltfonds,
weitere 2 Milliarden Dollar fließen in die Förderung von Null-Emissions-Technologien, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht.

Die bisher größte außergerichtliche Einigung eines Autobauers wurde mit dem US-Justizministerium, der Umweltschutzbehörde (EPA),
der Handelskommission (FTC), kalifornischen Regulierern und Anwälten der betroffenen Verbraucher vereinbart. Weitere mögliche oder
strafrechtliche Bußen, die das Justizministerium beschließen könnte, sind damit noch nicht vom Tisch. Die Einigung umfasst hunderte Seiten.

Unabhängig von ihrer Entscheidung erhalten alle betroffenen Kunden eine zusätzliche Entschädigung von 5.100 bis nahezu 10.000 Dollar. Die Kunden
können sich mit der Entscheidung mehr als zwei Jahre Zeit lassen. Volkswagens Rechnung steige nur für den Fall, dass sich alle Kunden für den
Rückkauf durch VW entschieden, auf die Summe von 10,03 Milliarden Dollar. Betroffen seien 482.000 Dieselfahrzeuge aus den Modelljahren 2009
bis 2015, darunter Jetta, Passat, Beetle, Golf und Audi A3
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 30. Juni 2016, 10:34:23
wie üblich, sind immer die anderen schuld.

http://www.welt.de/wirtschaft/article156669445/So-schickt-Bruessel-VW-in-die-Pleite.html

jetzt soll die EU schuld sein. WIR sind immer die guten und die in BRUESSEL die schlechten.

nein freunde, so ist es nicht. fauwee hat sich das selber eingebrockt, und soll es auch ausbaden. warum sollen nur die us bürger entschädigt werden und die eu bürger nicht?

von denen würde ich nicht mal ne polo kaufen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 09. Juli 2016, 05:10:25
Durch Abgas-Manipulationen hat der Autokonzern Millionen Euro Gewinn gemacht, der ohne den Betrug wohl nicht angefallen wäre. Doch laut eines
Medienberichts will die Staatsanwaltschaft Braunschweig das Geld haben.

In der Abgasaffäre droht Volkswagen einem Medienbericht zufolge eine Millionen-Strafe in Deutschland. Demnach hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig
ein Bußgeldverfahren gegen den Autobauer eingeleitet. Im Rahmen des Verfahrens könnte die Behörde die Gewinne abschöpfen, die VW durch den
weltweiten Verkauf von elf Millionen Fahrzeugen mit manipulierten Schadstoffwerten erzielte.

Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe von der Braunschweiger Ermittlungsbehörde sagte, bei dem Verfahren gehe es um zwei Aspekte: Einmal um die
Ahndung eventueller Ordnungswidrigkeiten durch Geldbußen sowie, darin inbegriffen, gegebenenfalls auch um die „Abschöpfung des wirtschaftlichen
Vorteils“, den VW durch den weltweiten Verkauf von elf Millionen Fahrzeugen mit mutmaßlich manipulierten Schadstoffwerten gehabt haben könnte.
Nach Erfahrungen mit anderen Firmen geht es um Beträge bis 1 Millarde Euro.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 23. Juli 2016, 07:52:52
Vorwürfe gegen Top-Management

Neues Ungemach für VW in der Abgasaffäre: Ungeachtet eines bereits ausgehandelten Milliarden-Vergleichs kündigten mehrere US-Bundesstaaten
Klagen gegen VW an und erhoben erhebliche Vorwürfe auch gegen das Top-Management. Die Manipulation mit einer speziellen Software sei auf
höchster Ebene geplant und genehmigt gewesen, auch der damalige Vorstandschef Martin Winterkorn sei beteiligt gewesen, heißt es in einer
gemeinsamen Mitteilung der Generalstaatsanwälte von New York, Maryland und Massachusetts, Eric Schneiderman, Brian Frosh und Maura Healey,
vom 20. Juli 2016. Ein Sprecher des New Yorker Generalstaatsanwalts sagte, allein im Staat New York seien der neuen Klage zufolge Strafen für VW
in Höhe von 500 Millionen US-Dollar möglich.

Staatsanwalt Schneiderman: "Es ist schockierend, was wir bei unseren Ermittlungen herausgefunden haben. Hier wurde wissentlich und willentlich,
gerissen und zynisch betrogen." Die 90-seitige Anklageschrift enthält schwere Anklagen, auch gegen den aktuellen VW-Chef Müller und seinen
Vorgänger Winterkorn: "Schon 2006 soll Müller – damals noch Chef des Projektmanagements bei Audi – in einer Mail davon erfahren habe, dass
die Harnstofftanks in Amerika größer sein müssten als in Europa, um die Abgaswerte einzuhalten. Auch der ehemaige Vorstandsvorsitzende
Martin Winterkorn – damals Audi-Chef – soll kurz zuvor von dem Problem informiert worden sein".
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 28. Juli 2016, 05:50:45
Das Kraftfahrt-Bundesamt lässt den Kohlendioxid-Ausstoß von VW-Fahrzeugen neu ermitteln. Die Flensburger Behörde ordnete die Überprüfung der
Emissionswerte der Fahrzeugtypen an, für die Volkswagen falsche Angaben gemacht hatte.

Ein Sprecher des Kraftfahrt-Bundesamtes erläuterte, betroffen seien Euro-6-Fahrzeuge mit dem Motorentyp EA288 mit 1,4-, 1,6- und
2,0-Liter-Dieselmotor und der 1,4-Liter-Benziner. Laut VW beschränkt sich das Problem bei den Benzinern auf Autos mit Zylinderabschaltung.
Die EU-Kommission setzte VW unterdessen eine Frist. Binnen zehn Tagen, gerechnet ab dem 9. November, sollen die Wolfsburger erklären,
welche Modelle und wie viele Autos von Manipulationen beim Kohlendioxid-Ausstoß betroffen sind.

Die falschen CO2-Angaben waren bei Untersuchungen aufgefallen, die Volkswagen nach Bekanntwerden der Manipulation von Diesel-Emissionswerten
eingeleitet hatte. Der Wolfsburger Autobauer hatte nach langem Zögern im September zugegeben, Abgaswerte mit einer Software frisiert zu haben.

Deutschland: Erster Großkunde klagt

Seit kurzem will der erste Großkunde von Dienstwagen juristisch gegen Volkswagen vorgehen. Die Deutsche See aus Bremerhaven bereitet der Bild
am Sonntag zufolge eine Millionenklage gegen den Konzern wegen arglistiger Täuschung vor. "Wir fühlen uns aufs Übelste hintergangen",
sagte Firmenchef Egbert Miebach der Zeitung. Der Marktführer für Meeresfrüchte und Volkswagen hatten 2010 eine Partnerschaft mit
"ökologischer Nachhaltigkeit" geschlossen. Die 456 geleasten Kleinlaster für den Fischtransport sollten besonders umweltverträglich und abgasarm
sein, in vielen steckte aber die manipulierte Software. Laut Miebach seien die Gespräche mit VW seit Bekanntwerden des Skandals
"dramatisch unbefriedigend" verlaufen: "Wir wollen jetzt unser Geld zurück."
Seine Anwälte kommen der Zeitung zufolge auf eine Summe von 36 Millionen Euro.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 03. August 2016, 08:11:14
Südkorea verbietet den Verkauf von Volkswagen-Modellen

Südkorea hat den Verkauf von fast allen Fahrzeugmodellen des Volkswagen-Konzerns gestoppt und ein Bußgeld gegen das deutsche Unternehme
verhängt. Die Zulassungszertifikate von 83.000 Autos der Marken Volkswagen, Audi und Bentley seien zurückgezogen worden, teilte das Umweltministerium
mit. Der Hersteller muss 17,8 Milliarden Won (14,3 Millionen Euro) Strafe zahlen.
Mit dem Verkaufsverbot von 80 Modellvarianten reagierte das Ministerium auf Unregelmäßigkeiten, die in Dokumenten über Emissionswerte und
Lärmtests gefunden wurden. Volkswagen wird beschuldigt, Unterlagen geschönt zu haben, um so die Zulassung für Importautos in Südkorea
zu beschleunigen.

Eine Wiederzulassung der Fahrzeuge könnte sich über Monate hinziehen. "Normalerweise dauert es drei Monate für die Zulassung von Autos.
Bei Volkswagen könnte es allerdings länger dauern, da wir das gründlich prüfen", sagte ein Vertreter des Umweltministeriums.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 03. August 2016, 11:18:08
Frankreich hat das Abgasverhalten gründlicher getestet:

http://www.tagesschau.de/ausland/diesel-103.html
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 16. August 2016, 07:28:06
VW droht in den USA ein teures Strafverfahren

Laut einem Zeitungsbericht haben US-Ermittler Belege für "kriminelles Fehlverhalten" bei Volkswagen. Auf das Unternehmen könnten weitere
hohe Geldstrafen zukommen.
Neben den milliardenschweren Entschädigungszahlen in den USA muss Volkswagen womöglich auch noch hohe Geldstrafen im Zusammenhang
mit einem Strafverfahren zahlen. Wie die Zeitung Wall Street Journal berichtet, sollen Ermittler der Staatsanwaltschaft und des US-Justizministeriums
ausreichend Belege dafür gesammelt haben, dass sich VW mit der Manipulation der Abgaswerte eines "kriminellen Fehlverhaltens" schuldig
gemacht hat. Diese Ermittlungsergebnisse könnten zu einer strafrechtlichen Anklage und "beträchtlichen finanziellen Strafen" führen, schreibt die
Zeitung weiter. Mit Verweis auf Insider spricht das Wall Street Journal von einer möglichen Strafe in Höhe von mehr als 1,2 Milliarden Dollar.

Weder die Justiz in den USA noch Volkswagen wollten den Bericht kommentieren. VW erklärte lediglich, das Unternehmen sei "bemüht,
das Vertrauen unserer Kunden, Händler, der Regulatoren und der amerikanischen Öffentlichkeit zurückzugewinnen". Ein Sprecher des
Justizministeriums in Washington lehnte jeden Kommentar ab.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Vaddi am 16. August 2016, 17:10:55
Ich möchte jetzt nur mal wissen wer von den ganzen Autoherstellern nicht irgendwie, irgendwo trickst um gewisse Normen einzuhalten. Wenn man jeden mal genau unter die Lupe nimmt, findet man immer ein Haar in der Suppe. Für mich sind reale Kraftstoffverbrauchswerte ausschlaggebend in bezug auf Leistung , Hubraum und Gewicht des Fahrzeuges. Wenig Verbrauch = wenig Schadstoffe, viel Verbrauch = viel Schadstoffe, so einfach ist das. Denn im besten Fall kommt nach diversen Abgasreinigungsvorrichtungen immer CO² raus. ;.)   
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 16. August 2016, 21:55:03
Es ist ein großer Unterschied  - ob festgelegte Rahmenbedingungen für den NEFZ (oder andere genormte Kontrollzyklen) aggressiv ausgenutzt werden;
oder ob eine angebene und beworbene Funktion (wie z.B das adBlue Verfahren) im Normalbetrieb (ohne triftigen Grund) einfach abgeschaltet wird.
Und wenn ein derartiges Verhalten noch nichtmal als Motorschutz bei der Zulassung deklariert wurde - dann ist das schwerster Betrug am Kunden und
speziell in den USA auch ein kriminelles Umweltvergehen.  Das besonders schwerwiegende ist zudem, daß kein anderer Hersteller von Dieselfahrzeugen es ernsthaft
in den USA (wo großkalibrige Benziner gehätschelt werden) versucht den (eh' geringen) Markt zu erobern.
Die (bekannten) Risiken scheinen alle abgeschreckt zu haben.

