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Allgemein => Elektrofahrzeuge => Thema gestartet von: altamm am 27. Oktober 2018, 07:31:07

Titel: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: altamm am 27. Oktober 2018, 07:31:07
Eine Viertelstunde zum Bäcker oder zur Bushaltestelle laufen? Viele nehmen da lieber das Auto. Kleine Elektro-Roller sollen das überflüssig machen. Nach
langer Vorbereitung dürfen sie bald offiziell auf die Straße: Die Tretroller mit Elektromotor und Akku. Eine entsprechende „Verordnung über die Teilnahme
von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr“ kommt „spätestens Anfang 2019“, kündigt das Bundesverkehrsministerium an.

Zwar sieht man die Elektro-Tretroller schon länger durch Parks oder auf Radwegen herumflitzen. Ebenso wie Skateboards mit Elektromotor und querstehende
Gefährte, Hoverboards genannt, mit zwei seitlichen Rädern. Erlaubt sind sie bisher alle nicht. Motorfahrzeuge, die schneller als sechs Kilometer pro Stunde
fahren, brauchen in Deutschland für öffentliche Straßen eine Betriebserlaubnis sowie eine Versicherung. Beides fehlt den Kleinstfahrzeugen.

Deshalb beschlagnahmte allein die Berliner Polizei in diesem Jahr bislang mehr als 60 der nicht erlaubten Elektrofahrzeuge. Das Fahren mit einem Kraftfahrzeug
ohne Zulassung ist eine Ordnungswidrigkeit und kostet 70 Euro. Die geplante Erlaubnis soll nun nur für die Elektro-Tretroller gelten. Die anderen kleinen
Elektrofahrzeuge bleiben weiter verboten. Vorerst zumindest, wie es vom Ministerium heißt.

Der Plan: Die E-Roller dürfen künftig mit bis zu 20 Kilometern pro Stunde auf Fahrradwegen fahren. Gibt es keinen Radweg, müssen sie auf die Straße ausweichen.
Gehwege sind tabu.
Sie müssen ausgestattet sein mit einer „Lenk- oder Haltestange“, „zwei voneinander unabhängigen Bremsen“, „nach vorne und nach hinten
wirkenden Fahrtrichtungsanzeigern“ (Blinkern) und „einer helltönenden Glocke“.
Die kleinen Roller brauchen außerdem eine Versicherungsplakette, ähnlich wie Mofas und kleine Motorroller. Helme sind nicht vorgeschrieben. Der Fahrer muss
aber mindestens 15 Jahre alt sein und einen Mofa-Führerschein oder eine andere Fahrerlaubnis besitzen. So steht es in der mehr als 40 Seiten langen Verordnung.

Genutzt werden die Roller vor allem für kürzere Wege, etwa von der Wohnung zur Bahn- oder Bushaltestelle oder vom Büro zum Einkaufen. In den USA, aber
auch in Moskau, Paris und Wien verbreiten sich Elektro-Tretroller zum Ausleihen. Aber natürlich können auch Privatleute Roller kaufen, damit zum Bäcker fahren
und sie zu Hause wieder aufladen.
Titel: Re: Elektro-Roller bald legal
Beitrag von: Sandofranz am 27. Oktober 2018, 11:37:06
Wahrscheinlich bin ich zu naiv um deutsche Gesetze/Vorschriften zu verstehen...
Warum stuft man diese Roller nicht als "e-bikes" ein?
In Österreich sind e-bikes ganz normalen Fahrrädern gleichgestellt.
Somit kann man damit auf Straßen + Radwegen fahren, im innerstädtischen Bereich auch in Fußgängerzonen wo das Radfahren mit geringer Geschwindigkeit erlaubt ist.
Funktioniert perfekt...
Da erscheint mir die oben beschriebene Vorgangsweise doch irgendwie überzogen zu sein...Versicherung...Mofa Führerschein...Altersüberprüfung ?
Für ein "Radl" - incl. e-bikes -  braucht man das nicht, zumindest nicht bei uns!
Titel: Re: Elektro-Roller bald legal
Beitrag von: diesonja am 27. Oktober 2018, 19:15:24
Jaaa ,  Sandofranz,  bei Euch ist manches einfacher oder einfach besser.   :D   Hier bei uns planen viele, viele Menschen bei einem solchen schwer-

wiegenden Verkehrsproblem mit. Je mehr Leute bei noch mehr Sachen mitplanen, umso komplizierter ist das sogenannte Ergebnis.   ;D

