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Allgemein => Elektrofahrzeuge => Thema gestartet von: Mebus am 12. Juli 2018, 12:04:24

Titel: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 12. Juli 2018, 12:04:24
Ein neues Kraftfahrzeug musste her.

Naja, Kraft streichen wir dann mal bei Max. 45 km/h, Räder hat er auch nur zwei und Benzin will er auch nicht.

Bestellt habe ich mir in einem Anfall geistiger Umnachtung den Elektroroller NIU N1.
Der ist für die Kurzstrecken gedacht wie mal eben zum Bäcker etc.
Liefertermin ende August, ich bin gespannt...

https://www.niu.com/de/n-series/
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Willy am 12. Juli 2018, 18:44:04
Dazu herzlichen Glückwunsch .

Das ist die Zukunft.

Beste Wünsche und bitte vorsichtig in Betrieb setzen.
Elektrobeschleunigung ist  meist stärker als gewohnt.


Ich habe bloß keinen Stauraum gefunden - wo die Brötchen reinpassen.....

Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Sondi am 12. Juli 2018, 20:52:44
Tolles "Gerät" - sieht super aus  :thanks:
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: altamm am 13. Juli 2018, 07:45:30
Sieht toll aus das Teil und elektrisch ist es auch.  :thanks:   Wir sind sehr auf Deine Erfahrungen damit gespannt.
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 13. Juli 2018, 08:07:11
...Das ist die Zukunft....

Ich befürchte dass du recht hast. Aber die wenigsten werden sich über die Konsequenzen im klaren sein.
Der Strom muss ja irgendwo herkommen...

> Beste Wünsche und bitte vorsichtig in Betrieb setzen. Elektrobeschleunigung ist  meist stärker als gewohnt.[/quote]

Ja, erst einmal in Fahrstufe 1 starten :)
Von vorteil ist es natürlich wenn man schon einmal auf zwei Rädern unterwegs war.

> Ich habe bloß keinen Stauraum gefunden - wo die Brötchen reinpassen.....[/quote]

Unter der Sitzbank ist Platz für dem Helm und vorne gibt es einen ausklappbaren Haken für Taschen  Oc

Was mich allerdings wirklich irritiert hat ist, dass es in der Bedienungsanleitung keine Erklärung der beiden Bremszüge gibt.
Man sollte schon wissen welcher ist für das Vorder- und welcher ist für das Hinterrad!

https://download.niucache.com/manual/de/N_Manual_de_V1.2.
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 13. Juli 2018, 08:21:53
@altamm
@Sondi

merci, aber gutes aussehen liegt natürlich immer im Auge des Betrachters.

Allerdings gebe ich gerne zu dass die Optik auch ein Argument war.

Zudem ist mir klar das der Friedhof ein "All Inclusive" Aufenthaltsort ist, Geld braucht man dort nicht, also weg damit  Ou

Ich werde berichten ob der NIU hält was er verspricht.

Ausgehend von 50 km per Ladung und 500 Ladezyklen des Akkupacks, ergibt das ca. 25.000 km Laufleistung.
Bei wöchentlich 100 km und 35 Wochen Nutzung p.a. sollte das gerät 7 Jahre halten.
Ausgehend von 5 Jahren Nutzung ist noch etwas Reserve da.

Hendrik in froher Erwartung Oj
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Sandofan am 13. Juli 2018, 09:13:29
Hi, herzlichen Glückwunsch zum neuen, leisen und umweltfreundlichen Gerät. :thanks:

Ich bin letzte Woche in einem Prospekt auf diese E-Roller aufmerksam geworden.

https://www.real.de/markt/eroller/

Nicht das ich mir die gleich kaufen wollte, aber mein Interesse ist geweckt.
Das ist das richtige Fahrzeug um ohne Gedöns durch Frankfurt zu kommen.
Und ..... unabhängig von Spitzenbelegungszeiten des Parkhauses.
Endlich losfahren wann es mir passt und trotzdem bei Rückkehr einen Parkplatz vorfinden.

Ich werde das ins Auge fassen. ;)
 
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 13. Juli 2018, 09:46:36
Hi, herzlichen Glückwunsch zum neuen...

Noch ist er nicht da ;)

> https://www.real.de/markt/eroller/

Die technischen Daten erinnern an den NIU.
Persönlich würde ich nur bei einem Zweiradhändler vor Ort kaufen, Kontrolle der Lieferung und allfällige Justierung, Ansprechpartner, Inspektionen etc.

> Das ist das richtige Fahrzeug um ohne Gedöns durch Frankfurt zu kommen.

Ja, aber...
FFM / Oder ist schon wieder eine andere Nummer wie das Dorfleben hier.
Hier drückt der Sheriff schon mal ein Auge zu wenn man mit reduzierter Geschwindigkeit den Radweg benutzt.
In FFM ist ein Radweg so selten wie ein ehrlicher Politiker d.h. du musst auf die Strasse und bist auf die Rücksichtnahme der anderen angewiesen.

> Und ..... unabhängig von Spitzenbelegungszeiten des Parkhauses.
> Endlich losfahren wann es mir passt und trotzdem bei Rückkehr einen Parkplatz vorfinden.[/quote]

Genau das sind die vorteile...

> Ich werde das ins Auge fassen.

Übersetzung ins Umgangssprachliche = Haben will :)
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 13. Juli 2018, 10:03:54
Hi, herzlichen Glückwunsch zum neuen

Im Schnell-Check:

https://www.real.de/markt/eroller/

Ecomobility Green World S.L.

+ Rekuperation
+ Scheibenbremsen
+ 2 Jahre Garantie
+ 3 Jahre Akku
+ Gewicht > 80 kg
+ Zul. Gesamtgewicht
+ gewicht Akku
+ Ladezeit Akku
+ Akku herausnehmbar
+ Steigfähigkeit
+ TFL
+ Motorleistung
- Motor QS - NIU Bosch
- Akku unter Sitz (Schwerpunkt) - NIU Akku unter der Trittfläche
- Händlernetz auf Anforderung
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mondeo214 am 14. Juli 2018, 13:05:51
Sieht echt gut aus,Dein neuer Roller-viel Spaß damit :thanks:
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 22. August 2018, 18:10:41

Tag 1

So, der eRoller wurde geliefert und natürlich ausprobiert.

Nach langen Jahren der Zweiradenthaltsamkeit werde ich erst auf ruhigen wegen ein paar tage üben um die eigenarten des Gefährtes auszuloten und die notwendige Sicherheit im Umgang mit dem Roller zu erwerben.

Was ich bis dato sagen kann ist dass der NIU N1 eine erstaunlich stabile Strassenlage hat, vermutlich durch den niedrigen Schwerpunkt.
Wobei man nicht vergessen darf dass das Gefährt 95 kg Eigengewicht hat.

Alles funktioniert nach der vierten Übungsfahrt am ersten Tag einwandfrei, Blinker, Hupe, Warnblinker, Aufständern, im Leerlauf rangieren etc.
Die bremsen sprechen gut an und haben eine ordentliche Verzögerung.

Wie nicht anders erwartet ist die Beschleunigung bei einem eRoller sehr beeindruckend.
Fußgänger schauen verwundert weil sie nichts hören von dem Teil was da an ihnen vorbei summt.

Auch wenn der NIU N1 nicht preiswert ist mit 2.700 €, wobei ja noch ein Nolan Helm, eine Booster Jacke mit Kevlar Verstärkung und Protektoren an Schulter, Armen und Rücken, sowie Handschuhe mit Protektoren das ganze auf 3.000 € treiben, ist das Resümee vom ersten Tag: Kaufempfehlung.

Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 23. August 2018, 17:47:59

Tag 2

Wo Licht ist, ist auch Schatten ;)

Der Fahrkomfort
Meiner subjektiven Meinung nach ist der NIU N1 recht hart in der Federung, das macht sich deutlich bemerkbar auf schlechteren Wegstrecken. Natürlich erwartete ich keinen Off-Roader aber den ungetrübten Fahrspaß gibt es nur auf guten Straßen. Die lediglich mit weichem Kunststoff gepolsterte Sitzbank trägt das ihrige dazu bei.