Nur Fa****h, die mit ihrer Marktmacht und Lobbyismus in Europa scheinbar völlig den Realitätssinn verloren haben, und  als die die neue Nummer 1 der Welt
den US-Markt beherrschen wollten.  Dabei aber völlig übersehen , daß die rechtlichen, politischen und Einflußbedingungen völlig andere sind.

In Europa kann man sich Dreckschleudern grün rechnen, indem ein Verhältnis Kraft zu Masse und Verbrauch als Maßstab deklariert wird.
Damit werden dann leistungs- und verbrauchsstarke schwere Boliden zu grünen Sparmonstern, während Kleinwagen mit wenig Gewicht und
halbwegs leistungsstarken Motoren zu Spritfressern umdeklariert werden.

Ich finde es nur bemerkenswert, daß die ganzen Strafen, Gerichtsverfahren, Umrüstungen, Rückrufe etc. - insgesamt nur einen (!!) Jahresgewinn bei Fa***h ausmachen.
Letztlich wird das Ganze von den  Fa***h Kunden und dem Steuerzahler bezahlt.
Der Konzern hat an einigen Standorten schon Steuerrückzahlungen wegen Gewinnausfalls beantragt.

Ich bin mal gespannt welche Hilfs- und arbeitsplatzerhaltenen Maßnahmen  uns dort in nächster Zukunft untergejubelt werden, damit ja die  "Leistungsträger"
keine Gewinneinbußen (äh Leistungseinbußen)  hinnehmen müssen.

Der blaue Umweltengel sieht auch schon sehr tot aus.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: diesonja am 05. September 2016, 19:23:29
EU-Kommission wirft VW Verletzung von Verbrauchergesetzen vor

Derzeit würden in Brüssel Informationen aus allen EU-Ländern ausgewertet, sagte die zuständige EU-Kommissarin Vera Jourova.  " Eines zeichnet
sich aber bereits jetzt ab: Volkswagen hat in den meisten Mitgliedsstaaten klar gegen europäische Verbraucherschutzgesetze verstoßen. Ich halte
es deshalb für notwendig, dass wir auf europäischer Ebene koordinierend eingreifen ".

Die EU-Kommission wolle die betroffenen Konsumenten bei der Durchsetzung von Entschädigungen unterstützen. Auf Anfrage nannte eine
Kommissionssprecherin am Sonntag aber keine Zahl. Auch erklärte sie: Ob Verbraucher einen rechtlichen Anspruch auf Entschädigung hätten, müssten
nationale Gerichte auf Grundlage der einzelnen Fälle klären.

Laut "Welt" soll beraten werden, wie die EU-Kommission den Verbraucherschützern durch Koordinierungsmaßnahmen dabei helfen kann, die
Interessen der Konsumenten zu unterstützen und wie eine abgestimmte Strategie zur Durchsetzung von Entschädigungen aussehen kann.
Welche Folgen dieses Vorgehen für Volkswagen haben könnte, kann noch nicht beziffert werden.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 05. September 2016, 19:40:00
gerade die EU braucht sich jetzt nicht so aufspielen und einen auf unschuldig machen. die zuständigen ressorts wussten schon einige jahre lang, dass da was im busch ist und ist der sache nicht nachgegangen.

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/europamagazin/sendung/sendung-vom-04092016-dieselgate-verdacht-stickstoffwerte-labortests-joint-research-center-strassentests-100.html

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/dieselgate-103.html

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/dieselgate-107.html

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 06. September 2016, 10:23:15
stimmt schon, aber nicht unbedingt deren fehler. sie wurden halt vom gut bezahlten autolobby schwer unter druck gesetzt. Ow Ow
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 06. September 2016, 12:46:42
natürlich ist das deren fehler. sie wussten schon sehr lange von unregelmäßigkeiten und sind diesen nicht nachgegangen. sowas nennt man untätigkeit im amt.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: diesonja am 06. September 2016, 20:18:51
Bosch in VW-Skandal schwer belastet

Beim Autozulieferer Bosch gibt es nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" Hinweise auf eine massive Verwicklung in die
Abgasaffäre von Volkswagen. Das Stuttgarter Unternehmen wusste demnach, dass ihre Software zu Manipulationszwecken eingesetzt werden sollte.

VW hat jahrelang Kunden und Behörden getäuscht. Im realen Straßenbetrieb stießen Diesel-Autos deutlich mehr Abgase aus als auf dem Prüfstand
der Behörden. Mithilfe einer speziellen Abschalteinrichtung, des sogenannten "defeat device", wurden die Motoren entsprechend gesteuert. Und diese
Software haben Bosch-Ingenieure jahrelang mitentwickelt und deren Existenz offenbar den Behörden gegenüber verschleiert. Dem Zulieferer war dabei
klar, dass eine derartige Abschalteinrichtung verboten ist. Das geht aus einer in den USA vorliegenden Klageschrift von VW-Kunden gegen Bosch hervor.

Quellen:  ard , stuttgarter zeitung  und andere   (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bosch-abgasmanipulationen-101.html)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Vaddi am 11. September 2016, 13:29:11
Natürlich!!!!!!! Jetzt ist der Zulieferer auch noch mit Schuld. Bosch hat nur das produziert was von VW in Auftrag gegeben wurde. Wer zahlt schafft an!!!!
 
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 12. September 2016, 06:01:36
Wobei allerdings beachtet werden sollte, das diese dubiose Abschaltsoftware ohne Bosch nicht beseitigt werden konnte.

Zitate: " Volkswagen habe selbst keine Änderungen an der Software vornehmen können, ohne dass diese Modifikationen von Bosch getestet und
zugelassen werden mussten, behaupten US-Kläger. Das geht aus einer zugänglichen, 742-seitigen amerikanischen Zivilklage hervor, die der "Welt" vorliegt.

Besonders verdächtig macht Bosch in den Augen der Kläger, dass der Zulieferer in einem Schreiben vom 2. Juni 2008 "ausdrücklich verlangt" habe,
dass Volkswagen Bosch entschädigen müsse, wenn der Zulieferer wegen der von ihm entwickelten Abschalteinrichtung in Haftung genommen
werden sollte.

Dabei soll Bosch selbst die Formulierung "defeat device" (Abschaltvorrichtung) verwendet und darauf hingewiesen haben, dass deren Einsatz nach
US-Recht verboten sei. Volkswagen habe die Zusicherung aber offenbar verweigert, Bosch von der Haftung freizustellen, heißt es in der Klageschrift.
Bosch habe die Software trotzdem weiterentwickelt. "
Ende der Zitate

Die wußten also schon alle was sie tun.   Ou
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 12. September 2016, 10:14:29
darum ist es auch nicht richtig, das irgendeine behörde spezial anlasten zu wollen. ALLE haben weggeschaut. zuerst wohl die unmittelbar betroffenen behörden in nächster nähe.

die amis haben ein anderes rechtsverständnis und hauen, auch weil es kein einheimischer hersteller ist, gewalltig auf die pauke. hier in eur gibt es weniger klagemöglichkeiten. und das dobrind schaut einfach weg oder versucht's den ländern anzuhängen. wie hiess das so schön? 'untätigkeit im amt'
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 12. September 2016, 11:28:21
übrigens, warum verstecken alle sich so unter dem englischen euphemismus 'defeat device'?? auf landläufigem deutsch würde ich das 'beschiss programm' nennen.  ;.) ;.)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 17. September 2016, 08:56:23
übrigens, 'untätigkeit im amt'?? zuerst mal vor der eigenen türe wischen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/volkswagen-abgasaffaere-umweltministerium-loeschte-hinweise-auf-betrugssoftware-a-1112613.html

es gibt so berühmte oder berüchtigte sprüche. in diesem fall passt auch 'wir haben es nicht gewusst'

offensichtlich wurde im ganzen knäuel legislative - executive - industrie strukturiert beschissen. und jetzt die städte schliesen wegen atemluft! dass in diesem fall das vertrauen in den parteien und behörden im eimer ist, ist nur logisch.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 20. September 2016, 07:14:25
Umrüstung von VW-Dieseln geht nur langsam voran

Volkswagen kommt mit der Überarbeitung der Skandal-Motoren nicht recht voran. Ein Jahr nach Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen hat der
Konzern erst bei einem Bruchteil der Motoren nachgebessert. Das gab der für den Diesel-Rückruf in Europa zuständige VW-Manager Manfred Bort
im am Montag erschienenen Mitarbeiter-Magazin "Inside" zu.
Für die in Europa betroffenen 8,5 Millionen Diesel-Fahrzeuge habe das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) demnach bisher 60 Prozent der nötigen technischen
Umrüst-Genehmigungen erteilt. "Zehn Prozent davon sind bereits mit guten Ergebnissen umgerüstet. Dennoch ist noch einiges zu tun, um den Rest
der Software-Varianten zu entwickeln und zu prüfen", sagte Bort. Laut seiner Rechnung wären damit erst gut 500.000 Wagen umgerüstet.

Bort sagte weiter: "Wir setzen alles daran, bis November die Freigaben für alle Software-Varianten zu erhalten. Bis Jahresende wollen wir alle
betroffenen Kunden in Deutschland informieren, dass die technische Lösung für ihr Auto verfügbar ist." Für den Heimatkontinent sagte Bort:
"Ich bin zuversichtlich, dass wir im Laufe des nächsten Jahres den Rückrufprozess abgeschlossen haben werden."
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 24. September 2016, 08:29:02
und die politik hat fleißig dazu beigetragen:   

http://www.tagesschau.de/inland/automobil-lobby-101.html
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 26. September 2016, 07:05:06
Frankreich: Weitere Abgastests angeordnet

Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal hat nach Auffälligkeiten bei Abgastests weitere Untersuchungen angekündigt. Die nach dem
Abgasskandal bei Volkswagen eingesetzte Expertenkommission werde sieben Fahrzeuge weiteren Tests unterziehen, teilte das Ministerium mit.
Dabei solle den zuvor festgestellten Überschreitungen von Abgasnormen nachgegangen und die Software der Fahrzeuge näher unter die Lupe
genommen werden.

Die französische Regierung hatte nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals Nachmessungen an 86 Modellen angeordnet. Dabei stellte sie
Werte fest, die vor allem außerhalb des Labors teils deutlich über den Abgasnormen lagen. Laut dem Ende Juli 2016 veröffentlichten
Abschlussbericht konnte die Kommission bei anderen Anbietern zwar keine Betrugssoftware wie bei Volkswagen nachweisen. Mangels ausreichender
Informationen mancher Anbieter sah sie sich aber nicht in der Lage, weitere solche Einrichtungen definitiv auszuschließen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 23. Oktober 2016, 03:16:14
Volkswagen und sein Chefhistoriker trennen sich. Laut VW in gegenseitigem Einvernehmen.
Die Presse berichtet dagegen über Unstimmigkeiten wegen einer Studie.