Aber auf diese Weise kann immer behauptet werden, es wurden alle Möglichkeiten berücksichtigt.   Or
Titel: Re: Elektro-Roller bald legal
Beitrag von: Sandofranz am 28. Oktober 2018, 09:05:24
Ja liebe Sonja...scheint wirklich so zu sein...eigentlich schade!
Gerade in Deutschland in den vielen Großstädten ist das Umsteigen auf ein e-bike sinnvoll, es entlastet den Individualverkehr nachhaltig.
Unter dem Thread "Elektroroller" habe ich unseren "Dreiradscooter" hier im Forum vorgestellt, das wäre auch eine sehr interessante Möglichkeit!
Auch diese Fahrzeuge - als ein- oder Zweisitzer - sieht man in Graz jetzt schon immer häufiger.
Wie gesagt, auch das sind e-bikes die gesetzlich normalen Fahrrädern gleichgestellt sind.
In Graz gibt es ein vorbildlich ausgebautes Radwegenetz, da macht so ein Fahrzeug Sinn...und auch großen Spaß!
Kreuz und Quer durch die Stadt, da sind wir schneller unterwegs als mit den Öffis...vom Auto will ich gar nicht reden.
Vorsicht - Rücksicht - freiwillig verwenden wir Helme - und schon kann der Spaß im städtischen Bereich beginnen!
Titel: Re: Elektro-Roller bald legal
Beitrag von: Willy am 29. Oktober 2018, 20:16:49
Wegen der Begrifflichkeiten, gerade in Bezug auf auf Vorschriften und Gesetze, muß hier deutlich getrennt werden.
E-Bike  - sind  Fahrräder bis 45kmh, die auch ohne eigenes Treten fahren.
Pedelecs  - sind Fahrräder mit Unterstützung bis 25kmh
Fahrzeuge - Fahrzeuge sind alle Fortbewegungsmittel – mit Ausnahme der in §24 StVO genannten -, die zur Beförderung von Personen
                     oder Sachen dienen und am Verkehr auf der Straße teilnehmen.
spezielle Fahrzeuge - die in §24 StVO beschriebenen Gefährte.
Zitat
(1) Schiebe- und Greifreifenrollstühle, Rodelschlitten, Kinderwagen, Roller, Kinderfahrräder, Inline-Skates, Rollschuhe und ähnliche nicht motorbetriebene Fortbewegungsmittel sind nicht Fahrzeuge im Sinne der Verordnung. Für den Verkehr mit diesen Fortbewegungsmitteln gelten die Vorschriften für den Fußgängerverkehr entsprechend.
(2) Mit Krankenfahrstühlen oder mit anderen als in Absatz 1 genannten Rollstühlen darf dort, wo Fußgängerverkehr zulässig ist, gefahren werden,
jedoch nur mit Schrittgeschwindigkeit
Kraftfahrzeuge - Ein Kraftfahrzeug im Sinne des § 7 StVG ist jedes Landfahrzeug, welches durch Maschinenkraft bewegt werden kann,
                           ohne an Bahngleise gebunden zu sein.
                           Nicht bedeutend ist dabei, wie die Fortbewegung stattfindet, auch die Antriebsart ist irrelevant. Es genügt,
                           wenn sich das Fahrzeug durch eine maschinelle Einrichtung fortbewegen kann.

Dementsprechend darf mit einem E-Roller, e-Scooter oder wie auch immer - NICHT auf Gehwegen, in Fußgängerzonen oder Radwegen gefahren werden.
Gleiches gilt für E-Bikes.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind nach dem Prinzip: "Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten." erstellt.
Deshalb sind Rahmen restriktiv gesetzt und nur spezielle Sachen als Ausnahmen erlaubt.