Der Helm
Ja, eigentlich hat der NIU N1 ja ein Helmfach unter der Sitzbank, aber da passen leider nur spezielle Helme hinein. Ein Integral-Helm passt nicht, genauso wenig wie ein Jet-Helm. Was passt sind sg. Brain-Caps die aber nun mal keine Zulassung haben, spätestens bei einem Unfall wird man bedauern einen Brain-Cap zu tragen.

Die Spiegel
Vielleicht empfinde nur ich es so, vielleicht sind sie noch nicht optimal eingestellt, aber die beiden Spiegel bieten keine gute Sicht nach hinten. Ständig habe ich meinen Astralkörper im blick. Die Sicht auf den Verkehr hinter mir ist suboptimal.

Die Verbindung in die Cloud
Leider steht der NIU N1 in ständiger Verbindung mit seiner Mutter und palavert aus wo ich mich befinde, ob technisch alles in Ordnung ist, oder ob der kleine gerade gestohlen wird. Ergo das falsche Gefährt für Straftaten :)
Zwar bin ich grundsätzlich gegen diese spioniererei, aber ohne gibt es den NIU N1 nun mal nicht, genau wie viele Pedelec und SBike.

Das waren die Negativmerkmale die mir bisher aufgefallen sind.

Ansonsten kehrt mehr Sicherheit in der Handhabung ein, sodass ich mich am Tag 3 in den Straßenverkehr begeben werde.

Auch am Tag 2 lautet die Empfehlung Kaufen, der Spaß ist es wert.
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Sandofan am 23. August 2018, 18:59:22
Dann wünsche ich Dir allzeit gute Fahrt mit dem Gefährt.

Und ...... immer schön piano am Anfang. ;)

Nach eigener, jahrzehntelanger Bikererfahrung weiß ich wovon ich rede.

Habe 2005 entgültig den Helm an den Nagel gehängt und bin froh, all die Jahre ohne Unfall und Knochenbrüche über die Runden gekommen zu sein. ;)

Aber, ....... es juckt immer noch. ^-^
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Sondi am 23. August 2018, 21:11:21
Super Bericht  :thanks:
Wünsche Dir ebenfalls sehr viel Freude mit dem tollen Gefährt,
und immer eine unfallfreie Fahrt !!!
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 24. August 2018, 19:29:29

Tag 3 (Letzter Bericht)

Fahren im Verkehr

Die Binsenweisheit dass die Sicherheit der Handhabung mit der Übung wächst, trifft natürlich auch hier zu.
Das mitschwimmen im Stadtverkehr funktioniert gut da sich der NIU N1 recht flott bewegen lässt.
Gerade hier ist die sehr gute Beschleunigung von Vorteil.

Ich ertappe mich ab und zu dabei nicht daran zu denken dass sich auch andere auf der Straße bewegen.
Ein Gefühl was ich vom Autofahren so nicht kenne. So muss ich mir immer wieder Einhämmern nicht nur für mich zu denken sondern auch für den anderen, denn die Knautschzone ist ja doch recht gering.

Diesen Effekt schreibe ich dem alter zu, denn man wird wohl deutlich vorsichtiger.
Schade dass man diese jugendliche unbedarftheit verloren hat!

Was noch immer nicht so recht funktioniert ist die Einschätzung bei welcher Geschwindigkeit die Füße herunterzunehmen sind um nicht mit der Straße zu kuscheln. Das sind dann Momente der Unsicherheit.

Aber am Tag 3 fühlt sich alles schon besser an.


Verbrauch

Wie bei allen Verbrauchsangaben wird auch bei dem NIU geflunkert und mit realitätsfernen Parametern hantiert.

Nach 25 km zeigte die Ladeanzeige 48% Akku Kapazität an.

Unter Berücksichtigung von Körpergröße (Luftwiederstand) und Gewicht :) sowie der Tatsache dass ich diverse male eine Straße mit enormen Gefälle hin-aufgefahren bin um auszuloten wie schnell der NIU dort fährt, kann man ausgehen von 40 km Reichweite unter Berücksichtigung einer Akkureserve.

Um die maximale Reichweite von 60 bis 70 km zu erreichen sollte der Fahrer deutlich unter 100 kg wiegen, die strecken nicht zu viel berge beinhalten und die Fahrstufe 2 (ECO-Modus max. 30 km/h) gewählt werden.

Ich halte bei Ausschöpfung des zul. Gesamtgewichtes 40 km Reichweite für sicher erreichbar

Mit dem NIU sollte Akkureserve von 10% bis 20% nicht unterschritten werden da dies 1. nicht der Lebensdauer der Akkus förderlich ist und 2. die Elektronik den NIU ab 7-8% zwangsweise herunter-regelt auf die Fahrstufe 3 mit 18 bis 20 km/h.

Das laden selber geht recht zügig nach ca. 2 Stunden ist der Ladezustand von 48% auf 70% gestiegen.

Beachten sollte man dabei dass das Ladegerät auf einer hitzebeständigen Unterlage liegt, denn es wird sehr heiß was wohl der kompakten Bauweise geschuldet ist.

Die Rekuperationsfunktion brachte übrigens keinen signifikanten Energiegewinn.


Was gibt es zum Abschluss noch als Fazit zu schreiben.

In der weißen Ausführung ist der NIU N1 gut sichtbar im verkehr. Auch aufgrund seines sympathischen und leicht futuristischen Designs wird er gut wahrgenommen, was ja auch ein Sicherheitsaspekt ist. Bis dato habe ich kein Stirnrunzeln bei anderen Verkehrsteilnehmern bemerkt denn der NIU wirkt freundlich wie R2D2.

Der NIU N1 ist der perfekte Kurzstrecken Stadtflitzer da er aufgrund seiner harten Federung gut unterhaltene Straßen benötigt. Ungeeignet ist er m.e.a. für Feld- und Waldwege.

Kein Mensch will täglich seinen Roller aufladen wollen, daher halte ich Tagesstrecken von ca. 10 km für die idealen strecken. Also bei gutem Wetter Brötchen holen 4 km und zum Friseur 6 km (jeweils hin- und zurück) sind ideale strecken um das Auto stehen zu lassen.

Für Berufspendler -die bei Wind und Wetter raus müssen- in größerer Entfernung zur Arbeitsstelle, ist der NIU N1 eher nicht geeignet. Das ergibt sich ja auch schon aus der angegebenen Akku Lebensdauer von 500 bis 600 Ladezyklen, da ist dann schon mal schnell der Akku (1.500,-- €) nach 1,5 Jahren am ende.

Würde ich ihn nochmals kaufen?

Unter den heutigen Voraussetzungen, als Rentner der durch den Kaufpreis nicht zu sehr gebeutelt wird, zum Spaß haben, ja.
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: altamm am 25. August 2018, 09:09:10
Allzeit eine gute und sichere Fahrt für Dich. Ich überlege, mir nach Ablauf des 11. Zulassungsjahres meinen Muckel auch gegen ein Moped zu tauschen.   :D
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 25. August 2018, 11:12:00
Allzeit eine gute und sichere Fahrt für Dich...

Herzlichen dank für die wünsche.
Ich überlege noch eine Christophorus Plakette anzubringen, habe aber die Befürchtung das dann das zul. Gesamtgewicht überschritten wird ;)

---Ich überlege, mir nach Ablauf des 11. Zulassungsjahres meinen Muckel auch gegen ein Moped zu tauschen.   :D

Die Angebote werden inzwischen günstiger, so bietet inzwischen ein Servicebetrieb mit 3 Buchstaben eRoller für 1.800 € an. Ebenfalls mit Bosch Motor.

Wenn der Roller das einzige mobilitätsgerät ist würde ich lieber auf einen Benziner zurückgreifen.
Kein Sprit mehr?
Auto anhalten, zur Tankstelle, und zurück, fertig!
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 30. August 2018, 14:49:50
Noch ein Wort zur Energiebilanz des NIU N1 ;)

Meine bisherigen (*) Berechnungen ergeben:

- 1 Tag Stillstand ergibt einen Verlust von 1,5 bis 2,0 % der Akkuladung (Alarmanlage Ein)
- 1 km fahren ergibt einen verbrauch von 1,6 bis 1,7 % der Akkuladung

Rechnet man dies hoch unter zugrundelegung von 99 % Akkuladung, und einer Bewegung des NIU an
jedem 2en Tag:

30 Tage / 2 = 15 Tage Stillstand * 1,5 % = 22,5 % Stillstandsverlust.

Für den Winter (bei Nichtbenutzung) bedeutet das mindestens alle 2 Monate Akku laden.