Der bisherige Chefhistoriker von Volkswagen, Manfred Grieger, und sein Arbeitgeber gehen getrennte Wege. Laut Aussage eines
VW-Sprechers geschehe die Trennung in gegenseitigem Einvernehmen. Griegers Aufgabe als Leiter der Historischen Kommunikation
übernimmt vorübergehend die Archivarin Ulrike Gutzmann.

Nach Informationen der Presse ist eine kritische Rezension des Historikers über eine Studie über die Geschichte des Audi-Vorgängers
Auto Union während der Nazi-Diktatur Grund für die Trennung. Der Studie mangelt es nach Ansicht Griegers an einer unvoreingenommenen
Betrachtungsweise. Zudem spiele sie die Bedeutung der Beziehungen des damaligen Auto-Union-Vorstandes zu den NS-Eliten herunter.
Diese Interpretation sei im Volkswagen-Konzern auf Unverständnis und Unmut gestoßen.
Der VW-Sprecher sagte dazu, Hintergrund der Trennung sei ein unterschiedliches Verständnis über die Zusammenarbeit im Konzern
zwischen Grieger und VW gewesen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: diesonja am 25. Oktober 2016, 18:49:32
Das Bezirksgericht San Francisco hat im Abgasskandal den milliardenteuren Vergleich von Volkswagen mit Autobesitzern in den USA genehmigt.

Richter Charles Breyer hat am Dienstag seine endgültige Zustimmung zu einem Vergleich von VW mit Autokunden und Behörden gegeben. Der
Deal wird den deutschen Autokonzern 13,5 Milliarden Euro kosten. Um 10 Milliarden Euro werden Kunden von Diesel-Fahrzeugen entschädigt,
um 4,7 Milliarden Dollar werden Umweltprogramme finanziert. Der Autorückkauf soll im November starten, kündigte VW an.
VW hat in seinen Diesel-Fahrzeugen eine Software eingebaut, die den Verbrauch am Prüfstand niedriger ausfallen ließ als im realen Betrieb.
Der tatsächlich Ausstoß von Schadstoffen lag bis zum 40-fachen des zulässigen Wertes.

Nun werden bis zu 10 Milliarden Dollar für die Rückkäufe und Entschädigung von Käufern von 475.000 Diesel-Fahrzeugen mit Zwei-Liter-Motoren
ausgegeben. Sie sollen ihre Wagen nicht nur zurückkaufen oder umrüsten lassen können, sondern zusätzlich mit bis zu 10.000 Dollar
entschädigt werden.
Der Deal ist weltweit der teuerste Kompromiss, den jemals ein Autobauer mit Behörden schließen musste. Nimmt man noch Zahlungen an
Händler, Staaten und Rechtsvertreter dazu, werden die Ausgaben von VW auf 16,5 Milliarden Euro steigen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 25. Oktober 2016, 20:51:24
Nur der Vollständigkeit halber:
Dieser Vergleich betrifft NUR die 2Liter-Motoren-Autos.
Dazu kommen noch :
http://www.heise.de/newsticker/meldung/VW-Abgasskandal-US-Gericht-stimmt-Vergleich-zu-3360579.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/VW-Abgasskandal-US-Gericht-stimmt-Vergleich-zu-3360579.html)
....Noch offen ist, wie es bei den 3-Liter-Dieseln ausgeht, hier ringt VW noch mit den US-Behörden um eine Lösung. Dazu kommen Kosten für einen Vergleich mit US-Vertragshändlern sowie Strafzahlungen an verschiedene US-Behörden. VW hat bereits 16 Milliarden Euro für die Kosten des Skandals zurückgestellt.

3l Autos --> ca. 130000

Zusätzlich sind noch die US-Händler zu entschädigen  - und wir es mit den verschiedenen  Klagen uind Prozessen in einzelnen Bundesstaaten der USA und anderen Ländern dieser Welt weiter geht ist noch ziemlich offen.
Da ist das Ende der Fahnenstange noch nicht absehbar.  Das kann den F..W.. Konzern noch  bis zur feindlichen Übernahme belasten.

Und jetzt kommt noch der Umstieg zur E-Mobilität....

 


Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 04. November 2016, 07:58:53
nachdem wir zusammen das thema fast zu tode diskutiert haben kommt's jetzt heraus:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/vw-abgasaffaere-volkswagen-will-in-europa-nicht-manipuliert-haben-a-1119652.html

VW HAT GAR NICHT BESCHISSEN. HURRAAAHHH  OO OO

somit müssen auch kein x-tausend fahrzeuge nachgerüstet werden und können die ruhig weiterfahren.  :sleepy :sleepy
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 04. November 2016, 08:06:01
Warum plötzlich dieser Schwenk  ??   Ganz einfach, die Kosten um europäische Autos umzurüsten und den Fahrern eine Entschädigung

zu zahlen, würde Vauuwee ruinieren. Diese Summen stehen dem Autobauer ganz einfach nicht zur Verfügung. Abgesehen von den

zehntausenden Arbeitsplätzen   Ot
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 04. November 2016, 17:50:04
das 'warum' ist mir schon klar. es beweist auch, dass der einfluss der autoindusrie viel zu gross ist. DIE bestimmen was richtig und was falsch ist. und der gesetztgeber fügt sich dem.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 05. November 2016, 07:46:19
übrigens, warum habt ihr die vielen umweltplaketten am auto wenn die abgase laut vw doch unschädlich sind?? das wiederspricht sich irgendwie.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 05. November 2016, 09:31:50
Unser Staat muß ja am Laufen gehalten werden. Wenn die Regierung von vorneherein jedem Unternehmer eine böse Absicht

unterstellen wollte, würde niemand eine große Firma gründen und tausende von Arbeitnehmern beschäftigen.   Op
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 06. November 2016, 11:04:03
Schummelsoftware auch bei Audi

Audi hat bei den Abgaswerten seiner Autos offenbar mehr getrickst als bisher bekannt. Einem Bericht zufolge hat die kalifornische Umweltbehörde
eine neue Schummelsoftware entdeckt. Auch Autos in Europa seien betroffen.
Audi hatte monatelang abgestritten, die Abgaswerte seiner Autos manipuliert zu haben. Doch dann stellte sich heraus, dass die Drei-Liter-Dieselautos
des Autobauers die Grenzwerte für Stickoxide nicht einhalten. Nun muss Audi in den USA möglicherweise Tausende Autos zurückkaufen.

Wird das Lenkrad wie auf dem Prüfstand nach dem Start nicht bewegt, aktiviere sich demnach ein Schaltprogramm für das Getriebe, das besonders
wenig CO2 produziere. Drehe der Fahrer das Lenkrad dagegen um mehr als 15 Grad, deaktiviere sich diese "Aufwärmstrategie". Das Fahrzeug laufe
daraufhin mit einem anderen Schaltprogramm, das mehr Kraftstoff und CO2 verbrauche.
Audi setze diese Prüfstanderkennung bereits seit Jahren ein, heißt es unter Berufung auf vertrauliche Firmendokumente in dem Zeitungsbericht.
Betroffen von dem Lenkrad-Trick seien leistungsstarke Audi-Modelle, die über das Stufenautomatikgetriebe mit der internen Bezeichnung AL 551 verfügen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 07. November 2016, 11:05:26
Das Bundesverkehrsministerium hat Volkswagens Darstellung widersprochen, der Konzern habe in der Abgasaffäre nicht gegen europäisches Recht
verstoßen. „Wir teilen die Auffassung von VW nicht“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Der Wolfsburger Konzern hatte erklärt, dass die
sogenannten Abschalteinrichtungen in den manipulierten Dieselmotoren in der EU nicht illegal gewesen seien. „Die in Fahrzeugen mit einem
EA189-Motor enthaltene Software stellt nach Auffassung von Volkswagen keine unzulässige Abschalteinrichtung nach europäischem Recht dar“,
hatte ein VW-Sprecher betont.

Die Äußerung von VW widerspricht dem Rückrufbescheid des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA), wonach die manipulierten Fahrzeuge auch in Deutschland
zurück in die Werkstätten müssen. „Das KBA hat festgestellt, dass VW illegale Abschalteinrichtungen verwendet“, sagte der Sprecher des
Verkehrsministeriums. Deshalb habe die Behörde den Rückruf von Millionen VW-Dieselfahrzeugen angeordnet.

Während VW in den USA zu milliardenschweren Wiedergutmachungen bereit ist, sträubt sich der Konzern in Deutschland und Europa weiter gegen
vergleichbare Angebote. Gesetzesverstöße innerhalb der EU streitet VW ab. Am Donnerstag hatte der Konzern auf Anfrage von
„Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR seine bereits im Sommer geäußerte Rechtsauffassung bekräftigt, die in den USA verbotene Software stelle
unter EU-Recht keine illegale Manipulation dar.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 11. November 2016, 08:02:49
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/absprache-zwischen-kba-verkehrsministerium-und-autoherstellern-a-1120641.html

QED  Pe Pe
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: lescontesdehoffmann am 11. November 2016, 10:01:53
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/absprache-zwischen-kba-verkehrsministerium-und-autoherstellern-a-1120641.html

QED  Pe Pe

sehr traurig, aber ich habe nichts anderes erwartet.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 08. Dezember 2016, 08:54:06
Verfahren gegen Deutschland

Volkswagen hat bei Millionen Fahrzeugen die Abgaswerte geschönt. Dabei haben die Aufsichtsbehörden weggeschaut. Die EU-Kommission
startete heute ein Verfahren wegen Vertragsverletzung gegen Deutschland.

Wegen des VW-Abgasskandals eröffnet die EU-Kommission an diesem Donnerstag ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland.
Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend. Ein entsprechendes schriftliches Verfahren soll am Donnerstagvormittag
abgeschlossen sein. Danach will die Kommission den Beschluss offiziell bekanntgeben.
Auslöser des bevorstehenden Verfahrens sind die Tricksereien des Volkswagen-Konzerns, der mit Hilfe einer speziellen Software die
Abgaswerte von Millionen Diesel-Autos schönte. Die EU-Kommission argwöhnt, dass die deutschen Aufsichtsbehörden den Konzern
nicht ausreichend kontrolliert haben.

Greenpeace reagierte erfreut auf das drohende Verfahren gegen die Bundesrepublik. „In der schleppenden Aufklärung des Abgasskandals
macht der zuständige Verkehrsminister weiterhin keinen Finger krumm“, kommentierte der Verkehrsexperte Tobias Austrup. „Es ist
beschämend, dass jegliche Konsequenz aus dem Abgasskandal von außen kommen muss.“
Die FDP-Europaabgeordnete Gesine Meißner bezeichnete den erwarteten Schritt als überfällig. „Ein Verfahren zu eröffnen, ist nur folgerichtig,
das hätte schon früher stattfinden sollen.“ Die EU-Kommission sei endlich aufgewacht.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 23. Dezember 2016, 06:25:39
In der Abgasaffäre bei Dieselmotoren hat sich der Autobauer mit amerikanischen Privatklägern auf eine "erhebliche Entschädigung" geeinigt.
Details wurden noch nicht genannt.