Wer hat sich auch vor 10 oder 15 oder 25 Jahren solche Gefährte wirklich vorgestellt ?

übrigens: die angekündigte E-Roller Novelle, erlaubt deren Benutzung - ABER ausschließlich auf der Straße oder auf privaten Gelände.
                 Ist halt' ein Kraftfahrzeug, und wird auch als solches behandelt.....

Titel: Re: Elektro-Roller bald legal
Beitrag von: Sandofranz am 31. Oktober 2018, 16:42:10
Wie schon gesagt...Deutschland und Österreich haben da betreffend e-bikes unterschiedliche Einstufungen.
Titel: Re: Elektro-Roller bald legal
Beitrag von: Duda am 01. November 2018, 21:36:33
EU halt  Or

Prost

Duda
Titel: Re: Elektro-Roller bald legal
Beitrag von: Sandofranz am 02. November 2018, 12:21:57
Liebe Freunde der "E-Radlerei"...nachstehend zur Information die gesetzlichen Vorgaben die in Österreich Gültigkeit haben (Quelle Homepage des ÖAMTC) :


Definition Elektro-Fahrrad, E-Bike oder Pedelec



Das Fahrrad ist in der StVO zunächst definiert als ein Fahrzeug, das mit einer Vorrichtung zur Übertragung der menschlichen Kraft auf die Antriebsräder ausgestattet ist. Aber auch Fahrräder mit Tretunterstützung, sogenannte Pedelecs, und E-Bikes, also elektrisch angetriebene Fahrräder ohne Tretunterstützung, sind Fahrrad im Sinne der StVO. Sowohl bei Pedelecs als auch bei E-Bikes, darf die maximale Antriebsleistung des E-Motors 600 Watt nicht übersteigen und die Bauartgeschwindigkeit nicht höher als 25 km/h sein. Von der Maximalleistung zu unterscheiden ist die Nenndauerleistung, also die Leistung, welche über einen Zeitraum von 30 Minuten dauerhaft abgegeben werden kann. Der aktuellen Typengenehmigungsverordnung der EU folgend, beträgt die maximale Nenndauerleistung für Pedelecs 250 Watt. Wird einer dieser Werte überschritten, so handelt es sich nicht mehr um ein Fahrrad, sondern um ein Moped. Damit würden auch die (strengeren) Gesetze wie Ausweis- und Helmpflicht zur Anwendung kommen.

Benützung von Verkehrsflächen

Ein E-Fahrrad muss auf Radfahranlagen benützt werden, außer es ist mehrspurig und bis 80 cm breit oder es zieht einen Anhänger bis zu 80 cm Breite. Dann darf man damit wahlweise auch auf der Fahrbahn fahren. Fahren auf dem Gehsteig ist - wie mit einem herkömmlichen Fahrrad auch - verboten. Nebeneinander fahren ist nur auf Radwegen oder in Wohnstraßen erlaubt.


Ergänzend sei bemerkt dass es bei uns erlaubt ist mit Fahrrädern (also auch mit e-bikes und Pedelecs) in definierten Bereichen von Fußgängerzonen zu fahren, dabei ist eine Höchstgeschwindigkeit von 5 km/h einzuhalten und es ist besonders auf die Sicherheit der Fußgänger zu achten.
Titel: Re: Elektro-Roller bald legal
Beitrag von: altamm am 30. April 2019, 07:55:54
Keine E-Roller mehr auf österreichischen Trottoirs

Während in Deutschland noch auf die Erlaubnis gewartet wird, E-Scooter legal im Straßenverkehr zu nutzen, hat Österreich vorgelegt: Die elektrischen
Roller werden mit Fahrrädern gleichgesetzt, dürfen allerdings nicht mehr auf Gehwegen fahren.

