Autor Thema: Der Digital Services Act (DSA)  (Gelesen 316 mal)

Offline altamm

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Der Digital Services Act (DSA)
« am: 24. April 2022, 09:58:23 »
Die Mitglieder der EU haben sich am frühen Samstagmorgen auf den Digital Services Act geeinigt, der für Ordnung im Internet sorgen soll.

Konkret geht es darum, dass Internetkonzerne mehr Verantwortung für illegale Inhalte, Produkte und Dienstleistungen auf ihren
Plattformen übernehmen sollen. Unternehmen wie Facebook, Twitter und Google müssen den Nutzern beispielsweise zur Meldung illegaler
Inhalte künftig einfachere Beschwerdemöglichkeiten einrichten. Die Firmen sind dann verpflichtet, schnell darauf zu reagieren.
Was das genau im Detail bedeutet, ist allerdings noch unklar. Aufschluss darüber wird letztlich erst der in einigen Wochen erwartete
bereinigte Volltext geben.

Betroffen von den neuen Vorschriften sind nicht nur Suchmaschinen und Plattformen, sondern auch Telekomfirmen, die Internetzugang
anbieten, Domain-Name-Registratoren, Web-Hoster und Cloud-Anbieter. Grosse Plattformen mit mindestens 45 Millionen monatlich aktiven
Nutzern werden zusätzlichen Vorschriften unterstellt. Das Kriterium dafür bei den Nutzern entspricht 10 Prozent der Bevölkerung von
450 Millionen in der EU. Die Rede ist von rund 30 Firmen, welche diese Schwelle überschreiten.

Die grossen Anbieter müssen jährlich ihre systemischen Risiken etwa bezüglich Desinformation und die Gegenmassnahmen analysieren
und ihr Risikomanagement einer unabhängigen Überprüfung unterziehen lassen. Konkret soll beispielsweise die Wahrscheinlichkeit
verringert werden, dass Facebook zur Manipulation von Wahlen genutzt werden kann.

Es geht aber auch darum, dass Gewalt gegen Frauen und Minderjährige nicht aufgrund gewisser Einstellungen auf den Plattformen
systematisch geschürt und die physische und psychische Gesundheit der Nutzer schwerwiegend beeinträchtigt wird.
Dazu soll auch die Transparenz der von den Onlinediensten genutzten Algorithmen erhöht werden. Algorithmen sind vereinfacht gesagt
Regeln, nach denen Plattformen etwa Inhalte einzelner Kunden anzeigen. Facebook und Co. müssen künftig die Nutzer informieren,
aufgrund welcher Kriterien sie Inhalte empfehlen. Und darüber hinaus haben sie mindestens eine Option anzubieten, die nicht auf den
einzelnen Konsumenten zugeschnitten ist.

Neben dem besonderen Schutz für Minderjährige sind auch zusätzliche Hilfen für Konsumenten vorgesehen. So sollen Kündigungen so
einfach sein wie der Abschluss eines Abonnementes. Dazu kommt, dass sogenannte Dark Patterns allgemein verboten werden. Vereinfacht
gesagt dürfen Internetfirmen ihre Nutzer nicht mehr hereinlegen, indem sie etwa Privatsphäreneinstellungen absichtlich kompliziert gestalten
und beim Abschluss von Verträgen die Konsumenten austricksen.

Weitere Infos:

https://www.welt.de/wirtschaft/article237796957/Google-Amazon-Apple-Co-Bruessel-will-Macht-der-Tech-Giganten-brechen.html

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/eu-einigung-auf-digital-gesetz-gegen-hass-und-hetze-17977577.html?GEPC=s3




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