Volkswagen hat in der Affäre über manipulierte Abgastests einen weiteren Vergleich mit US-Klägern ausgehandelt. Mit den Privatklägern sei
eine grundsätzliche Vereinbarung über eine "erhebliche Entschädigung" erzielt worden, sagte Bezirksrichter Charles Breyer bei einer
weiteren Anhörung in San Francisco. Es geht um Reparaturen, Rückkäufe und Entschädigungen bei rund 80.000 Dieselwagen aus dem
VW-Konzern wie Porsche Cayenne, VW Touareg und verschiedene Audi-Modelle, die verbotene Abgastechnik an Bord haben.
Zusätzlich zu Rückkäufen, Reparaturen und Entschädigungen muss VW 225 Millionen Dollar in einen Umweltfonds einzahlen und mit 25
Millionen Dollar die Nutzung emissionsfreier Autos in den USA unterstützen. Insgesamt bleiben die Kosten für den zweiten Deal mit
US-Klägern wegen der mangelnden Details aber weiter schwer abzuschätzen.

Bei etwa 475.000 Dieselautos mit 2,0-Liter-Motoren hatte VW bereits einen Vergleich geschlossen, der den Autobauer bis zu
16,5 Milliarden Dollar kosten kann. Bislang wurden für die Bewältigung der Lasten aus der Dieselkrise 18,2 Milliarden Euro zurückgelegt.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 10. Januar 2017, 06:09:23
VW-Manager in USA festgenommen

In den USA ist offenbar erstmals ein hochrangiger VW-Manager wegen des Dieselskandals festgenommen worden, berichtet die "New York Times".
Im Dieselskandal von Volkswagen wollen die US-Behörden einen VW-Manager zur Verantwortung ziehen. Der Manager soll an diesem Montag
in Miami vor Gericht erscheinen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Detroit. Die US-Bundespolizei FBI habe den ehemaligen Leiter
der Abteilung, die in den USA für das Einhalten von Gesetzen sorgen muss, wegen seiner Rolle im Dieselskandal in Florida verhaftet, berichtet
die Nachrichtenagentur Reuters.

Zuvor hatte bereits die "New York Times" darüber berichtet. Dem Bericht zufolge sei der Manager am Sonntag in Florida festgenommen worden.
In Klagen der Bundesstaaten New York und Massachusetts heißt es demnach, der Manager habe eine "Schlüsselrolle" bei den Bemühungen
gespielt, die Softwaremanipulationen in Dieselautos vor den Behörden zu verbergen.
Ein VW-Sprecher erklärte, der Konzern wolle sich nicht zu Personalangelegenheiten oder laufenden Ermittlungen äußern.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Sandofranz am 10. Januar 2017, 22:58:34
Nebensächliche Bemerkung:
Die aktuellen Verkaufszahlen des VAG Konzerns sind hervorragend...den Käufern ist es offensichtlich völlig egal wie der Konzern seine EU-Kunden behandelt.
In den Staaten funktioniert dieses Spielchen nicht, da wird viiiiel Geld in die Hand genommen...
"Gleiches Recht für alle Kunden" gilt beim VAG Konzern anscheinend nicht...und für diese fragwürdige Haltung wird der Konzern mit steigenden Verkäufen belohnt! Oi
Aber ich muss ja nicht alles verstehen...ich muss den Leuten auch kein Auto abkaufen!
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 11. Januar 2017, 08:27:21
warum sollte es gleiches recht für alle kunden geben?

es hat schon jahrhunderte lange solche gegeben die 'gleicher' waren als ihr nachbar.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Sandofranz am 11. Januar 2017, 15:16:53
Warum sollte es gleiches Recht für alle Kunden geben?

Weil ich so naiv bin und meine dass alle Kunden ihr gutes Geld ausgegeben haben...im Vertrauen DAS zu bekommen was versprochen wurde!
Und DAS wurde nicht geliefert...nicht in der EU und nicht in den Staaten.
Nun fällt man vor den Amis auf die Knie.. der EU Kunde hingegen wird "cool" beschwichtigt und verliert Geld z.B. beim Wiederverkauf!
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 11. Januar 2017, 18:45:48
klar.

das ist weil die EU nicht die gleiche gesetzgebung hat wie die usa. die eu ist eben eine sammlung der nationalstaten. nicht mal D oder A hat eine gesetzgebung welche die gleichen massnahmen als die der usa erlaubt.

staten wie cafilornien haben eine umweltgesetzgebung wovon wir nur träumen können. und die die autolobby bei uns wohl stark bekämpfen würde.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 12. Januar 2017, 11:00:57
Wie ändert man eine unterschiedliche Gesetzgebung von Land A zu Land B ? Man wählt eine andere Regierung oder stellt sich

selbst als neuer Justizminister auf, und ändert oder ergänzt dann die gegebenen Gesetze.    8)  Strengere Umwelt- oder Abgaswerte

will doch jeder ...  Oder  ? Verstößt eine Firma absichtlich dagegen, sind Strafmaßnahmen normalerweise selbstverständlich.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 13. Januar 2017, 13:40:58
Nur - damit nicht unterschiedliche Dinge vermengt und dann verglichen werden.
Das Recht gilt immer für den im Gesetz bestimmten Rahmen.
Das heißt nationale oder  gar regionale Gesetze gelten auch NUR im nationalen bzw. regionalen Rahmen.

So hat jedes LAnd seine eigenen (manchmal merkwürdigen) Gesetze.

Das der Handel international ist und auch Firmen international auftreten ist dabei erstmal nebensächlich.
Firman und auch Kunden bewegen sich im jeweiligen Rechtsrahmen ihrer Ansässigkeit bzw. ihres aktuellen Aufenthaltes.

Wenn ich mir was aus USA oder China oder Indien bestelle - gelten NICHT  die deutschen Garantiebedingungen , aber die deutschen (Elektro-)Sicherheitsgesetze  können dazu führen, daß ich es nicht einführen darf und der Zoll es einbehält.
Andererseits sollte ich mich als Tourist in fremden Ländern möglichst an die regionalen Gesetze halten,
sonst könnte eine "ausgespuckter Kaugummi" in Singapur zu (ziemlich) hohem Starfgeld oder sogar Gefängnis führen.

Firmen die in fremdem Regionen Waren in den Handel (Verkehr) bringen haben sich eben auch an die dort gelten gesetzlichen Regeln zu halten.

Diese sind eben  unterschiedlich und werden auch unterschiedlich durchgesetzt.
In Europa gibts dafür  gerade Gurken.....

 
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 28. Januar 2017, 09:39:54
 ;D     <5
-----------------

Im VW-Abgasskandal rückt der frühere Vorstandschef Martin Winterkorn zunehmend ins Visier der Staatsanwaltschaft. Gegen ihn besteht nun auch
der Anfangsverdachts des Betrugs, Villa und Büro wurden durchsucht.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat ihre Ermittlungen wegen des Abgasskandals bei Volkswagen erneut ausgeweitet - unter anderem nun
auch gegen den früheren Vorstandschef Martin Winterkorn. Insgesamt ist die Zahl der Beschuldigten von bisher 21 auf nun 37 Personen ausgeweitet
worden, darunter auch Winterkorn, teilte die Behörde mit.

Konkret bestehe der Anfangsverdacht des Betrugs und der strafbaren Werbung nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, teilte
die Staatsanwaltschaft mit. Zu Beginn der Ermittlungen waren es noch sechs Personen, im vergangenen März erhöhte sich die Zahl auf 17, im
Juli dann auf 21. Doch bislang waren darunter keine bestehenden oder früheren Vorstände, wie die Strafermittler stets betonten. Das hat sich nun
geändert.
Dass nun auch gegen Winterkorn wegen Betrugsverdachts ermittelt wird, begründet die Staatsanwaltschaft damit, dass sich aus
Zeugenvernehmungen und bei der Auswertung beschlagnahmter Dateien ausreichende Hinweise ergeben hätten, dass Winterkorn "früher als
von ihm öffentlich behauptet Kenntnis von der manipulierenden Software und deren Wirkung gehabt haben könnte". Winterkorn selbst
versicherte mehrfach, erst im September 2015 von den Abgasmanipulationen erfahren zu haben. In diesem Monat war Winterkorn auch
von seinem Posten an der VW-Spitze zurückgetreten.

Auch nach dem Bekanntwerden der neuen Ermittlungen bleibt der 69-Jährige bei dieser Darstellung. Er habe die Einleitung eines weiteren
Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Braunschweig "zur Kenntnis genommen", teilten seine Anwälte mit. Er werde sich hierzu
gegenüber den Ermittlungsbehörden äußern, sobald er die ihn "angeblich belastenden Umstände" - Aussagen und Dokumente - genauer kenne.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 02. Februar 2017, 09:44:16
Milliardenvergleiche in den USA

Der Volkswagen-Konzern und Bosch haben im Zuge der Affäre um manipulierte Abgaswerte Zahlungen von insgesamt mindestens 1,6 Milliarden
Dollar an Kunden und Händlern in den USA akzeptiert. VW will wenigstens 1,26 Milliarden Dollar zahlen, um Klagen von mehr als 80.000 Besitzern
großer Dieselfahrzeuge mit umweltbelastenden Drei-Liter-Motoren beizulegen. Bosch zahlt 327,5 Millionen Dollar an 554.000 betroffene Autobesitzer.

Etwa 20.000 Fahrzeuge will VW zurückkaufen, weitere 63.000 sollen umgerüstet werden. Dafür müssen die US-Behörden allerdings noch die
Genehmigung erteilen.
Sollten diese die technische Lösung aber nicht abnehmen, könnte es für Volkswagen noch wesentlich teurer werden. Laut Gerichtsunterlagen
müsste der Konzern dann bis zu vier Milliarden Dollar aufwenden, um alle betroffenen Fahrzeuge zurückzukaufen. Zusätzlich zu den Rückkäufen
und Umrüstungen erhalten die Besitzer noch Entschädigungen in Höhe von 7000 bis 16.000 Dollar.

Der Zulieferer Bosch wird 554.000 betroffene Dieselbesitzer in den USA entschädigen. Dafür zahlt das Unternehmen 327,5 Millionen Dollar.
Zahlreiche Betroffene hatten Bosch verklagt und dem Konzern aktive Mithilfe bei der Manipulation vorgeworfen. Beide
Vergleichsvereinbarungen haben jedoch noch eine Hürde zu nehmen: Am 14. Februar muss der zuständige US-Bundesrichte
Charles Breyer in San Francisco die Vereinbarungen genehmigen
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 02. Februar 2017, 18:40:39
Ich weiß ja nicht wo diese Zahlen herkommen, aber nach meinen bisherigen Informationen
https://www.heise.de/autos/artikel/Abgas-Skandal-Volkswagen-und-US-Justiz-einigen-sich-3593170.html (https://www.heise.de/autos/artikel/Abgas-Skandal-Volkswagen-und-US-Justiz-einigen-sich-3593170.html)
....
Mit dem Deal könnte sich VW in dem Verfahren freikaufen – allerdings zu einem hohen Preis. Da der Konzern sich mit Kunden, Autoverkäufern und Behörden bei US-Zivilklagen bereits auf Vergleiche geeinigt hat, die über 17 Milliarden Dollar kosten könnten, werden die Rückstellungen wohl nicht reichen. Bislang hatte VW 19,2 Milliarden Dollar (18,2 Mrd Euro) für Rechtskosten im Abgas-Skandal beiseite gelegt. Nun dürfte die Rechnung auf mehr als 21 Milliarden Dollar steigen.
....