Der österreichische Nationalrat hat einer Reform der Straßenverkehrsordnung zugestimmt und elektrische Tretroller, sogenannte E-Scooter, Fahrrädern
rechtlich gleichgestellt. Damit können die Roller genauso im Straßenverkehr genutzt werden wie Fahrräder, inklusive der gleichen Rechte und Pflichten.
Die Roller müssen entsprechend auf einem Radweg genutzt werden; steht dieser nicht zur Verfügung, darf auf die Fahrbahn ausgewichen werden.
Generell nicht erlaubt ist das Fahren auf Gehwegen, es sei denn, einzelne Kommunen erteilen hier eine Ausnahmegenehmigung.
Einen Führerschein oder eine Versicherung benötigen E-Scooter-Fahrer in Österreich nicht. Laut der Gesetzesnovelle fallen "Klein- und Miniroller mit
elektrischem Antrieb" mit einer maximalen Motorleistung von 600 Watt und einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h unter die neue Regelung.
Titel: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: Mebus am 04. Mai 2019, 17:26:21
Können E-Scooter eine Antwort auf den Verkehrskollaps in Europas Metropolen sein? Frankreich hat schon erste Erfahrungen gemacht -
 und zieht bereits eine rote Linie, "damit Fußgänger nicht länger gegen Häuserwände gedrückt werden".

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/frankreich-verkehrsministerin-elisabeth-borne-verbietet-e-scooter-auf-gehwegen-a-1265783.html

Das Hauptproblem der Roller sind jedoch die Bremsen. Zwar muss ein Elektrokleinstfahrzeug laut der Verordnung des Bundesverkehrsministeriums mit zwei voneinander unabhängigen Bremsen ausgerüstet sein. Ein ABS, oder zumindest eine Kombibremse, die die Bremskraft auf beide Räder verteilt, wäre jedoch mindestens genauso wichtig.

Ein Bericht im Spiegel über einen Selbstversuch in Bamberg.
Es würde mich nicht wundern wenn auch noch der Airbag gefordert wird  :D

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/e-scooter-test-5-dinge-die-man-aus-dem-versuch-in-bamberg-lernen-kann-a-1265005.html
Titel: Paris führt Verhaltenskodex für E-Scooter ein
Beitrag von: Mebus am 14. Mai 2019, 16:16:20
Paris geht gegen die unkontrollierte Ausbreitung von Elektro-Scootern vor.
Die Stadt entwickelte jetzt ein Regelwerk für die Verleiher. Bei Nichteinhaltung droht den Stehrollern das Aus.

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/paris-entwickelt-verhaltenskodex-fuer-elektro-tretroller-a-1267349.html
Titel: Re: Paris führt Verhaltenskodex für E-Scooter ein
Beitrag von: heinz am 14. Mai 2019, 20:30:39
ich befürchte, dass diese e-scooter so'n hype sind wie die miet-e-bikes in den städten. werden nächstes jahr per tausende verschrottet.

ohne jemals draufgestanden zu haben, sehe ich die dinger als lebensgefährlich an. ich bin, immer noch, geübter zweiradfahrer. fahrrad und 10tkm motorrad im jahr. ich kenne die problemchen beim lenken und bremsen, sicher auf nicht ebenen und geteerten strassen. fahrräder und motorräder haben sicher besser angepasste reifen/räder/bremsen.

wenn ich diese typen auf dem kopfsteinpflaster herumfahren sehe. ein steinchen und sie fliegen mit den kleinen/schmalen rädchen auf dem sack oder schlimmer. und schon bei 20kmh gibt es grässliche wunden.

ich bin absolut nicht einer der risiko scheut aber das hier, nie.  Pe Pe
Titel: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: altamm am 15. Mai 2019, 08:34:42
Zuerst rollten sie durch die USA, dann auch in Europa – und in Kürze auch in ganz Deutschland. Mit E-Scootern, also elektrischen Tretrollern, kommt

eine neue Mobilitätskategorie in die Bundesrepublik.

Am kommenden Freitag stimmt der Bundesrat final über eine Zulassungsverordnung für Tretroller als offiziellem Verkehrsteilnehmer ab. Es ist

davon auszugehen, dass die Länderkammer den Plänen des Verkehrsministeriums zustimmt. Innerhalb weniger Wochen werden E-Scooter dann

auf deutschen Straßen erlaubt sein. E-Scooter sind im neuen Feld der Mikromobilität erst der Anfang. Unternehmen arbeiten bereits an Geräten

mit mehr als zwei Rädern und Witterungsschutz.