Die angegebene Reichweite lässt sich ebenfalls anhand der Verbrauchsdaten verifizieren:

Akkuladung 99% / 1,6% (per km) = 61,875 km
Abzgl. der Stillstandsverluste von 22,5% * 1,6% (per km) = 14,06 km

61,87 km minus 14,06 km = 47,81 km

Nochmals im Klartext für diesen einen Fall:
Du fährst jeden 2en Tag 10 km und verbrauchst damit 10 x 1,6% = 16% Akkuleistung (Tag).
Demzufolge könntest du bei 99% Akkuleistung / 16% minus Stillstandsverlust von 5 Tage x 1,6% = 8%
zirka 5 tage Fahren ohne aufzuladen denn 5 * 16% plus 8% = 88% Akkuverlust

Dass wäre aber nicht empfehlenswert denn dann hast du ledig 11% Leistungsreserve (99% minus 88%)

Realistischer ist die folgende Annahme:
Du fährst an 4 Tagen 40 km und verbrauchst 40*1,6%=64% Akkuleistung, minus 4*1,5% = 6% Stillstandsverlust,
was dann einen realistischen und empfehlenswerten Verbrauch von 70% der Akkuleistung ergibt. Ergo 30% Reserve.

Nochmals zur Motorleistung insgesamt:
Selbst bei starkem Gegenwind, schafft der NIU locker zwischen 46 und 48 km/h.
Auch bei einem sehr steilem Berg kommt der NIU auf seine 45 km/h.


(*) Zugrunde gelegt 100 kg Fahrergewicht bei einer Körpergröße von 1,87 m (Luftwiederstand!) und
Fahren bei starkem Gegenwind und ordentlichen Bergauffahrten.
Im Flachland und bei einem Körpergewicht von z.b. 70 kg sehen die werte wohl positiver aus.

Nachtrag 13.11.2018:

Im Oktober habe ich den Roller zur Überwinterung in die Garage gestellt und den Akku aufgeladen.
Nach 26 Tagen hatte der Akku nur noch 36% Leistungskapazität, was mich veranlasste die Bedienungsanleitung zu rate zu ziehen.
Dort, so erinnerte ich mich, stand dass man alle 2-3 Monate den Akku auf 50 bis 80% nachladen sollte.
Was ich überlesen hatte, war dass der Akku dabei dem Roller entnommen werden soll!

Nachtrag 19.12.2018:

Nachdem der Verbindungsstecker vom Akku gezogen wurde und damit das Fliewatüüt stromlos war, ergab sich ein Verlust von 2%
der Akkuladung innerhalb von 6 Wochen.

Nachtrag 15.05.2019:

Das aufladen des NIU von 44% auf 99% Akkukapazität dauert rund 4 Stunden.
Dabei wurden 0,96 kWh Netzstrom verbraucht.
Das Netzteil verbrauchte zwischen 5W (Leerlauf) und 302W (Ladung)
Bei einem Gesamtpreis von 0,30 Euro / kWh kommt man demzufolge auf rund 0,60 Euro für eine komplette Ladung des NIU

Nachtrag 16.05.2019
Eine Wartungsanleitung für den NIU N1 habe ich hier gefunden:
https://www.myscootershop.nl/N1S-Service-Manual-English-V1-0.pdf
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: heinz am 30. August 2018, 22:16:21
dein titel ist energiebilanz aber deine zahlen nur prozente.

frage: wieviel energie ist 100% akku?
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 04. September 2018, 21:08:03
Es gibt noch etwas was ich gerne hinzufügen möchte.

Heute Abend habe ich die erste fahrt bei Dunkelheit absolviert, und ich muss sagen ich bin außerordentlich angetan von dem Resultat.

Der LED-Scheinwerfer leuchtet tatsächlich die ganze Straßenbreite aus, und das Fernlicht setzt nochmals einen drauf.
Besseres Licht kann man sich bei einem Roller nicht wünschen!

Bei passender Gelegenheit werde ich versuchen die Straßenausleuchtung im Bild festzuhalten und hier anhängen.

Update 10.09.2018
Die Bilder der LED-Beleuchtung sind leider nicht optimal, vermitteln aber doch einen Eindruck von der breite der Ausleuchtung.
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: heinz am 05. September 2018, 06:29:31
sorry, nochmals: wieviel Wh ist 100% akku?
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 09. Oktober 2018, 09:39:46
Vespa Elettrica kostet rund 6.400 Euro

Zitat: Piaggio hat den Verkauf des Elektrorollers Vespa Elettrica gestartet, doch obwohl das Fahrzeug nur 100 km weit fährt und maximal auf 45 km/h
          beschleunigt, ist es viel zu teuer.


Dieser erste Absatz des Artikels hat mich schwer ans Grübeln gebracht, da er für mich keinen Sinn macht ;)

https://www.golem.de/news/elektroroller-vespa-elettrica-kostet-rund-6-400-euro-1810-137002.html
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Sandofranz am 10. Oktober 2018, 13:14:12
Ein sehr interessanter Userbeitrag, gerade im städtischen Bereich ist so ein E-Fahrzeug interessant!

Somit ergänze ich diesen Thread und stelle unser neues "Stadtfahrzeug" vor:

Es handelt sich um einen "E-Dreirad-Scooter" der in Österreich gesetzlich als ganz normales E-Bike eingestuft ist.
Wen es interessiert wie das Ding ausschaut...hier die Homepage des Lieferanten:

http://e-techbike.at 

Man findet diese Scooter unter der Bezeichnung "E 15" und "E 18" auf der Homepage mit Fotos und allen technischen Daten + Preise bei der Rubrik "Specialfahrzeuge".
Wir haben das Modell "E 18" (Zweisitzer) gekauft und verwenden es seit ca. einem Jahr im Stadtbereich ohne jedes Problem.
Wie gesagt, bei uns ist das ein E-Fahrrad, wir können es somit auf normalen Straßen, auf allen Radwegen und wo es für Radfahrer erlaubt ist auch in der
Fußgängerzone verwenden.
Keine Steuer + keine Versicherungspflicht + kein Licht am Tag + keine Helmpflicht...weil das für Radfahrer nicht vorgeschrieben ist. Radfahrerhelme verwenden
wir natürlich aus eigenem Sicherheitsinteresse.
Wir haben genau diese Scooter schon vor Jahren in Teneriffa als Leihfahrzeuge gesehen. Dort kann man damit sogar in Geschäfte und Hotellobbys fahren,
viele Hotels haben sogar einen eigenen Raum in dem die geliehenen Fahrzeuge der Hotelgäste über Nacht geparkt und nachgeladen werden können...

Da meine Gattin leider arge Probleme mit der Wirbelsäule hat finden wir unseren Scooter ideal:
Wir können damit vor fast allen Geschäften und Cafe´s, bei unserer Bank, bei den Ärzten usw. beim Radständer oder am Gehsteig parken, für Räder ist das möglich!
Somit ist der Scooter für uns unverzichtbar geworden, wir wollen ihn nicht mehr missen...weil er für uns städtische Mobilität und somit mehr Lebensqualität bietet.
Speziell meine Frau kann dadurch wieder mit vergleichsweise geringer Anstrengung am Stadtleben teilnehmen...und das ist unbezahlbar!

Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 02. November 2018, 12:22:50
Die Cloud klaut

Der NIU N1 hat einen integrierten zweistufigen Diebstahlschutz.
1. Eingebaute Akustische Alarmanlage welche bereits auf bewegen des Rollers reagiert
2. Eine Verfolgung (Tracking) des Rollerstandortes, welches standardmäßig aktiviert ist

Zu 1.
Die integrierte Alarmanlage sehe ich mit zwiespältigen Gefühlen, da sie nicht wirklich abschreckend laut ist.
Das mag vielleicht einen Dieb abschrecken den Roller "wegzutragen", was aber bei einem Eigengewicht von 95 kg
schon nicht sehr einfach ist, auch nicht mit zwei Personen.
Aber dennoch werden ja Motorräder/Roller mit über 200 kg Gewicht gestohlen.

Auch das einfache fort schieben ist nicht so einfach da im Normalfall der Roller abgeschlossen wird und
dadurch der Lenker nach links stehend einrastet.