Der Bosch-Deal, der eine andere Qualität hat, umfaßt nur Vergleichszahlungen , ohne Anerkennung einer Schud oder Fehlverhalten, weil das
Zivil-Prozeßrisiko in den USA deutlich höher sein könnte.  Es wird auch selten der Messerhersteller belangt.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Abgas-Skandal-Bosch-zahlt-304-Millionen-Euro-an-Zivilklaeger-in-den-USA-3613964.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Abgas-Skandal-Bosch-zahlt-304-Millionen-Euro-an-Zivilklaeger-in-den-USA-3613964.html)

Weil etliche Käufer von der Kernmarke "VVV" auf die anderen Marken des Konzerns geschwenkt sind , ist "VVV" jetzt weltgrößter Autobauer.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 03. Februar 2017, 09:15:42
Dieses Falschmessen von Verbrauchswerten hat nur in ein paar anderen Staaten eine reale Auswirkung. Daß Autos real mehr verbrauchen

und deshalb auch mehr Abgase ausstoßen als in den Firmenangaben, war schon seit längerer Zeit bekannt. Nur hat es niemand öffentlich

zugegeben. Lediglich die Amis testeten die realen Werte jetzt mal gründlicher, und plummps ...  .     -::
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 03. Februar 2017, 18:23:48
Vielleicht als Erinnerung ganz interessant:
Ausgangspunkt war, daß amerik. Öko's , im Land der VielverbrauchsBenziner,  zeigen wollten, daß der "CleanDiesel"
viel weniger verbraucht und eben außerdem noch sauberer ist.
Damit sollte die CO2 Bilanz  in USA  verbessert werden. 
Also begann man die Benziner mit den Dieseln real zu vergleichen, um die "Papierform"  zu aller Vorteil zu bestätigen.

Leider , leider ist nach wie vor die Praxis der Gradmesser der Wahrheit.....
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: tomikles am 04. Februar 2017, 10:50:44
Genau genommen wundere ich mich doch etwas über die Überraschung. Ich habe vor vielen Jahren mal im Test eines neuen BMW Motorrades mit Katalysator einen Absatz gelesen, daß die Maschine deshalb im Stand so ruhig läuft, weil die Software "merkt" wenn sie auf einem Prüfstand ist und dann erst die Abgaswerte einhält. Außerhalb würden die Werte zugunsten der Laufruhe etwas großzügiger ausgelegt.

Im Artikel damals wurde das absolut positiv bewertet. Leider habe ich eben den Test nicht mehr gefunden, wenn ich morgen oder Montsag mehr Zeit habe, reiche ich den Link gerne nach.

Interessant, wie sich die Meinungen ändern....

Nicht Mißverstehen:
Ich finde es ungeheuerlich, was da abgeht und abgegangen ist und meiner Meinung nach sollte ein Abgastest alle 10 - 12.000 produzierte Fahrzeuge mit einem Fahrzeug im Serienzustand wiederholt werden - direkt vom Band Übergabe an ein unabhängiges Prüfinstitut, das Prüfgerät hinten anhängen und eine Runde drehen, fertig. 
Die aktuelle Methode, ein Vorserienmodell bei 30-40° ohne Lichtmaschine mit Speziallagern und bis zum Platzen aufgepumpten Reifen auf einen Teststand zu stellen und das soll für die gesamte Produktion gültig sein ist doch ein Witz!
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 06. Februar 2017, 10:47:02
Schadenersatz gefordert

Erstmals hat mit dem Unternehmen Deutsche See ein deutscher Großkunde im Abgasskandal Klage gegen Volkswagen eingereicht. Der
Lebensmittelhersteller fordert von VW 11,9 Millionen Euro Schadenersatz. Angekündigt hatte das Unternehmen den Schritt bereits im
Sommer. Nun habe es am Landgericht Braunschweig Klage wegen arglistiger Täuschung erhoben, bestätigte der Sprecher.

Bei der Deutschen See sind nach Unternehmensangaben etwa 500 Autos von den Abgasmanipulationen betroffen. "Wir sind tief
enttäuscht über VW und fühlen uns hingehalten und betrogen", sagte Deutsche-See-Chef Egbert Miebach. Ein Sprecher des
Fischverarbeitungskonzerns ergänzte: "Umweltfreundliche Mobilität war der Grundgedanke der Partnerschaft." Das sei auch schriftlich
so festgehalten worden.

Ein VW-Sprecher wollte sich zu der Klage zunächst nicht äußern, da sie dem Autobauer noch nicht vorliege. Es wäre die erste Einzelklage
eines Großkunden gegen Volkswagen. Die Umrüstung aller betroffenen Fahrzeuge sei aber problemlos möglich.
In Deutschland laufen mehrere hundert Verfahren, in denen Fahrer von VW-Dieseln auf Schadenersatz gegen Händler oder den Konzern
klagen. In den USA können Fahrer betroffener Autos mehr als 5.000 Dollar (4.635 Euro) Entschädigung bekommen. Für Kunden in Europa
plant VW keine solche Entschädigung.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 06. März 2017, 07:58:35
Nach früheren und amtierenden Ministern der Kanzlerin und zahlreichen Experten zum Thema Abgas-Skandal sagt am Mittwoch
Angela Merkel vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags aus.

Als letzte Zeugin kommt Angela Merkel an diesem Mittwoch (8. März) in den Untersuchungsausschuss des Bundestags. Dessen
große Frage lautet: Hätte der Staat Manipulationen von Abgaswerten wie bei VW verhindern können? Mehrere amtierende und frühere
Minister der Kanzlerin wurden bereits vernommen. Gemeinsam war allen die Auskunft, nichts von illegalen Praktiken gewusst zu haben,
bevor der Skandal in den Tagen des 18./19. September 2015 von den USA aus bekannt wurde.

Interessieren dürfte die Abgeordneten, ob und wie sie selbst in die Aufklärung des Betrugs eingriff, der die Marke "Made in Germany"
zu schädigen drohte. Worüber ließ sie sich auf dem Laufenden halten? Suchte sie Kontakt zu Volkswagen oder anderen in der
Autobranche? Der über den Skandal gestürzte VW-Boss Martin Winterkorn berichtete im Ausschuss, Merkel sei am 22. September
2015 telefonisch informiert worden.
Aber nicht jedes Detail erreicht die Spitze der Regierung. Zuständiger Krisenmanager war von Anfang an Bundesverkehrsminister
Alexander Dobrindt. Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) wie Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) ließen im Ausschuss durchblicken,
dass der CSU-Mann dabei eher nicht in extra-enger Abstimmung mit Kabinettskollegen oder Merkels Machtzentrale unterwegs war.

Mit Vorwürfen mangelnder Aufklärung zielt die Opposition somit auch zuerst auf Dobrindt und sein Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Der
Minister konterte bei seiner Anhörung: "Wir haben schneller gehandelt als andere." Und listete ausführlich auf, was von einem
Pflicht-Rückruf für 2,4 Millionen VW-Diesel bis zu neuer eigener Prüftechnik beim KBA schon alles in die Wege geleitet worden sei.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 16. März 2017, 07:46:26
Behörde wirft Renault Abgasbetrug seit 25 Jahren vor

Die französische Wettbewerbsbehörde DGCCRF wirft dem Autohersteller vor, möglicherweise schon seit mehr als 25 Jahren bei Abgastests zu
betrügen. Das geht aus einem Bericht der Behörde hervor, der am Mittwoch bekannt wurde. Die Behörde, die dem französischen
Wirtschaftsministerium untergeordnet ist, beruft sich auf einen ehemaligen Mitarbeiter des Unternehmens.
Dem Bericht zufolge soll Renault eine Software entwickelt haben, um die Ergebnisse von Abgastests zu fälschen. Dabei geht es um die Messung
der Emissionen, wenn neue Fahrzeugmodelle für den Markt zugelassen werden sollen. Mittels einer Technik hätten die Fahrzeuge erkannt,
wann sie einem Abgastest unterzogen würden, und dann den Ausstoß an Schadstoffen gesenkt, so die Behörde – bei Volkswagen flog eine
solche Manipulation bei Diesel-Pkw im September 2015 in den USA auf.

In dem Bericht geht es zwar um neuere Renault-Modelle, doch einige der Praktiken seien schon 1990 eingeführt worden, hieß es. In die Affäre
verstrickt sei die gesamte Führungsriege bis hoch zu Renault-Chef Carlos Ghosn. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück: "Die Fahrzeuge
von Renault sind nicht mit Betrugssoftware für die Abgasreinigung ausgestattet."
Wie die französische Zeitung Libération berichtete, führten die Ermittler große Unterschiede zwischen den Abgaswerten bei Zulassungstests im
Labor und unter realen Bedingungen auf der Straße auf. Im Fall des Modells Renault Captur werde die Norm für CO2-Emissionen um 377
Prozent überschritten. "Diese Ergebnisse lassen die Installation einer betrügerischen Einrichtung vermuten, um Stickoxid-Emissionen unter den
spezifischen Bedingungen der Zulassungstests zu reduzieren und so die ordnungsgemäßen Grenzwerte einzuhalten", zitierte das Blatt aus
dem Bericht der Wettbewerbsbehörde.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 16. März 2017, 08:26:08
ob sie vor 25 jahren schon betrugssoftware einbauten bezweifle ich. damals war alles noch sehr mechanisch.

wohl wahr ist sicher, dass alle autohersteller bei zulassungstests andere werte erzielen als im normalen gebrauch. bei abgasen, beim verbrauch, bei leistungswerte etc.
das liegt z.t. daran, dass sie jede vorschriftenlücke ausnützen um ihre wagen beim test zu trimmen. reifengrösse/druck, el. verbraucher abschalten, carosserie zukleben und was weiss ich alles.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: tomikles am 16. März 2017, 14:37:08
ob sie vor 25 jahren schon betrugssoftware einbauten bezweifle ich. damals war alles noch sehr mechanisch.


Also ich weiß, daß ich mal beim Test eines BMW Motorrades gelesen habe, daß die Maschine erkennt, ob sie auf einem Prüfstand ist und nur dann die Abgaswerte einhält. Außerhalb würde zugunsten einer besseren Beschleunigung und einem ruhigeren Lauf die Motorsteuerung anders abgestimmt.

Leider finde ich den Test nicht mehr online, aber das kann durchaus 25 Jahre her sein - war eins der frühen Motorräder mit Kat.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 16. März 2017, 20:48:01
Weil ich gerade Vorgestern die fällige HU mit AU absolviert habe....

hier nochmal 2  Einwürfe.

1.  Der "Abgasskandal"  bezieht sich bezieht sich ausschließlich auf die Werte und Bedingungen der Typzulassung.
     Diese wurden durch manipulative Maßnahmen (Abschalteinrichtungen, Testerkennung)  erschlichen.
     Der Rückruf in D erfolgt eigentlich nur, weil sonst die Flotte der betroffenen Fahrzeuge ihre ABE verlöre.
2. Die aktuellen (seit 2010 bzw. 2015)  Abgasuntersuchungen verlaufen nach dieser Richtlinie:

quelle: u.a.  https://de.wikipedia.org/wiki/Abgasuntersuchung#Fahrzeuge_mit_Dieselmotoren_.28mit_und_ohne_OBD.29 (https://de.wikipedia.org/wiki/Abgasuntersuchung#Fahrzeuge_mit_Dieselmotoren_.28mit_und_ohne_OBD.29)
....
Fahrzeuge mit Otto-Motor ohne Katalysator

    Messung bei Leerlaufdrehzahl: Der Kohlenmonoxidgehalt darf 3,5 % nicht überschreiten.