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Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: altamm am 16. Mai 2019, 09:59:11
So wird aus dem neuen Tretroller keine Klimasünde

Mit der Anschaffung noch warten

Bei der Herstellung der elektrischen Tretroller entstehen große Mengen an umweltschädlichem CO2. Die Nutzung ist somit nur dann nachhaltig,
wenn sie möglichst lange rollen. Doch viele auf dem Markt befindlichen Modelle besitzen keine Straßenzulassung und werden sie mit großer
Voraussicht auch nicht bekommen. Das gilt vor allem für E-Scooter, die aktuell günstig zu Schleuderpreisen angeboten werden. Solche E-Scooter
dürfen weder heute noch morgen legal im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden.

Tipp: Wenn Ihr euch einen E-Roller anschaffen möchtet, wartet Sie bis offiziell zugelassene Modelle in den Handel kommen. So vermeidet Ihr
Elektroschrott und Ressourcenverschwendung.

Vor allem als Alternative zum Auto kaufen

Wer einen E-Roller fährt, ist nicht automatisch auch umweltfreundlich unterwegs. Entscheidend ist die Frage, welches Fortbewegungsmittel
abgelöst wird. Einer aktuellen Umfrage zufolge sieht nämlich nur jeder Fünfte (21 Prozent) im E-Roller Potenzial, das Auto zu ersetzen. Mehr
als jeder Dritte (36 Prozent) will öfter das Fahrrad stehen lassen. 30 Prozent der Befragten wollen seltener zu Fuß gehen und dafür häufiger
e-rollen. Das bedeutet: Die Gefahr ist groß, dass der E-Scooter mehrheitlich Mobilitätsarten mit guter Umweltbilanz ersetzt.

Tipp: Umweltfreundlich sind E-Scooter nur dann, wenn sie Auto, Moped oder Motorrad ersetzen.

Den richtigen Strom tanken

E-Scooter werden mit Strom „betankt“. Doch die Stromerzeugung gehört in Deutschland zu den Bereichen, die am meisten Treibhausgase
verursachen.  Klimakiller Nummer eins ist dabei die Kohleverstromung.
Tipp: Wer den E-Scooter aus Gründen des Umweltschutzes fahren will, sollte deshalb auf Strom aus erneuerbaren Quellen setzen. Ökostrom
ist kaum teuer als herkömmlicher Netzstrom.
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: altamm am 18. Mai 2019, 05:12:13
Bundesrat macht Weg für E-Scooter frei.

Entgegen der ursprünglichen Pläne sollen keine E-Tretroller auf Gehwegen fahren, sondern grundsätzlich auf Radwegen. Die Verordnung sieht unter
Berücksichtigung der vom Bundesrat beschlossenen Änderungen vor, die Fahrzeuge ähnlich wie Fahrräder zu behandeln.

Außerdem sollen die Fahrzeuge erst für Jugendliche ab 14 Jahren erlaubt werden und nicht bei langsameren Modellen schon ab zwölf Jahren wie
zunächst vorgesehen.

Zugelassen werden sollen E-Tretroller, die höchstens 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Eine Helmpflicht soll es nicht geben, auch einen
Moped-Führerschein brauchen Fahrer nicht. Anders als Fahrräder sollen die neuen E-Scooter allerdings versicherungspflichtig sein.

Nachdem der Bundestag nochmal zugestimmt hat, kann der Vertrieb im Sommer beginnen.

Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: heinz am 18. Mai 2019, 11:38:03
was bedeutet 'versicherungspflichtig'?  unfall? haftpflicht? der fahrer? der roller?
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: Mebus am 18. Mai 2019, 14:13:45
was bedeutet 'versicherungspflichtig'?  unfall? haftpflicht? der fahrer? der roller?