Gut, bemerkt jemand dass eine Person einen vor sich hin quäkenden und schief stehenden roller schiebt,
wird das vielleicht auffallen und jemand wird die Ordnungshüter verständigen.
Aber nur vielleicht!

Zu 2.
Abschreckender ist sicherlich die Standortermittlungsmöglichkeit "Tracking" über die Cloud.
Auch Diebe sind hierüber informiert und wenden sich "vielleicht" einem anderen Objekt zu.
Bekannt als St. Floriansprinzip.

Allerdings hat das "Standardmäßige" senden von Daten des Rollers in die Cloud (Server des Herstellers)
auch ein paar nicht zu unterschätzende Nachteile:

- Unnötiger Stromverbrauch im Stillstand
- Verlust der Freiheit des Rollerfahrers sich "unbeobachtet" an jedweden Ort begeben zu können
- Verlust des alleinigen Eigentums technischer taten des Rollers wie

  - Gefahrene strecke mit allen Koordinaten (GPS Daten)
  - Standortkoordinaten
  - Verbrauchte Energie
  - Ladezustand Akku inkl. Anzahl der Aufladungen, Ladeörtlichkeit
  - Gefahrene Geschwindigkeit
  - Aktuelle Wetterdaten
  - Aktuelle Uhrzeit

Da die zugehörige APP -um selber die eigenen Daten auszulesen- über den Google Play Store geladen werden
muss, taucht natürlich die frage auf ob nicht auch Google wieder seine Finger mit im spiel hat.

Theoretisch ist es möglich -auch im Nachhinein- festzustellen ob der roller zu schnell unterwegs war,
ob der roller verbotene Wege (z.B. Fahrradwege, Fußgängerzonen) benutzt hat, oder ob ein  Stromdiebstahl
stattgefunden hat (z.B. Aufladen an der Steckdose im Kaufland).

Um das Dystopische Bild zu komplettieren, wer sagt uns dass es keine Bi-Direktionale Verbindung ist, und
dem Hersteller oder demjenigen der Zugang zu der Schnittstelle hat, ermöglicht den Roller zu sperren?

Zu guter Letzt.
Bis dato ist es mir nicht gelungen den Roller über die APP zu registrieren.
Augenscheinlich hat dies bereits jemand für mich getan.
Ich werde recherchieren...
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: heinz am 02. November 2018, 20:50:54
ich würde ein fahrzeug mit derartiger überwachung nie kaufen.

vermutlich ist die verbindung bidirektional damit updates gemacht werden können. und damit bist du dem wohlwollen des anbieters ausgesetzt.  Pd Pd

das ding gehört dir ja gar nicht. du hast nur die benützungsgebühr bezahlt.  q< q<
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Sandofranz am 03. November 2018, 14:12:25
Mag im ersten Moment "überspitzt" klingen...aber Heinz hat mit dieser Sichtweise durchaus Recht!

Wir erleben ja heute in fast allen Bereichen die digitale Überwachung:
Bankomat- und Kreditkarte + alle "Vorteils" - Einkaufskarten für Lebensmittel...Tankkarten...Kundenkarten usw.
Alles dient einzig und allein das Kaufverhalten der Nutzer zu analysieren und zu speichern...sowie ggf. an weitere Interessenten zu verkaufen!
Wer garantiert uns dass wir nicht als Alkoholiker eingestuft werden wenn wir mit den Kundenkarten Bier & Wein & Co kaufen...?
 
Genau da sind auch die "überwachten Fahrzeuge" einzuordnen...
Das Fahrverhalten incl. Fahrstrecke  wird analysiert...als "Zuckerl" wird von den Versicherungen eine Prämienreduzierung für sehr defensives Fahren angeboten werden.
Natürlich werden Behörden Zugriff auf diese Daten haben!
Ein dokumentierter "flotter" Fahrstil könnte Einfluss auf die Beweiswürdigung bei Verkehrsprozessen haben...die Möglichkeiten erfasste Daten zu verwenden sind endlos!
Roadpricing auf Autobahnen bietet ein komplettes Überwachungsfeld...daher wird es die "Autobahnpickerln" bald nicht mehr geben...ein weiterer Punkt der uns klar sein sollte.

Wie Heinz sagt...auch ich würde so ein "überwachtes" Fahrzeug nicht kaufen egal ob E-Scooter oder KfZ.!
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 03. November 2018, 17:33:33
Mag im ersten Moment "überspitzt" klingen...aber Heinz hat mit dieser Sichtweise durchaus Recht!

Ich kenne die Sichtweise von Heinz nicht, daher kann ich nicht beurteilen ob er recht hat.

...Genau da sind auch die "überwachten Fahrzeuge" einzuordnen...

Alle korrekt, darum habe ich ja auch nicht geschrieben hurra ich habe einen Spionage Roller gekauft,
sondern mich kritisch mit den Gegebenheiten auseinandergesetzt.

Vor dem kauf war mir bewusst dass der eRoller ein überwachtes Fahrzeug ist, darum kann ich nun nicht
lamentieren wie böse das doch ist. Allerdings muss ich die Tatsache auch nicht positiv hoch jubeln.

Es ist ein abwägen von pro und contra...
Und bis dato wiegt der Fahrspaß, der angezielte Einsatzbereich sowie die Einsatzbedingungen, die
Negativmerkmale auf.

Zumal du ja in absehbarer zeit der Überwachung nicht entkommen kannst (z.B. eCall Pflicht), du
kannst nur die zeit etwas recken bis du der Überwachung nicht mehr entkommen kannst.

...Wie Heinz sagt...auch ich würde so ein "überwachtes" Fahrzeug nicht kaufen egal ob E-Scooter oder KfZ.!

Dann sollte man fairerweise auch Pedelec und eBike erwähnen :)

ÖPNV?
Probiere mal in Holland mit Bargeld deine Bus- Bahnfahrkarte zu bezahlen, geht nicht mehr.
Die Chipkarte ist Pflicht und wird von deinem Konto aus aufgeladen.
Bleibt noch per Pedes, aber dann nicht vergessen dein Mobiltelefon zu hause zu lassen ;)
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 05. März 2019, 09:35:41
...Somit ergänze ich diesen Thread und stelle unser neues "Stadtfahrzeug" vor...

Noch eine Version:

GOTCHA

Elektrodreiräder sollen urbane Mobilität verbessern
Wem Zweiräder wie Mofas, Pedelecs oder Elektroroller zu gefährlich erscheinen, der wird vielleicht mit dem Gotcha-Trike glücklich. Das Elektro-Dreirad legt sich zwar in die Kurve, bleibt dabei aber stabiler.

https://www.golem.de/news/gotcha-elektrodreiraeder-sollen-urbane-mobilitaet-verbessern-1903-139786.html
Titel: Skoda zeigt Elektrofahrrad das keines ist
Beitrag von: Mebus am 06. März 2019, 09:47:06
Genfer Autosalon
Der Skoda Klement sieht aus wie ein Elektrofahrrad, bietet auch zwei paddelartige Abstellmöglichkeiten für die Füße, aber eine Kurbel fehlt. Es handelt sich um ein bis zu 45 km/h schnelles Mofa.

https://www.golem.de/news/klement-skoda-zeigt-elektrofahrrad-das-keines-ist-1903-139809.html
Titel: Re: Skoda zeigt Elektrofahrrad das keines ist
Beitrag von: Mebus am 06. März 2019, 09:58:09
Genfer Autosalon...

Recht nett was sich die Leute alles ausdenken, aber wir stehen vor einem mordsmäßigen Tohuwabohu.

In DE gibt es Radwege für Fahrräder und Pedelec, alle anderen müssen auf die Straße.
Die Erfahrung aus anderen Ländern mit sehr viel mehr Radbenutzern lässt folgendes erwarten, so wir es nicht schon heute haben:
- Starke Zunahme von Unfällen mit Radfahrern
- Radwege mit Verkehrsstaus
- Mit Fahrrädern zu-geparkte Gehsteige, Bahnhöfe, Schulen etc.
- Kampfszenen durch stark unterschiedliche Radbenutzer Tourenrad vs. Rennrad vs. Pedelec

Künftig werden Elektro-Kleinroller erlaubt sein die auf den Gehsteigen unterwegs sein werden.
Ergo sind auch hier mehr Unfälle und böse Szenen mit Fußgängern zu erwarten.