Fahrzeuge mit Otto-Motor mit ungeregeltem Katalysator

    Optionale Messung bei erhöhter Leerlaufdrehzahl: Der Lambda-Wert muss zwischen 0,97 und 1,03 liegen. Der Kohlenmonoxidgehalt darf den vom Hersteller angegebenen Wert nicht überschreiten.
    Messung bei Leerlaufdrehzahl: Der Kohlenmonoxidgehalt darf 3,5 % nicht überschreiten.

Fahrzeuge mit Otto-Motor mit geregeltem Katalysator

    Messung bei erhöhter Leerlaufdrehzahl: Der Lambda-Wert muss zwischen 0,97 und 1,03 liegen. Der Kohlenmonoxidgehalt darf 0,3 % nicht überschreiten. Bei Fahrzeugen nach Euro-4-Norm gilt der verschärfte Grenzwert von 0,2 %.
    Messung bei Leerlaufdrehzahl: Der Kohlenmonoxidgehalt darf 0,5 % nicht überschreiten. Bei Fahrzeugen nach Euro-4-Norm gilt der verschärfte Grenzwert von 0,3 %.
    Bei der Regelkreisprüfung wird die Funktion des Lambdaregelkreises durch gezieltes Aufbringen einer Störgröße geprüft.

Fahrzeuge mit Otto-Motor mit OBD (On-Board-Diagnose)

    Messung bei erhöhter Leerlaufdrehzahl: Der Lambda-Wert muss zwischen 0,97 und 1,03 liegen. Der Kohlenmonoxidgehalt darf den vom Hersteller angegebenen Wert nicht überschreiten.
    Messung bei Leerlaufdrehzahl: Hier muss nur die Drehzahl eingehalten werden, eine Messung der Abgase findet nicht statt.
    Beim Regelsondentest wird die Funktion der Sauerstoffsonden geprüft.

Bei Fahrzeugen mit Otto-OBD, die erstmals ab 2002 in Verkehr gekommen sind, wird hingegen über den OBD-Diagnosestecker lediglich der Fehlerspeicher ausgelesen und geprüft, ob alle Readiness-Codes gesetzt sind (also die Selbstüberwachung des Systems einwandfrei funktioniert). Trat bis zum Untersuchungszeitpunkt kein Fehler auf, ist die „AU“ somit bestanden. Trat hingegen bereits sporadisch ein Fehler auf, der jedoch mittlerweile schon wieder gelöscht wurde, wird die konventionelle AU durchgeführt, wie oben beschrieben. Ist jedoch aktuell ein Fehler im Speicher abgelegt, gilt die „Abgasuntersuchung“ damit als „nicht bestanden“.

Fahrzeuge mit Dieselmotoren (mit und ohne OBD)

    Bei Dieselfahrzeugen ist einzig der Trübungswert (k-Wert) des Abgases durch Ruß entscheidend. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei 2,5 m−1. Bei Fahrzeugen nach Euro-4-Norm gilt der verschärfte Grenzwert von 1,5 m−1.

Quelle 41. VO AU-Richtlinie

Bei Fahrzeugen mit Diesel-OBD, die erstmals ab 2006 in Verkehr gekommen sind, wird hingegen nach gleichem Schema wie bei Otto-OBD-Fahrzeugen ab 2002 lediglich der Fehlerspeicher ausgelesen. Somit kann die AU auch hier rein über einen nicht belegten Fehlerspeicher, bzw. bei ehemals sporadischen Fehlern mit dem konventionellen AU-Durchlauf der AU abgeschlossen werden. Analog zum Otto-Motor gilt auch hier, dass die AU als „nicht bestanden“ gilt, wenn zum Prüfzeitpunkt noch Fehler im Speicher abgelegt sind.
....


Die reale Luftbelastung und die Abgase haben also real Nichts mit den  Werten der Typzulassung zu tun.

Außerdem sind die real gemessenen Feinstaubwerte   seriösen Quellen zufolge zu über 80% Reifen- und Bremsabrieb.
Und dieser Abrieb entsteht an ALLEN Fahrzeugen - völlig unabhängig von der Antriebsart.

Aber es ist sicher immer einfacher EINEN Bösewicht  benennen zu können......
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 05. April 2017, 07:40:17
EU-Parlament: Abgasbetrugsopfer entschädigen

Bisher will Volkswagen von Entschädigungen für deutsche Kunden wegen des Abgasbetrugs nichts wissen. Das Europaparlament akzeptiert das
nicht: Es fordert Geld für Geschädigte auch in Europa – nicht nur in den USA.

Autohersteller müssen nach Ansicht des Europaparlaments die Käufer von Fahrzeugen mit manipulierten Abgaswerten finanziell entschädigen.
Rückrufprogramme könnten „nicht als ausreichende Form des Schadenersatzes betrachtet“ werden, heißt es heute in einem Beschluss der EU-
Abgeordneten in Straßburg. Das Parlament forderte auch, nationale Stellen und EU-Behörden müssten härter gegen Abgasbetrügereien
durchgreifen. Unter anderem seien einheitliche Regeln für die Typ-Zulassung von Autos, die neu auf den Markt kommen, nötig.

Bei den Beschlüssen handelt es sich um Handlungsempfehlungen für die EU-Kommission, die zunächst noch keine Gesetzeskraft haben. Die
Kommission wurde aufgefordert, ein „System zur kollektiven Rechtsdurchsetzung“ vorzuschlagen, um die Verbraucherrechte zu stärken.
Die Abgeordneten forderten, falls einem Auto die Typgenehmigung wegen Nichteinhaltung von Vorschriften entzogen werde, so müssten
„die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge für den Fahrzeugkauf vollständig entschädigt“ werden. Auch falls durch Nachbesserungen die Leistung
oder der Spritverbrauch von Autos nachteilig beeinflusst werde, sollten die Verbraucher „Anspruch auf eine angemessene Entschädigung“ haben.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 25. April 2017, 09:12:20
Aufatmen im Dieselskandal: Ein Gericht in Detroit bestätigte den geplanten Vergleich mit der US-Justiz. Volkswagen zahlt 4,3 Milliarden US-Dollar
(3,96 Mrd. Euro), im Gegenzug werden die Ermittlungen zum Diesel-Skandal eingestellt. Vom Richter gab es klare Worte - und einen neuen Kollegen
fürs Büro: Ein Monitor - sprich Aufpasser - aus den Staaten wird in der Wolfsburger Zentrale eingesetzt.

Manches kam Überraschend, die Summe nicht: 2,8 Milliarden werden für die Beilegung der strafrechtlicher Ermittlungen fällig, 1,5 Milliarden entfallen
auf zivilrechtliche Bußgelder. Macht jene 4,3 Milliarden, auf die sich der Konzern mit der US-Justiz bereits geeinigt hatte. VW gab die Abgas-Manipulation
bereits 2015 zu, um einen Vergleich zu erzielen. Wirksam wurde die Abmachung aber erst jetzt - mit der Bestätigung eines Detroiter Gerichts.

Das Gericht bestätigte auch die Einsetzung einer Kontroll-Instanz. Der ehemaligen stellvertretenden Generalstaatsanwalts Larry Thompson wird
als Beobachter nach Wolfsburg gesandt. Für mindestens drei Jahre überwacht der einstige Jura-Professor die Geschäfte in der Zentrale. Thompson
bekommt ein eigenes Team und Einsicht in sämtliche Konzern-Akten. Regelverstöße werden sofort an die Staaten gemeldet.

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 04. Mai 2017, 21:46:24
überraschende neue einsichten.

https://www.welt.de/wirtschaft/article164271516/Jetzt-hat-Dieselgate-auch-noch-einen-skandaloesen-Freispruch.html

in der kurzen vergangenheit hies das : wir haben es nicht gewusst.  Pd Pd
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 05. Mai 2017, 07:41:23
Kennt man leider auch aus der weiter entfernten Vergangenheit:  " Wir haben von nichts gewußt... " und auch deshalb nichts getan.

Wo sind wir hier ? In der Vergangenheit, in der man sich aus und von allem freisprechen kann ? Wenn Behörden absichtlich nachlässig sind,

welche Ahndungen sind da möglich ? Gibts dafür überhaupt Sanktionen ?
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 09. Mai 2017, 23:09:47
Was man nicht vergessen oder verdrängen sollte ist, daß neben dem ganzen "Dieselgedöns", was eigentlich "nur" ein Stickoxidreinigungsproblem  ist.

Auch ALLE anderen Verbrenner deutlich mehr im Normalbetrieb verbrauchen  und damit die Luftqualität immens schädigen.
Die ganze AU  ist derzeit so angelegt, daß kaum (bis gar keine) relaen Messungen vorgenommen werden, sondern nur die Fehlerspeicher ausgelesen werden.

Es werden also die Lügeneinstellungen der Hersteller zum Verbrauch und Abgasreinigung zum Maßstab arhoben.

Der Irrglaube an die Umweltzonen - hat auch nicht mal entfernt den Effekt gebracht, den man sich damit versprochen hat.
Die Verteufelung des Dieselantriebs ist ein Irrglaube in die gleiche Richtung.

Es bringt kaum etwas den Holzkohlegrill zu verbieten, wenn die Chemiefabrik nebenan brennt ....
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 26. Mai 2017, 08:18:22
Im Abgasskandal um Volkswagen nimmt die US-Justiz nun auch den deutschen Zulieferer Bosch unter die Lupe.

Bosch stellt wichtige Bauteile her für den Diesel-Motor, der in einigen der vom Abgasskandal betroffenen VW- und Audi-Modelle verbaut ist.
Nun prüfen die Staatsanwälte im Justizministerium in Washington offenbar, ob der Stuttgarter Konzern von den jahrelangen VW-Schummeleien
bei den Abgaswerten von Diesel-Motoren gewusst hat oder daran beteiligt gewesen ist.
Sollte der Konzern von den Manipulationen gewusst oder sie gar aktiv unterstützt haben, dürfte es rechtlich sehr eng werden für Bosch.
Bereits im September kurz nach dem Bekanntwerden des Dieselskandals hatte Bosch jede Mitverantwortung von sich gewiesen. "Wir fertigen die
Komponenten nach Spezifikation von Volkswagen, die Verantwortung für Applikation und Integration der Komponenten liegt bei VW",
hieß es damals vom Unternehmen.

https://www.youtube.com/watch?v=HmAGc2Vzqh4 (https://www.youtube.com/watch?v=HmAGc2Vzqh4)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Vaddi am 26. Mai 2017, 19:49:51
Das technische Problem ist, es gibt noch keine NOx Sonde so wie eine Lambdasonde, da NOx ja eine unbekannte Größe ist. Alles was NOx Angaben betrifft sind errechnete theoretische Werte. :police:
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 07. Juni 2017, 21:39:58
Man kann Stickoxide sehr wohl messen - nur macht es kaum jemand.
Und im Normalbetrieb ist es rechtlich nicht zwingend oder bindend - darauf beruht weitgehend die Argumentation von VVV.

interessanter Artikel dazu hier zu finden
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Abgas-Skandal-VW-Diesel-bleiben-nach-Umruestung-Dreckschleudern-3737292.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Abgas-Skandal-VW-Diesel-bleiben-nach-Umruestung-Dreckschleudern-3737292.html)

Es bleibt nach wie vor die eherne Erkenntnis, daß der Profit (und auch Steuern) vor Gesetz und Anstand und Gesundheit und Umwelt kommt.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: rainersz am 08. Juni 2017, 20:14:17
Ja das ist wirklich recht unverfroren.
Ein Jahr vorher (2014) soll das bei KIA und Hyundai in USA auch schon untersucht worden sein.