Sollte (Freiwillig) Private Unfallversicherung

Sollte (Freiwillig) Private Haftpflichtversicherung

Muss (Pflicht) Rollerhaftpflichtversicherung

Zitat: "Nur so dürfen Besitzer sie dann mit dem aufgeklebten Kennzeichen eines Kfz-Haftpflichtversicherers im Straßenverkehr fahren."
Link: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-e-scooter-kommen-aber-was-bedeutet-das-eigentlich-genau/24356444.html
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: Sandofan am 20. Mai 2019, 11:25:18
Ohne Worte. ;)

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Titel: Gefährliche Situationen wegen E-Trottinetts (E-Scooter) in Zug (CH)
Beitrag von: Mebus am 12. Juni 2019, 11:54:48
In der Stadt Zug können seit einigen Wochen Elektro-Trottinett gemietet werden. Weil die Regeln vielfach nicht eingehalten werden,
kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die Polizei appelliert an die Benützer, das Strassenverkehrsgesetz einzuhalten.

http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/regional/zentralschweiz/33635-Gefhrliche-Situationen-wegen--Trottinetts-Zug.html
Titel: Rückruf Mi eScooter Xiaomi
Beitrag von: Mebus am 13. Juni 2019, 11:26:45
Rückruf Mi eScooter Xiaomi

Die Fa. Xiaomi ruft den Elektroroller zurück, da sich eine Schraube im Klappmechanismus lösen kann.

https://www.baua.de/SiteGlobals/Layout/DataViews/Datarecord_DBTool_Produktsicherheit.html?idDatarecord=183145

https://www.mi.com/global/support/mi-electric-scooter-recall-program/
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: altamm am 16. Juni 2019, 08:42:28
E-Scooter in Deutschland legal

Update vom 15.06.2019: Es wird etwas länger dauern, als ursprünglich gedacht: Statt Juni dürfte die Zulassung der E-Scooter nun doch erst im Juli 2019
erfolgen. Die Hersteller der elektrisch angetriebenen Tretroller müssen eine allgemeine Betriebserlaubnis beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) beantragen,
was laut eines Sprechers des Amtes „in der Regel zwei Wochen“ zur Bearbeitung beanspruche.

Folgende Bedingungen werden für E-Scooter in Deutschland zukünftig bundeseinheitlich gelten:

    Höchstgeschwindigkeit: 20 km/h auf Radwegen oder der Straße (wenn kein Radweg vorhanden). Die Benutzung von Gehwegen ist nicht erlaubt. Man soll
    einzeln  hintereinander fahren und schnellere Radfahrer überholen lassen.

    Pflichtausstattung: Eine Lenk- oder Haltestange, zwei voneinander unabhängigen Bremsen, Glocke, Scheinwerfer, Schlussleuchte, Rückstrahler und
    Seitenreflektoren. Also ähnlich wie bei der Fahrradausrüstung nach § 67 StVZO.

    Versicherungspflicht: E-Scooter benötigen eine „Versicherungsplakette für Elektrokleinstfahrzeuge“ (ähnlich wie bei Mofas und kleinen Motorroller) in Form
    eines Aufklebers. „Die Kosten je Versicherungsplakette werden für junge Fahrer pro Jahr durchschnittlich mit 90 Euro und für Fahrer ab einem Alter von
    23 Jahren mit 60 Euro jährlich angenommen“. Das ist eine Schätzung, die bei der Planung des Entwurfs genannt wurde.

    Mindestalter: Wer ein Elektrokleinstfahrzeug fahren möchte, muss mindestens 14 Jahre alt sein.

    Kein Führerschein erforderlich: Ein Mofa-Führerschein wird nicht mehr vorausgesetzt, das war in älteren Gesetzentwürfen noch vorgesehen.

    Kein Fahrradhelm erforderlich: Eine Helmpflicht nach § 21a Absatz 2 StVO besteht nicht. Trotzdem ist es ratsam, sich mindestens auf den ersten Fahrten
    mit E-Scootern mit einem Helm auszustatten*.