Der andere Zwei- und Dreiradverkehr bis 45 km/h Geschwindigkeit wird sich auf der Straße mit dem Kfz- Verkehr tummeln.

Das mag in Ballungszentren noch einigermaßen gesittet ablaufen da man eh kaum schneller voran kommt, sieht aber in
den Außenbezirken mit Straßen auf denen 70, 80 oder 100 km/h gefahren werden darf schon ganz anders aus.

Ein Kfz. welches mit doppelter Geschwindigkeit in 1 mtr. seitlichen Abstand an mir vorbei-rauscht wird schon alleine durch
den Luftzug ein Problem darstellen.

Ich sehe Mofafahrer die todesmutig am Straßenrand vor sich her tuckern, während der Kfz. verkehr an ihnen vorbei-rauscht.
Was sollen sie auch tun wenn sie nicht die finanziellen Möglichkeiten haben ein vierrädriges Fahrzeug zu fahren.

Aus meinem Wohnbereich gelange ich weder in den Ort (4 km) noch in den nächsten Ort (6 km), ohne eine Landstrasse mit
 erlaubtem Tempo 70 oder 100 km/h zu benutzen.

Sowohl die Technik wie auch die Politik schafft neue Probleme im Verkehrs-Miteinander.

Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Sandofan am 06. März 2019, 10:49:44
Die Auswüchse mit dem Radverkehr nehmen teilweise schon groteske Formen an.
In Frankfurt kam ein Radfahrer innerorts an einer stark befahrenen, zweispurigen Strasse ohne Radweg zu Tode.
Die spontane Reaktion der Stadt: Ein Fahrstreifen wurde gesperrt und dem Radlerverkehr vorbehalten.
Seither gibt es in dieser Strasse nicht nur zum Feierabendverkehr Staus bis über die Mainbrücke, nee, es staut den ganzen Tag.
Und die Radfahrer? Fahren wie meist auf dem Gehweg. :o
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Willy am 10. März 2019, 19:46:58
Mal zum Nachdenken.
Grundsätzlich sind alle Verkehrsteinehmer gleichberechtigt. Zur Vermeidung von zu vielen Konfliktsituationen
gibt es Regeln wie die StVO.
Das hier beschriebene Problem resultiert , meines Verständnisses, aus dem Problem einer schlechten Verkehrsplanung und vielleicht auch der
Luftreinhaltemaßnahmen und anderer umweltpoltischer Rahmenbedingungen.
Vielleicht wäre eine zusätzliche  Fußgänger- und Radfahrerbrücke  eine gute Lösung.
Das braucht aber auch Zeit und enn sich die genervten Autofahrer umorientieren und (hauptsächlich) andere Wege benutzen,
hat sich das Problem wie aufgelöst.
Wurde in anderen Gegenden und Städten schon so beobachtet  .
 
Dummerweise erhöht  erhöht gestauter Verkehr die Schadstoffwerte der Luft, das kann neue Entscheidungen manchmal beflügeln....
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 11. März 2019, 09:58:42
...Grundsätzlich sind alle Verkehrsteinehmer gleichberechtigt...

So weit die Theorie :)

War da nicht auch etwas mit gegenseitiger Rücksichtnahme?
Genau daran hapert es gewaltig.
Ich sehe die erstaunten blicke wenn ich im Schritttempo am äußersten Rand an Reitern vorbeifahre,
oder weit vor Fußgängern halte weil mir ein Fahrzeug entgegenkommt, oder dem anderen an einer
Fahrbahnverengung den Vortritt lasse.
Die Menschen sind Rücksichtnahme einfach nicht mehr gewohnt.

Vielleicht wäre eine
 zusätzliche  Fußgänger- und Radfahrerbrücke  eine gute Lösung.

Ja, gute Idee!

Das Grundproblem in DE besteht darin dass es kaum von dem Kfz-Fahrweg getrennte Radwege gibt,
und diese Problem lässt sich nun mal in Städten nicht lösen in dem man einfach die Häuser etwas zurück schiebt.
Es ist eine Herkules Aufgabe die wohl noch viele Jahre benötigen wird, oder man baut neue Metropolen nach
 heutigen Erkenntnissen.
Titel: Inbetriebnahme nach der Winterpause
Beitrag von: Mebus am 22. März 2019, 11:32:37
13.11.2018 Akku (60V  29 Ah) entnommen bei 91% Ladezustand
23.03.2019 Akku in betrieb genommen bei 80% Ladezustand

Dies entspricht bei 129 tage Stillstand -mit herausgenommenem Akku- einem Akkuladezustandsverlust von 11%

Das wäre dann schon mal in Ordnung.

Die Anmeldung des NIU im NIU System ist dann doch noch gelungen.
Wer Bedienungsanleitungen liest ist halt eben klar im Vorteil, denn in der Bedienungsanleitung befindet sich auf
der ersten Seite der QR-Code den man einscannen muss. Warum die manuelle Eingabe der FIN -welche ja auch
möglich ist- nicht gelingt, erschließt sich mir nicht.

Die Kopplung von Smartphone und NIU ist jedoch noch nicht gelungen.
Es gibt hinweise das dies durchaus einige zeit dauern kann bis dass der NIU im Chinesischen System integriert ist.

Obwohl mir die ganze Geschichte im Prinzip widerstrebt, möchte ich es einfach einmal ausprobieren.
Titel: NIU in der Cloud - Fluch und Segen - Was bringt es wirklich
Beitrag von: Mebus am 23. März 2019, 09:05:25
Aktualisiert 30.03.2019

Nach einem Reset des NIU (entkoppeln von der Batterie und Wiederanschluss) sowie einer Priese Geduld
funktionierte die Einbindung in die Cloud.

Was wird geboten?
Die technischen Möglichkeiten:

- Fernauslesung von Ladezustand Akku und theoretische Reichweite mit dem derzeitigen Ladezustand
- Roller verschlossen / offen

- Alarmauslösung, ich hatte erwartet ein Signal zu bekommen oder eine Push-Nachricht aber nichts dergleichen.
  Auch unter Meldungen und Ereignisse taucht kein Eintrag über die Alarmauslösung auf.
  Das OTA Update https://de.m.wikipedia.org/wiki/Firmware_Over-the-Air läuft und ich werde es danach nochmals probieren.

  Die Lösung? https://sandero-freunde.de/index.php/topic,1604.new.html#new

- GPS und GSM Feldstärke
- Standort

- Fahrstatistik
   - Gesamtfahrstrecke, Gesamtfahrzeit
   - Fahrstrecke km, Fahrzeit h,m,s
   - Durchschnittliche Geschwindigkeit, Höchstgeschwindigkeit

- Intelligente Prüfung mit 90 Punkten wie u.a. Temperatur, Akku-Temperatur, Überladungsschutzprüfung, Kommunikationshauptkreis,
- Letzte Fahrtstrecke in km und verlauf als Kartendarstellung
- Nächster Händler in Google Maps
- Akkuladezustand in Anzahl Punkten von 100 möglichen
- Akku Seriennummer
- Anzahl Ladezyklen

- Ein/Ausschalten von  Parameter der kundenspezifischen Karte wie
    - Sicherheitswarnungen
    - Wetter
    - Bisherige Fahrstrecke
    - Fahrstatistik
    - Akkustand

- Verwaltung von
    - OTA-Aktualisierung, Betriebssystemupdate über GSM https://de.m.wikipedia.org/wiki/Firmware_Over-the-Air
    - GPS-Ortung
    - sowie ALLER Fahrzeugspezifischen Daten

Jeder der diese Funktionen nutzt, ja eigentlich jeder der den NIU nutzt, muss sich darüber im klaren sein
dass eine Anzahl Personen/Unternehmen über alle diese Daten und Betriebszustände informiert wird (werden kann).
- Die Softwareentwickler
- Der Fahrzeughersteller
- Der Batteriehersteller
- Google
- Alle, denen es gelingt legal oder illegal Zugang zum Netz des Betreibers zu erhalten (Versicherungen, Behörden, Regierungen)

Wenn es möglich ist ein Update der Betriebssoftware mittels OTA einzuspielen, ist es auch möglich das Fahrzeug
über die Fernwirkfunktion (OTA) außer betrieb zu setzen.

Stärker noch, ich halte es für nicht nur hypothetisch anzunehmen dass es möglich ist das Fahrzeug vom befahren definierter
Zonen auszuschließen.