Die Welt schreibt zum aktuellen Fall:
http://www.welt.de/wirtschaft/article146580568/VW-muss-in-den-USA-fast-500-000-Autos-zurueckrufen.html (http://www.welt.de/wirtschaft/article146580568/VW-muss-in-den-USA-fast-500-000-Autos-zurueckrufen.html)
....
Volkswagen habe eine Software entwickelt, die Vorgaben des "Clean Air Act" zur Luftverschmutzung zwar bei Tests,
nicht aber beim normalen Betrieb der Autos erfülle, teilte die Bundesumweltschutzbehörde EPA am Freitag mit.

"Einfach gesagt, diese Autos hatten ein Programm, das die Abgaskontrollen beim normalen Fahren ausschaltet und
bei Abgastests anschaltet", sagte EPA-Vertreterin Cynthia Giles. Folge solcher Manipulationen sei, dass die Autos
für den Umweltschutz festgesetzte Abgas-Limits um das bis zu 40-Fache überstiegen. Im Fokus der EPA-Ermittlungen
stehen laut EPA Vier-Zylinder-Modelle der Jahre 2009 bis 2015.
Insgesamt geht es demnach um 482.000 Diesel-Fahrzeuge der Volkswagen-Modelle
Jetta, Beetle und Golf sowie des Audi-Modells A3.   ....

Eine illustre Zusammenstellung der Rückrufe der letzten Jahre findet man hier:
(ist  tatsächlich mal bei "Bild" was interessantes)
http://www.autobild.de/news/rueckrufe/?page=1 (http://www.autobild.de/news/rueckrufe/?page=1)

Von Renault taucht nur der Kangoo auf (Bremsleitungsprobleme); Dacia habe ich vergebens gesucht.

Ist das nun gut oder nur unterhalb des Mengenradars  ???

Das eigentlich Schlimme ist, daß jetzt wahrscheinlich die Dieselfahrer (völlig zu Unrecht) in eine
"schmutzige Ecke" gestellt werden.  Die Vorstellung  Diesel = Ruß = Gesundheitsgefahr   
ist zwar weit verbreitet  -  aber trotzdem so nicht wahr.

Es ist zwar so nicht ganz wahr - aber es gibt doch chemische Grundregeln.
Dazu gehört, daß in einem Verbrennungsmotor (gleich welcher Bauart) Stoffe reagieren und dann draussen auftauchen. Und die besten Abgasputzen können diese Szoffe nun mal nicht in Reinluft auflösen, bestenfalls vorübergehend reduzieren oder binden.
Diesel ist nun mal insoweit etwas mehr vorbelastet als Benzin (nochviiiel schlimmer Schweröl zB bei Schiffen). Man kann sehr wohl recht saubere Diesel bauen - aber nicht so wie derzeit. das wird dann aufwendiger und teurer.
Der Benziner ist auch nicht grad ein Saubermann - aber was ist besser ? Stromis mit magerem Ladenetz und Kohlestrom ?

Ich habe kein Patentrezept. Also fahre ich nicht mehr als nötig; das hilft vielleicht etwas...
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Vaddi am 11. Juni 2017, 20:50:17
Interessant ist aber auch die Gefahrstoffkennzeichnung von Diesel und Ottokraftstoff, da ist Benzin weitaus giftiger . Pe
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 13. Juni 2017, 07:57:12
Abgas-Skandal erfasst Porsche

Porsche gerät nach einem auffälligen Abgastest ins Visier der Behörden. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte am Montag,
das Kraftfahrtbundesamt (KBA) sei beauftragt worden, Untersuchungen vorzunehmen. Generell liefen die Tests wegen des Verdachts von
Abgasmanipulationen bei einer Vielzahl von Fahrzeugtypen und seien nicht abgeschlossen. Es gebe aber immer wieder neue Hinweise:
„Dementsprechend werden sie angepasst und fortgesetzt.“ Der „Spiegel“ hatte nach Hinweisen eines Insiders einen Porsche Cayenne testen
lassen. Experten kamen danach zum Schluss, das Auto habe eine illegale Abschalteinrichtung für die Abgasreinigung.

Porsche bekräftigte seine Stellungnahme vom Wochenende. Das vom Spiegel genannte Modell sei vor einigen Wochen vom KBA untersucht worden,
erklärte ein Sprecher. Die Behörde habe bestätigt, dass der Cayenne zulassungskonform sei. Auch bei eigenen Messungen an einem vergleichbaren
Fahrzeug seien die Grenzwerte für Stickoxid eingehalten worden. Die Test-Ergebnisse des TÜV Nord kenne Porsche nur auszugsweise, sie seien
nicht nachvollziehbar. Ob es sich bei der vom Ministerium genannten Untersuchung um eine erneute Prüfung handelt, ist dem Sportwagenbauer
laut Sprecher nicht bekannt.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: rainersz am 13. Juni 2017, 11:57:31
Interessant ist aber auch die Gefahrstoffkennzeichnung von Diesel und Ottokraftstoff, da ist Benzin weitaus giftiger . Pe

was ist "giftig" ?

Alle Kraftstoffe sind chemisch nicht gerade gesund - der eine da, der andere da.

Langfristig wird es nicht helfen, Diesel und Benzin gegeneinander auszuspielen - ich träume von bezahlbaren Hybridfahrzeugen für die Zeit, bis es genug effektive Elektroladestationen mit (mindestens teilweiser) Versorgung über Photovoltaikanlagen auf den umliegenden Gebäuden gibt. Aber an so etwas denken ja unsere Poli - Ticker nicht mal im Schlaf....
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Vaddi am 18. Juni 2017, 18:13:05
Giftig meine ich damit, das bei Diesel ein Andreaskreuz an den Zapfsäulen ist und bei Benzin ein Totenkopf. Es gab auch schon diverse Betriebsunfälle bei denen die Mechaniker ,nach längerer exposition mit Ottokraftstoffdämpfen tot umgefallen sind. Pe
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: rainersz am 18. Juni 2017, 21:33:49
ich habe noch nie beim tanken einen totenkopf gesehen - wo muß ich da suchen ?
abgesehen davon - unsachgemässer umgang mit chemikalien (und dazu zählen betriebsstoffe nun mal) kann natürlich tödlich sein, egal, ob benzin, gas, lösungsmittel usw.
was nach sachgerechter nutzung darus wird - da streiten sich die gelehrten sicher noch länger.
eins aber möchte ich ganz bestimmt nicht: in kürze in gewissen ballungsräumen das auto am rand stehen lassen - deshalb bis auf weiteres benzin in der hoffnung
auf bessere entwicklungen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 19. Juni 2017, 06:38:27
Einzelne Städte wegen ihrer Luftverschmutzung zu sperren, scheint aufgrund der Gesetzeslage unvermeidlich. Die ( teilweise unsinnigen ) Gesetze

müßten geändert werden.   Ox

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Audi-Chef Stadler liefert das beste Argument dafür, dass es keine Ausnahme von Diesel-Fahrverboten für die aktuelle Abgasstufe Euro 6 geben darf -
Ausgerechnet der Dienstwagen vieler Spitzenpolitiker und Firmenchefs zeigt mit 1.938 mg NOx/km höchste jemals vom Emissions-Kontroll-Institut der
DUH auf der Straße gemessene Stickoxid-Emissionen - DUH findet Hinweise, dass Audi auch bei Euro 6 Modellen, und nicht nur wie bereits überführt nur
bei Euro 5 Diesellimousinen, Abschalteinrichtungen einsetzt - Bundesverkehrsminister Dobrindt soll Typzulassung entziehen - DUH hat auch bei Euro 6
Diesel-Luxus-Limousinen anderer Hersteller wie der Mercedes S-Klasse und BMW 750 auffallend hohe NOx-Werte im Straßenbetrieb gemessen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat bei aktuellen Straßenmessungen ihres Emissions-Kontroll-Instituts (EKI) bei einem Diesel-Audi A8 4.2 TDI der
Abgasstufe Euro 6 die höchsten Stickoxid-Emissionen aller bisher durch das EKI gemessenen Diesel-Pkw festgestellt. Die erst circa zweieinhalb Jahre
alte und knapp 150.000 Euro teure Luxuslimousine zeigte im Durchschnitt von zehn Messungen Emissionen des giftigen Stickoxids (NOx) von 1.422 mg NOx/km,
der Spitzenwert lag bei 1.938 mg NOx/km. Der auf dem Prüfstand geltende Zulassungs-Grenzwert für dieses Fahrzeug der Euronorm 6 liegt bei 80 mg/km.
Damit übersteigen die giftigen Stickoxid-Emissionen dieses vermeintlich "sauberen" Luxus-Diesels sogar die Realemissionen vieler 15 Jahre alter Euro 4
Diesel um ein Mehrfaches.

"Audi-Chef Stadler liefert das beste Argument dafür, dass es keine Ausnahme von Diesel-Fahrverboten für Autos der aktuellen Abgasstufe Euro 6 geben darf.
Der bayerische Autobauer ist unmittelbar für die besonders schlechte Luft in München verantwortlich. Audi hat bei Euro 5 Luxus-Limousinen betrogen und
illegale Abschalteinrichtungen eingesetzt. Auch bei dem von uns untersuchten A8 können wir uns die hohen Werte nur dadurch erklären, dass
Abschalteinrichtungen verwendet werden. Ob die im A8 verwendete Technik illegal ist, wird die Staatsanwaltschaft klären müssen. Es ist geradezu absurd,
wenn aktuell für solche Fahrzeuge eine Ausnahme für die ab 2018 kommenden Diesel-Fahrverbote gefordert wird. Audis Spitzenlimousine flutet die
deutschen Innenstädte mit Rekordmengen des Dieselabgasgiftes Stickoxid. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt muss darauf hinwirken, dass das
Kraftfahrt-Bundesamt feststellt, dass die Typzulassung für dieses und alle ähnlich schmutzigen Diesel-Audi der Eurostufe 6 erloschen ist",
so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Vaddi am 19. Juni 2017, 17:34:14
ich habe noch nie beim tanken einen totenkopf gesehen - wo muß ich da suchen

Findest du normalerweise auf jeder Zapfsäule.  Pa
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: rainersz am 19. Juni 2017, 19:54:45
sorry - trotz brille weit und breit kein totenkopf - weder bei shell noch bei hem - vielleicht ist man ja bei euch "härter"...
ist aber auch egal - sprit ist ein notwendiges übel, mehr nicht...
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 25. Juli 2017, 09:10:32
Geheime Termine und Absprachen

Es wäre der größte Skandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Die fünf größten deutschen Autohersteller sollen sich über Jahre über Teile,
Technologien und Lieferanten abgesprochen haben. "Mindestens seit den 1990er Jahren", zitiert der "Spiegel" aus einer Selbstanzeige des
VW-Konzerns. Die drei VW-Marken Volkswagen, Audi und Porsche sowie BMW und Daimler hätten sich in rund 60 Arbeitskreisen vom Diesel bis
zum Cabrioverdeck abgestimmt, um Kosten zu sparen, meldet das Magazin. Dabei sei es etwa um die koordinierte Entwicklung neuer Technologien,
die Verständigung auf bestimmte Lieferanten und den Ausschluss von anderen Zulieferern bei bestimmten Projekten gegangen.