    Mitnahme in Bus und Bahn: Grundsätzlich vorgesehen. Fahrgäste der Deutschen Bahn dürfen ihren E-Scooter kostenlos in allen Fernverkehrszügen
    mitnehmen. Die letzte Entscheidung liegt aber immer beim jeweiligen Verkehrsunternehmen, das gerade genutzt wird.

    Die Fahrer dürfen nur auf Radwegen fahren - oder auf der Straße, wenn es keinen Radstreifen gibt. Gehwege sind hingegen tabu.
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: altamm am 16. Juni 2019, 09:00:37
Nachtrag:

Die HUK-COBURG legt mit einem sehr spannenden Tarif vor, den sich wirklich jeder leisten kann, der auch einen E-Scooter bezahlen kann.
Folgende zwei Optionen gibt es:

    Bis 23 Jahren: 29 Euro pro Jahr
    Ab 23 Jahren: 19 Euro pro Jahr

Es handelt sich dabei nur um die Kfz-Haftpflichtversicherung, die das Minimum an Versicherungsschutz für E-Scooter in Deutschland bildet und gesetzlich
vorgeschrieben ist. Die Versicherung deckt 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden je Schadenfall bzw. bei Personenschäden
bis zu 15 Millionen Euro je geschädigter Person ab. Die Versicherung kann ab dem 17. Juni 2019 abgeschlossen werden.

Optional kann man auch eine Teilkaskoversicherung mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro abschießen, die beispielsweise Diebstahl, Raub oder einen
Brand abdeckt. Möchte man die Teilkaskoversicherung auch, kommen folgende Beträge zusätzlich auf einen zu:

    Bis 23 Jahren: 19 Euro pro Jahr
    Ab 23 Jahren: 16 Euro pro Jahr

Will man also den kompletten Schutz, ist man mit 48 beziehungsweise 35 Euro pro Jahr dabei. Je nach Region und Stadt in der man wohnt, sollte man
sich über die Teilkaskoversicherung durchaus Gedanken machen.
Titel: Neuköllns Bürgermeister fordert Begrenzung von E-Scootern
Beitrag von: Mebus am 20. Juni 2019, 05:27:00
Das unbegrenzte Aufstellen von E-Scootern durch Lime in Berlin-Neukölln ist vom Bürgermeister nicht gewünscht.
Doch er kommt zu spät.

https://www.golem.de/news/lime-neukoellns-buergermeister-fordert-begrenzung-von-e-scootern-1906-142019.html
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: altamm am 25. Juni 2019, 09:19:34
Wie sieht die urbane Mobilität der Zukunft aus? Diese Frage stellte sich das Start-up "Moovi" aus Hannover. Ihre Antwort ist ein elektrischer Scooter,
der jung und alt nicht nur mobil, sondern auch unabhängig von Verkehr sowie fossilen Brennstoffen macht.

TÜV-zertifiziert und StVO-konform, ist Moovi mit nur ca. 10 Kg Gewicht ein Leichtgewicht unter den E-Scootern. Hinter dem scheinbar üblichen Tretroller
verbirgt sich im Hinterrad ein sparsamer 150w Elektromotor, der nahezu geräuschlos auf die in Deutschland maximal zugelassenen 20Km/h beschleunigt.
Die nötige Energiequelle bietet der Lithium-Ionen Akku, welcher in zwei bis vier Stunden an der haushaltsüblichen Steckdose aufgeladen ist. Strecken bis
zu 25 Km lassen sich somit umweltfreundlich und staufrei fahren. Die am Rahmen befestigten LED Front- und Rückstrahler sind StVO konform und bringen
den E-Scooter auch im Dunkeln zum Leuchten.

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     ( Bild:   obs/Moovi  )

Der Moovi bietet einen 3-stufigen Geschwindigkeitsregler und verfügt jeweils über eine elektronische, eine mechanische Bremse und eine Trommelbremse.
Die elektronische Motorbremse arbeitet mit einem sogenannten KERS (Kinetic Energy Recovery System - Rekuperation) und führt die gewonnene
Bremsenergie in Batterieladung zurück. Sollte der Akku einmal zu Neige gehen, lässt sich der E-Scooter ohne Probleme auch ganz klassisch wie ein
Tretroller benutzen. Der Moovi lässt sich mit nur einem Handgriff zusammenklappen und bequem in die Bahn, ins Büro oder in jeden Kofferraum mitnehmen.
Dadurch lassen sich innerstädtische Probleme wie die Parkplatzsuche beziehungsweise die letzte Meile deutlich einfacher bewältigen.