Gedankenspiel:
Es gibt ein größeres Schadensereignis.
Um dieses Schadensereignis herum wird eine Fahrverbotszone für Fahrzeuge gelegt.
Somit kann man Schadenstourismus begrenzen.

Oder Demonstrationen verhindern / erschweren.
Oder generell die Mobilität von einzelnen oder Gruppen einschränken.

Wo aber liegt denn der Segen für mich, wenn schon eine Alarmauslösung nicht gemeldet wird?
Darin auf dem Sofa liegend den Akkuladestand zu kontrollieren?

Sei willkommen in unserer schönen neuen Welt...

...dabei sollt aber nicht vergessen werden, dass der NIU N1 -ungeachtet diverser weniger zufriedenstellender Punkte-
einen wirklich bemerkenswerten Fahrspaß bietet. Das Konzept des NIU bestehend aus aussehen und Funktion ist
nicht nur gut, sondern besser wie bei anderen.
Begleitet vom Fahrtwind, leise summend durch die Landschaft zu fahren, ist genial.

Mir war der Schluss des Artikels einfach zu dystophisch...
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: heinz am 23. März 2019, 11:49:26
ja, ja. und wir regen uns auf wenn der staat chinesisches 5G kauft. mit deinem gerät wissen die schon alles über dich. <;- <;-
Titel: NIU N1 und das Rätsel mit dem Handy Alarm
Beitrag von: Mebus am 30. März 2019, 11:48:01
Da die Alarmweiterleitung erst einmal nicht funktionierte, habe ich versucht die Ursache zu finden, ohne allerdings wirklich
Aufschluss darüber zu erhalten, wann funktioniert es, und wann nicht.

Die ersten versuche führte ich zu Hause durch, wobei das Handy ca. 1 bis 5 Meter vom NIU entfernt war.

Da das überhaupt nicht funktionierte, kam ich auf zwei Parameter welche Einfluss auf das Alarmierungsverhalten
haben könnten:

1. Die Örtlichkeit
   Ich war zu Hause.
   Die "schlaue" APP wusste das, da der Händler dem Hersteller natürlich mitgeteilt hatte wer den Roller gekauft hat.
   Ergo wäre es möglich dass einen Algorithmus gibt im sinne von "Der Roller steht zu Hause also reicht es wenn der
   Roller trötet". Nicht wirklich schlüssig denn wer im 17. Stockwerk eines Wohnturmes wohnt, wird es nicht hören.

2. Die Distanz zwischen Roller und Handy
    Sehr höchstwahrscheinlich ist dies die Lösung des Problems. Ich gab das Handy meiner Frau, entfernte mich einige
    Kilometer, und löste den Alarm aus. Resultat: kein Alarm auf dem Handy!

Anschließend fuhr ich noch einige zeit durch die Gegend.

Nach der Ankunft zu hause, 1 Stunde und 16 Minuten nach Alarmauslösung, meldete das Handy "Anomale Bewegung".

Die Alarmweiterleitung auf das Handy funktioniert wohl nur wenn zwischen Roller und Handy eine definierte Entfernung
> 5 Meter besteht.

Nein, man kann NIU wahrlich nicht vorwerfen Dinge auf den Markt zu bringen die nicht funktionieren ;)

Sicherlich wird der eine oder andere Silbenstecher einwände dagegen haben wenn der Alarm erst erst 1 Stunde und 16 Minuten
nach Alarmauslösung auf dem Smartphone erscheint, aber man soll ja nicht kleinlich sein.

Die Meldung des Rollers über GSM an die Cloud und dann zurück an das Handy kann u.U. etwas dauern, womit der Sinn einer
Alarmweiterleitung auf das Handy fragwürdig ist.

Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Sandofan am 30. März 2019, 19:38:16

...... Silbenstecher ........  ^-^ ^-^ ^-^
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Mebus am 31. März 2019, 11:21:05
...... Silbenstecher ........

Nebelspalter, kommt auch gut an  :D
Titel: Spurensuche 1
Beitrag von: Mebus am 17. April 2019, 10:43:30
Nachdem sich nun herausgestellt hatte, dass die Einbindung des NIU N1 keinen wirklich sinnvollen Mehrwert bietet,
habe ich das Tracking abgeschaltet. Hierzu in der APP im Menü "Ich" > Meine Werkstatt > GPS-Ortung des Fahrzeuges,
die Ortung abschalten.

Das abschalten der Ortung wird in der APP auch korrekt angezeigt. Im Menü "Fahrzeug" > Auf die Karte Tippen

Allerdings wird die Abschaltung nicht im Display des NIU Roller angezeigt, dort blinkt das GPS Symbol weiter
fleißig vor sich hin.

Hieraus lässt sich schließen dass zwar der Nutzer für sich selbst, und alle die Zugang zu den Daten über die
APP des Nutzers haben (1), eine Tarnkappe benutzen kann, nicht jedoch das Tracking für den Hersteller -und
alle die ihre Daten über diesen beziehen- abschalten kann.

Ein weiteres Merkmal hat mich verblüfft.

Dazu muss ich etwas vorausschicken.

Mein Smartphone verfügt über nützliche Dinge wie Mikrophon-Abschaltung, IMSI-Catcher Warnung, Anrufer-
und SMS Blocker etc.

Zudem nutze ich das Smartphone nur äußerst selten -z.b. nur für PyClip und NFC Experimente- und trage es auch
nicht ständig mit mir herum. Daher ist das Smartphone mit einer PrePaid Karte bestückt.

Das "Normale" Handy ist ein simples altes Taschentelefon "Brick" ohne erweiterte Funktionen wie GPS etc.

Um nun die NIU APP auf dem Smartphone nutzen zu können habe ich jeweils einen Tagesdatentarif aktiviert.
Die Funktion "Mobile Daten" ist in der Regel abgeschaltet.

Feststellen musste ich jedoch, dass alle Funktionen der NIU APP -einschließlich Tracking- auch über heimatliche
WLAN nutzbar sind. Was im Nachhinein auch logisch erscheint denn die Daten liegen in der ja in der Cloud.

Und somit sammelt der Hersteller weitere Daten, über das Smartphone, über die von dir benutzten WLAN
Zugangspunkte etc. etc. etc.


(1) Nutzer der NIU APP können weiteren Personen Zugang zu den Daten des NIU Roller gewähren.
Damit z.b. die beste Ehefrau von allen auf den Meter genau weiß wo sich ihr Ehepartner gerade herumtreibt.
Titel: Der NIU N1 als Modellbausatz
Beitrag von: Mebus am 25. April 2019, 16:34:17

Da ich gestern noch Transistoren kaufen musste, machte ich gleich einen Abstecher zum Modellbaugeschäft.
Und siehe da es gab den NIU N! Roller als Modellbausatz, für die faulen die nicht selber lackieren wollen. ;)

Modell: NIU N1S
Maßstab: 1:12
Hersteller: Trumpeter
Hersteller Typ: 07305
Preis: 25,95 €
Titel: Spurensuche 2
Beitrag von: Mebus am 27. April 2019, 14:23:11
Spurensuche 2

Um dem Sendeverhalten über GSM und GPS des NIU weiter auf den Grund zu gehen hatte ich einen Zufallsfund im Netz.

http://www.elektronik.nmp24.de/?Elektronik-Baukasten:Handystrahlen-Detektor%2A

Diese Baubeschreibung eines Detektors mit einfachsten mitteln wollte ich nachvollziehen und am NIU testen.

Steckboards hatte ich noch 2 zu Hause von diversen Spielereien wie z.b. den RFID-Killer etc, lediglich die
Transistoren musste ich noch besorgen.

Nachdem das ganze in ein paar Minuten zusammen-gestöpselt war, sucht ich mit dem Detektor den NIU ab (Bild).
Gefunden habe ich das GSM Element im vorderen Bereich der Verkleidung.
Wobei das beste Resultat erzielt wird wenn die beiden Kabelenden in der nähe des Schriftzuges gehalten werden.

Das leichte flackern der LED zeigt an dass das GSM Modul in betrieb ist und im 900 MHz Bereich sendet.
Glück gehabt den bei einem GSM-Modul welches auf 1800 MHz arbeitet funktioniert der Detektor nicht.