"Kein Wett­rüs­ten bei den Ge­schwin­dig­kei­ten", zitiert der "Spiegel" aus dem Pro­to­koll einer Sit­zung des "AK Me­cha­ni­sche An­bau­tei­le", die in Bad
Kis­sin­gen stattfand. Der Arbeitskreis führte auch gleich Kriterien auf, die alle Beteiligten beachten sollten: "Kos­ten, Ge­wicht, stei­gen­des tech­ni­sches
Ri­si­ko, Crashre­le­vanz". So wurde etwa festgelegt, dass ein Falt-Cabriodach aus Stoff (Soft­top) sich nur bis 50 Stun­den­ki­lo­me­ter be­we­gen las­sen
können sollte. Soll heißen: Die Big Five legten fest, dass niemand ein Dach entwickelt, das sich auch bei voller Fahrt noch bewegen lässt. Ob das
technisch möglich wäre, würden die Kunden nie erfahren.

Wettbewerb? Abgestellt. So etwas nennt man Kartell, weil die Absprachen zum Nachteil der Kunden ausfallen. Sie bekommen im schlimmsten Fall
schlechtere Technologie als möglich zu höheren Preisen als nötig. Wie groß der Nachteil ausfiel, werden nun die Kartellbehörden feststellen müssen.
Stimmen die Informationen des "Spiegel", dann überließen die deutschen Ingenieure und Entwickler nichts dem Zufall. Seit 2006 soll es zahl­lo­sen
Tref­fen und Te­le­fon­kon­fe­ren­zen gegeben haben – akribisch vorbereitet mit Ta­ges­ord­nun­gen und Pro­to­kol­len. Dachten die Kunden bislang, es gebe
einen Wettbewerb um das sauberste und effizienteste Auto unter den deutschen Premium-Herstellern, die ihre Fahrzeuge mit Begriffen wie
Bluemotion und Bluetec anpreisen, so zeichnen die Dokumente, auf die sich der "Spiegel" beruft, ein ganz anderes Bild.

Laut "Spiegel" haben sowohl Daim­ler als auch Volks­wa­gen, Audi und Por­sche die geheimen Absprachen ge­gen­über der EU-Kom­mis­si­on und dem
Bun­des­kar­tell­amt be­reits ein­ge­räumt. Das Magazin beruft sich auf einen Schrift­satz vom 4. Juli 2016, in dem Volks­wa­gen eine Art Selbst­an­zei­ge er­stat­tet
habe "we­gen Be­tei­li­gung an mut­maß­li­chen Kar­tell­ver­stö­ßen". Da­nach ha­ben sich Daim­ler, BMW, Volks­wa­gen, Audi und Por­sche "seit vie­len Jah­ren,
min­des­tens seit den 1990er Jah­ren, bis zum heu­ti­gen Tage" über die Ent­wick­lung ih­rer Fahr­zeu­ge, Kos­ten, Zu­lie­fe­rer und Märk­te ab­ge­stimmt.

Stutzig macht ein anderes Detail aus dem "Spiegel"-Bericht: Demnach war die Existenz des Kartells sogar der Konkurrenz bekannt. "An­fra­gen von
Ja­gu­ar, Vol­vo, Re­nault oder Fiat wur­den ab­ge­lehnt", heißt es an einer Stelle im "Spiegel"-Bericht. Es wäre ein Schlupfloch gewesen, das die Beteiligten
vom Kartellverdacht befreit hätte. Wenn nämlich alle Au­to­kon­zer­ne Zu­gang zu den Da­ten gehabt hätten, auch Kon­kur­ren­ten aus Frank­reich, Ita­li­en,
Ja­pan oder den USA, wäre rechtlich nichts zu beanstanden, Dann hätte es sich um eine Art "Standardisierungskommission" gehandelt.
Doch die fünf deut­schen Hersteller woll­ten un­ter sich blei­ben. Das könnte ihren Managern jetzt zum Verhängnis werden.


( mit Infos aus - Der Spiegel und Focus )


Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: heinz am 27. Juli 2017, 20:11:58
nachdem wir jetzt schon 2 jahre über dieses thema diskutieren, sind wir jetzt doch einen schritt weitergekommen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/porsche-cayenne-abgasbetrug-alexander-dobrindt-verhaengt-zulassungsverbot-a-1160034.html

- kein mensch glaubt noch was die hersteller uns erzählen
- die ersten fahrverbote sind im kommen weil die verwaltung, die politik und die industrie versucht haben, die sache 'auszusitzen'
- die sammelklagen sind im anzug

jeder darf auf seiner weise darüber urteilen. ob fahrverbote oder sammelklagen etwas taugen werden wir irgendwann mal erfahren.

für mich jedenfalls ist das wort 'premiumfahrzeug' ein wort von gestern.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Willy am 28. Juli 2017, 22:26:02
Was sich für mich abzeichnet ist das hier die große Nebelmaschine angeworfen wird.
Porsche Cayenne , mit überschaubaren Zulassungszahlen - so um die 20000, wird exemplarisch mit einem Zulassungsverbot belegt.
Das im Hintergrund VVV die "Nachrüstung" von zusätzlichen 1,5 Mio (!!) Fahrzeugen anbietet
https://www.heise.de/autos/artikel/Volkswagen-will-weitere-1-5-Mio-Diesel-nachruesten-3784688.html (https://www.heise.de/autos/artikel/Volkswagen-will-weitere-1-5-Mio-Diesel-nachruesten-3784688.html)
wird NICHT als Eingeständnis gewertet, und ebenfalls mit Zulassungsverboten belegt, obwohl das gleiche Delikt vorliegt.

Da hängen schließlich größere Menegen und Steuereinnahmen dran....

Ein arglistiger  Schelm, wer Böses dabei denkt.
Und es waren wieder mal wahrscheinlich nur einzelne Techniker (?!?)

Es ist wie meist - die Kleinen  hängt man - die Großen läßt man gewähren.

Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Vaddi am 29. Juli 2017, 16:11:48
@Rainer, kleines Update
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Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: rainersz am 30. Juli 2017, 17:08:13
danke - aber das ist wohl nicht in deutschland, oder ?
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 31. Juli 2017, 06:55:34
Kein Update, keine Zulassung

Wer seinen manipulierten Diesel-VW nicht umrüsten lässt, darf bald nicht mehr fahren. Es droht die Stilllegung durch die Zulassungsstelle, zunächst beim
VW Amarok. Laut eines Berichts des „Focus“ kontaktiert das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) derzeit erste Diesel-Fahrer, die bisher ihr Fahrzeug nicht umrüsten
ließen. In einem Schreiben weist das Amt den Fahrer eines VW Amarok darauf hin, dass ab dem 28. August 2017 Hersteller- und Fahrzeugdaten an die
Zulassungsstellen übermittelt werden. Die können dann „Maßnahmen“ einleiten, bis hin zur Stilllegung des Fahrzeuges.

Das KBA ordnet in dem Schreiben zudem die ursprüngliche Diesel-Software ein. Es handele sich um eine „unzulässige Abschalteinrichtung“ und einen
„technischen Mangel“, der „zur Wiederherstellung der Vorschriftsmäßigkeit des Fahrzeuges entfernt werden muss“. Diese Ausführung widerspricht der
Auffassung von VW, dass es sich nicht um einen Mangel handelt.
Ob es sich tatsächlich um einen Mangel handelt, müssen die Gerichte entscheiden. Das KBA war auch in diesem Fall  für ein Statement nicht zu erreichen.
Insgesamt mussten in Deutschland 2,6 Millionen manipulierte Diesel-Fahrzeuge aus dem VW-Konzern zurückgerufen werden. Mehr als 1,8 Millionen Autos,
also etwa drei Viertel, haben die Marken bereits umgerüstet. Laut Angaben eines VW-Sprechers ließen bereits 97 Prozent aller Amarok-Besitzer in
Deutschland die neue Software aufspielen.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Vaddi am 31. Juli 2017, 18:03:26
Jetzt wäre es mal interessant zu wissen, was die Besitzer der umgerüsteten Fahrzeuge für Erfahrungen gemacht haben .
 
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: altamm am 04. August 2017, 14:14:55
" Dieselgipfel " gestern :   Fünf Millionen Autos bekommen neue Software

Das erste Ergebnis des Dieselgipfels steht fest: Die Autohersteller haben nach Angaben ihres Branchenverbands VDA in Berlin eine umfassende Nachrüstung
von über fünf Millionen Diesel-Pkw auf eigene Kosten zugesagt. Demnach sollen mehr als fünf Millionen Dieselautos mit einer neuen Software ausgestattet
werden. Darin enthalten sind 2,5 Millionen Fahrzeuge von Volkswagen, für die schon Abgasnachbesserungen angeordnet wurden.

Nach Angaben des Verbands handelt es sich um Fahrzeuge der Emissionsklasse Euro 5 und teilweise Euro 6 - ungefähr 8,6 Millionen Fahrzeuge aus diesen
Klassen sind derzeit in Deutschland insgesamt zugelassen. Damit deckt die Einigung einen Großteil dieser moderneren Flotten bei den deutschen Herstellern
ab. Die Kosten für die Nachrüstungen übernehmen die Hersteller, für die Fahrzeugbesitzer sollen keine Kosten entstehen.
Durch die neue Software soll der Stickoxid-Ausstoß durchschnittlich um 25 bis 30 Prozent reduziert werden. Studien zeigten, dass damit die
Schadstoffbelastung mindestens genauso stark reduziert werden könne wie durch Fahrverbote, hieß es seitens des VDA.

Volkswagen, Daimler und BMW werden sich dem Verband zufolge auch an einem Mobilitätsfonds der Bundesregierung beteiligen. Mit dem Geld aus diesem
Fonds sollen Städte und Ballungsräume gefördert werden, die besonders stark von Stickoxid-Emissionen betroffen sind.
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: Vaddi am 04. August 2017, 14:46:46

Volkswagen, Daimler und BMW werden sich dem Verband zufolge auch an einem Mobilitätsfonds der Bundesregierung beteiligen. Mit dem Geld aus diesem
Fonds sollen Städte und Ballungsräume gefördert werden, die besonders stark von Stickoxid-Emissionen betroffen sind.

Aha , damit werden wohl dann ein paar gigantische Ventilatoren in die betroffenen Städte gebaut die alle Abgase wegpusten. Gestern war es CO² und Feinstaub,
heute sind es Stickoxide und Morgen sind es Kühe und Regenwürmer die Methan produzieren. ;.)
Titel: Re: beschiss bei fauvee
Beitrag von: rainersz am 04. August 2017, 17:28:32
dann gibt es endlich auch einen kuh- und regenwurm - gipfel mit tausenden teilnehmern - toll Pe