Moovi ist nicht nur einer der leichtesten E-Scooter auf dem Markt, sondern mit Preisen ab EUR 749,- auch einer der erschwinglichsten. Der Verkauf erfolgt
direkt über www.moovi.de (http://www.moovi.de) sowie über ein Netzwerk an Handelspartnern. Die Vorbestellungen laufen bereits, ab August werden die ersten Modelle
auf Deutschlands Straßen zu sehen sein.
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: Sandofan am 26. Juni 2019, 00:21:23
Jetzt fehlt doch nur noch der elektrisch betriebene Rolator. ^-^ <y§
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: altamm am 26. Juni 2019, 04:51:26
 ^-^    ^-^
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: heinz am 26. Juni 2019, 05:15:32
https://www.careproduct.ch/pi/elektrischer-rollator-beactive.html  OO OO
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: Sandofan am 26. Juni 2019, 05:56:26
https://www.careproduct.ch/pi/elektrischer-rollator-beactive.html  OO OO

Wow  :o Und wer hats erfunden?
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^-^
Titel: Re: Erster schwerer Unfall mit Tretroller
Beitrag von: altamm am 28. Juni 2019, 07:13:51
In der Mitte Berlins ist am Donnerstagmittag die Fahrerin eines E-Scooters bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Es ist der erste schwere Unfall
mit E-Rollern in Berlin seit der Zulassung Mitte Juni. Wie die Berliner Polizei mitteilt, fuhr ein 46-jähriger LKW-Fahrer mit einer Sattelzugmaschine gegen
11.50 Uhr bei Grün aus der Chausseestraße in den Kreuzungsbereich Torstraße/Hannoversche Straße/Friedrichstraße ein, um geradeaus in die
Friedrichstraße zufahren.
In Höhe einer Fußgängerfurt in der Friedrichstraße prallte die 26-jährige Scooterfahrerin, eine Berlin-Touristin, aus bisher unbekannter Richtung gegen die
rechte Seite des Sattelaufliegers, stürzte und zog sich einen offenen Bruch an einem Unterschenkel zu. Die Verletzte wurde durch Rettungskräfte zur
stationären Behandlung in eine Klinik gebracht.
Titel: Alles schon einmal dagewesen
Beitrag von: Mebus am 30. Juni 2019, 11:04:25
Haben die damals auch so ein Problem mit der Zulassung gehabt?

https://funpot.net/?404576
Titel: Re: eScooter (Tretroller)
Beitrag von: heinz am 30. Juni 2019, 15:30:05
das modell ist aber in vielerlei hinsicht besser als heute 100 jahre später.

- abnehmbarer akku
- grössere räder mit vermutlich anständige gummireifen
- vorderradantrieb
 :thanks: :thanks:
Titel: 28-Jähriger fährt mit E-(Tret) Roller über Autobahn
Beitrag von: Mebus am 02. Juli 2019, 09:28:09
Weil er nicht länger auf einen Zug warten wollte, ist ein Mann an einem Bahnhof in Nordrhein-Westfalen auf seinen E-Roller gestiegen.
Sein Navi führte ihn dann auf die A46.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/autobahn-in-nordrhein-westfalen-mann-faehrt-mit-e-roller-auf-a46-a-1275311.html
Titel: Allianz fordert eigene Kategorie für E-Scooter-Unfälle
Beitrag von: Mebus am 07. Juli 2019, 11:13:59
Die Allianz rechnet damit, dass E-Tretroller die Unfallzahlen in Deutschland in die Höhe treiben.
Viele Benutzer seien "völlig ungeübt mit dem neuen Gefährt".

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/e-scooter-allianz-fordert-eigene-kategorie-in-der-unfallstatistik-a-1276160.html