Wird nun der NIU mit dem Zündschlüssel eingeschaltet (Display An) wird starke  Sendeaktivität angezeigt.
Beim Abschalten des NIU gibt es wiederum Aktivität, aber nicht so stark wie beim einschalten.

Dann habe ich die Alarmanlage eingeschaltet was wiederum durch die aktivierte LED angezeigt wurde.
Danach habe ich die Alarmanlage ausgelöst durch einen starken Ruck am Lenker, was sofort in starke Aktivität
des GSM-Moduls (Angezeigt durch die LED am Detektor) resultierte.

Jetzt geht es nur noch darum definitiv festzustellen, ob das deaktivieren des GPS-System in der APP wie von
mir vermutet, das GPS eben nicht abschaltet sondern lediglich den Nutzer der APP von den GPS Funktionen ausblendet.

Ich hoffe mit einem Detektor eines Freundes dazu bald etwas mitteilen zu können.

BTW: In der Bauanleitung steht das der 330 Ohm Widerstand im Batteriekabel eingebaut ist, das stimmt nicht.
Titel: Spurensuche 3
Beitrag von: Mebus am 02. Mai 2019, 16:13:09
Spurensuche 3

Die Möglichkeit ein GPS-Empfangsmodul mit elektronischen mitteln zu finden ist mir persönlich nicht bekannt.

Die am Markt befindlichen GPS Tracker benutzen entweder eine SIM-Card und kommunizieren über das GSM-Netz mit der
Außenwelt, oder zeichnen lediglich die Route auf und müssen dann manuell ausgewertet werden.

Im NIU ist beides verbaut, ein GPS-Empfänger sowie ein GSM-Modul mit SIM-Card.
Wird der NIU bewegt, werden die GPS-Daten über das GSM-Modul an den Hersteller gesendet.
Dieser wiederum stellt sie über seine Rechner Systeme in der Cloud zur Verfügung.

Ich kann also nur testen in welcher Zeitabfolge das GSM-Modul sendet.

Im Fall dass der NIU bewegt wird, muss zwangsläufig häufiger gesendet werden, wohingegen wenn der NIU steht, weniger häufig
gesendet werden sollte.

Ist der Alarm des NIU aktiv und wird ausgelöst, wird ein Datentelegramm gesendet mit der Information dass eine Auslösung
des Alarms stattgefunden hat, sowie die aktuelle -über den GPS-Empfänger ermittelten- Koordinaten.


Um Störungen von DECT und GSM Telefonen sowie WLAN Signale auszuschalten, suche ich mir eine freies Feld.
Eingesetzt wurde ein empfindlicher RF-Detector von einem Bekannten.

- Die GPS Funktion wurde über die APP aktiviert, das Smartphone ausgeschaltet.

Das GSM-Modul des NIU sendet im Stillstand ohne festen Zeitabstand ein Datentelegramm.
Mal sind es 5 Minuten, mal 15 Minuten.
Während der fahrt oder im eingeschaltetem zustand, sendet der NIU ca. alle 11 Sekunden ein Datentelegramm.

- Nun wird die GPS Funktion über die APP deaktiviert und 2 Stunden gewartet, und wiederum das Smartphone ausgeschaltet.
  Im Display blinkt nach wie vor das GPS Sendesymbol.
  Eigentlich müsste das GSM-Modul des NIU nun weniger aktiv sein.
  Ist es aber nicht, der NIU sendet in derselben Zeitabfolge -im Stillstand als auch im Betrieb- Datentelegramme
  wie mit eingeschaltetem GPS.


Da keine Unterschiede im Sendeverhalten feststellbar sind, können wir nunmehr mit sehr großer Sicherheit davon ausgehen
dass der Hersteller des NIU, ungeachtet der Willenserklärung des Besitzers durch Deaktivierung der GPS Funktion,
weiterhin Bewegungsdaten empfängt.
Titel: Würde es sinnvoll sein das GPS-Modul in der ECU zu entfernen?
Beitrag von: Mebus am 03. Mai 2019, 10:23:33

Meines Erachtens nicht, denn auch das GSM-Modul lässt eine Standortbestimmung zu, dass heißt dass auch das GSM-Modul entfernt werden müsste.

Dieses entfernen hätte selbstverständlich den Verlust der Gewährleistung und der Garantie zur folge, und wäre also frühestens nach Ablauf derselben
in Erwägung zu ziehen.

Unter der Voraussetzung das sowohl GPS und GSM-Modul nicht Bestandteil der Zulassung des NIU für den Strassenverkehr sind, sollte das entferneng
der beiden Module Strafrechtlich nicht zu beanstanden sein.
Nur zur Erinnerung: eCall ist Pflicht seit März 2018 für alle Neufahrzeuge. Wer also eCall außer Betrieb setzt, fährt mit einem nicht mehr zugelassenem
Fahrzeug und macht sich damit strafbar.

Die versicherungstechnische Sachlage stellt sich für mich wie folgt dar.
Wird der NIU gestohlen dann wird die Versicherung die Zahlung verweigern da ein Bestandteil der verbauten Diebstahlsicherung entfernt wurde,
wodurch das wiederauffinden massiv erschwert wird. Langwierige Prozesse mit unsicherem ausgang dürften das Resultat sein.

In technischer Hinsicht bedeutet das entfernen des GSM-Moduls natürlich auch dass ich keine System-Updates mehr per OTA empfangen kann und
darauf angewiesen bin dass mir ein Händler das Update einspielt. Falls dies über eine physische Schnittstelle möglich ist.

Künftig wird es durch den Einsatz von Soft-SIM einfacher sein Manipulationen im ECU vorzunehmen. Dann ist es nicht mehr erforderlich z.b. ein
GPS-Modul zu entfernen und durch einen Widerstand zu ersetzen um dem System vor zu gaukeln ein GPS-Modul wäre noch vorhanden.
Wobei auch hier die Entwickler ganz einfach grenzen setzen können durch einen Logik-Check ob valide Daten vom GPS-Modul empfangen werden.

Es bleibt spannend...
Titel: Eine neue NIU Zwischenbilanz
Beitrag von: Mebus am 23. Mai 2019, 17:29:53
Das fahren mit dem NIU ist nach wie vor vergnüglich, das möchte ich vorausschicken.

Neben den paar bereits genannten Kritikpunkten habe ich allerdings noch etwas festgestellt.

Der niedrige Schwerpunkt -bedingt durch die Platzierung des Akku in den unteren Rahmen- ist zwar den Fahreigenschaften sehr zuträglich,
jedoch reduziert dies bauartlich bedingt die Bodenfreiheit.

Insbesondere der Kippständer sorgt dafür das max. 10 cm Bodenfreiheit übrigbleiben, und das kann sehr schnell bei Schräglage in kurven
fatal werden. Man muss halt damit Rechnung halten!

Inzwischen fluche ich kräftig -hört ja keiner wg. dem Helm- über die entzückenden Kreisverkehre welche schlaue Leute mit Kopfsteinpflaster
ausgestattet haben. Ich denke die Rollerfahrer unter uns können das nachvollziehen, kleine Räder, enge kurve und zusätzlich Kopfstein-
pflaster, das ist keine idealer Kombination.

Die einzige Lösung ist hier Schrittgeschwindigkeit, auch wenn die PKW Fahrer hinter mir hupen (Hört ja keiner wg. geschlossenes Auto).  ;)
Titel: Der NIU kann nicht mehr nach Hause telefonieren
Beitrag von: Mebus am 31. Mai 2019, 10:50:48
Der NIU kann nicht mehr nach Hause telefonieren

Heute teilte mir der Händler mit dass der Hersteller den GSM-Provider gewechselt hat und daher ab dem 1.Juni 2019 keine
Verbindung mehr zur Cloud aufgebaut werden kann.

Das habe ich selbstredend ausprobiert, und tatsächlich gibt es schon seit 4 Tagen keine Verbindung mehr zum NIU-Roller,
wobei das GSM-Modul aber nach wie vor sendet.

Der Händler teilte mit dass der Roller in die Werkstatt muss, da die ECU auf Garantie getauscht wird.
Damit gäbe es dann auch 3 Jahre kostenfreie Cloud und APP Benutzung.

Im Umkehrschluss bedeutet dies allerdings auch dass der Hersteller wohl künftig Gebühren erheben wird, um die
Daten des Rollers auszulesen.

Diese Art von Problemen (SIM-Karten Tausch) wird es künftig mit Einführung der eSIM nicht mehr geben, da dann
lediglich über OTA eine andere Providerkennung aufgespielt wird.
Titel: Schlägt die Elektro-Vespa einen China-Roller (NIU)?
Beitrag von: Mebus am 08. Juni 2019, 10:00:04
Piaggio baut endlich die Elektro-Vespa - und tritt gegen Asiaten an, die den Markt seit Jahren dominieren.
Hat sich das Warten gelohnt? Wir haben die Elettrica mit einem typischen China-Roller verglichen.

https://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/vespa-elettrica-gegen-niu-m-schlaegt-piaggio-den-china-roller-a-1271020.html
Titel: Der NIU kann nicht mehr nach Hause telefonieren 2
Beitrag von: Mebus am 25. Juni 2019, 16:22:13

Der Austausch der ECU am NIU N1 scheint nun doch nicht erforderlich zu sein.
Der Importeur teilte dem Händler mit dass die bei mir verbaute ECU bereits eine SIM-Karte des neuen Providers besitzt.

Die Überprüfung ergab tatsächlich dass wieder Kontakt zur Cloud besteht.

Eine der wenigen sinnvollen Funktionen der Einbindung in die Cloud, und auslesen der Daten über ein Smartphone,
scheint allerdings immer noch nicht korrekt zu funktionieren.

- Die Diebstahlwarnung (Bewegungsmeldung) erfolgt meistens erst nach 30 bis 60 Minuten.
- Das auslesen der Ladezeit ist gleichfalls nicht zeitnah.
  Zeigt die APP noch über 2 Stunden Ladezeit an bei 70 % Ladezustand, ergibt die Kontrolle
  am NIU N1 100 % Ladung.
  Gerade eben nochmals getestet am NIU N1 Display 99 % nach der vollendeten Ladung, zeigt
  die APP nur 38 % Ladung an.

Das ganze dürfte auf die verzögerte Verarbeitung der Daten auf den Servern von NIU zurückzuführen sein.

Letztendlich ist damit aber die Einbindung in die Cloud und die Möglichkeit der Datenauslesung durch den
Rollereigentümer lediglich ein netter Werbegag.

Bezahlen würde ich jedenfalls für diesen "Service" nicht.

Titel: Die erste Inspektion ist fällig
Beitrag von: Mebus am 29. Juni 2019, 16:44:20
So, die erste Inspektion steht nächsten Monat an, und ich bin gespannt was es kostet und was nicht in Ordnung ist.

In jedem Fall ist die Wirkung Hinterradbremse nicht mehr perfekt.

Tip!

Den wichtigsten Tip den ich als Zweirad Wiedereinsteiger bekommen habe, und den ich nach 30 Jahren nicht mehr verinnerlicht hatte lautete:

"Du fährst wohin du schaust"

Diese simple Weisheit erleichtert das sichere Kurvenfahren ungemein   Oc
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: heinz am 30. Juni 2019, 08:09:36
mein zweiradspruch:

fahre nicht schneller als dein schutzengel fliegen kann  OO OO
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: Sandofan am 30. Juni 2019, 19:22:36
 :thanks: :thanks:
Titel: Re: Skoda Klement - viel zu schnell für ein Fahrrad
Beitrag von: altamm am 02. Juli 2019, 08:40:45
Klement ist ein Fahrrad, jedenfalls was die klassische Silhouette betrifft. Doch es fehlen die bekannten Pedale, die Zahnräder und vor allem die stets
verölte Kette. Am Lenker gibt es keine Griffe für die Bremsen, dafür aber an beiden Enden farbige LED-Leuchten als Blinker vor dem Richtungswechsel.

Die Füße des Fahrers ruhen auf zwei rechteckigen Trittflächen. Sie sind platziert, wo bei den bekannten E-Bikes das Tretlager angebracht ist. Eine
massive Rahmen-Konstruktion kombiniert die diversen Rohre und Streben eines klassischen Fahrrads, nimmt auch den Sattel auf. Eine mittige
Verzweigung gen Boden endet in den erwähnten Auflagen für die Füße. Sieht alles futuristisch und zugleich stabil aus, was sich die Skoda-Techniker
da ausgedacht haben.

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Es gibt ein fest montiertes, recht große Smartphone auf dem Rahmen, das von außen unsichtbar mit der Bordeelektronik vernetzt ist. Derzeit noch
mit Bluetooth, später per drahtlosem WiFi. Tacho, Batterieanzeige und Grad der Rekuperation werden angezeigt. Über Knöpfe am Lenker werden
die Blinker, die Beleuchtung und auch ein elektronisches Warnsignal bedient.
Der elektrische Nabenmotor am Hinterrad leistet 4 kW/5,5 PS - deutlich mehr als die Hilfsaggregate bei einem E-Bike. Zwei Lithium-Ionen-Batterien
mit zusammen 104 Zellen liefern 1.250 Wattstunden und machen erst nach rund 60 Kilometern schlapp. Die Akkus können leicht entnommen und
an der Steckdose wiederbelebt werden.

Der Clou für ein Zweirad: Strom bezieht Klement auch beim Bremsen oder Bergabfahren. Diese Rekuperation kennen wir aus Elektroautos. Weil das
Zweirad mit seinem Power-Triebwerk bis zu 45 km/h schnell werden und beim Spurten sogar mit Tour-de-France-Profis mithalten kann, gilt es als eine
Art Mofa, für das ein Führerschein nötig sein wird.
Denn das Fahrerlebnis ist ebenso beindruckend wie respekteinflößend. Wenn man sich denn auf die ungewohnte Art des Beschleunigens und
Bremsens gewöhnt hat. Soll es losgehen, werden die auf dem Tritt ruhenden Füße nach vorne gekippt und die Post geht ab. Mit ultraleisem Singen
schießt Klement ins elektrische Leben. Das Dosieren zwischen gemächlichem Gleiten und rasantem Ritt will geübt sein.

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Ebenso wie das Bremsen: Hier muss Druck auf die Fersen gelegt werden. Anfangs richtet man sich unbewusst etwas auf, um genug Kraft auf den
hinteren Teil der beiden „Pedale“ zu bekommen. Nach einigen Minuten klappt auch hier die Abstimmung.
Noch hat Skoda nicht entschieden, ob es diese Art der Bedienung auch in die beschlossene Serienfertigung des Klement schafft. Da die gewohnte Art
des Umgangs sicher für mehr gedanklicher Sicherheit bei den Benutzern sorgt, könnte das Serienmodell auch mit Griffen am Lenker fürs Gasgeben
und Bremsen geliefert werden.
Titel: Re: Skoda Klement - viel zu schnell für ein Fahrrad
Beitrag von: Mebus am 02. Juli 2019, 09:42:51
...

Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust.

Das eine ist das Technikafine welches technische Novitäten begrüßt, und das andere ist das welches vernunftbedingt schlägt.

Die Zweiradmobilität wird vermutlich die Verkehrsunfallzahlen hoch schnellen lassen.
Eine Lösung für die Verkehrsprobleme unserer Zeit, ist die Zweiradmobilität wohl nur sehr begrenzt.

Wetterbedingt wird die Mehrzahl wohl eher nicht bei Wind, Regen, Schnee und Temperaturen von 5° C unterwegs sein.

Im Sommer ist das ganze eine tolle Sache, die ich selber auch sehr genieße, aber im strömenden Regen, nein danke.

Der Hinweis dass es Menschen gibt die unter allen Wetterbedingungen mit dem Zweirad unterwegs sind ist da wenig sinnvoll,
denn es ist eine absolute Minderheit.
Titel: Re: Elektroroller
Beitrag von: heinz am 02. Juli 2019, 17:56:33
ist kein fahrrad, ist'n mofa. mit allen folgen für ausrüstung, bedienung, fahrausweis etc.

ende 1950er jahre hatte mein töffli ein ähnliches leistungsprofil. nur machte es nicht nach 60km schlapp. und ne tankfüllung kostete 50ct.

 OO OO
Titel: Fin
Beitrag von: Mebus am 13. Juli 2019, 22:10:34
...

An dieser stelle möchte ich mich bei den Lesern meiner Beiträge bedanken für ihre zeit die sie mir geschenkt haben, und ihnen alles gute wünschen,
denn hier enden meine berichte zum NIU Roller.

Viele Grüße
Hendrik